Logo Pädagogische Hochschule Ludwigsburg
Logo
 Seitensprache Deutsch hallo
 

Entwicklungsgeschichte des Projektes

Die internationale Entwicklungsgeschichte dieser Lernmethoden beginnt Mitte der 1990er-Jahre an der Universität von Newcastle in Großbritannien. Der Geographiedidaktiker David Leat hat damals gemeinsam mit Adam Nichols und einem Team von Geographielehrern unter dem Projekttitel „Thinking Through Geography“ (TTG) eine große Anzahl sozial-konstruktivistisch geprägter Lernmethoden entworfen, erprobt und evaluiert (Leat 1998, Nichols u. a. 2001).

Inzwischen wurden die TTG-Lernmethoden auch in den Niederlanden in zwei erfolgreichen Bänden publiziert, in Lehrerfortbildungen vermittelt und vielfach in der Unterrichtspraxis erprobt (Vankan & van der Schee 2004, van der Schee & Vankan 2006). In Großbritannien und in den Niederlanden wurden auf dieser Basis auch Lernmethodenbücher für andere Schulfächer wie Geschichte, Religion, Sprachen, Naturwissenschaften etc. aufgelegt, die nach denselben Prinzipien arbeiten.

Im Rahmen des Projektes „Denken lernen mit Geographie“ wurde dieser Ansatz von unserer Projektgruppe für den deutschsprachigen Geographieunterricht mit eigenen Aufgabenbeispielen und einem auf aktuellen Lerntheorien basierenden Theorierahmen umgesetzt und veröffentlicht (Vankan, Rohwer, Schuler 2007).

Leitlinien der Aufgabengestaltung

Die theoretischen Grundlagen des Ansatzes "Denken lernen mit Geographie" liegen in der Denkpsychologie (Funke 2006) und der moderat-konstruktivistischen Lerntheorie (Reinmann & Mandl 2006) und werden im Vankan/Rohwer/Schuler (2007) ausführlich erläutert. Vor diesem Hintergrund lassen sich didaktische Leitlinien für die Lernmethoden ableiten, die als charakteristische Merkmale diesen Ansatz prägen:

Leitlinien der Unterrichtsdurchführung

Geographische Denkstrategien

Der Geographieunterricht an der Schule basiert auf einigen Schlüsselkonzepten, die in den geographischen Fachinhalten angelegt sind und auf die geographisches Denken ausgerichtet ist. Beispiele für solche Schlüsselkonzepte des Denkens sind Klassifikation, Ursache und Wirkung bzw. Grund und Folge, System, Räumlichkeit, Planung, Entscheidung und Bewertung.
Wenn wir uns mit geographischen Themen und Problemstellungen – und damit auch mit diesen Schlüsselkonzepten – beschäftigen, folgt unser Denken verschiedenen Grundmustern, die sich durch eine charakteristische Fragehaltung beschreiben lassen. Solche kognitiven Grundmuster des Denkens bezeichnen wir als geographische Denkstrategien. Die nachfolgenden sechs Denkstrategien spielen bei der Arbeit mit den Lernmethoden dieses Buches eine zentrale Rolle.

 

Weiter zu "Bezugsquellen und Literatur" ...

FORSCHUNG & PROJEKTE 
SUCHE
Geographie > Forschung & Projekte > Denken lernen mit Geographie > Konzeption und Theorie
Startseite   Sitemap  KontaktLogin

DruckansichtDruckansicht