Buchtipps
Rolf Sellin: Wenn die Haut zu dünn ist: Hochsensibilität – vom Manko zum Plus
Etwa 15-20 % der Menschen gehören zu der Gruppe Highly sensitive persons mit einer ausgeprägten Begabung, intensiver und differenzierter wahrzunehmen.
Hochsensibilität ist eine physiologische Veranlagung bzw. ein psychisches Phänomen, bei dem Betroffene weitaus mehr Informationen aufnehmen und intensiver auf Reize reagieren.
Diese besonderen Fähigkeiten bieten Hochsensiblen oftmals Vorteile. Die Kehrseite ist, dass diese Menschen oft verletzlicher reagieren, schneller in Stresssituationen gelangen und mit Selbstzweifeln zu kämpfen haben.
Ihre Sinneseindrücke und Stimmungen werden deutlich intensiver und detaillierter wahrgenommen, so dass diese Spezies oftmals das Gefühl haben, von einem fremden Stern zu kommen.
Hochsensible weisen die Neigung auf, gründlich, tiefgehend, analysierend und ganzheitlich in holistischen Zusammenhängen zu denken mit der Neigung zur Spiritualität und besitzen einem großen inneren Reichtum.
Sie können durch ihre Begabung enorme kreative Kräfte freisetzen und sich zum Wohl ihres Lebensumfeldes einsetzen.
Die negativen Aspekte der Hochsensibilität sind, dass wir uns schneller in Stresszustände begeben, die Umwelt schnell als bedrohlich wahrnehmen und das Gefühl haben, weniger stressresistent zu sein.
Die Wahrnehmung ist hier ausgesprochen feinstofflicher, sensibler, so dass diese Menschen anbahnende Veränderungen wahrnehmen können, sich in das Denken und Fühlen anderer hineinversetzen können; teilweise sind sie auch ahnungsfähig und medial veranlagt.
Hochsensible haben einen besonders hohen Anspruch an Harmonie, Gerechtigkeit und Vollkommenheit.
In diesem Buch finden sie zusätzlich Selbsttests zur Hochsensibilität und wirksame Übungen zum Selbstschutz. Beginnen Sie das Manko in ein Plus zu verwandeln und ihr eigenes großes
Potential steht Ihnen und Ihrer Umwelt zur Verfügung!
Im Neuerwerbungsregal unter der Signatur: Psy 3ba Sel
20.12.2011 Silvia Broschell
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Ulrike Kegler: In Zukunft lernen wir anders – wenn Schule schön wird
Die Autorin Ulrike Kegler, Rektorin der Montessori-Gemeinschaftsschule in Potsdam, ist mit ihrem ausgezeichneten Konzept neue Wege gegangen in eine glückliche Zukunft, in der Schule schön wird. Die Schule von Ulrike Kegler hat sich Schönheit als Ziel gesetzt. Wie das praktisch umgesetzt werden kann, erfahren Sie an konkreten Beispielen im Schulalltag, beim Lernen oder auch beim gemeinsamen Mittagessen der Schüler. Die Schulpraxis ist von Achtsamkeit, Freiarbeit und einem respektvollen Umgang miteinander geprägt. Auf dieser Basis wird Lernfreude geweckt, und auch schwächere Schüler bekommen eine Chance für einen erfolgreichen Schulabschluss.
Eine Schule, die schön ist, bietet den Schülern mehr als nur Leistungsdruck. Sie fordert und fördert den Einzelnen nach seinen Talenten und Fähigkeiten, bietet kompetente Hilfe an und schafft Wohlbefinden im räumlichen Lernumfeld sowie in den zwischenmenschlichen Beziehungen. Die Autorin hat es geschafft, eine Schule der Zukunft zu schaffen, wo statt Langeweile Bewegung und lebendiges Lernen gelebt werden. In einem unkonventionellen Unterricht bekommen die Kinder neue Freiheiten, um sich auszuprobieren, eigene Erfahrungen zu sammeln bei Projekten, Praktika, Exkursionen und erfahren im Unterricht mit „richtigen“ Büchern und Experten wie Theaterleuten, dass Schule richtig schön sein kann.
Sie finden dieses Buch mit der Signatur: Paed 4c Keg im Lesesaal der Bibliothek (3.OG)
in der Buch- und Medienausstellung zum Thema „Lernen“
im Rahmen des Lernfestivals 2011 der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg
Silvia Broschell, 01.07.2011
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Begabung wagen: Ein Handbuch für den Umgang mit Hochbegabung in Kindertagesstätten
In diesem Handbuch haben sich die Herausgeber und die Karg-Stiftung dem Thema „Hochbegabte Kinder“ angenommen.
Im Mittelpunkt steht dabei die gezielte und frühe Förderung in den Kindertagesstätten.
Die Karg-Stiftung bietet neben Fachliteratur zu diesem Thema spezielle Weiterbildungsangebote und Entwicklungsprogramme in der Begabtenförderung für ErzieherInnen an.
Letztlich profitieren nicht nur hochbegabte Kinder von der pädagogischen Arbeit von geschulten Fachkräften.
Mit diesem Handbuch „Begabung wagen“ soll begabungspädagogisches Fachwissen vermittelt werden, aber auch die Bildungsbedürfnisse hochbegabter Kinder werden reflektiert.
Das Ziel der ErzieherInnen ist die Befähigung, Hochbegabung mit den individuellen Stärken und Potentialen bei Kindern zu erkennen und gezielt zu fördern.
Im zweiten Teil des Handbuches wird psychologisches Basiswissen zur Hochbegabung erläutert sowie dessen Möglichkeiten und Grenzen in der Intelligenzdiagnostik.
Anliegen des Buches ist, dass hochbegabte Kinder in Kindertageseinrichtungen frühzeitig und besser erkannt und gefördert werden und Pädagogen bereits bei den elementaren Studiengängen fundiertes Fachwissen vermittelt wird.
Sie finden diese Buch im Neuerwerbungsregal im 3. OG./ Lesesaal unter der Signatur: Psy 4 f Beu
Silvia Broschell, 02.05.2011
Valeska Olde: "ADHS" verstehen ?
Das Thema ADHS ist in unserer Gesellschaft ein kontrovers diskutiertes Phänomen. Mit diesem interdisziplinär ausgerichteten Buch werden insbesondere pädagogische Positionen untersucht.
In den Fordergrund der pädagogischen Analyse stellt die Autorin die Verstehensperspektive und distanziert sich von den medizinisch-physiologischen Erklärungen.
ADHS-Störungen als genuine Krankheit zu betrachten und medikamentös zu behandeln, beschreibt Valeska Olde als ein unzureichendes Verständnis für die weitreichenden Einflüsse seelischer Prozesse. Sie sensibilisiert besonders und weist hin auf das spezifische kindliche Ausdrucksvermögen bei ADHS-Kindern. Erzieherisches Handeln, zwischenmenschliche Beziehungserfahrungen sowie gesellschaftliche Einflüsse werden bei dieser Störung in Zusammenhang gebracht und tiefgreifend untersucht.
In der Behandlung von ADHS wird oft ohne ganzheitliche Analyse therapiert und nach schnellen Lösungen mittels professioneller medikamentöser Behandlung gesucht.
Die Autorin macht darauf aufmerksam, dass physiologische Mechanismen nicht als letzte Ursache von ADHS gelten können.
ADHS ist kein schicksalhaftes Phänomen, das einfach durch medikamentöse Behandlung beseitigt wird. Olde versteht die gesellschaftsunfähigen ADHS-Symptome von Kindern als Ausdruck unserer heutigen Tempogesellschaft. Die Beschleunigung unserer Zeit hinterlässt Kinder, die es nicht mehr in ihrem Leib aushalten können. Olde appelliert an die Gesellschaft, Kinder auch „in Ruhe“ zu lassen, für ihre ureigensten Erfahrungen sich selbst zu spüren und sich selbst zu finden.
Im Neuerwerbungsregal im 3. OG (Lesesaal) unter der Signatur: Psy 5eb Old
Silvia Broschell, 09.03.2011
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Klaus Mertens / Johannes Siebner : Schule ist für Schüler da
Das Eigentliche „Bildende und Erziehende“ findet in einem magischen Dreieck zwischen Lehrern, Schülern und Eltern statt. Sie haben das gemeinsame Ziel, Schule erfolgreich zu gestalten.
Bildung und Erziehung brauchen Vertrauen ohne Verzicht auf Kontrolle in Form von disziplinarischen Maßnahmen.
Die Grundlagen einer guten Pädagogik und Schulpolitik sehen die Autoren im Vertrauen.
Die Schule, ein Ort des Lehrens und Lernens, sollte auch die Meinungsbildung und persönliche Reifung des einzelnen Schülers herausbilden.
Mertens und Siebner sehen einen hohen gesellschaftlichen Auftrag in aussichtsreicher Bildungs- und Schularbeit, den Eltern allein nicht erfüllen können und umgekehrt.
Neben der Vermittlung von Grundfähigkeiten wie Lesen, Schreiben, Rechnen etc. gehören soziale Kompetenzen, gesellschaftliche Grundwerte sowie die Erkennung und Förderung der Talente der einzelnen Schüler.
Das Ziel schulischer Bildung sollte sein, dass jeder Schüler zu eigener Erkenntnis und Urteilsfähigkeit gelangt. Er soll befähigt werden selbst zu denken, abzuwägen und zu handeln und nicht nur starre Lerninhalte zu übernehmen.
Die Autoren wählen den Weg des magischen Dreiecks in Verbindung mit Vertrauen. Denn Vertrauen ist die wichtigste und effektivste Ressource zwischen Lehrern, Schülern und Eltern. Es bedeutet für junge Menschen, sie zu stärken und zu würdigen und sie in eine positive Richtung zu lenken.
Sie finden dieses Buch im Neuerwerbungsregal 3. OG (Lesesaal)
Signatur: Paed 4a Mer
Silvia Broschell, 28.01.2011
Ruth Bechert: Was im Kopf passiert – ein Lernratgeber für eine glückliche Schulzeit
In diesem anschaulichen Lernratgeber finden Sie viele Tipps und Tricks zum individuellen und erfolgreichen Lernen. Ruth Bechert gibt dem Leser Einblicke, was im Kopf passiert und erläutert die Grundlagen des Denkens und Lernens. Ein Ratgeber, der die Einzigartigkeit des Kindes ernst nimmt und Lehrern und Eltern Anregungen und Hilfen zum effektiven Lernen bietet. Die Autorin untersucht Erkenntnisse und Hintergründe zur Entwicklung des Gehirns und der Denkstrukturen und bietet zahlreiche Beispiele, um die individuelle Lernleistung zu fördern. Lehrer und Erzieher werden angeregt, die verschiedenen Lerntypen bei Kindern zu erkennen und darauf einzugehen. Im frühen Kindesalter wird der Grundstein für die spätere schulische Leistung gelegt, dabei sollten Pädagogen berücksichtigen, nicht alle Kinder in ein einziges Lernschema zu zwingen. Dieses Buch zeigt Ihnen die vielfältigen Möglichkeiten des Denkens. Dabei können Sie sich selbst als Denktyp analysieren und herausfinden, wie es bei anderen funktioniert. Die effektivste Art komplexes Wissen zu speichern, ist das Denken über alle Sinneskanäle zu schulen. Das Buch soll Lehrer und Eltern anregen, die verschiedenen Arten des Lernens und Lehrens zu überdenken und damit den Kindern die Möglichkeit geben, mit Spaß gehirn- und kindgerecht zu lernen.
Sie finden das Buch im Neuerwerbungsregal im Lesesaal, 3. OG unter der Signatur: Psy 6ab Bec
Silvia Broschell, 08.12.2010
Winfried Hassemer: Warum Strafe sein muß - ein Plädoyer
Der Autor Professor Hassemer, Hochschullehrer an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main, präsentiert dem Leser ein fundiertes Buch über das Thema Strafrecht.
Er setzt sich mit der Frage nach dem Sinn der Strafe auseinander, vertritt dabei jedoch nicht die Forderung nach schärferen Strafen, die die Grundlagen der Gesellschaft gefährdet.
Hassemer erklärt in seinem Buch die Funktion des Strafrechts und erläutert die Frage, warum eine Gesellschaft ohne Strafe nicht funktionieren kann.
Das richtige Maß finden ist das Hauptanliegen des Strafrechtsexperten. Laut statistischen Untersuchungen führt ein zu rigoroses Strafmaß nicht zur Verbrechensverhinderung, sondern zu einer allgemeinen Brutalisierung der Gesellschaft.
Welche Strafen angemessen sind, darüber streiten die Sachverständigen. Der Blick in die Vergangenheit will Schuld durch Strafe vergelten, der Blick in die Zukunft will Verbrechen verhindern und setzt auf Resozialisierung der Straftäter.
Das Strafrecht als mächtige gesellschaftliche Institution ist wesentlich für den Zusammenhalt der Gesellschaft und in unserer Alltagskultur tief verwurzelt. Wie im einzelnen Strafe und Gesellschaft sich einander bedingen und formen, erläutert Winfried Hassemer ausführlich und verständlich.
Sie finden dieses Buch im Neuerwerbungsregal (Eingangsbereich Lesesaal)
unter der Signatur: Soz 7ca Has
Silvia Broschell, 08.11.2010
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Laimighofer, Astrid Dr.:Schlaue Kinder essen richtig! – Fit für die Schule: Clevere Ernährung für gute Noten
Der übersichtlich gegliederte und gut verständliche Ratgeber von Dr. Astrid Laimighofer, selbst Mutter dreier Kinder, enthält nicht nur wertvolle Ernährungstipps, sondern auch interessante Hintergrundinformationen zum Gehirn und was dieses braucht, damit ein Kind optimale Voraussetzungen für erfolgreiches Lernen hat.
Anfangs beschreibt die Autorin die einzelnen Nährstoffe und deren Funktionen sowie ihre jeweilige Bedeutung für die Gehirnentwicklung. Hilfreich sind dabei die Einkaufstipps mit dem Hinweis, in welchen Nahrungsmitteln besonders viele der einzelnen Nährstoffe stecken.
Durch das gesamte Buch ziehen sich so genannte „Schlaufuchs-Tipps“: farblich hervorgehobene Textboxen, die Ideen, allerlei Wissenswertes und nützliche Hinweise enthalten.
Neben der Tatsache, dass zu einer ausgewogenen Ernährung auch das richtige Timing gehört, wann man also was isst, erfährt der Leser unter anderem, wie man Leistungstiefs vermeidet und wie sich die Lern- und Merkfähigkeit steigern lässt. Die Autorin geht auf sämtliche Probleme ein, die vielen Eltern bekannt sein dürften, wie beispielsweise: „Mein Kind möchte nicht frühstücken!“. Antworten auf einige andere häufig gestellte Ernährungsfragen sind im Kapitel „Oft gefragt“ zu finden.
Die Rezepte im letzten Kapitel - von verschiedenen Müslivarianten und Frühstücksdrinks über komplette Mittagsmahlzeiten sowie Desserts bis hin zu süßen und herzhaften Snacks für Zwischendurch - laden zum Nachkochen und Ausprobieren ein. Auch einige fleischlose Gerichte für Vegetarier sind dabei.
Der ansprechend gestaltete und praxisnahe Leitfaden enthält viele farbige Fotos, Schaubilder und übersichtliche Tabellen und ist ein kompakter Wegweiser für eine gesunde Ernährung, die Ihr Kind fit für die Schule macht.
Sie finden das Buch im Freihandbestand der PH-Bibliothek unter der Signatur: HTW 3ad Lai
Daniela Lieweke, 20. August 2010
Michael Winterhoff / Isabell Thielen : Persönlichkeiten statt Tyrannen
Die Autoren bieten mit diesem Buch einen Ratgeber für Ausbilder, Erzieher, Lehrer und Eltern, die mit Jugendlichen zu tun haben. Immer mehr Ausbilder müssen sich auf Jugendliche einstellen, die eine problematische Ausbildungsreife besitzen und denen es als Ursache dafür an ausreichender psychischer Reife fehlt.
Die Autoren sprechen damit ein Thema an, welches unsere ganze Gesellschaft anbelangt.
Über konkrete Handlungsansätze und gezielte Ursachenforschung soll es dem Erzieher besser gelingen, die notwendigen Nachreifungsprozesse der Jugendlichen zu ermöglichen.
Winterhoff und Thielen versuchen durch ihre grundlegende Gesellschaftsanalyse die Ursachen dieser Entwicklung in zahlreichen Beispielen zu verdeutlichen.
Das Problem der Entwicklungsstörungen betrifft Familien unterschiedlicher sozialer Schichten und äußert sich in fehlender Sozialkompetenz, Verantwortungslosigkeit und Gleichgültigkeit. Mangelnde Arbeitsreife von Heranwachsenden beleuchten die Autoren in ganzheitlicher Sichtweise. So sehen sie die Eltern nicht allein im Erziehungsprozess, sondern als Teil des gesellschaftlichen Systems, die sich den vielfältigen Einflüssen des Systems nicht entziehen können. Der ganzheitliche Blick betrachtet darüber hinaus das rasante Tempo unserer Zeit und den zunehmenden Sinnverlust. Winterhoff und Thielen werben nachhaltig für eine bewusste Entschleunigung im Leben mit Kindern und Jugendlichen, um Sinnfindung reifen zu lassen.
Sie finden dieses Buch im FH-Bestand unter der Signatur: Psy 4 cd Win
Silvia Broschell, 30. 07.2010
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John Harrison: Wenn Töne Farben haben - Synästhesie in Wissenschaft und Kunst
Harrison bietet den Lesern einen neuen Blick auf die fremde Welt der Synästhesie. In einer leicht verständlichen Darstellung untersucht er mit historischen und modernen Ansätzen das Phänomen und geht dabei speziell auf die Theorie der Synästhesie ein.
Dem Autor geht es insbesondere um das Verstehen der Ursachen von Menschen mit Synästhesieveranlagung, ein Phänomen, das den meisten Menschen verborgen bleibt.
Dieses Buch soll einerseits die Existenz dieser besonderen Wahrnehmungsfähigkeit untersuchen und darüber hinaus die Toleranz gegenüber synästhetischen Menschen fördern. Synästhetiker sehen ihre Veranlagung als eine Bereichung ihrer Sinneswahrnehmung und empfinden sie nicht als krankhafte Störung. Das außergewöhnliche Wahrnehmungsempfinden lässt Synästhetiker Farben hören, Formen schmecken oder bei Stimmen und Klängen Farben, Geschmack und Geruch feststellen.
Bei der Synästhesie verknüpfen sich die verschiedenen Sinneswahrnehmungen miteinander, so dass ein Zusammenwirken verschiedener Sinneskanäle stattfindet. Durch dieses Zusammenwirken werden weitere Sinne angeregt. Einige berühmte Künstler, Schriftsteller und Musiker haben sich als Synästhetiker bekannt wie Arthur Rimbaud, Wassily Kandinsky, David Hockney und Hélène Grimaud. Die Forscher gehen von einer spezifischen Vernetzung im Gehirn aus, doch auch die Wissenschaftler stehen noch am Anfang der Ergründung eines Phänomens, welches noch voller Rätsel behaftet ist.
Signatur: Psy 3ba Har
Silvia Broschell, 23.Juli 2010
Herbert Renz-Polster: Kinder verstehen: Born to be wild – wie die Evolution unsere Kinder prägt
Kinder verhalten sich oft entgegen den Erwartungen und Wünschen ihrer Eltern und Erziehenden. Ihrem rätselhaften Verhalten (Schlafprobleme, Wutanfälle, Schreiprobleme etc.) geht der Autor, Kinderarzt und Dozent an der Universität Heidelberg, in diesem Buch aus evolutionsbiologischer Sicht auf den Grund.
Das Verhalten unserer Kinder resultiert aus unserer Erziehungskultur und ist ebenso auch Ausdruck vergangener Zeiten. Die Programme der Evolution, der Steinzeit bestehen noch heute in unseren Genen. Dass manche Verhaltensweisen in der Natur einmal überlebenswichtig waren, wird in der heutigen wohlbehüteten Zeit oft vergessen. Das evolutionsbiologische Erbe passt jedoch nicht mehr in die moderne Welt mit völlig veränderten Lebensbedingungen.
Der Autor führt uns bewusst in die Vergangenheit unserer Stammesgeschichte zurück, um mit diesem Wissen eine Brücke in die Gegenwart zu bauen, die den Umgang und das Verständnis insbesondere der Kleinkinder erleichtert.
Dem Autor geht es um Lösungen und Kompromisse zu finden, die den Bedürfnissen von Kindern und Eltern gerecht werden.
Mit einem tieferen Verständnis für die Verhaltensursachen der Kleinkinder könnten Eltern kompetenter und entspannter umgehen.
Herbert Renz-Polster möchte dem Leser keine universelle Gebrauchsanleitung für Kinder anbieten, sondern ein tiefgreifendes Verständnis kindlicher Entwicklungsprozesse vermitteln sowie Erziehungstrends kritisch aufzeigen.
Dieses Buch finden Sie im Freihandbestand unter der Signatur: Psy 4ce Ren
Silvia Broschell, 07.05.2010
Jochen Korte - Wer Eltern hilft, hilft Kindern: Basiskurs Erziehung
Probleme mit verhaltensgestörten Kindern sowie Erziehungsschwierigkeiten sind in der heutigen Zeit keine Seltenheit. In allen Bereichen, wo unsere Kinder leben, kommt es immer öfter zu Verhaltensauffälligkeiten wie aggressives, gewaltbereites Verhalten, Alkohol- und Drogenmissbrauch.
Als Ursache dieses gesellschaftlichen Problems nennt der Autor Begriffe wie die Medien, die Schule, allgemeine Abgestumpftheit, fehlende Zukunftsperspektiven und nicht zuletzt das Elternhaus.
In den letzten Jahren ist verstärkt zu beobachten, dass es immer mehr Eltern nicht gelingt, ihren Kindern Grenzen zu setzen bzw. geltende Moralwerte zu vermitteln.
In diesem Band zeigt uns der Autor Möglichkeiten, mit elternpädagogischen Angeboten an Schulen, insbesondere in Form eines kompakten Erziehungskurses, die Situationen zielgerichtet zu entschärfen und ihnen entgegenzuwirken. Es erscheint ihm besonders von Bedeutung, dass Lehrer intensiver mit den Eltern zusammen arbeiten, Konzepte erarbeiten und Ziele gemeinsam umsetzen. Erziehungskurse für Eltern müssen ein selbstverständliches Angebot jeder schulischen Einrichtung sein, um die Erziehungssituation nachhaltig zu verbessern.
Im Basiskurs Erziehung erhält der Leser Grundlagenwissen über Erziehung sowie zahlreiche Arbeitsmaterialien im Praxisteil.
Sie finden das Buch im Neuerwerbungsregal unter der Signatur Paed 5 d Kor.
Silvia Broschell, 08.03.2010














