Jeldrik Pannier
Kontakt:
Dipl. Des. Jeldrik Pannier
Rohrteichstrasse 51
33602 Bielefeld
fon: 0521-7857160
mail: j.pannier(at)synp.net
Ausführliche Informationen zur Person sowie zu
Vorträgen und
Publikationen finden sich unter: :
Kurzvita
98: Beginn des Studiums der Visuellen Kommunikation an der Fachhochschule Bielefeld, Fachbereich Gestaltung
99 – 01: Öffentlichkeitsreferent und 1. Vorsitzender des Allgemeinen Studierenden Ausschusses der FH Bielefeld
01: Mitbegründer der Agentur modular | gestaltung und technik
01 – 03: Prodekan des Fachbereiches Gestaltung
02 – 03: Projektleitung des fächerübergreifenden Symposiums Medien, Kult und Eitelkeiten
03: Gewinn des Synergiepreises der FH Bielefeld mit dem Konzept zu Medien, Kult und Eitelkeiten
04: Mitarbeiter im Bereich der Koordination und Organisation des Kompetenzzentrums Frauen in Informationsgesellschaft und Technologie
04: Ablschluss als Diplom Designer; Thema der Diplomarbeit: »Ein Bild ist immer ein Kommentar. Analyse der fotografischen Berichterstattung zum Irak-Krieg 2003 von FAZ und Bild-Zeitung«
Betreuer: Prof. Dr. Roman Deppner und Prof. Dr. Anna Zika
04 – 05: Studium an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg zur Erlangung der Promotionsberechtigung
seit 05: Promotion an der PH Ludwigsburg Arbeitstitel: »Analyse der Einflüsse auf die Produktion visueller Kommunikation im Bereich der Kriegs- und Krisenkommunikation«
seit 06: Redakteur (ehrenamtlich) bei der Zeitschrift für Kommunikationsökologie und Medienethik, herausgeben vom Institut für Informations- und Kommunikationsökologie, Duisburg
06: 3-monatiger Forschungsaufenthalt in den USA
seit Nov. 2009: Selbstständig mit der Agentur synpannier.Gestaltung & Wissenschaftskommunikation, Bürositz Bielefeld
Promotionsvorhaben - Projektskizze
»Analyse der Einflüsse auf die Produktion visueller Kommunikation.« (Arbeitstitel | gemeinsame Forschung mit Stefanie Pannier)
Beteuer: Prof. Dr. Horst Niesyto und Prof. Dr. Matthias Rath
Im Rahmen unseres Dissertationsprojektes befassen wir uns mit den Einflussfaktoren auf die Produktion von visueller Kommunikation im Bereich der Kriegs- und Krisenkommunikation. Wir beschäftigen uns dabei sowohl mit Kinder- und Jungendproduktionen als auch mit professionellen Medienproduktionen insbesondere der Nachrichtenfotografie. Neben der empirischen Erforschung dieses Bereichs, setzten wir uns mit ihm auch aus medienethischer Perspektive aus einander.
Bei näherer Betrachtung stellt sich die Produktion von visueller Kommunikation im Allgemeinen und der Kriegs- und Krisenkommunikation im Speziellen als ein vielschichtiges Beziehungsgeflecht dar. Um diesen komplexen Gegenstand adäquat untersuchen zu können, bedarf es einer interdisziplinären Herangehensweise und der Konzeption eines Multi-Methoden-Designs.
Die Triangulation verschiedener Erhebungs- und Auswertungsmethoden dient in diesem Vorhaben zum einen zur Anreicherung von Perspektiven und eröffnet zum anderen die Möglichkeit, entsprechend viele verschiedene Datensorten zur Untersuchung eines Phänomens zu nutzen. Die Ergebnisse des erhobenen und ausgewerteten Materials sollen letztlich nicht in Konkurrenz zu einander stehen. Vielmehr müssen »die Erkenntnisse ineinandergreifen und sich gleichwertig ergänzen, aber nicht deckungsgleich sein. Die Bedeutung einer so verstandenen Triangulation von verschiedenen Methoden, empirischen Materialien und Perspektiven gilt als Strategie, um Untersuchungen nicht nur Geltungskraft, sondern auch Breite und Tiefe zu verleihen.« (Brüdigam, Ulf: Zur Verbindung von Film und Biographieanalyse im Rahmen ethnographischer Feldforschung. In: Ehrenspeck, Yvonne (Hrsg.): Film- und Fotoanalyse in der Erziehungswissenschaft : Ein Handbuch. Opladen : Leske + Budrich, 2003, S.275)
Wir bedienen uns dabei vornehmlich der Methoden und Theorien aus der Visuellen Kommunikationsforschung (z. B. Ikonografisch-Ikonologische Bildinterpretation), der Qualitativen Sozialforschung (z. B. Narratives Interview, Biographische Fallrekonstruktion), der Medienpädagogik/Medienwissenschaft (z. B. Biographische Medienforschung, Mediensozialisation) sowie der Medienethik (z. B. Verantwortungsethik, Utilitarismus).
Zur Untersuchung haben wir, sowohl im deutschsprachigen als auch im US-amerikanischen Raum, biographisch-narrative Interviews mit Kriegs- und KrisenfotografInnen geführt sowie deren Fotografien analysiert. Ergänzend dazu sprachen wir im Rahmen von Experteninterviews mit Personen aus Bildredaktionen (Stern, London Times, Bildzeitung) und Fotoagenturen (Associated Press Frankfurt, London, New York).
Weiterhin führen wir eine Sekundäranalyse von Kinderzeichnungen durch, die im Rahmen der Studie »Kinder sehen den Krieg. Die Sicht der Kinder auf den Krieg im Irak und die Fernsehberichterstattung«, vom Internationalen Zentralinstitut für das Jugend- und Bildungsfernsehen(IZI) zum Irak-Krieg 2003 erhoben wurden.
Ziel unserer Analyse ist es, der Entschlüsselung des Kreislaufs von Produktion und Rezeption in der visuellen Kommunikation und insbesondere der Symbolkonstruktion näher zu kommen. Darüber hinaus möchten wir aus unseren Forschungsergebnissen Anregungen und Handlungsempfehlungen sowohl für die medienpädagogische Praxis als auch für den Bereich der kommerziellen Produktion entwickeln.



