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Mai 2013

Quelle: Textauszüge und Foto, Amazon

Mach dieses Buch fertig


Eine außergewöhnliche Geschenkidee der Autorin Keri Smith macht derzeit die Runde.
Nichts reinkritzeln. Keine Knicke machen. Nichts draufkleckern. Und bloß nicht im Regen liegen lassen...

Völlig anders geht es im Buch von Keri Smith zu.  Sie zeigt, dass es richtig Spaß machen kann, genau das Gegenteil von dem zu tun, was die meisten als Kinder gelernt haben: Bücher muss man gut behandeln. Im Buch gibt es Aufgaben wie z.B.: Bohre mit einem Bleistift Löcher in diese Seite. Dokumentiere dein Abendessen. Nimm das Buch mit unter die Dusche. Archiviere hier die Briefmarken deiner Post. Schreibe mit dem Stift im Mund. Tobe dich auf dieser Seite aus, wenn du richtig sauer bist. Jede Seite dieses Buches kann und soll individuell gestaltet werden und setzt somit ungeahnte kreative Energien frei. Sie sind nicht kreativ? Dann lernen Sie es mit diesem Buch!

Lassen Sie sich inspirieren und dann - Machen Sie Ihr Buch fertig!

 

Karin Matt

 

 

 

 

April 2013

Medienpädagogik Praxis Handbuch
Grundlagen, Anregungen und Konzepte für aktive Medienarbeit

Das Medienpädagogik Praxis Handbuch des kopaed Verlags zeigt viele praktische Ideen für die aktive Medienarbeit mit verschiedenen Zielgruppen. Das Handbuch bietet für medienpädagogische Fachkräfte und Studierende eine tolle Übersicht zur Planung und Durchführung von Projektideen aus den Bereichen Foto, Audio, Video, Web, Mobile und Games. Zu jedem Konzept finden sich zusätzlich theoretische Grundlagen und Expertentipps für die eigene Umsetzung. Alles in allem eine wirklich gelungene Übersicht für die praktische Medienarbeit und eine Empfehlung wert.

Bestellseite des Verlages:  http://kopaed.de/kopaedshop/index.php?PRODUCT_ID=801


Felix Christian Kolb

März 2013

 “Pull up” - David Rodigan in Stuttgart

David „Ram Jam“ Rodigan ist wohl eine der größten DJ-Legenden überhaupt. Der 61-jährige Brite gilt als „die Institution“ für Reggae, Dub und Dancehall. Bei seinen schweißtreibenden DJ-Sets (die er mit viel Humor moderiert) gibt es unzählige Dubplates zu hören, die von den Stars der jamaikanischen Szene exklusiv für ihn eingesungen wurden. Auch wenn wir uns erst im März befinden, soll bereits auf den 26. April 2013 hingewiesen werden, wenn David Rodigan den Cue Club Stuttgart zum Kochen bringen wird: Vorfreude ist schließlich die schönste Freude! „Give us a signal, Mr. Rodigan!“

 

Zur Einstimmung:  www.rodigan.com

In Hochform:  www.youtube.com/watch?v=tivJjsA1cUs

Im Radio:  http://www.bbc.co.uk/programmes/b01q9qgc

Patrick Glogner-Pilz

Februar 2013

K&K - Kulturelle Bildung und Kopfnüsse

Rätsel-, Denksport- und Knobelaufgaben sind „in“. Warum nicht kulturelle Bildung einmal mit dem Knacken von Kopfnüssen verbinden? Die Musikstunde auf SWR2 bietet dazu einmal monatlich die Gelegenheit. Immer am zweiten Samstagmorgen des Monats um 9:05 Uhr.

Zitat:
"Wer vieles bringt, wird manchem etwas bringen", sagt Goethe, und dementsprechend gibt es pro Stunde eine ganze Reihe von Rätselmusiken. Dazu kommen die Rätselfragen, verpackt in kleine Musikgeschichten, aus deren Antworten sich dann das Lösungswort zusammensetzt. (Quelle: SWR)

Im letzten Musikstunden-Rätsel ging es zum Beispiel um ein Skandalkonzert vor 100 Jahren, das in einer Prügelei endete, um einen deutschen Dichter mit französischem Namen, um eine Dame mit weißen und roten Blüten im Haar, um die berühmten Steinway-Flügel…
Übrigens: Die Musikstunde auf SWR2 ist nicht nur wegen des Rätsels sehr empfehlenswert.

Lea Grimm

Link:
 http://www.swr.de/swr2/programm/sendungen/musikstunde/raetsel/-/id=659552/nid=659552/did=10919296/1vzzya1/index.html

 

Januar 2013

Tradition als Innovation – „Im weißen Rössl“

Der Oberkellner ist in die Chefin des Hauses verliebt. Dieser Umstand erscheint - zugegeben - nicht gerade als Stoff, aus dem spannende Filme sind. Aber weit gefehlt: Peter Alexander und „Bond-Girl“ Karin Dor beweisen in dieser wundervollen Musik-Komödie, dass die Filme der 1950er und 1960er nicht nur unter dem Synonym „Renternfernsehen“ geführt werden können. Schnittige Musik, pfiffige Dialoge und das kecke Wesen des Hauptdarstellers machen „Im weißen Rössl“ zu einem Klassiker der Heimatfilme, den man unbedingt kennen sollte.

 

Kathrin Leipold

 

 

 

Dezember 2012

Die Wörter

Die Wörter, wo kommen die Wörter denn her?
Aus dem Wörtersee, ja, aus dem Wörtermeer.

Wirf deine Netze aus,
Fang dir die Wörter raus,
Beutel’s am Ufer aus,
Nimm sie zu dir nach Haus.

Und was machen die Wörter dann bei mir?
Die Wörter, sie spielen, sie spielen mit dir!

Hugo Ramnek


In dem Band Wo kommen die Worte her? sammelte der Autor und Verleger Hans-Joachim Gelberg „Gedichte und Bilder aller Art“. Die Gedichte lassen Kinder und Erwachsene in Wörterwelten eintreten, in denen ganz einfach und phantasievoll – mal komisch und mal nachdenklich – mit Wörtern gespielt wird. Wer wissen möchte, wo denn die Worte herkommen, dem sei dieser Lyrikband eine Schatzkarte.


Gelberg, Hans-Joachim (Hrsg.): Wo kommen die Worte her? Neue Gedichte für Kinder und Erwachsene. Gedichte und Bilder aller Art. Weinheim und Basel: Beltz & Gelberg, 2011

Vanessa Puttner

November 2012

Sven Ratzel, flickr.com

Musik mit Smartphones – DigiEnsemble Berlin

Händels „Ombra mai fu“ oder selbstgemachte Popmusik – das alles kann man auch auf Smartphones oder Tablet-PCs mit verschiedenen Apps aktiv ausprobieren. Matthias Krebs hat sich mit gleichgesinnten Musikern an der Universität der Künste in Berlin zusammengetan und lotet die Möglichkeiten des Musizierens mit diesem neuen Instrumentarium theoretisch und praktisch aus. Davon konnte man sich auch schon auf dem medienpädagogischen Kongress „Medienbildung in die Schule!“ des Interdisziplinäres Zentrum für Medienpädagogik und Medienforschung an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg im Februar diesen Jahres überzeugen.

 www.digiensemble.de

 www.youtube.com/DigiEnsemble


Andreas Eckhardt

Oktober 2012

extra 3 – Die einzige Satiresendung

„Satire ist Humor, der die Geduld verloren hat.“ (Kurt Tucholsky)
Wer in Anbetracht der täglichen Nachrichten öfters die Geduld oder gar den Glauben verliert – sei es nun wegen der tausendseitigen Anklageschrift gegen „Pussy Riot“, der nicht fertig werdenden Elbphilharmonie in Hamburg oder den deutschen Steuerflüchtlingen, die ihr Hab und Gut auf karibische Inseln retten müssen –, dem sei dringend die traditionsreiche Satire-Sendung „extra 3“ des Norddeutschen Rundfunks ans Herz gelegt. Woche für Woche bewegen sich die Macher von „extra 3“ nach eigener Aussage „im Sumpf des Zeitgeschehens […], um die Welt mit aufrührenden, investigativen Beiträgen vom Schlaf abzuhalten.“ Doch Vorsicht, es kann durchaus vorkommen, dass einem das Lachen im Halse stecken bleibt.

 Link 

 

Patrick Glogner-Pilz

September 2012

Der große Steinitz

Wer schon immer eine Antwort auf Bob Dylan gesucht hat, der ist beim großen Steinitz richtig: Benannt nach seinem Erforscher, dem Anthropologen Wolfgang Steinitz, umfasst das Buch, welches auch unter dem Titel „Deutsche Volkslieder demokratischen Charakters aus sechs Jahrhunderten“ geführt wird, Lieder der arbeitenden Bevölkerung seit dem Mittelalter. Ob Lieder der unterdrückten Bauern, Lieder der ausgebeuteten Landarbeiter, Lieder der kämpfenden Arbeiter oder Lieder über Söldnerdienst und Krieg – für jeden, der Folksongs mag, ist etwas dabei.

Und auch wenn man die politische Gesinnung, aus welcher der Sammler im Vorwort keinen Hehl macht, kritisch betrachten muss, so erscheint diese Sammlung von „Volksliedern“ doch als unbestreitbar gelungen.

 

Kathrin Leipold

 

August 2012

GamesCom in Köln

Im August heißt es wieder: celebrate the games. Die GamesCom in Köln öffnet ihre Türen für Privat- und Fachbesucher. Die weltweit führende Fachausstellung für Unterhaltungselektronik und digitale Spiel bietet den Besuchern einen tiefen Einblick in aktuelle Trends der internationalen Gamesbranche. Natürlich sind auch alle großen Spielehersteller mit ihren Spieleneuheiten vertreten. Also, ran an die Controller: Die Spiele sind eröffnet.

Partnerland der GamesCom ist in diesem Jahr die Spielenation Korea. Studenten erhalten Tageskarten im Vorverkauf zum ermäßigten Preis.

 

Felix Kolb

 

Juli 2012

Michael Azerrad: Our Band could be your life: Scenes from the American Indie Underground, 1981-1991.

 

Ein Buch über die Zeit vor Nirvana, ein Buch über die Zeit vor derVervielfältigung musikalischer Inhalte über das Internet, ein Buch überdie Zeit, in der Independent noch seine klassische Bedeutunghatte.

Michael Azerrad beschreibt in „Our Band could be your life“Stationen von Bands wie Black Flag, Sonic Youth oder Hüsker Dü und klärtdie Frage, wie diese Bands in Zeiten der kalten Reagan-Ära – unabhängig von großenLabels und Verträgen – es geschafft haben, ihre eigene Musikwelt zu kreieren.

 

Kathrin Leipold

Juni 2012

machina eX

 

„Wir wissen, dass Computerspiele besser sind, als ihr Ruf, aber nicht weit genug gehen, nicht weit genug in die Wirklichkeit hineinragen.

Wir wissen, dass man Theater über Gaming und Gaming über Theater vermitteln kann.

Wir wissen, dass (Computer)Spiele und Theater sich soviel geben können, dass eine ganz neue Erlebnisqualität entsteht.

Und: Wir wissen, wie es geht“

 

machina eX agiert an der Schnittstelle von Medien, Kultur und Technologie. Die Gruppe junger Theater-, Computerspiel- und Medienmacher kombiniert „spezifische Formen des theatralen und ästhetischen Ausdrucks wie Schauspiel, Körperlichkeit, Räumlichkeit und Liveness […] mit den Prinzipien des (Computer-)Spiels.“ Das Ergebnis ist eine interessante, interdisziplinäre und innovative Medienkunst, die Aufmerksamkeit verdient hat.

Mehr Infos gibt’s unter:

 http://www.machinaex.de/max_wordpress/

 

Vanessa Puttner

 

Mai 2012

Sinfonie des Lebens - Funkkolleg Musik in hr2-Kultur

 

Schon der Titel spiegelt die Vielfalt, mit der uns Musik im Leben begegnet. Doch das Funkkolleg Musik ist mehr als ein Weiterbildungsangebot einer Rundfunkanstalt. Ganz grundsätzlich wird in der sechsundzwanzig Folgen umfassenden Reihe der Frage nachgegangen, was denn nun Musik eigentlich ist, wie wir Musik erleben und welche gesellschaftlichen Bezüge im Umgang mit Musik zu beleuchten sind. Die einzelnen Folgen, die auch als Podcast zum Download zur Verfügung stehen, sind gut recherchiert und lassen ausgewiesene Experten zu Wort kommen.

www.funkkolleg-musik.de

 

Andreas Eckhardt

 

April 2012

„Echoland“-EP der „Echocentrics“

Vor einem knappen Jahr erschien das Debutalbum „Sunshadows“ der „Echocentrics“, das mit seiner Mischung aus TripHop, Soul, Latin-Elementen und Psychedelic-Einflüssen zu einem echten Geheimtipp avancierte. Nun haben sie noch einmal nachgelegt: Am 30. März veröffentlichten sie ein Tribute an den HipHop-Produzenten Timbaland. Fünf seiner Tracks werden im typischen „Echocentrics“-Sound instrumental neu eingespielt, ein Song – Aaliyah's "We Need A Resolution" – wird von der brasilianischen Sängerin Tita Lima auf Portugiesisch reinterpretiert. Wer die EP nicht nur als MP3 sondern auch auf Platte haben möchte, muss sich aber beeilen: Es gibt nur eine limitierte Auflage von 500 Exemplaren (im farbigen Vinyl).
 link

 

Patrick Glogner-Pilz

 

 

 

März 2012

Patti Smith - Just kids

 

Außenseitertum von innen - Patti Smith erzählt in ihrem autobiografischen Buch „Just kids“, 2010 im Kiepenheuer & Witsch Verlag erschienen, die Geschichte ihrer Freundschaft mit Robert Mapplethorpe. Sexuelle und künstlerische Selbstfindung kennzeichnen den Weg der kreativen Wilden in ihren jungen Jahren. Auf der Suche nach dem freien Leben als Künstler, bewegen sich Smith und Mapplethorpe zwischen Freundschaft, Liebschaft und gesellschaftlichen Zwängen. Diese bewegenden Konflikte und Kämpfe der gesellschaftlichen Außenseiter im New York der frühen siebziger Jahre, die auch heute noch für viele zum Alltag gehören, lassen die Erinnerungen von Patti Smith ganz aktuell erscheinen.

 

Kathrin Leipold

 

 

 

Februar 2012

 "Tschick" von Wolfgang Herrndorf

„Und dabei habe ich festgestellt, dass alle Lieblingsbücher drei Gemeinsamkeiten hatten: schnelle Eliminierung der erwachsenen Bezugspersonen, große Reise, großes Wasser. Ich habe überlegt, wie man diese drei Dinge in einem halbwegs realistischen Jugendroman unterbringen könnte. Mit dem Floß die Elbe runter schien mir lächerlich; in der Bundesrepublik des einundzwanzigsten Jahrhunderts als Ausreißer auf einem Schiff anheuern: Quark. Nur mit dem Auto fiel mir was ein. Zwei Jungs klauen ein Auto. Da fehlte zwar das Wasser, aber den Plot hatte ich in wenigen Minuten im Kopf zusammen.“ (Wolfgang Herrndorf im Gespräch mit Kathrin Passig, FAZ vom 31.1.2011) Im Leben ist nichts einfach, und mit vierzehn schon gar nicht. Das gilt auch für Maik und Tschick. Vor ihnen liegen die Sommerferien und damit unendliche Langeweile. Tschick klaut einen alten Lada, und ab geht die Reise in die Walachei. Ja, die gibt es tatsächlich.Tschick ist Roadmovie, Coming-of-Age-Geschichte und Abenteuerroman zugleich. Freundschaft und Begegnungen, Aufbruch und Umbruch. Doch gibt es ein Zurück? Ein Roman über die Überraschungen des Lebens und die kleinen Momente des Glücks, die so oft das Größte sind, und die Erinnerungen, die bleiben.Wer nicht genug bekommen kann, klickt am besten auf den Blog des Autors, der hier beeindruckend offen und ehrlich über sein Leben mit allen Höhen und Tiefen schreibt:

www.wolfgang-herrndorf.de

 

Vanessa Puttner

 

 

Januar 2012

Bikini Kill – The Singles

17 Minuten - so lange braucht es, um eine der wichtigsten Frauenbands der neunziger Jahre kennenzulernen. Denn so lange dauern die neun Songs, welche die Band Bikini Kill 1998 auf ihrem Album The Singles zusammenstellten.

Im Rahmen der Riot Grrrrl Bewegung, einer feministischen Punkbewegung, die Anfang der neunziger Jahre in den USA aufkam, gelten Bikini Kill als die Vorzeigeband. Mit ihrer Kombination aus Lautstärke und kritischen bis bissigen Texten prägen sie bis heute die queer-feministische Musikszene, aus der Bands wie The Gossip heute sogar im Mainstream angekommen sind.

Das Album bietet demnach den perfekten Grund, sich 17 Minuten Zeit zu nehmen!

Kathrin Leipold

 

 

Dezember 2011

Matthea Harvey: Du kennst das auch


Im Prinzip kennt man alles, wovon Matthea Harvey in ihrem Gedichtband „Du kennst das auch“ erzählt. Über Themen wie Zukunftsangst, Chaos, Gleichberechtigung oder die maschinell erscheinenden Abläufe der Arbeitswelt wird der Leser stets durch die Poesie des Alltags geführt. Und immer gelingt es Matthea Harvey, schon längst verschwundene Gedanken über dieses oder jenes Thema wieder aus dem Leser hervorzukitzeln.

Genau das Richtige also für einen langen, vorweihnachtlichen Lesesonntagnachmittag! Oder wie die Autorin sagen würde: „Manchmal fällt es schwer, das ganze Theater – an der Theke stehen, Steak und Erbsen artig mit Messer und Gabel essen – nicht einfach aufzugeben und hinauszugehen, Kopf ins Gras.“

  • Matthea Harvey: Du kennst das auch • Gedichte Englisch-Deutsch.
  • Aus dem amerikanischen Englisch von Uljana Wolf
    kookbooks _ Reihe Lyrik _ herausgegeben von Daniela Seel _ Band 18
    192 Seiten, mit Zeichnungen von Andreas Töpfer
  • Klappenbroschur, 19.90 Euro
  • ISBN 9783937445427

 

Kathrin Leipold

 

 

November 2011

Charles Bradley – am 5. November 2011 live in Ludwigshafen


Charles Bradley hat dieses Jahr im Alter von 62 Jahren sein Debütalbum „No Time for Dreaming“ bei Daptone Records veröffentlicht. Mit Unterstützung der „Menhanan Street Band“ ist ein großartiges Deep-Soul-Werk entstanden.

Die Platte erinnert an die großen Namen der goldenen Soul-Ära – wie Syl Johnson oder James Carr –, bewahrt dabei aber stets einen ganz eigenen Charme.

Nun gibt es endlich die Möglichkeit, Charles Bradley auch live zu erleben:

 

 Patrick Glogner-Pilz

 

 

Oktober 2011

The Raid


Die Dokumentation „The Raid“ befasst sich mit der Faszination von Spielern des Online-Rollenspiels World of Warcraft an einer beliebten, herausfordernden und sozialen Spielaktivität: dem Raiden. Im Fokus steht eine zehnköpfige Raidgruppe und deren Weg durch die Eiskronenzitadelle, einer zum Drehzeitpunkt sehr schwierigen Instanz der Spielwelt. Durch Interviews und Ingame-Aufnahmen erhält der Zuschauer einen Einblick, was diese Form des gemeinsamen Spiels ausmacht und für die Beteiligten bedeutet.
Mag dieser Film passionierten Spielern vielleicht wenig Neues bieten, so kann er doch dazu dienen, Außenstehenden dieses relativ zeitintensive Hobby vieler Online-Rollenspieler näherzubringen.

Mehr zu diesem Filmprojekt erfahren Sie unter:  http://jointheraid.com


Kerstin Raudonat

 

 

September 2011

7 Millionen Klicks für Beethovens Fünfte - ein dirigierendes Wunderkind?

 

Ich kann mich nicht entscheiden was ich vom Internetdebut des dreijährigen Jonathan halten soll, dessen Video mit einem Ausschnitt aus dem Finalsatz der fünften Sinfonie Ludwig van Beethovens seit längerem in vielen Foren platziert ist und auch in Internetauftritten wichtiger deutscher Orchester applaudierend kommentiert wird. In der Tat: Jonathan hält die Musik in Händen, spürt emotionale Wendungen voraus und fasziniert auf seinem Podest inmitten des elterlichen Wohnzimmers (?) mit einer wirklich gelungenen Choreografie zu Beethovens Musik.

 

Nun war damit nicht genug. Der zum Video gehörige Kanal füllte sich mit weiteren Beweisen seiner Hochbegabung: Jonathan an der Geige, ein weiterer Beethoven-Satz und jetzt natürlich mit richtigem Orchester! Spätestens jetzt denkt man an einschlägige Formate der privaten Fernsehkanäle oder fragt sich, ob eine derartige Vermarktung doch nur die zeitgemäße und weit stressfreiere Variante des Herumreichens des kleinen Mozarts durch seinen Vater Leopold ist.

 

 

Urteilen Sie selbst:  http://www.youtube.com/user/esenuk

 

Andreas Eckhardt

 

 

 

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August 2011

Bossa Nova - Original Cover Art of Brazilian Music

 

Ende der 1950er Jahre veröffentlichte der brasilianische Musiker João Gilberto die Single „Chega de Saudade“ (Komponist: Antônio Carlos Jobim) und bereitete damit maßgeblich den Weg für einen neuen Musikstil, der innerhalb kürzester Zeit die Welt erobern sollte: Bossa Nova. Die Innovationen des Bossa Nova sind aber nicht nur in der Musik zu suchen, sondern zweifellos auch im fantastischen Artwork der Covergestaltung. Die britischen Plattensammler, Labelinhaber und DJs Gilles Peterson und Stuart Baker haben sich nun zusammengetan, um ein Buch über die schönsten Schallplattencover dieser Ära im Großformat zu veröffentlichen – ergänzt um vielfältige Hintergrundinformationen, Interviews etc. Und wer zur Lektüre die passende Musik hören möchte, dem seien die gleichnamigen Sampler empfohlen, die parallel mit dem Buch erschienen sind.

 

 Gilles Peterson  and Stuart Baker: Bossa Nova - Original Cover Art Of Brazilian Music in the 1960s (Soul Jazz)

ISBN: 978-0-955-481741

 

Patrick Glogner-Pilz

 

Juli 2011


Get well soon – Vaxations


Get well soon ist ein Musikprojekt des 29-jährigen Konstantin Gropper. Der Musiker, Sänger und Komponist hat mit Vaxations das zweite Album veröffentlicht. Sein Debütalbum Rest Now, Weary Head! entstand noch im Alleingang und hat international positive Kritiken bekommen. Das neue Album wurde mit Musikern im Studio eingespielt und knüpft an den Erfolg der ersten Veröffentlichung an.
Gropper kommt ursprünglich aus Oberschwaben und hat an der Popakademie in Mannheim sowie in Heidelberg studiert. Seine Musik klingt zeitweise etwas ungewöhnlich, ist es aber durchaus wert, angehört zu werden. Für Fans melancholischer Musik gibt es fast kein Vorbeikommen am neuen Album …


Karin Matt

 

 

 

Juni 2011

Dein Date am Freitagabend – das Campusmagazin Ludwigsburg:

jetzt auch bei Myspace & Facebook!


„Es ist Freitag, 17:07 Uhr und hier ist horads 88,6 mit einer neuen Ausgabe des Campusmagazins Ludwigsburg …“, so startet die Moderatoren-Crew vom Campusmagazin Ludwigsburg gut gelaunt in den Freitagabend und sorgt eine Stunde lang mit informativen Themen von den Ludwigsburger Hochschulen und guter Musik für einen angenehmen akustischen Ausklang der Woche.   

 

 

Zu hören ist das Campusmagazin immer freitags von 17 bis 18 Uhr beim Hochschulradio Stuttgart horads 88,6

(Livestream:  www.horads.de).


Für alle, die eine Sendung verpasst haben, bietet die Redaktion auf myspace.com/campusmagazin-ludwigsburg die Möglichkeit zum Nachhören! Zusätzlich gibt es seit diesem Semester das Campusmagazin Ludwigsburg auch auf „Facebook“, wo man sich interaktiv an den Sendungen beteiligen kann. Lob, Kritik und natürlich auch Musikwünsche sind herzlich willkommen! „Gefällt mir“ klicken und Teil der Sendung werden!
 https://www.facebook.com/pages/Ludwigsburg-Germany/Campusmagazin-Ludwigsburg/202125239820782
und bald auf www.facebook.com/campusmagazin.ludwigsburg


Marius Wimmler (Student der Kultur- und-Medienbildung)

 

 

 

Mai 2011


Kino im Buch:
Die Entdeckung des Hugo Cabret von Brian Selznick

„Doch ehe ihr die Seite umschlagt, möchte ich, dass ihr euch vorstellt, im Dunkeln zu sitzen wie zu Beginn eines Kinofilms. Gleich wird auf der Leinwand die Sonne aufgehen und ihr erlebt, wie euer Blick auf einen Bahnhof inmitten einer Stadt zu zoomt. Dann führt die rasante Fahrt durch die Eingangstüren hinein in die überfüllte Bahnhofshalle. Schließlich werdet ihr in der Menschenmenge einen Jungen entdecken und der Junge wird sich auf den Weg durch den Bahnhof machen. Folgt ihm, denn das ist Hugo Cabret. Sein Kopf steckt voller Geheimnisse und er wartet darauf, dass seine Geschichte losgeht.“

Brian Selznick überrascht mit einem außergewöhnlichen Lese- und Schauerlebnis, denn sein „Roman in Worten und Bildern“ erzählt gut ein Drittel der Geschichte allein über die Sprache der schwarz-weißen Illustrationen. Der Sog aus Wort und Bild zieht den Leser in die faszinierende Welt des Kinos und entpuppt sich am Ende als eine Hommage an den großen Filmpionier Georges Méliès,

Eine außergewöhnliche Mischung der Medien Buch und Film, die zu einem spannenden, neuartigen Genre führt. Ein (Jugend-)Roman, der Lust macht auf die Welt der Medien.
Regisseur der gleichnamigen Verfilmung (Filmstart Februar 2012) ist übrigens kein geringerer als Martin Scorsese…

Selznick, Brian: Die Entdeckung des Hugo Cabret. cbj, 2008

Vanessa Puttner

 

 

April 2011

Phantasmen des Alltags: Die Kurzgeschichten von Julio Cortázar


„Eine Prosa, die die Sprache hüpfen, tanzen und fliegen lässt“. So beschrieb Octavio Paz das literarische Schaffen seines Kollegen Julio Cortázar. Die Kurzgeschichten des Argentiniers haben auch ein gutes Vierteljahrhundert nach dessen Tod nichts von ihrer magischen Anziehungskraft verloren: Tagtraum und Trance sind hier immer schon Teil der Wirklichkeit, denn die Alltagsszenen, die der Autor auffächert, wachsen durch Sprachwitz und spielerische Hintergründigkeit, Poesie und Brutalität, Absurdität und Ernsthaftigkeit stets über ihre unmittelbare Realität hinaus. Cortázar nannte dieses Unterfangen einmal eine „Phantastik um zwölf Uhr mittags“. In seine Kurzgeschichten-Welt taucht man unmittelbar ein, eine Mittagspause, eine Bahnfahrt, eine halbe Stunde am Abend genügen, aber mitunter braucht man lange, um wieder aus ihnen aufzutauchen, denn die kurzen Prosastücke wirken lange nach.


Bei Suhrkamp sind verschiedene Erzählbände wie „Die Nacht auf dem Rücken“ und „Ende der Etappe“ als Taschenbuch erschienen.


Sarah Wüst

 

 

 

März 2011

Projekt A.R.I.E.L. – Das Theater mit den Ego-Shootern


Das Projekt A.R.I.E.L. (ARTificial Research in Electronical Life) ist ein Zusammenschluss von Studierenden des Studiengangs Szenische Künste der Universität Hildesheim. Nach dem Motto „Ego-Shooter trifft Theater“ entwickelte die Gruppe eine Modifikation des bekannten Spiels Far Cry, wobei die virtuelle Spielwelt auf der Szenerie aus Shakespeares Der Sturm basiert. So werden die  Insel Prosperos und wichtige Ereignisse interaktiv und auf spielerische Weise erlebbar.
Diese gelungene Verbindung von theater- und medienpädagogischen Ansätzen zeigt einen spannenden Weg in die Zukunft des Medientheaters.

Den kostenlosen Download der Modifikation finden Sie unter:
www.moddb.com/mods/stefan-khler/downloads/sturmmod

Kerstin Raudonat, Vanessa Puttner

 

 

 

 

 

Februar 2011

"Dirigiere selbst!“ und „Instrumentenfangen“ – das interaktive Online-Angebot der Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz

„Schön, dass du da bist – hör‘ doch mal rein“, so begrüßt die (preisgekrönte) Internetpräsenz des Vermittlungsprogramms der Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz Ludwigshafen sein Publikum. Wer jetzt vermutet, dass man sich im Anschluss nur durch Bilder und Hörbeispiele klicken darf, irrt! Und so erwischt sich der Verfasser dieses Medientipps beim minutenlangen interaktiven Instrumentenfangen und hofft, möglichst bald das nächste Level des Spiels zu erreichen.
Die beiden Ebenen „Entdecken“ und „Spielen“ laden zu einem umfangreichen und facettenreichen Streifzug durch die Welt eines Orchesters ein. Dabei darf auch die Frage gestellt werden, wozu ein Orchester überhaupt einen Dirigenten benötigt oder wie es zu der „Geheimschrift der Musiker“ kam. Ein virtueller Rundgang durch ein Konzerthaus lässt bis in den Lagerraum der Schlagzeuger blicken und die jungen Besucher der Seite können mit der Maus als Taktstock den verschiedenen Instrumentengruppen im Maurice Ravels „Bolero“ den Einsatz geben.
Ein rundum gelungenes Angebot unter der Adresse

 www.junge-klassik.de

 

Andreas Eckhardt

 

 

 

Januar 2011

Benji B:  „Exploring future beats” auf BBC Radio 1


Der britische DJ Benji B ist eine echte „Geschmacksinstitution“ für Beats mit Seele, sei es HipHop, House, Soul, Detroit Techno oder Dubstep. Über acht Jahre lang moderierte er auf BBC Radio 1Xtra die Sendung „soulful underground“. Seit Herbst 2010 hat er nun auf BBC Radio 1 seine eigene Sendung „Exploring future beats”. In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag zwischen 2 und 4 Uhr werden dabei nicht nur die aktuellsten Platten – manchmal Monate vor ihrem offiziellem Erscheinungstermin – präsentiert, oftmals sind auch die Künstler selbst – wie zum Beispiel Erykah Badu, Flying Lotus, J.Rocc oder Bilal – bei ihm zu Gast.

Und wer zu dieser späten Stunde zu müde ist:Jede Sendung kann eine Woche über Stream abgerufen werden:

 http://www.bbc.co.uk/programmes/b00v4tv3

 

Patrick Glogner-Pilz

 

Dezember 2010

Winterfest – das Lernadventure

Benommen von Alltagsproblemen erwachen Sie plötzlich in einer mittelalterlichen Welt. Ihr Ziel ist es, den Weg zurück in Ihre eigene Welt zu finden – zurück zu Ihrer kranken Mutter, die Ihrer Hilfe bedarf. Dazu benötigen Sie die Hilfe einer Frau, die als Hexe in den Kerker gesperrt wurde und zu allem Unglück bald auf den Scheiterhaufen kommen soll. Dies gilt es zu verhindern! Doch sind einige Aufgaben zu bewältigen, damit Ihnen das gelingt. Auf Ihrer abenteuerlichen Reise steht Ihnen stets eine sprechende Ratte zur Seite, die Sie mit Ratschlägen unterstützt.


Winterfest ist ein Lernadventure, das im Rahmen des BMBF-geförderten Forschungsprojekts „Alphabit“ für erwachsene Lernende in der Grundbildung entwickelt wurde. In den integrierten Aufgaben, Rätseln und Minispielen können Lernende spielerisch ihre Lese-, Schreib- und Rechenkompetenzen in Verbindung mit Alltagssituationen üben. Das Spiel eignet sich für die Kursarbeit ebenso wie für das Lernen in Eigenregie. Ergänzend können Anbieter von Alphabetisierungskursen umfangreiche didaktische Materialien und Fortbildungen anfragen.


Mehr zu diesem Spiel erfahren Sie unter  www.lernspiel-winterfest.de.

Dort können Sie das Spiel sowie eine Mappe mit didaktischem Begleitmaterial kostenlos herunterladen.

Kerstin Raudonat

November 2010

Bas Böttcher//Performance Poetry

Literatur trifft Medien. Bas Böttcher zählt zu den besten und bekanntesten Poetry-Slamern –im Bühnenraum und auch im virtuellen Raum. Er kombiniert seine Texte mit den Möglichkeiten, die die neuen Medien bieten und schafft damit eine neue Plattform für das gesprochene Wort: „Die Herausforderung bestand darin, eine mediale Form zu schaffen, die die wachsende Vielfalt in der ‚Performance Poetry‘ adäquat vermittelt und darstellt.“

Seine Homepage lädt ein zum Sehen und Staunen. Besonders interessant sind seine poetry clips wie „Dot Matrix“. Einen guten Überblick über seine gesamte Arbeit findet sich unter Experimente und diese animieren auch direkt zum selber schreiben. Tipps gibt der Profi in seinem Stil-Flash. Also: Einfach mal reinklicken bei  www.basboettcher.de und dann selbst aktiv werden!

Vanessa Puttner

 

Oktober 2010

Interaktive Medienkunst @ ZKM Medienmuseum

Ein Muss für jeden Medieninteressenten: das Karlsruher „Zentrum für Kunst und Medientechnologie“, kurz ZKM. Das Medienmuseum beheimatet die weltweit größte Sammlung interaktiver Medienkunst von den Anfängen bis heute. Das Spektrum reicht von interaktiven Filmen über Simulationstechnik für den Cyberspace bis hin zu Exponaten der populären Spielekultur. Bei zahlreichen Installationen und Environments können die Betrachter selbst aktiv werden – überall gibt es etwas zu klicken, drücken oder spielen, wie im Falle der virtuellen Seifenblasen. Den kreativen Umgang mit neuen Technologien setzt das besondere Museum kritisch mit aktuellen Entwicklungen der Medienkultur in Beziehung (Foto: ZKM).

 http://www.zkm.de/

Sarah Wüst

 

 

 

September 2010

Theater-SAFARI

Nach der Theorie kommt nun die Praxis! Theaterpädagogische Praxis ist oft ein ebenso großes Abenteuer wie eine SAFARI. Dass man auch bei einer Theater-SAFARI auf vielen spannenden Wegen zu kreativen Ergebnissen kommen kann, beschreibt Dr. Gabriele Czerny in ihrem neuen Praxisbuch.

Das Buch gliedert sich in konzeptionelle Grundlagen, eine SAFARI-Tool-Box, die auch einen Medienteil beinhaltet und einen umfangreichen Praxisteil. Darin beschreiben erfahrene TheaterpädagogInnen sehr unterschiedliche Best-Practice-Beispiele, die alle auf der Grundlage zeitgenössischer Kinder- und Jugendliteratur basieren. Zahlreiche Projektideen, Kopiervorlagen und Praxistipps verknüpfen auf anschauliche Weise Theorie und Praxis. Damit bietet der Band vielfältige Anregungen für eigene Theaterprojekte.

Vanessa Puttner

 

Theater-SAFARI. Praxismodelle für die Grundschule. Westermann. Braunschweig 2010.

270 Seiten, ISBN 978-3-14-162118-1, 15,00.-

August 2010

angelaufen.de – Filmpressespiegel im Netz

Kritiken zu aktuellen Kinofilmen, ein Porträt von Christopher Nolan, Interviews mit John Malkovich und Jackie Chan, das Programm der kommenden Filmfestspiele in Venedig, Berichte zum Stuttgarter Filmfestival „Bollywood and beyond“ und zum Verkauf der Filmfirma Miramax: Der Filmpressespiegel angelaufen.de versammelt alles, was das deutschsprachige Feuilleton zu Film und Kino zu vermelden hat, und verlinkt direkt auf die Seiten von FAZ, SZ, Spiegel Online, NZZ und Co. Die Datenbank umfasst alle in Deutschland seit Herbst 2001 angelaufenen Filme und wird ständig aktualisiert. Zudem gibt es eine umfassende Linkliste zu Filmmagazinen, Festivals, Filmdatenbanken, Verlagen, Kommunalen Kinos, Filmmuseen und vielem mehr.

 http://www.angelaufen.de/

Sarah Wüst

 

Juli 2010

The Q4: Darker Days (EP, 12 Inch + Cassette)

„TheQ4“ sind ein Trio aus den Niederlanden, bestehend aus den Sampling-Spezialisten Sense, Arts the Beatdoctor und STW. Die Neuerscheinung „Darker Days“ ist als reine Instrumental-EP konzipiert und kann stilistisch irgendwo zwischen HipHop, TripHop und Organic Grooves verortet werden – eine atmosphärisch dichte Produktion jenseits gängiger HipHop-Klischees, die das Warten auf ein hoffentlich bald erscheinendes neues Album auf das Angenehmste verkürzt. Und das Schönste: der Vinyl-Version ist eine Bonus-Kassette beigelegt.
 http://www.projectmooncircle.com/releases/61

Patrick Glogner

Juni 2010

Bee Rowlatt und May Witwit
Talking about Jane Austen in Baghdad. The True Story of an Unlikely Friendship

Die Londoner Journalistin Bee Rowlatt und May Witwit, Englischdozentin in Baghdad, beginnen einen E-Mail-Austausch, der zu einer engen Freundschaft wird. Bee in London kümmert sich um ihre drei kleinen Kinder und Aufgaben im Elternbeirat, May versucht in Baghdad trotz Anschlägen, Ausgangssperren und anderen Unwägbarkeiten zumindest noch ihren Arbeitsalltag aufrechtzuerhalten. Gemeinsam suchen sie nach Auswanderungsmöglichkeiten für May.

Die Veröffentlichung des E-Mail-Verkehrs aus den Jahren 2005 bis 2008 ermöglicht einen Einblick in das Alltagsleben in Baghdad nach dem Einmarsch der Amerikaner. Besonders eindrücklich wird dies durch den Kontrast der Lebenssituationen der beiden Frauen. Noch ist das Buch nicht auf Deutsch erschienen, die englische Originalausgabe ist jedoch leicht verständlich und hilfreich für die Auffrischung von Sprachkenntnissen.  

Anne Hagemann

Mai 2010

Performance – Das ist Kunst?!

Über Kunst lässt sich ja bekanntlich nicht streiten, aber doch hoffentlich viel diskutieren. Einen guten Anlass dazu gibt das japanische Künstlerduo Yamashita und Kobayashi. Die beiden sind Performancekünstler und überraschen mit vielseitigen Performances. Bei ihren Arbeiten handelt es sich zum Teil um Videoinstallationen und zum Teil auch um Videoaufzeichnungen ihrer Aktionen.

Auf ihrer Homepage dokumentieren die beiden Künstler ihre Arbeit, mit der sie auch regelmäßig in internationalen Galerien zu bestaunen sind. „Candy“ oder „Release of mineral water“ sind einen Klick und (nicht nur) einen Blick wert. Irritation und Diskussion sind dabei nicht nur erlaubt, sondern erwünscht!

 http://www.yamashita-kobayashi.com/menu2009.html

Vanessa Puttner

 

 

April 2010

Bildung und Kompetenz – Mögen die Spiele beginnen!

In seinem Weblog “CHRISP’S VIRTUAL COMMENTS“ bloggt Dr. Christian Spannagel rund um das Thema Lernen. Seine Selbstbeschreibung als Comedy Scientist und antiintellektueller Wissenschaftspopulist verrät schon ein wenig über den Stil seiner Artikel. Nichtsdestotrotz erhält der geneigte Leser interessante Informationen und Denkanregungen, die mehr der Wissenschaftlichkeit als dem Populismus verschrieben sind.

Mit dem Artikel „Bildung und Kompetenz – Mögen die Spiele beginnen!“ verweist er auf die Problematik des inflationären Gebrauchs des Konzeptes „Kompetenz“, das – wohl nicht nur bei ihm – Unbehagen entstehen lässt. Und jeder ist aufgefordert, sich an dieser aktuellen Diskussion zu beteiligen:  http://cspannagel.wordpress.com/2010/01/01/bildung-und-kompetenz-mogen-die-spiele-beginnen/


Kerstin Raudonat

März 2010




Die Schriftenreihe wissenschaft in progress ist eine wissenschaftliche Zeitschrift für aktuelle Gedanken und Forschungsfragen aus Kommunikations- und Medienwissenschaft, Linguistik, Literatur- und Kulturwissenschaft sowie Didaktik, Bildung und E-Learning. Ausdrücklich sind auch Doktoranden und Studenten höherer Semester eingeladen, Arbeiten, Aufsätze und Exposés zu veröffentlichen.

Die Zeitschrift wird seit 2008 herausgegeben von Uta Buttkewitz, Mario Donick und Wiebke Schwelgengräber. Die jeweiligen Ausgaben können als PDF auf folgender Website heruntergeladen und als kostenlose Druckausgabe angefordert werden:

 http://wissenschaft-in-progress.de/index.html

Kerstin Raudonat

 

Februar 2010


„Das ist Heino in Moll …“ – Analysen populärer Musik mit Hartmut Fladt

„Musikanalyse“ heißt die Überschrift einer Sendung von „radioeins“ des Rundfunks Berlin-Brandenburg (rbb), die einen jeden Musiker an seinen Theorieunterricht erinnern könnte. Über Webradio kann man das Programm auch in Ludwigsburg hören.

Hartmut Fladt, Professor für Musiktheorie an der Universität der Künste Berlin, versteht es, in einer wöchentlichen Sendereihe seinem Publikum aktuelle Beispiele aus der Welt der populären Musik auf unterhaltsame Weise näherzubringen. Und so kommt man als Zuhörer dem „Musikverstehen“ ein gutes Stück näher, weil Fladt sehr differenziert auf Hintergründe, Harmoniefolgen und charakteristische Stimmen der vorgestellten Stücke eingeht. Man erfährt bei der Besprechung des melancholischen „Broken Love Song“ von Peter Doherty etwa, dass dieser sich einer harmonischen Wendung bedient, die als Topos schon seit dem 17. Jahrhundert bekannt ist und auf die Komponisten wie Claudio Monteverdi und Johann Sebastian Bach ebenso wie die Prinzen, Take That oder die Beatles zurückgreifen.

Der Link zum Archiv der vergangenen Sendungen:

 http://www.radioeins.de/programm/sendungen/eins_am_abend/musikanalyse/archiv_musikanalyse.html

Andreas Eckhardt

 

Januar 2010


Soul Kitchen

Als „schmutzigen Heimatfilm“ hat Fatih Akin seinen neuesten Film vorgestellt. Das Dorf hat er durch den Hamburger Kiez ersetzt, die Dorfgemeinschaft durch eine bunte Clique um Kneipenwirt Zinos, der vom Pech verfolgt wird: Bandscheibenvorfall, Freundin weg, Finanzamt im Nacken. Sein unzuverlässiger Bruder Illias, der auf Freigang aus dem Knast kommt, und Immobilienhai Neumann tun ihr Übriges. So dramatisch die Schicksalsschläge sind, so märchenhaft sind auch die Wendungen zum Guten, allen voran die Verwandlung des Soul Kitchens von der Imbissbude zum In-Lokal.

Es geht – wie soll es bei einem Heimatfilm anders sein – um Freundschaft und Familie und um die Liebe zu einem Ort, den es gegen alle Widrigkeiten zu verteidigen gilt. Soul Kitchen ist an vielen Stellen vorhersehbar und doch eine überaus unterhaltsame Komödie, die – mal derb, mal sentimental – mit allerlei lässigen Sprüchen und skurrilen Verwicklungen aufwartet und im Übrigen den originellsten Abspann seit langem präsentiert.

Sarah Wüst

 

Dezember 2009


Lure of the Labyrinth

 Ihr geliebtes Haustier ist entführt worden, und Sie müssen es unbedingt wiederfinden – aber wie? Bevor Sie sich versehen, finden Sie sich in einer seltsamen Welt voller Monster und rätselhafter Aufgaben wieder. Um Ihren Liebling zu retten, müssen Sie lernen, sich hier zurechtzufinden und die gestellten Herausforderungen zu meistern.

Lure of the Labyrinth ist ein Online-Lernspiel im Stil eines Adventures, das von Scot Osterweil und seinem Team der MIT Education Arcade für Schüler der ‚middle-school‘ entwickelt wurde. Durch die Auseinandersetzung mit den in das Spiel integrierten mathematikbasierten Rätselaufgaben können Schüler Strukturen und Zusammenhänge, die der Algebra zugrunde liegen, spielerisch selbst entdecken. Das Spiel ist jedem unter labyrinth.thinkport.org frei zugänglich; die Seite enthält zudem umfassende Informationen speziell für Lehrende und Eltern.


„In Lure of the Labyrinth, students are experiencing mathematics in a different way than they usually do in your classroom.” (Scot Osterweil)

Kerstin Raudonat

November 2009


Rico, Oskar und die Tieferschatten
von Andreas Steinhöfel


Eigentlich soll Rico ja nur ein Ferientagebuch führen. Schwierig genug für einen, der leicht den roten oder den grünen oder auch den blauen Faden verliert. Aber als er dann auch noch Oskar mit dem blauen Helm kennenlernt und die beiden dem berüchtigten ALDI-Kidnapper auf die Spur kommen, geht es in seinem Kopf ganz schön durcheinander. Doch zusammen mit Oskar verlieren sogar die Tieferschatten etwas von ihrem Schrecken.

Es ist der Beginn einer wunderbaren Freundschaft ...


Rico, Oscar und die Tieferschatten ist ein wunderbares Buch über ein besonderes Kind und eine außergewöhnliche Freundschaft. Andreas Steinhöfel gelingt es, einen Großstadtkrimi zu erzählen, der mit Spannung, Tragik und Situationskomik, aber auch mit gut beobachteten Menschen- und Milieubeschreibungen sowie mit einer großen Portion kluger Sprachspiele die Welt eines Kindes vor den Augen des Lesers entfaltet.

Vanessa Puttner

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