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1. Erstrechnen und geschlechterspezifische Entwicklung von Rechenstrategien

am Schwerpunkt Gender und Mathematik GeM, Leitung Prof’in Dr. L. Martignon

Institut für Mathematik und Informatik, Pädagogische Hochschule Ludwigsburg

 

Dr. Elke Kurz-Milcke (GeM und Institut für Mathematik und Informatik)

Dr. Bärbel Pawelec (GeM und Fachbereich Psycologie)

 

 

Fragestellungen:

  • Welche Strategien verwenden Mädchen bevorzugt beim Erstrechnen? Und welche die Jungen?

            Erläuterung:

- Mit Strategien sind hier die Folgenden gemeint: (1) das enaktive Rechnen mit Fingern oder Rechenhilfen (z.B. Klötzchen), (2) das mentale Rechnen, (3) das schnelle Antworten aus dem Gedächtnis

- Mit Erstrechnen ist hier gemeint: Das Lösen von arithmetischen Aufgaben (Addition und Subtraktion im Zahlenraum bis 35) im 1. Grundschuljahr und 2. Schuljahres.

  • Wie werden die Strategien von Jungen und Mädchen bewertet? (z.B. Welche Art Aufgaben zu lösen, findest du die Beste? Was denkst du, welche Art findet deine Lehrerin/deine Mutter/dein Vater die beste Art Aufgaben zu lösen?)
  • Welche Voraussetzungen hinsichtlich der Kenntnisse über Zahlen, Zählen, Rechnen, und hinsichtlich des Mengenverständnisses haben Mädchen und Jungen zu Beginn ihres 1. Schuljahres? Gibt es systematische Geschlechterdifferenzen hinsichtlich dieser Voraussetzungen?

 

 

Stand der Forschung:

Amerikanische Untersuchungen zeigen auf, dass zu Beginn des 1. Schuljahres Mädchen und Jungen etwa gleich häufig enaktive Strategien („öffentliche“, Engl.: overt strategies) verwenden, im Verlauf des 1. Schuljahres nimmt der Gebrauch dieser Strategien bei Mädchen zu und bei Jungen ab. Geschlechterunterschiede in den Rechenleistungen sind im Zusammenhang mit dem Strategiegebrauch zu beurteilen.  Leistungsunterschiede zu Ungunsten der Mädchen werden berichtet.

 

 

Verlauf der Untersuchung

Insgesamt wurden 173 Schülerinnen und Schüler jeweils zweimal in Einzelsitzungen befragt. Es nahmen Kinder aus 33 Schulklassen an 14 Schulen in Baden-Württemberg teil.  Für die erste Befragung wurden die teilnehmenden Kinder zufällig aus den jeweiligen Klassen ausgewählt und dieselben Kinder ca. 12 Monate später noch einmal befragt. Eine Genehmigung des Ministeriums für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg für die Durchführung dieser Untersuchung an Grundschulen in Baden-Württemberg liegt vor (Schreiben vom 19.07.2006). Der erste Erhebungszeitraum fand im Herbst und Winter 2006 statt, der zweite im Herbst und Winter 2007.

Den Kindern wurden in jeder Sitzung Additions- und Subtraktionsaufgaben zur Lösung vorgelegt. Die Kinder wurden zu ihren Rechenstrategien im Anschluß an Ihre Lösungen befragt.

 

Auswertungen

Die Rechenstrategien der Kinder werden anhand der videographierten Interviews kodiert und ausgewertet. Als wesentlicher Befund aus den Auswertungen der ersten Befragung ergibt sich, dass wissensbasierte Strategien bei den Jungen häufiger anzutreffen sind als bei den Mädchen. Die Auswertungen der Videoaufzeichnungen und der Daten aus der zweiten Erhebung und damit die Analysen zum Entwicklungsverlauf der Strategieverwendung werden aktuell durchgeführt.

 

 

 

2. Studie zu Co- versus Monoedukation

In Kooperation mit dem Hölderin Gymnasium Stuttgart werden 2 Fünfte Klassen im Längschnitt beobachtet. Bei einer dieser Klassen handelt es sich um eine Mädchenklasse, bei der anderen um eine gemischte Klasse. Herr Dierolf, der Mathematik Lehrer dieser beiden Klassen, beobachtet Unterschiede und diskutiert sie mit Mitgliedern unseres Bereichs.  Das Projekt wird die zwei Klassen in ihrer weiteren Entwicklung als Längsschnittstudie beobachten und anhand von Tests vergleichen. 

 

 

 

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