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Ringvorlesung zum Thema Gender und Diversität

Ringveranstaltung zum Thema Gender und Diversität in Schule und Gesellschaft

immer  Mittwoch, 17.30 Uhr im Raum 2.101,   Hier finden Sie das Gesamt- Programm

Veranstaltung vom 23.05.2012:

 

Prof'in Dr. Kerstin Merz-Atalik

"Inklusive Bildung   - Von der Integration von Kindern mit Behinderungen zur fördernden Schule für alle Kinder"

Die 2009 durch die Bundesregierung unterzeichnete UN-Konvention zu den Rechten von Menschen mit Behinderungen formuliert die Entwicklung zu einem inklusiven Bildungssystem als "Menschenrecht".

In den vergangenen Jahrzehnten gab es zahlreiche Anstrengungen in Deutschland, Minderheiten und ausgegrenzte Gruppen stärker in den Mainstream der Bildungseinrichtungen zu integrieren.

Dabei haben sich die Aktivitäten oftmals eher als Bumerang dargestellt und die Quote der selektiv beschulten Kinder hat weiter zugenommen. Im Vortrag werden die menschenrechtlichen Implikationen, theoretische Konzepte, wissenschaftliche Erkenntnisse zu ausgewählten Modellen und konkrete Praxisbeispiele zum inklusiven Unterricht aufgezeigt.

 

Veranstaltung vom 16.05.2012:

Rosemarie Godel-Gaßner  und  Dr. Rafael Frick

"Mädchenschulen: überholtes Relikt oder attraktive Alternative?"

 Trotz einer bundesweit schleichenden Einführung der Koedukation an deutschen Schulen im letzten Drittel des 20. Jahrhunderts existieren nach wie vor Mädchenschulen und die "Nachfrage" ist ungebrochen hoch. Worin liegt die Attraktivität dieser Schulen? Welche pädagogischen Konzepte liegen ihrer Arbeit zugrunde? Schaffen es diese Schulen, Mädchen in besonderer Weise zu fördern, oder stellt ihre Existenz einen Widerspruch zur Förderung der Gleichberechtigung der Geschlechter dar?

Welche Erwartungen von Seiten der Eltern werden mit dem Besuch einer Mädchenschule verbunden und welche Befunde liegen aus der Forschung zu dieser Thematik vor?

 

Veranstaltung vom 09.05.2012:

Prof'in Dr. Barbara Reichle

Kinder, Küche, Konferenzen: Familienentwicklung von Frauen und Männern

Wie entwickeln sich die Biografien von Männern und Frauen, wenn ein Paar zur Familie wird, und welche Konsequenzen haben die verschiedenen Varianten für die Entwicklung der Partnerschaft und der angehörigen Kinder? Anhand von Befunden zur Entwicklung von Aufgabenverteilungen nach dem Übergang zur Elternschaft werden Entwicklungslinien weiblicher und männlicher Biografien skizziert. Es wird gezeigt, welche Folgen verschiedene Konstellationen für die elterliche Partnerschaft sowie die soziale und schulische Entwicklung von Kindern haben.

Veranstaltung vom 25.04.2012:

Dr. Jürgen Budde            Typisch männlich? Jungen in der Schule

Zunehmend wird darüber diskutiert, inwieweit Jungen als neue „Bildungsverlierer“ anzusehen sind. Allerdings muss differenziert werden, welche Jungen in der Schule besondere Schwierigkeiten haben. Für den pädagogischen Alltag werden unterschiedliche Konzepte vorgeschlagen, um Jungen in der Schule zu fördern. Neben männlichen Lehrkräften und jungengerechter Didaktik wird vor allem so genannte „Jungenarbeit“ gefordert. So sinnvoll diese Maßnahmen sein können, so problematisch sind sie auch, wenn sie mit stereotypen Vorstellungen über „typische Männlichkeit“ einhergehen. Ziel müsste eine Flexibilisierung von Geschlechtervorstellungen sein.

 

Tagesseminar Stärken kennen - Zukunft gestalten

Ein Seminar zur Begleitung von Studentinnen auf dem Weg in die berufliche und persönliche Zukunft.

Wir erarbeiten das persönliche Stärkenprofil und setzen Impulse für die berufliche und persönliche Zukunft. Ziel ist es Inhalte und Strategien fürs Werben in eigener Sache zu entwickeln - damit sind Sie gut gerüstet für Bewerbungsschreiben und Vorstellungsgespräch.

Anke Wiest,         Diplompädagogin, Systemische Beraterin,
                               
Beratungsstelle Frau und Beruf Ludwigsburg

Im Sommersemester findet der Workshop am Freitag, 29. Juni 2012 statt. Ihre  Anmeldung  ist erforderlich!

Weitere Infos finden Sie am Infobrett des Gleichstellungsbüros im Treppenfoyer des Hauptgebäudes vor 1.201.

Selbstbehauptungskurs

Der Selbstbehauptungskurs für Frauen findet in jedem Semester statt. Studentinnen bringt dieser Kurs: mehr Selbstbewusstsein, verbales Abgrenzen lernen, Körpersprache einzusetzen, einfache Verteidigungstechniken kennen lernen und üben, Eskalationen vermeiden.

Der Kurs mit Kripobeamtin Antje Koch ist in diesem Sommersemester wieder ausgebucht.

Weitere Infos zur Anmeldung finden Sie am Infobrett des Gleichstellungsbüros im Treppenfoyer des Hauptgebäudes vor 1.201.

Frauenkommissionssitzung

Die Frauenkommissionssitzung, die Versammlung aller Wissenschaftlerinnen an der PH Ludwigsburg, findet am  28. Juni 2012 statt.

Kennenlern-Treffen für Studierende mit Kind/ern

Zum Kennenlernen und Erfahrungsaustausch laden wir zum Semesterstart regelmäßig alle Interessierten zu einem Kennenlern-Treffen für Studierende mit Kind/ern ein.

Das Treffen fand in diesem Semester am   23. April um 12 Uhr im Raum  1.247 Uhr statt.

Bitte beachten Sie die Aushänge zum Semesterstart am Infobrett des Gleichstellungsbüros .

Boys' Day an der PH Ludwigsburg

Am  26.  April 2012  findet auch in diesem Jahr - parallel zum Girlsday - ein Boys'Day statt. Auch die PH Ludwigsburg beteiligt sich in diesem Jahr wieder, um mehr junge Männer für den Beruf des Lehrers zu begeistern.

Geplant wurden 6 Workshops, in denen die Dozentinnen und Dozenten ein Programm (s. Flyer)  für 131 Teilnehmer anbieten um Schülern das Studium an der PH Ludwigsburg vor zu stellen. Anmelden können sich die Jungs auf der bundesweiten  Homepage.

Die allermeisten Lehrer sind Lehrerinnen. Je jünger die Schüler und Schülerinnen, desto häufiger werden sie von Frauen unterrichtet. An Grund- und Hauptschulen waren nach Angaben des  Statistischen Landesamtes im Schuljahr 2005/06  73% ihrer Lehrkräfte Frauen.

Berücksichtigt man, dass in den Hauptschulen deutlich mehr Männer unterrichten, dann ist der Anteil von Frauen an den Lehrkräften in der Grundschule noch höher.

Diese Entwicklung hat dazu geführt, dass der Lehrerberuf, jedenfalls in der Grundschule, zu einem „Frauenberuf“ geworden ist. In den Lehrerzimmern an Grundschulen muss man sich genauer umsehen, bis man einen Lehrer entdeckt. Andererseits haben zahlreiche Untersuchungen gezeigt, dass Kinder, die lernen, dazu Frauen und Männer gleichermaßen brauchen.

Jungen und Mädchen an den Schulen Baden-Württembergs wünschen sich zunehmend, auch von Männern unterrichtet zu werden. Für sie ist klar, was wissenschaftliche Studien belegen: Frauen und Männer haben unterschiedliche Stile und unterschiedliche Zugangsweisen zu Themen, ob in Deutsch, in Mathematik, in Biologie, in Sport oder in Werken. Davon profitieren die Kinder und Jugendliche beim Lernen, die im Übrigen auch weibliche und männliche Vorbilder für ihr Denken und Handeln brauchen. An der Schule der Zukunft sind deshalb gemischte Teams von Lehrerinnen und Lehrern gefragt.

Gastvortrag am 24. Januar 2012, Jochen Geppert, (Institut für gleichstellungsorientierte Prozesse & Strategien, Berlin), "Mit Gender Mainstreaming auf dem Weg zu Gleichstellung."

Vortrag mit Diskussion


Überlegungen zum praktischen Umgang mit Komplexität.
Gender Mainstreaming ist eine Strategie, mit der Gleichstellungsaspekte systematisch in politische und organisatorische Prozesse integriert werden können. Sie zielt auf eine Veränderung komplexer Strukturen und Abläufe. An Beispielen aus dem pädagogischen Feld wird erläutert, was dies praktisch bedeutet.

 

PDF  zum Vortrag

Gastvortrag am 12. Januar 2012, Prof’in Dr. Ingrid Hotz-Davies, Uni Tübingen : "In Praise of the Eccentric Woman: The Benefits of Not Fitting In"

 

"This paper will address the question of "oddity" as a condition that has been seen as constitutive of their art by a significant number of women writers throughout the ages and will investigate what insights may be gained if we take the "eccentric" perspective as a hallmark of their writings. We will address works by writers such as Margaret Cavendish, Emily Bronte, Emily Dickinson, Sylvia Townsend Warner and Stevie Smith".

12. Januar 2012,

18 Uhr, 

Raum 1.247

Gastvortrag am 22.11.2011 "... in Auschwitz fröhliche Musik spielen." Zur Geschichte und Rezeption des Frauen- und Männerorchesters in Auschwitz-Birkenau, Dr. Juliane Brauer, MPI Berlin

Musik in Auschwitz steht stellvertretend für eine Ambivalenz zwischen Unvorstellbarem und Vertrautem, die sich nie ganz auflösen lässt. Häftlingsorchester mussten auf Befehl zum Aus- und Einmarsch der Häftlinge spielen, zu Selektionen und zur Ankunft der Deportationszüge.

In Auschwitz-Birkenau gab es neben dem Männerorchester ab April 1943 auch eine Kapelle der weiblichen Häftlinge. Die Erinnerungen der überlebenden Musikerinnen und Musiker ermöglichen einen tiefgreifenden Einblick in verschiedene Wahrnehmungen des Lageralltages, in die tiefe Verzweiflung und Angst der Gefangenen genauso wie in deren Sehnsüchte und Hoffnungen.

Damit scheint die Geschichte der Häftlingskapellen auch geeignet, ein historisches Lernen über die Geschichte des Holocaustes anzuregen und zu begleiten.

Der Vortrag fand am 22.11.2011 statt.

05.07.2011 Lesung Herr Peter Modler zu seinem Buch "Arroganzprinzip"

Am 5. Juli lädt die Hochschulbibliothek der PH Ludwigsburg zu einer Lesung in der Veranstaltungsreihe "Aigner und PH-Bibliothek präsentieren ..." mit Peter Modler ein, der sein Buch "Das Arroganz-Prinzip: So haben Frauen mehr Erfolg im Beruf" vorstellen wird.

Näheres finden Sie hier

Frau Prof'in Dr. Laura Martignon wird die Anmoderation übernehmen.

Fairness von Schülerinnen und Schülern: Kulturelle Einflüsse und geschlechtsspezifische Unterschiede

Prof'in Dr. Monika Keller,  Vortrag aus der Reihe Frauen in der Bildungsforschung,

Die Entwicklungsforscherin aus dem Max Planck Institut für Bildungsforschung in Berlin berichtet über empirische Resultate aus der Verhaltensökonomie: dabei wurde die Frage untersucht, wie Kinder, Jugendliche und auch Erwachsene die Aufteilung einer (realen) Summe Geldes zwischen sich und (anonymen) anderen verhandeln und was sie als gerecht beurteilen.

Aufteilungen und Argumente zeigen das Zusammenwirken von Eigeninteresse und intuitiven Fairness-Vorstellungen im Entwicklungsverlauf in verschiedenen Kulturräumen. Auffallende Geschlechterunterschiede werden diskutiert.

Wann:  Dienstag, 31. Mai 2011

um:   17.30 Uhr

Hörsaal:  1.101

Herausforderungen im Lehrerberuf aus psychologischer Sicht

In der Reihe Frauen in der Bildungsforschung konnten wir am 20. Jan. 2011 Frau Prof'in Dr. Elsbeth Stern begrüßen

Die Lehr- und Lernforscherin Elsbeth Stern promovierte in Psychologie, habilitierte sich an der Ludwig-Maximilians-Universität München und forschte als Forschungsgruppenleiterin am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin. Seit 2006 lehrt sie an der renommierten ETH Zürich. Nicht nur durch die Veröffentlichung ihrer Studien in internationalen Fachjournalen, sondern auch durch ihre kontroversen Stellungnahmen zu den Thesen von Prof. Dr. Spitzer und Dr. Sarrazin in den vergangenen Monaten wurde sie sehr bekannt.

zum Vortrag: hier

 

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