Prof. Dr. Rainer Trost
Professor für Geistigbehindertenpädagogik
Schwerpunkte: Sonderpädagogische Psychologie und Diagnostik
Sprechzeiten: Di. 13:00 - 14:00 Uhr; Mi. 16:00 - 17:00 Uhr;
Raum 14.026a, Tel.: (07121) 271-9336
E-mail: Trost(at)ph-ludwigsburg.de
SOMMERSEMESTER 2012
Psychologischer Schwerpunkt
Kindern und Jugendliche mit Down-Syndrom: Entwicklung, Alltag, Lebensperspektiven (P1)
Mittwoch, 14:15 - 15:45, Geb.14, Hörsaal; Beginn: 18.04.2012
Mit keiner anderen Gruppe von Menschen mit geistiger Behinderung hat sich die wissenschaftliche Forschung in der Vergangenheit wohl mehr auseinandergesetzt als mit Menschen mit Down-Syndrom. Dabei hat sich seit der Erstbeschreibung im Jahr 1866 bis heute ein radikaler Wandel im Verständnis der Menschen mit Down-Syndrom vollzogen, der exemplarisch für die veränderte Sicht von Menschen mit geistiger Behinderung steht. Nicht zuletzt ist heute zum Beispiel die Gleichsetzung von Down-Syndrom und geistiger Behinderung mehr als fragwürdig.
Gegenstand des Seminars wird deshalb zum einen die Auseinandersetzung mit den Besonderheiten der Kinder und Jugendlichen mit Down-Syndrom und mit ihren syndromspezifischen Förderbedürfnissen sein. Zum anderen wird aber der Blick auch stets darauf zu richten sein, wo für Heranwachsende mit Down-Syndrom die gleichen Grundsätze und Ziele der Entwicklung, des Lernens und der Erziehung gelten, wie für jedes andere Kind – mit oder ohne Behinderung – auch.
Schwerpunkte der Veranstaltung sind u.a.:
- Exemplarische Biographien von Menschen mit Down-Syndrom
- Genetik und medizinische Aspekte
- Familiensituation
- Entwicklungsbedingungen, Entwicklungsverläufe und Frühförderung
- Sprache, Sprachgebrauch und Sprachförderung
- Schulisches Lernen und schulische Förderung.
Literatur wird in der Veranstaltung bekannt gegeben.
Diagnostischer Schwerpunkt
Diagnostik 1: Einführung in das diagnostische Handeln bei Kindern und Jugendlichen mit geistiger Behinderung (P1)
Dienstag, 10:15 - 11:45, Raum 14.118; Beginn: 24.04.2012
Inhalte der Veranstaltung sind Überlegungen zum Gegenstandsbereich und zu den Aufgabenstellungen sonderpädagogischer Diagnostik. Es werden Grundlagen des diagnostischen Zugangs behandelt, insbesondere wird die Frage bearbeitet, auf welchen theoretischen und praktischen Voraussetzungen eine verstehende, lernprozessbegleitende Förderdiagnostik beruht, die Schülerinnen und Schüler als Subjekt ihres eigenen Handelns begreift. Diese Inhalte werden am praktischen Beispiel der Einschulungsdiagnostik gemeinsam erarbeitet. Eine kritische Auseinandersetzung mit dem Begriff der geistigen Behinderung und die Frage nach dessen Bedeutung für das diagnostische Handeln runden das Seminarangebot ab.
Die Veranstaltung richtet sich auch an Studentinnen und Studenten, die Geistigbehindertenpädagogik als zweite Fachrichtung studieren.
Diagnostik 3: Durchführung diagnostischer Untersuchungen und Gutachtenerstellung
Dienstag, 8:30- 10:00, Raum 14.118; Beginn: 26.04.2011
Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht die Einführung in die Gutachtenerstellung als eine Form der Verschriftlichung sonderpädagogischen diagnostischen Handelns. Es werden deshalb insbesondere die förderdiagnostische Untersuchung von Lernprozessen und der Aufbau eines Gutachtens thematisiert.
Durch die gemeinsame Erarbeitung eines Beispielgutachtens sollen alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer in die praktische Arbeit der Gutachtenerstellung eingeführt werden.
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