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Studierende machen Unterricht mit dem Tablet - Tablet-Projekt an der Grundschule startet in die zweite Runde

Von: Katrin Schlör

28-04-2017

In dem Projekt „Digitales Lernen Grundschule – Stuttgart/Ludwigsburg“ entwickeln Studierende der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg im Rahmen von Hochschulseminaren Konzepte für die Nutzung von Tablets im Grundschulunterricht. Diese werden an der Rosensteinschule in Stuttgart erprobt und anschließend evaluiert. Zwischen Oktober 2016 und Januar 2017 fand eine Pilotphase statt, die erste Erkenntnisse sowohl zum Tableteinsatz in der Grundschule als auch zur Einbindung digitaler Medien in die Hochschullehre lieferte. Insbesondere das selbst Produzieren von Videos, Fotos und Comics motivierte sowohl Studierende als auch Kinder für die Lerninhalte und zeigte ein hohes Potenzial für die Inklusion von Schülerinnen und Schülern mit Förderbedarf. Im April starten insgesamt fünf Teilprojekte ihre Unterrichtsversuche, unter anderem im Schnittfeld von Musik und Trickfilm sowie im Rahmen einer digitalen Schnitzeljagd im Sachunterricht.

Als einer von deutschlandweit sechs Hochschulstandorten nimmt die Pädagogische Hochschule Ludwigsburg an dem von der Deutsche Telekom Stiftung geförderten Projekt „Digitales Lernen Grundschule“ teil. Ziel ist es, bis 2018 Konzepte für altersgerechte Formen des Lehrens und Lernens mit digitalen Medien zu entwickeln und zu evaluieren. Denn, so betont der Projektleiter und Professor für Medienpädagogik an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg, Horst Niesyto: „Die pädagogisch sinnvolle Integration von digitalen Medien in den Grundschulunterricht ist ein wichtiger Beitrag gegen Bildungsungerechtigkeit und zur Förderung neuer, kooperativer Lernformen.“

In Tandemseminaren, die von Lehrenden aus der Medienpädagogik und den Fachdidaktiken, wie Sport, Musik, Mathematik, Deutsch oder Sachunterricht, gemeinsam betreut werden, entwickeln die Studierenden konkrete Unterrichtsszenarien, indem sie medienpädagogische und fachdidaktische Kompetenzen miteinander verknüpfen. Diese Szenarien erproben sie dann im regulären Grundschulunterricht an der Rosensteinschule. Erste Erkenntnisse zeigen, dass das Lehren und Lernen mit iPads insbesondere dann erfolgreich verläuft, wenn den Kindern verschiedene Möglichkeiten gegeben werden, sich mittels selbst produzierter Medien auszudrücken. Niesyto zieht ein positives Zwischenfazit: „Studierende wie Schüler waren sehr motiviert, praxisbezogen mit iPads die gestalterischen und thematischen Möglichkeiten digitaler Fotografie und Videografie kennenzulernen und auszuprobieren.“

Darüber hinaus zeigen die ersten Erkenntnisse, dass Unterrichtskonzepte, die auf das Produzieren von Fotos und Videos setzen, ein hohes Potenzial für das gemeinschaftliche Lernen und das Thema Inklusion haben.

Zum Start des Sommersemesters Ende April werden insgesamt fünf Projekte an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg entwickelt und an der Rosensteinschule durchgeführt. Der Schwerpunkt liegt dann auf den Themen Trickfilm, Digital Storytelling, Gaming und informatischen Aspekten der Medienbildung. Nach und nach sollen die Erkenntnisse an der Schule verankert werden. Für Kai Wiemers, den Konrektor der Rosensteinschule, stehen die Zeichen sehr gut, dass Medienbildung nachhaltig Einzug in den Grundschulbetrieb halten kann: „Die ersten Monate haben das Interesse und die Neugier der Kollegen geweckt. Immer mehr Kollegen erkundigen sich nach Möglichkeiten zum Einsatz von Tablets und freuen sich auf die neuen Projekte.“  Parallel zu den Seminaren für Studierende wurde im November 2016 ein Arbeitskreis „Medienbildung in der Grundschule“ gegründet. An diesem wirken verschiedene Akteure der Aus-, Fort- und Weiterbildung von Lehrkräften im Raum Stuttgart/Ludwigsburg mit, um Erfahrungen auszutauschen und Konzepte zu entwickeln, wie Grundschullehrkräfte motiviert und qualifiziert werden können, digitale Medien souverän zur Vermittlung von fachlichen und überfachlichen Kompetenzen zu nutzen.

Weitere Informationen unter www.dileg-sl.de


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