6. April 2011: Drei Studierende absolvieren ihr Projektsemester in Cluj Napoca
Kooperation mit dem Institut für deutschsprachige Lehre und Forschung in Klausenburg trägt Früchte
Im September 2010 war es soweit: Die Kooperation, welche die Abteilung Kultur- und Medienbildung und das Institut für deutschsprachige Lehre und Forschung (IDLF) in Cluj Napoca vereinbart hatten, trug ihre ersten Früchte: Drei Ludwigsburger Studierende absolvierten ihr Projektsemester in der rumänischen Studentenstadt. So durften Alexander Nutz, Henriette Henneberg und Markus Heinrich nach einer holprig-tollkühnen Busfahrt und einem luftig-rasanten Flug Fuß auf rumänischen Boden setzen, um dort in einem Zeitraum von knapp vier Monaten die Theorie des Studiums mit der Praxis zu verbinden und ein Kulturprojekt zu realisieren.
Wohnen und Arbeiten
Die MitarbeiterInnen des Instituts in Rumänien hatten zuvor einen Wohnheimplatz für die Ludwigsburger Studierenden organisiert und empfingen sie sehr freundlich und zuvorkommend. Um die teilweise bereits in Deutschland geplanten Projekte durchführen zu können, erhielten die deutschen Gäste einen Arbeitsplatz am Institut. Sie unterstützten das Institut beim Tagesgeschäft und insbesondere bei dessen Neueröffnung im Oktober 2010, in deren Rahmen Vorträge, Workshops und sogar der Besuch der Bundeskanzlerin organisiert werden mussten.
Kraut und Kultur
Alexander Nutz und Markus Heinrich hatten bereits zuvor ein Konzept für ein Konzert mit interkulturellem Rahmenprogramm ausgearbeitet. Nach der viermonatigen Organisationszeit vor Ort, viel Varza à la Cluj (Klausenburger Krautspezialität), mit Unterstützung der Donauschwäbischen Kulturstiftung des Landes Baden-Württemberg und einigem Haareausraufen blieben zwei zufriedene Organisatoren zurück. In der Woche des 11. Dezember hatten es zwei deutsche Musikgruppen nach Klausenburg geschafft und konnten dort zusammen mit rumänischen Bands auftreten. Zusätzlich genossen die deutschen Musiker noch ein Rahmenprogramm, das aus Stadtführung, kulinarischen Höhepunkten, einer Jamsession und einem Vortrag zum Thema Gypsy-Music bestand. Als Sahnehäubchen trat noch die Schülerband auf, welche die beiden Ludwigsburger Studenten über zweieinhalb Monate gecoacht hatten, und machte den Abend perfekt.
Schwerer Abschied
Nach diesen Erlebnissen und Erfahrungen fiel es Markus Heinrich und Alexander Nutz schwer, den Heimweg anzutreten. Auch Henriette Henneberg, die sich vorrangig um Organisation und Durchführung eines interdisziplinären Sprach- und Kulturprojektes zum Deutschen und Jiddischen gekümmert hatte, wäre am liebsten noch länger geblieben. Doch ein Lichtblick besteht: Nun ist der Weg frei für weitere Studierende, die ein Projekt oder ein Praktikum in Klausenburg absolvieren möchten.
Markus Heinrich
- Institut für deutschsprachige Lehre und Forschung (IDLF)
- Donauschwäbische Kulturstiftung des Landes Baden-Württemberg





