Bibliotheksprofil
Seit April 2009 existiert die Bibliothek auf dem Campus der Pädagogischen Hochschule in Ludwigsburg als vereinte Bibliothek der ehemaligen Bibliotheken „KIZ-Bibliothek der PH Ludwigsburg“ und „Pädagogische Zentralbibliothek (PZB)“, Stuttgart.
Die neue Pädagogische Hochschulbibliothek Ludwigsburg (PHBL) versteht sich als kompetenter Dienstleister vor allem für die Angehörigen der Hochschule, sie steht aber auch allen Personen mit beruflichem und wissenschaftlichen Fachinteressen, insbesondere Lehrerinnen und Lehrern und Angehörigen weiterer pädagogischer Berufe zur Benutzung zur Verfügung. Ihr Kundenspektrum hat sich mit der Zusammenführung der Bibliotheken erweitert und zielt nun auch auf Lehramtsstudierende aller Schulformen, Erzieherinnen und Erzieher, sowie Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen. Die Versorgung mit der gewünschten gedruckten und elektronischen Fachinformation steht dabei im Mittelpunkt der Bibliotheksaufgaben.
Unsere Organisationsstruktur
Seit dem 09. Juli 2003 ist die Bibliothek eine Abteilung des Kommunikations- und Informationszentrums (KIZ) der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg; ihre Partner sind dort das Rechenzentrum (seit April 2009 betreiben RZ und Bibliothek eine gemeinsame Servicetheke im EG des Gebäudes 5/Bibliothekseingangsetage), das Medienzentrum, die Stabsstellen E-Learning und Öffentlichkeitsarbeit und das Bild- und Theaterzentrum. Die Verwaltungsordnung des KIZ ist hier einzusehen.
Die Pädagogische Hochschulbibliothek Ludwigsburg stellt ein einschichtiges Bibliothekssystem dar und dies bedeutet, dass Literaturerwerbung, Literaturverwaltung, Literaturerschließung und -versorgung zentral erfolgen. Die zentrale Campus-Bibliothek wurde als Freihandbibliothek konzipiert. Sie bietet einen Großteil ihrer Bestände in systematischer Aufstellung frei zugänglich an.
Unsere Bestände
Der Medienbestand hat sich durch die Zusammenführung der beiden Bibliotheken stark erweitert: November 2007 übernahm die Bibliothek der Pädagogischen Hochschule die Geschäftsführung der ehemaligen PZB (noch am Standort Stuttgart) und damit einen Bestand von 133.000 Medien. Der Gesamtbestand der Bibliothek umfasste damit eine Medienanzahl von 375.884 – damit ist die Pädagogische Hochschulbibliothek Ludwigsburg die größte der pädagogischen Fachbibliotheken in Baden Württemberg.
Die Bestände der Bibliothek sind heute komplett ist einem elektronischen Katalog nachgewiesen. Seit dem 15.03.2004 wird in der Bibliothek das landesweit genutzte Bibliotheksverwaltungssystem Horizon Digital Library des amerikanischen Herstellers SisiDynix unter Betreuung durch das Bibliotheksservice-Zentrum Baden-Württemberg (BSZ) in Konstanz eingesetzt.
Den Kernbestand der Literatur-Sammlung bildet die pädagogische, psychologische und soziologische Fachliteratur. Der Bestand an entsprechender Fachliteratur der ehemaligen PZB wird heute vor allem in der frei zugänglichen Etage 1. OG des Bibliotheks-Gebäudes 5 angeboten – in der so genannten „Collection PZB“.
Historisch geht der Beginn der Literaturerwerbung der PHBL durch die Eröffnung der Vorgängereinrichtung der Hochschule, des Pädagogischen Instituts in Stuttgart, auf das Startdatum 13.05.1946 zurück.
Unsere Entwicklung:
2009 war ein „großes Jahr“ für die Bibliothek auf dem Campus Ludwigsburg. Sie nahm in ihrer baulichen und technischen Ausstattung, ihrer Bestandsentwicklung, der flächenmäßigen Erweiterung, der personellen Entwicklung und ihrer Nutzung einen fulminanten Aufschwung. 2009 war das „Jahr der Innovation“ für die Pädagogische Hochschulbibliothek Ludwigsburg! Nach der Sanierung und dem Umbau des Erdgeschosses des Gebäudes 5 zu Bibliothekszwecken konnte zum April 2009 auch endlich der Bestand der ehemaligen Pädagogischen Zentralbibliothek Stuttgart auf den Campus ziehen.
Über 3000 qm Nutzungsfläche stehen nun frischsaniert und neumöbliert auf vier Gebäudeetagen zur Verfügung; durchgehend ist die Bibliothek informationstechnisch durch WLAN-Ausstattung auf den neuesten Stand. Eine Buchsicherung durch Funktechnik konnte eingebaut werden (RFID-Technologie). Diese neue Technologie ermöglichte auch die Einrichtung eines Selbstverbuchungsautomaten im Erdgeschoss der Bibliothek (künftig keine Ausleihwarteschlangen in der Mittagszeit mehr!) und eine 24/7-Rückgabemöglichkeit für Bücher durch eine Rückgabestation an der Außenwand des Gebäudes. 5728 aktive NutzerInnen besuchten die Bibliothek 2009 und damit rund 600 mehr als im letzten Jahr. Rund 4000 lizenzierte und frei verfügbare Online-Datenbanken werden momentan über das Datenbank-Infosystem DBIS zur Verfügung gestellt, darunter unsere „wichtigsten Datenbanken“ FIS Bildung, PSYNDEXplus und PsycInfo.
Die Entwicklung der Bibliothek lässt sich u.a. durch folgende Graphik „Bibliotheksentwicklung“ verdeutlichen:
Einen genaueren Blick auf das Jahr 2009 ermöglichen die folgenden Zahlen:
Literaturbestand zum Jahresende 2009: 369.203 Bände
Laufende Zeitschriftenabonnements: 525
Erworbene Medien (Zugang) 2009: 6.707
Entleihungen (inkl. Verlängerungen): 397.324
Fernleihanfragen (gebend): 7753
Fernleihbestellungen (nehmend): 4012
Aktive KundInnen: 5.728
TeilnehmerInnen an Schulungen: 1.079
Öffnungsstunden pro Woche: 48
Rund 4000 lizenzierte und frei verfügbare Online-Datenbanken werden momentan über das Datenbank-Infosystem DBIS zur Verfügung gestellt, darunter unsere „wichtigsten Datenbanken“ FIS Bildung, PSYNDEXplus und PsycInfo.
Erneut nahm die Bibliothek 2009 am bundesweiten Betriebsvergleich für Bibliotheken BIX teil und belegte dort den sehr guten 7. Platz in ihrer Ranking-Klasse; für einen Platz unter den „TOP FIVE“ im BIX-Kriterium „Entwicklung“ und „Nutzung“ wurde die Bibliothek vom Deutschen Bibliotheksverband ausgezeichnet.
Für das Jahr 2010 können wir leider auf Grund einer EDV-Umstellung keine validen Zahlen nennen. Wir verweisen auf das kommende Jahr.
Die Bibliothek als Vermittler von Informationskompetenz
Die Bibliothek bietet ein dreimoduliges Schulungsprogramm an, das aufeinander aufbauend Recherchemöglichkeiten trainiert und den effizienten Weg zu einer umfassenden Informationssuche verdeutlicht.
Die Bibliothek als Kommunikationsort
Die Bibliothek ist mit ihren Räumen Lern- und Studienort mit insgesamt 90 Internetarbeitsplätzen. Sie bietet zudem in loser Folge Veranstaltungen wie
Lesungen, Ausstellungen etc. an. Die Bibliothek versteht sich so als zentrale Einrichtung der Hochschule auch als Plattform für den kommunikativen Austausch und das gemeinsame Gespräch zwischen den Fächern, zwischen Hochschulangehörigen und BürgerInnen.
Die Bibliothek als Verlag
Die Bibliothek agiert als „Verlag“ indem sie die nationalbibliographische Verzeichnung durch ISBN-Vergabe sichert. Angehörige der PH können eigene Werke der Bibliothek zur Erteilung einer ISBN (Internationale Standard Buchnummer) melden. Herstellung und Vertrieb sind allerdings Verlagsfunktionen, die die Bibliothek leider nicht übernehmen kann. Dissertationen, die an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg abgelegt wurden, können über das System „OPUS“ online veröffentlicht werden und sind dort einsehbar. Die Bibliothek gibt gerne auch Hilfestellung, das eigene Werk hier zu veröffentlichen – sprechen Sie uns an.
Unsere Zukunft
Die Pädagogische Hochschulbibliothek Ludwigsburg wird sich mit einer Ausweitung der elektronischen Informationsmittel hin zur hybriden Bibliothek entwickeln. Die Förderung der Informationskompetenz ihrer Kundinnen und Kunden durch Aufbau eines kundenorientierten Schulungsprogramms zur Information Literacy, sowie die fachliche Unterstützung ihrer Kundinnen und Kunden bei der Nutzung moderner Informations- und Kommunikationstechnologien werden die Zielstellungen für die Aufgaben der Bibliothek in den nächsten Jahren beschreiben.
Auch durch die Übernahme der Bestände der ehemaligen Pädagogischen Zentralbibliothek Stuttgart wir sich die Ludwigsburger Bibliothek in den nächsten Jahren weiter zu einem Informationszentrum für Bildungsfragen in der Region entwickeln.




