Prof'in Dr. Ursula Stinkes
Professorin für Geistigbehindertenpädagogik
Schwerpunkte: Pädagogik und Didaktik
Sprechzeiten: Mi, 14.00-16.00 Uhr u.n.V.
LEHRANGEBOT IM SOMMERSEMESTER 2012
Lehrveranstaltungen im Sommersemester 2012
Prof. Dr. Ursula Stinkes
SoP025
Leiden und Mitleid: Zwischen Skandalon und ethischer Grundlegung der behindertenpädagogischen Arbeit (P1)
Mi 16.15-17.45 Uhr; Raum 14.118 Beginn:18.04.2012
Nicht erst seit der von Peter Singer Ende der 1980er-Jahre gestellten Frage: „Haben behinderte Menschen ein Recht auf Leben?“ steht die Behindertenpädagogik vor tief greifende, ihr Wertefundament betreffende Fragen. In der öffentlichen Diskussion geht es vor allem um Fragen nach dem Wert, der Würde und dem Schutz menschlichen Lebens, das als geschädigt oder behindert verstanden wird. Dazu zählen Fragen nach dem Status von Embryonen, der vorgeburtlichen Diagnostik, dem Schwangerschaftsabbruch und nach dem Recht auf den eigenen Tod. Pränataldiagnostik wird als eine Verhinderung von Behinderung (Schwanger-schaftsabbruch), als vermeidbares Übel, als Verminderung von Leid verstanden.
Das Seminar wird diesen Fragenkomplex aufgreifen und kritisch beleuchten.
Gleichzeitig wird aufgezeigt, dass eine (Behinderten)pädagogik ohne ein positives Verständnis vom Leid den Menschen verfehlt.
Scheinerwerb möglich. Literatur wird im Seminar ausgegeben.
SoP028
Geistige und körperliche Behinderung und Sexualität: Zwischen Tabu und Sexualassistenz (P2) Weiß/Stinkes
Mi 18.00-19.30 Uhr; Raum 14.119 Beginn: 18.04.2012
Menschen mit geistiger und/oder körperlicher Behinderung sind vielfältigen gesellschaftlichen Vorurteilen in Bezug auf ihre Sexualität ausgesetzt. Die Orientierung an diesen Vorurteilen führt dazu, dass ihre Sexualität behindert wird: So werden homosexuelle und heterosexuelle Beziehungen in einer Partnerschaft oder der Wunsch nach Elternschaft u. U. be- oder gar verhindert.
Gleichzeitig belegen Studien, dass Menschen mit körperlicher und/oder geistiger Behinderung überproportional häufig sexuellen Übergriffen und Missbrauch ausgesetzt sind.
Eine auf Selbstbemächtigung (Empowerment) setzende Behindertenhilfe forciert dagegen die Forderung nach Sexualassistenz für behinderte Menschen.
Das Seminar gibt einen Überblick in die einzelnen Problemfelder (Vorurteile, Elternschaft, sexueller Missbrauch, Sexualassistenz) und reflektiert kritisch die gesellschaftlichen Umgangsformen (Praxen) mit Sexualität und Behinderung.
Scheinerwerb möglich. Literatur wird im Seminar angegeben. Eine elektronische Lernhilfe ist über die e-learning-Plattform der Hochschule möglich.
SoP027
Einführung in die Geistigbehindertenpädagogik
Do 9.15-10.45 Uhr; Raum 14.119 Beginn: 19.04.2012
Diese Vorlesung führt in die Grundlagen der Geistigbehindertenpädagogik ein: Leitideen der Behindertenhilfe (Empowerment, Normalisierung, Assistenz, Integration, Inklusion), Umschreibung von geistiger Behinderung im historischen Wandel, schulische und außerschulische Handlungsfelder, ethisch-anthropologische Grundlagen der Erziehung, Förderung und Bildung.
Kein Scheinerwerb möglich. Literatur wird in der Vorlesung angegeben. Eine elektronische Lernhilfe ist über die e-learning-Plattform der Hochschule möglich.
SoPO35
Den Unterricht planen in heterogenen Gruppen
Do 11.15-12.45 Uhr; Raum 14.119 Beginn. 19.04.2012
In diesem Seminar wird ein gemeinsamer Unterrichtsentwurf erarbeitet und gleichzeitig theoretisch fundiert. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie ein Unterricht inszeniert werden kann, der unterschiedliche Begabungen (Heterogenität) unabhängig vom Schultyp sinnvoll berücksichtigt?
Das Seminar dient als Voraussetzung für die schulpraktischen Studien.
Scheinerwerb nach Absprache möglich. Literatur wird im Seminar angegeben. Eine elektronische Lernhilfe ist über die e-learning-Plattform der Hochschule möglich.



