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24-05-2012

Aktuelles

Einladung zur Lesung - Veranstalter: LitCafé und Abteilung Deutsch

Halil Ibrahim Kaplan: Das Dorf in der Ferne. ... von Kleinasien nach Deutschland

 Von seinem Vater mit 17 Jahren aus dem Dorf gejagt, begann sein Kampf in der Fremde Kleinasiens. Dort auf eigenen Beinen stehend, führt ihn sein Schicksal nach Deutschland. Angekommen in Deutschland begann die Herausforderung, mittellos und ohne Sprachkenntnisse in einem fremden Land zu überleben, das seine neue Heimat werden sollte. In die deutsche Gesellschaft integriert, war die Familie Teil des multi-kulturellen, sozialen Lebens in Ulm und Umgebung geworden. Als Anerkennung wurden im Laufe der Jahre drei Familienmitglieder auf unterschiedliche Weise ausgezeichnet. Nach seinem Ausscheiden aus der Arbeitswelt beschloss er, seine Geschichte mit all ihren Höhen und Tiefen auf eine sehr persönliche Art und Weise stellvertretend für alle Gastarbeiter der ersten Generation niederzuschreiben.

Am Montag, 21. 5., 14 Uhr, liest der Autor im Rahmen des Seminars "Interkulturelle Literaturdidaktik" aus seinem Buch und freut sich auf lebhafte Teilnahme. Der Eintritt ist frei, die Lesung öffentlich.

Sprechstunden während der vorlesungsfreien Zeit nach dem WS 11/12

Hier finden Sie die Sprechstunden während der vorlesungsfreien Zeit der meisten Mitglieder der Abteilung Deutsch.

Kommentare zu den Veranstaltungen des Faches Deutsch

Bitte beachten Sie die Kommentare und Hinweise zu den Veranstaltungen des Faches Deutsch. Diese finden Sie im  LSF bei den jeweiligen Veranstaltungen ganz unten.

Tipp für die Suche im LSF:
Wenn Sie zum Beispiel am Mittwoch ab 10.15 Uhr noch eine Veranstaltung des Faches Deutsch suchen, geben Sie bitte Folgendes ein: Einrichtung: Deutsch, Zeit: 10:15, Wochentag: Mittwoch

Literarischer Schwerpunkt im Sommersemester 2012: "Erinnerung(en)"

Auch in diesem Semester wird wieder ein Semesterthema der Abteilung Deutsch angeboten, wodurch das Studium im Bereich Literatur transparenter werden soll. Ein Teil des Lehrangebots greift das Semesterthema auf und behandelt es aus unterschiedlichen Perspektiven. Im Sommersemester 2012 ist das Thema »Erinnerung(en)«.

Welche Ziele sind damit verbunden?

  • Mehr Klarheit und Struktur in das Studium der Literatur bringen;
  • thematische Schwerpunktbildung ermöglichen;
  • neue inhaltliche Perspektiven erschließen;
  • selbständiges Studieren fördern, das über eine einzelne Veranstaltung hinausreicht;
  • Vorbereitung auf Prüfungen verbessern;

Wie funktioniert das?

Im neuen Lehrangebot finden Sie von fast allen Dozenten/innen im Bereich Literatur und ihre Didaktik mindestens ein Lehrangebot, das dem Semesterthema ›Erinnerung(en)‹ zugeordnet ist, und zwar quer durch die entsprechenden Module. So ist gewährleistet, dass alle Studierenden, die das wünschen, ihr Literaturstudium individueller strukturieren und durch persönliche Schwerpunktbildung bereichern können, unabhängig von der jeweiligen Studienphase. Das hilft auch bei der späteren Themenfindung für das mündliche Staatsexamen oder kann als Vorarbeit zur Wissenschaftlichen Hausarbeit dienen.

Ob und wie Sie das Angebot nutzen, entscheiden Sie selbst! Sie können

  • mehrere Seminare im Semesterthema belegen,
  • nur eines davon bewusst auswählen,
  • das Angebot in diesem Semester ruhen lassen und erst im nächsten annehmen,
  • in jedem Semester neu entscheiden, ob Sie das Angebot weiter nutzen möchten,
  • auf das Angebot verzichten.

Veranstaltungen des Lit-Cafés zum Semesterthema

Dienstag, 05.06.  "Beruf Biograph oder wie man Lebensgeschichten erzählt" (Lesung und Gespräch mit Alois Prinz, Moderation: Caroline Roeder)

 

 

Die Lebensgeschichte der Ulrike Marie Meinhof, der philosophische Weg Hannah Arendts, die literarischen Pfade Franz Kafkas oder der propagandistische Feldzug eines Joseph Goebbels – der vielfach preisgekrönte Biograph Alois Prinz hat Lebenswege, künstlerische Werk- oder zeitgeschichtliche Wirkungsgeschichte von sehr unterschiedlichen, historisch und kulturell bedeutsamen Personen nachgespürt. Um ihnen auf die Spur zu kommen, recherchiert er akribisch in Archiven und Bibliotheken, zugleich gelingt es ihm, ganz eigene Zugehensweisen zu entwickeln. Der Münchner Autor schreibt für ein junges Publikum, dennoch zieht er alle Lesealtersgruppen in seinen Bann. In der Lesung wird Alois Prinz seine Biographien in Auszügen vorstellen und im Gespräch Auskunft darüber geben, wie man sich Lebenswegen nähert und zu Personen, die man in Biographien fassen möchte, in Beziehung tritt – und wie es gelingt, dabei ganz eigene Geschichte und Geschichten zu erzählen.

Dienstag, 12.06. "Die letzten Tage der Menschheit" (Szenenspiel mit Dieter Rupp)

Im Vorwort seines im 1. Weltkrieg geschriebenen Stückes schreibt Karl Kraus: "Die Handlung ist hundert Szenen und Höllen füllend, ist unmöglich, zerklüftet, heldenlos [...] die unwahrscheinlichsten Taten, die hier gemeldet werden, sind wirklich geschehen; ich habe gemalt, was sie taten. Die unwahrscheinlichsten Gespräche, die hier geführt werden, sind wörtlich gesprochen worden; die grellsten Erfindungen sind Zitate."

Das gesamte Stück gliedert sich in ein Vorspiel, 5 Akte mit 219 Szenen und ein Epilog: diese Vielzahl der Figuren und Linien kann wegen der Kürze der Zeit nicht berücksichtigt werden. Daher beruht die Bearbeitung des Stückes auf 30 ausgesuchten Szenen, die in Collagenform den wesentlichen Inhalt, die Machenschaften, das Geschäft und die Lügen des Krieges über die Bühnenrampe bringen.

* Montag, 25.06. "Gedächtnis der Literatur" (Autorenlesung)

In Kooperation mit der Donauschwäbischen Kulturstiftung Baden-Württemberg und dem POP-Verlag Ludwigsburg mit den AutorInnen Edda Binder-Iijima, Romania Constantinescu, Edgar Radtke und Olivia Spiridon. 

"Vergangenheit lebt. Die Konstruktionsformen von Vergangenem sind Teil langjähriger Erfahrungen und gegenwärtiger Handlungen, von Werturteilen, Identitätsbildungsprozessen und individuellen, kollektiven, politischen Legitimierungsversuchen. Mit Erinnerungskultur wird dabei die beobachtbare Seite des kollektiven Gedächtnisspeichers bezeichnet; sie stellt seine historisch und kulturell variablen Ausprägungen dar [...]
Auf der bunten Karte Südosteuropas gehen die Vorstellungen über die Vergangenheit auf verschiedenste Quellen zurück, auf regionale und nationale Meistererzählungen über Geschichte, auf schriftlich und mündlich überlieferte Geschichten, auf den Mythos als einem besonderen Vergangenheitsregister. Sie alle konnten einen erfolgreichen Weg ins kollektive Gedächtnis finden und artikulieren sich unterschiedlich. Erinnerungskultur gibt es daher nur in der Mehrzahl [...]

* Donnerstag, 28.6. "Moskau glaubt den Tränen nicht" (Film im Gespräch)

Im Anschluss an den russischen Spielfilm "Die Rückkehr" von Andrej Swaginzew (R 2003) erläutert Julia Blinova von der Partneruniversität aus Samara (Russland) Hintergründe und lädt zum Gespräch ein. Die Rückkehr, bei den Filmfestspielen von Venedig mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnet, begibt sich auf die Spuren einer väterlosen Gesellschaft. Zehn Jahre hat die Mutter ihre Söhne allein großgezogen, doch schon in der Eröffnungsszene, einer Mutprobe an einem entlegenen See, wird die Sehnsucht nach dem starken Mann spürbar. Das Verhältnis zwischen Andrej und seinem jüngeren Bruder Iwan ist angespannt, in ihrem unbewussten Kräftemessen zeichnet sich bereits das Ringen um männliche Dominanz ab. Ihre Beziehung ist bestimmt von solcherlei Mutproben und Sticheleien, und die vorlauten Herausforderungen seines Bruders kontert der schwächere Iwan mit einem wunderbar trotzigen Gesichtsausdruck. Genauso wird er auch später seinem Vater begegnen, wenn dieser dem Jungen befiehlt, ihn „Papa“ zu nennen.

 

Angesichts der aktuellen politischen Entwicklungen in Russland ergeben sich sicher interessante Diskussionen...

 

 

   

 

Informationen zur AZ im Fach Deutsch

Die Informationen zur AZ im Fach Deutsch finden Sie ab sofort unter der Rubrik Studium.

  

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