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qualimobil

 „Qualitätsoffensive für mobile, ortsbezogene Umweltbildungs- und Informationsangebote im Gelände – Qualitätskriterien, Qualifizierung von Akteuren und modellhafte Erarbeitung neuer hochwertiger Umweltbildungsangebote".

 

Rückblick:
Die mobi-LU-Studie (Lude et al., 2013) konnte eine Diskrepanz zwischen der Experten-basierten Beschreibung von idealen mobilen Lern- und Informationsangeboten in der Umweltbildung/ BNE und der gegenwärtigen Umsetzungspraxis aufzeigen: Viele Angebote waren eher motiviert durch die technologische Machbarkeit als an Zielen der Umweltbildung/BNE und daher war eine klare didaktische Fokussierung stellenweise zu vermissen. Als Zielsetzungen wurden beispielsweise ein (oft diffuses) Naturerleben mit GPS-Geräten oder auch die Förderung von Sozialkompetenz genannt, eine kritische Reflexion zu Vor- oder Nachteilen der Verwendung mobiler Technologien gegenüber anderer Alternativen fand nur vereinzelt oder überhaupt nicht statt. Daneben wurden allerdings auch recht elaborierte Lern- und Informationsangebote identifiziert, in denen die Nutzung mobiler Technologien integraler Bestandteil wohl durchdachter Lernarrangements waren (z.B. Expedition Moor, Fiene et al., 2011).

 

Projektvorhaben:
Forschungen zu Umsetzungen mit digitalen Geräten in der Umweltbildung und Bildung für nachhaltige Entwicklung haben gezeigt, dass es noch viele Potenziale gibt. Denn viele Angebote sind nicht so gestaltet wie es Experten empfehlen. Das Projekt qualimobil schließt diese Lücke. Wir entwickeln ein berufsbegleitendes Qualifizierungs- und Fortbildungsangebot zur Entwicklung und Optimierung von mobilen Lern- und Informationsangebote.

 

Fortbildung:
Wir bieten unsere Qualifizierung/ Weiterbildung in Form von Blended-Learning Szenarien an. D.h. als eine Kombination von virtuellen und nicht-virtuellen Lernsettings und Methoden. Blended-Learning bietet Praktikern die maximale Flexibilität, um sich berufsbegleitend weiterzubilden. Lerninhalte werden digital vermittelt (mittels Videoaufzeichnungen, Folien, Podcasts o.ä.)  und können somit  flexibel und den eigenen Bedürfnissen entsprechend abgerufen werden  - wann, wo und wie oft sie wollen. In den Präsenzveranstaltungen kann dann die Interaktion und der Austausch mit der Community in den Mittelpunkt gestellt werden. Denn gemeinsam arbeitet und lernt es sich am Besten!

Mit dem im qualimobil-Projekt entwickelten Qualifizierungs- und Fortbildungsangebot werden die Erkenntnisse der mobi-LU-Studie (insbes. Lude et al., 2013) genutzt, um Akteure der Umweltbildung/BNE aus verschiedenen Handlungsfeldern und mit unterschiedlicher Reichweite (pädagogische Programmanbieter, Umweltbildungszentren, Fortbildungsakademien, Akteure der Öffentlichkeitsarbeit in UB/BNE und Umweltkommunikation, ...) zielgerichtet für die Erstellung von mobilen Lern- und Informationsangeboten vorzubereiten und sie bei konkreten Umsetzungskonzepten von der Idee über die Zielgruppenanalyse und die Erstellung eines Bildungskonzepts bis hin zum fertigen Angebot zu begleiten und zu unterstützen.

 

Fortbildungskonzept:
qualimobil greift Befunde der Professionalisierungsforschung von Lehrkräften (z.B. Lipowsky, 2010) und zum Praxistransfer von Qualifizierungsmaßnahmen (Gegenfurtner et al., 2009, Burke & Hutchins, 2007) auf und orientiert sich an wesentlichen Kriterien für die auch langfristige Umsetzung des Gelernten und Entwickelten. So sind beispielsweise transparente und überprüfbare Fortbildungsziele, eigenständige Entwicklungs- und Erprobungsphasen, ein klare Kontextualisiserung der Fortbildungsinhalte in den Alltag des Handlungsfelds, die Möglichkeit zur Kooperation wie auch eine professionelle Unterstützung der Selbststudien- bzw. Praxisphasen und differenzierte Rückmeldungen sowie die gezielte Einbindung der Fortbildungsteilnehmer/innen in eine „Praxisgemeinschaft“ (Communitiy of Practice, CoP) wichtige Voraussetzungen für die erfolgreiche und dauerhafte Anwendung der erworbenen Kompetenzen. Morgan und Kollegen (2007) bemessen solche längerfristige Maßnahmen als besonders effektiv für den Transfer des Gelernten in den Alltag, die mit intermittierende Phasen theoretischer Auseinandersetzung, Phasen zur eigenständigen theoretischen Vertiefung und praktischen Anwendungs-/ Erprobungsphasen vereinen. 

 

Literatur

  • Lude, A., Schaal, S., Bullinger, M. & Bleck, S. (2013): Mobiles, ortsbezogenes Lernen in der Umweltbildung und Bildung für nachhaltige Entwicklung. Der erfolgreiche Einsatz von Smartphone und Co. in Bildungsangeboten in der Natur. Baltmannsweiler: Schneider Verlag Hohengehren.

  • Fiene, C., Michel, U. & Plass, C. (2011): Lernen und Forschen im Moor - Entwicklung eines Moorinformationssystems für eine nachhaltige Umweltbildung. In: J. Strobl, T. Blaschke & G. Griesebner (Hrsg.), Angewandte Geoinformatik. Berlin: Wiechmann, 548-556.

  • Lipowsky, F. (2010): Lernen im Beruf – Empirische Befunde zur Wirksamkeit von Lehrerfortbildung. In: Müller, F., Eichenberger, A., Lüders, M. & Mayr, J. (Hrsg.): Lehrerinnen und Lehrer lernen – Konzepte und Befunde zur Lehrerfortbildung. Münster, 51–72.

  • Gegenfurtner, A., Veermans, K., festner, D. & Gruber, H. (2009): Integrative Literature Review: Motivation to Transfer Training: An Integrative Literature Review. Human Resource Development Review, 8 (3), 403-423.

  • Burke, L. & Hutchins H. (2007): Training transfer: An integrative literature review. Human Resource Development Review, 6 (3), 263-296.

  • Morgan, J., Haviland, S., Woodside, M. & Konrad, T. (2007): Fostering supportive learning environments in long-term care. Gerontology & Geriatrics Education, 28 (2) 55-75.

  

 

Wenn Sie Interesse an einer Teilnahme haben, laden wir sie herzlich ein, mit uns in Kontakt zu treten! Anmeldemöglichkeit und weitere Informationen finden Sie auf www.qualimobil.de.

 

Laure Philippon, M.A.

Projektkoordinatorin und -mitarbeiterin

Tel. (07141) 140-293

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