Forschungsprojekt
Das Zusammenspiel mündlicher und schriftlicher Argumentation in der Sekundarstufe 1
Das Forschungsprojekt zum Argumentieren als komplexe sprachliche Handlung analysiert mündliche und schriftliche Argumentationen von Schülerinnen und Schülern aus gesprächslinguistischer und textlinguistischer Perspektive, mit dem Ziel, die Komponenten einer umfassenden Argumentationskompetenz in den beiden sprachlichen Modalitäten zu bestimmen und die Erkenntnisse für die unterrichtliche Förderung der Argumentationskompetenz nutzbar zu machen. Mit der Untersuchung wird das Ziel einer nachhaltigen Verbesserung einer empirisch gestützten Unterrichtsqualität im Rahmen des Argumentierens als wichtigster demokratischer Verständigungsform verbunden.
Die erwarteten Forschungsergebnisse ermöglichen die Entwicklung eines integrativen Deutschunterrichts, in welchem die Kompetenzbereiche Sprechen und Zuhören und Schreiben der Bildungsstandards sinnvoll aufeinander bezogen werden können, indem sowohl sich überschneidende Kompetenzbereiche ermittelt und systematisiert als auch didaktische Implikationen beschrieben werden können, die eine Aufgabenentwicklung von kommunikativen Sprachhandlungen in beiden Modalitäten fundieren, wie sie momentan noch nicht vorliegen (vgl. Winkler 2006).
Die Untersuchungen bauen direkt auf den Arbeiten Vogts (2002, 2007a, 2007b,) und Grundlers (2008, 2009a, 2009b) und Grundler/Vogt (2009) auf, in denen umfangreich die Entwicklung eines Kompetenzmodells für die mündliche, dialogische Gesprächsfähigkeit erarbeitet und empirisch validiert wurde. Ein bereits digitalisiertes Datenkorpus schriftlicher Argumentationen von Schülerinnen und Schülern liegt bereits vor und kann unmittelbar genutzt werden.


