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12. Mai 14.00 & 16.00 Uhr: Ein Held geht auf Reise. Warum gibt es im Film eine Hauptrolle?

Sebastian Weimann

Schon die alten Griechen wussten, dass eine gute Geschichte einen Helden braucht. Oder wimmelte es damals nur so von Abenteurern, die gegen Monster, Drachen, Schurken und Naturkatastrophen kämpften?

Die Vorlesung will zeigen, warum eine Heldengeschichte so spannend ist und warum man heute bei einem Film gern auf die griechische Mythologie zurückgreift. Mit viel Anschauungsmaterial und ein wenig Action soll den Teilnehmern in 60 Minuten beigebracht werden, wie wichtig die Hauptrolle ist, was es da für Unterschiede gibt und warum die Bösen (fast) immer verlieren.

Veranstaltungsort: Caligari, Seestraße 25, 71638 Ludwigsburg

Die Veranstaltung wird zwei mal, einmal von 14.00 bis 15.00 Uhr und einmal von 16.00 bis 17.00 Uhr angeboten.

Dozenten: Sebastian Weimann und Elisabeth Rautenberg (Filmakademie Ludwigsburg)

09. Juni 16.00 Uhr: Warum schreibt man Englisch so anders, als man es spricht?

Jan Hollm

Auch wenn die englische Sprache allgegenwärtig ist und man in Deutschland sogar englisch klingende Wörter wie „Handy“ oder „Twen Tours“ erfunden hat, die kein Muttersprachler verwendet, bleibt das Verhältnis von Schreibung des Englischen und der angemessenen Aussprache doch eine stetig sprudelnde Quelle für Überraschungen. Übrigens auch für Muttersprachler des Englischen. Wie ist z. B. die Aussprache des englischen Wortes für „Ritter“, also „knight“, zu erklären, das sprachlich mit dem deutschen Wort „Knecht“ verwandt ist? Oder woher kommt die Schreibung von „Tomb Raider“ und wie wird dieser Filmtitel eigentlich richtig ausgesprochen?

Die Entwicklung der englischen Aussprache seit dem Mittelalter liefert hierfür die Begründung, denn wie ein Fossil bildet die heutige Schreibung oft eine alte Aussprache ab, die nicht mehr benutzt wird, aber in der Schriftform ihre Spuren hinterlassen hat. Die Tatsache, dass Englisch zur wichtigsten Weltsprache geworden ist und ständig Fremdwörter in großer Zahl aufnimmt, hat die Situation nicht unbedingt einfacher gemacht. Insofern bietet die englische Schreibung eine Vielzahl von Rätseln, die man nur in detektivischer Kleinarbeit lösen kann.

Versuche, die Schreibung zu modernisieren, sind mehrfach in der englischen Sprachgeschichte unternommen worden, aber da die Engländer nicht nur bei Uniformen und Briefkästen die Bewahrung des Traditionellen lieben, sind alle Versuche, Schriftform und Aussprache des Englischen zu systematisieren, schon in den Ansätzen stecken geblieben. Die Vorlesung will hierzu ein wenig Orientierung anbieten im Dschungel englischer Schreibweisen, damit das im Alltag aller Kinder und Jugendlichen in Deutschland präsente Englisch etwas verständlicher wird und die Neugier für den Wandel von Sprache geweckt wird.

Literaturtipps: Jule Philippi. Sprache und Spiele. Linguistik kann ich auch. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht, 2007
Hans-Dieter Gelfert. Englisch mit Aha. Die etwas andere Einführung in die englische Sprache. München: C. H. Beck, 2003. [eher für die älteren Geschwister und Eltern geeignet]

Veranstaltungsort: Pädagogische Hochschule Ludwigsburg

Dozentin: Prof. Dr. Jan Hollm  (Pädagogische Hochschule Ludwigsburg)

21. Juli 16.30 - 18.00 Uhr: Warum wird in Deutschland geturnt? 200 Jahre Turnen

Annette Hofmann

Jeder hat schon vom Eltern-Kind-Turnen oder dem Kinderturnen gehört oder sogar selbst mitgemacht. Doch wie hat es sich oder auch das Gerätturnen eigentlich entwickelt? Prof. Dr. Annette R. Hofmann zeigt in Ihrer Vorlesung, dass Turnen schon immer mehr war als nur Sport. Das Turnen ist nicht nur in seinen Wurzeln eine spezifisch deutsche Körperkultur, sondern auch ein Stück deutsche Kulturgeschichte.

1811 errichtete der sogenannte Turnvater Friedrich Ludwig Jahn in der Berliner Hasenheide einen ersten öffentlichen Turnplatz mit verschiedenen Turngeräten und Klettergerüsten zur „körperlichen Ertüchtigung“ der männlichen Jugend. Er versammelte dort an schulfreien Nachmittagen Schüler aus den Gymnasien Berlins, später auch Männer aus überwiegend bürgerlichen Kreisen. Das Besondere war, dass erstmals im Freien, in aller Öffentlichkeit und für jeden zugänglich Leibesübungen ermöglicht wurden. Zur Finanzierung der Geräte wurden freiwillige Beiträge verlangt. Turner, die nicht so viel Geld hatten, konnten umsonst turnen. Die Turnkleidung war aus billigem Leinen und für alle gleich. Die Ansprache auf dem Turnplatz erfolgte mit dem brüderlichen „Du“.

Die Kinderuni beim Lernfestival 2011

Das Turnen hat sich zu einer überregionalen und nationalen „Körperkultur“ entwickelt und wurde auch von politischen Zusammenhängen beeinflusst. So entstand nach und nach unser bis heute bestehendes Sportsystem, bei dem jeder, ob arm oder reich, freiwillig mitmachen kann. Heute turnen rund 5 Millionen Mitglieder unter dem Dach des Deutschen Turner-Bundes in über 20.000 Turnvereinen und Turnabteilungen. Als Verband für Turnen und Gymnastik vereint der DTB neben dem Gerätturnen eine breite Palette von Sportarten, die gemäß des turnerischen Grundprinzips der Vielseitigkeit sowohl als Wettkampf- und Breitensport als auch als Fitness- und Gesundheitssport für Frauen und Männer jeden Alters angeboten werden. Zudem gehört zu einem der wichtigsten Kernstücke der heutigen Turnbewegung das vielseitige Kinderturnen.

Veranstaltungsort: Pädagogische Hochschule Ludwigsburg

Dozentin: Dr. Annette Hofmann (Pädagogische Hochschule Ludwigsburg)

Diese Kinderuni-Vorlesung findet im Rahmen des Lernfestivals 2011 der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg statt. Weitere Informationen zum Lernfestival gibt es hier.

11. August 16.00 Uhr: Vom Lolly bis zum Handy – was darf ich von meinem Taschengeld kaufen?

Christina Harth, Margaret Kloster, Christina Peters, Carolin Ridinger, Lisa Schäfer

Die Vorlesung befasst sich mit dem Thema Rechts- und Geschäftsfähigkeit Minderjähriger. Hauptsächlich werden hierbei der Taschengeldparagraph (§110 BGB) behandelt. Dieser wirft einige Fragen auf:
- Ab wann dürfen Minderjährige etwas von ihrem Taschengeld kaufen?
- Was dürfen sie kaufen, was nicht?
- Welche Arten von Rechtsgeschäften spielen dabei eine Rolle?
- Inwieweit bedarf es einer Einwilligung bzw. Genehmigung der Eltern?

Spielerisch wollen Christina Harth, Margaret Kloster, Christina Peters, Carolin Ridinger und Lisa Schäfer auf diese Fragen eingehen und die jungen Zuhörer über ihre Rechte und Pflichten bei Abschluss eines Geschäfts aufklären.

Veranstaltungsort: Pädagogische Hochschule Ludwigsburg

Dozent: Christina Harth, Margaret Kloster, Christina Peters, Carolin Ridinger, Lisa Schäfer
(Hochschule für öffentliche Verwaltung und Finanzen)

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