Der
Friden Wurzelautomat
Martin
Reese / Werner Lange / Erhard Anthes

Abb. 1 Friden Wurzelautomat
Modell SRW
gezeichnet von W.Lange
Vorstellung des Friden
Wurzelautomaten
Als 1952 diese Rechenmaschine
auf den Markt kam, war sie für die Herstellerfirma aus Kalifornien "die
größte Erfindung auf dem Gebiete der Rechenmaschine seit Jahrzehnten".
Hennemann prägte für ihn den Begriff "Fünfspezies-Rechenautomat" ([8],
S.162). Die renommierte "Burghagens Zeitschrift für Bürobedarf" schwärmte
im September 1952 [2]: "Der Friden Wurzelautomat Modell SRW fand bereits
in Amerika viel Beachtung. Die Wurzeleinrichtung wurde in den bewährten
Superautomaten, Modell STW, eingebaut, so daß auch alle Zusatzeinrichtungen
dieses bewährten Automaten zur Verfügung stehen. .... Es ist hierbei völlig
gleich, ob die Wurzel aus 0,0000012345 oder aus 98765432,15 zu ziehen
ist..." (S.654).
Die freudige Begrüßung
dieser Erfindung hing damit zusammen, daß etwas Vergleichbares noch nie
angeboten worden war - und das bei dem doch häufigen Zwang, aus einer
Zahl die Wurzel ziehen zu müssen! Vielleicht war es die nach dem 2.Weltkrieg
einsetzende Technologie-Explosion, vielleicht auch der erhöhte Bedarf
an sehr genauen Rechenergebnissen in Wissenschaftsbereichen wie Raketentechnik,
Kernforschung, Radar, Radioteleskopie, Fernsehen usw. - jedenfalls hat
sich das Herstellerwerk in seiner Hoffnung auf einen guten Absatz wohl
nie enttäuscht gesehen.
Dessen Monopol am Markt bestand so lange, bis 1966 mit der italienischen
IME 86 S der erste elektronische Tischrechenautomat mit Wurzelfunktion
vorgestellt wurde.
Der Preis des Wurzelautomaten lag immer um 8000 DM, was mindestens im
Jahrzehnt des Erscheinens dem Preis für einen guten Mittelklasse-PKW entsprach.
Wer ihn nicht bezahlen konnte, mußte sich mit "Toepler", Tabellen oder
dem Rechenstab begnügen - alles Verfahren, die die neue amerikanische
Maschine an Zuverlässigkeit und Schnelligkeit weit übertraf. Mit ihren
600 U/min gehörte sie immer in die Spitzenposition unter allen Staffelwalzenmaschinen.
Auch für die Berechnung der Kubikwurzel wird ein schnelles Verfahren möglich;
dazu war nach folgender Formel zu rechnen:
wobei n der Radikand
und a ein guter Näherungswert ist, der aus einer Tabelle abgelesen wurde.
(Die Numerische Mathematik liefert Begründungen, warum diese Formel gute
Werte für die Kubikwurzel liefert.)
Vierte oder achte Wurzeln waren ohnehin kein Problem, die konnten automatisch
durch mehrfache Benutzung der Wurzelfunktion berechnet werden.
Vergleicht man man den
amerikanischen Friden-Automaten mit einer westdeutschen Staffelwalzenmaschine
der 50-er Jahre (z.B. Diehl, Badenia), so erkennt man - sobald man die
Verkleidungen abgenommen hat - einen interessanten Unterschied: In der
amerikanischen Maschine wurden, soweit es irgend möglich war, gestanzte
Bauteile verwendet; selbst die 10 Staffelwalzen und viele andere Zahnräder
(Ausnahme: Kegelzahnräder) wurden auf Stanzmaschinen gefertigt.
Die deutschen Fabrikanten dagegen ließen einen beachtlichen Anteil der
Maschinenteile durch Bohren, Fräsen und Drehen herstellen - traditionell
und teuer.

Abb. 2: Prospektseite
des Wurzelautomaten,
San Leandro, ca. 1955
Interessant
ist auch die konsequente Verfolgung des Baukastenprinzips, wodurch die
Friden Corporation erreichte, daß möglichst viele Bauteile in den verschiedenen
Rechenmaschinen verwendbar waren.
Man findet in den Modellen SW und STW etliche Freiräume und Stanzungen,
die nur im Wurzelautomaten SRW genutzt wurden:
Das Modell SRW war das "Flaggschiff" von Friden in den 50-er und 60-er
Jahren, eine grandiose und einmalige Fortentwicklung des Modells A, mit
dem Carl Friden (von 1917 bis 1929 Marchant-Chefkonstrukteur) 1934 in
San Leandro gestartet war.
Alle anderen Friden-Maschinen könnten als "abgemagerte" Versionen des
Wurzelautomaten angesehen werden. Daher sind alle Einrichtungen des Wurzelautomaten
für die vier Grundrechenarten in derselben Weise angeordnet wie beim Vierspeziesrechner
Modell STW (ohne Wurzelautomatik), und sie funktionieren auch in derselben
Weise wie dort. Eine recht ausführliche technische Beschreibung des STW
findet man in der Zeitschrift "Der Büromaschinen-Mechaniker", siehe [15].
Neben den
Wurzeltasten unterscheidet den Wurzelautomaten eine weitere äußerliche
Auffälligkeit von seinen Modellvarianten: Sein Einstellwerk beginnt auf
der rechten Seite mit drei gleichfarbigen Tastenreihen - ein Zeichen dafür,
daß diese Maschine nicht für einfaches kaufmännisches oder technisches
Rechnen gedacht war.
Bei den
folgenden Erläuterungen werden Abkürzungen verwendet:
EW - Einstellwerk;
HZW - Hauptzählwerk;
UZW - Umdrehungszählwerk.

Wie
rechnet der Wurzelautomat ?
Beim Wurzelziehen bedient
sich der Friden-Automat vieler Vorrichtungen, die auch beim Dividieren
benötigt werden.
Das liegt daran, daß beide Rechenverfahren auf der fortgesetzten Subtraktion
beruhen.
Beim Dividieren sieht der automatische Ablauf so aus:
- Dividend eintasten,
- Enter Dividend]-Taste
drücken,
- im HZW erscheint
der Dividend,
- darunter den
Divisor eintasten,
- [:]-Taste drücken,
- passende Subtraktionen
werden im UZW gezählt,
- Überlauf löst
additive Korrekturumdrehung aus,
- Korrekturdrehung
löst Wagenverschiebung aus,
- passende Subtraktionen
werden im UZW gezählt,
- usw,
- im UZW steht
der Quotient,
- im HZW steht
der Divisionsrest.
|
Beim Radizieren werden
alle diese Vorgänge ebenfalls benötigt, allerdings genügt nach der Eingabe
des Radikanden ein einziger Tastendruck.
So kommt man zwangsläufig
zur ersten Kardinalfrage: Was subtrahiert der Wurzelautomat vom Radikanden,
wenn gar kein Subtrahend eingegeben worden ist?
Die Antwort lautet:
Bei der ersten Subtraktion eine 5.
Damit aber nicht einfach
durch 5 geteilt wird, muß die Maschine beim Wurzelziehen ständig den Subtrahenden
verändern. Dabei gibt es ein enges Zusammenspiel des Einstellwerkes mit
dem Umdrehungszählwerk.
Beispiel: Hat die erste Subtraktion geklappt (d.h. es ist kein Überlauf
entstanden), dann folgt auf die 5 eine 15. Konnte auch dieser Wert noch
subtrahiert werden, folgt ein Minusschlag mit einer 25. Sollte jetzt ein
Überziehen des HZW registriert werden, dann macht die Maschine den üblichen
Korrekturschlag und läßt den Wagen einen Schritt nach links weiterfahren.
Der neue Subtrahend heißt nun 205 (Die "2" ist entstanden aus der Anzahl
der erfolgreichen Subtraktionen; diese wird im EW festgehalten !). Ihm
könnten 215, 225, 235, 245 folgen - dann, nach einer Korrekturdrehung
und Wagenfahrt, würde es mit 2405, 2415 weitergehen (Die "4" wäre wieder
die Anzahl der erfolgreichen Subtraktionen.). Angenommen, der Friden Wurzelautomat
hätte bis zum Abschalten genau so gerechnet und der Rest im HZW wäre Null,
dann müßte der eingetippte Radikand 58 081 gewesen sein. Warum ? Der letzte
Subtrahend ohne die angehängte flüchtige 5 gibt das Ergebnis wieder: 241.
Quadriert, also zurückgerechnet, ergibt das 58 081.Der letzte Subtrahend
war 2415. Üblicherweise müßte er wie jeder Subtrahend im Einstellwerk
an den gedrückten Tasten zu sehen sein. Niemand hat die Tastenbänke berührt,
im Einstellwerk ist nichts zu sehen. Hier steht man nun vor der nächsten
Kardinalfrage: Welche Geisterhand stellt während des raschen Ablaufs (600
U/min) unentwegt neue Subtrahenden ein und woher kommen die Befehle ?Die
Befehle kommen von der Hauptwelle, die auch das Umdrehungszählwerk steuert.
Die "Geisterhand" ist eine äußerst raffinierte Zahnrad- und Hebelmechanik
über den fünf Tandem-Staffelwalzen (Zwillings-Staffelwalzen). Sie verschiebt
bzw. arretiert die zugehörigen Stellräder des Einstellwerkes, genau so,
wie es die Einstelltasten getan hätten. Die wesentlichen Teile sind auf
drei Wellen angeordnet, die in den freien Raum zwischen Volltastatur und
Schlitten eingebaut wurden, siehe Abbildung 3.

Abb. 3 Querschnitt mit
der Lage der Staffelwalzen
und der drei Achsen des Wurzelmechanismus
Protokoll eines Rechenablaufs:

Falls
die letzte Stelle rechts erreicht ist, dann wird die Maschine
abgeschaltet und die flüchtige 5 gelöscht. Im UZW und im EW steht
das Ergebnis.
|
Es empfiehlt sich, diesen
Rechenablauf auf einer Staffelwalzenmaschine per Hand einmal nachzustellen.
Dadurch bekommt man eine Vorstellung davon, welche Befehlskette im Friden-Wurzelautomaten
mechanisch programmiert worden ist.
Am Schluß stehen gleiche Zahlenwerte sowohl im UZW als auch im EW: Der
Radikand ist in zwei gleiche Faktoren zerlegt worden.

Die Vorbereitung
der Maschine auf das Wurzelrechnen
Das Niederdrücken einer
Radiziertaste läßt - nach automatischer Löschung des HZW/UZW in linker
Schlittenposition - zunächst den Wagen in die äußerste Position nach rechts
fahren.
Dieser Wagenstand löst nun - genau wie beim Divisionsablauf - den Eintrag
des Radikanden in das HZW aus, allerdings fünfmal!
Dazu wird auf der linken Maschinenseite eine interessante Mechanik in
Gang gesetzt - natürlich nur beim Wurzelziehen.
Es beginnt damit, daß
der Wagen in seiner äußersten rechten Position einen kleinen Hebel hinabdrückt.
Er schiebt das bewegliche Einzahnsegment Es nach unten und füllt auf diese
Weise die "Zahnlücke" des großen Zahnrades Z1 um den entscheidenden einen
Zahn, siehe Abb.5.

Abb.4: Linke Seite
der Maschine mit dem Fünffach-Getriebe

Abb. 5: Fünffach-Getriebe
und Vorbereitung der Radizierfunktion.
Erst jetzt findet das
kleine rotierende Einzahnritzel Er einen Mitspieler und kann das große
Zahnrad antreiben - um zwei Zähne pro Umdrehung. Nun verdreht sich ebenfalls
das obere Zahnrad Z2 mitsamt seiner Kurvenscheibe. Diese zwingt die abgebildete
Hebelmechanik zu einem kurzen Bewegungsablauf, der die Schubklinken Sk1
und Sk2 in eine Vorbereitungsposition bringt.
Nach genau 5 Umdrehungen des Einzahnritzels Er drückt der Begrenzungsstift
Bs am Zahnrad Z1 die Sperrklinke Sp hoch und nimmt die Zugstange Zu1 den
Hebeldruck vom Einzahnsegment, so daß die inzwischen gespannte starke
Zugfeder Zf die Zahnradkombination Z1/Z2 in die Ausgangslage zurückdreht.
Dadurch werden vier Funktionen in folgender Reihenfolge ausgelöst:
- Die Schubklinke
Sk1 sorgt über den zugehörigen Winkelhebel für eine Rechtsverschiebung
der Nockenwelle Nw um ca. 4mm. Dadurch sind die Nocken in der Lage,
nacheinander jeden der Kombihebel Kh ein wenig zu verdrehen.
- Die Schubklinke
Sk2 verdreht schon jetzt den Kombihebel der 10. Stelle des EW und rastet
dadurch die flüchtige 5 der 9. Stelle ein, siehe Erläuterung weiter
unten.
- Der Zählhebel Zh
wird freigegeben. Von nun an löst jede Subtraktion im HZW eine Nickbewegung
von Zh aus, die mit einer Kurvenscheibe erzeugt wird. Die obere Klinke
von Zh treibt über ein Zackenrad die kleinen Zahnräder (Zwischenräder
Zr) auf der Vierkantwelle Vkw.
Die Zugstange Zu2 setzt
die Divisionsmechanik auf der rechten Maschinenseite in Gang. Alle geschilderten
Vorgänge, die ja nur der Vorbereitung der Maschine auf das Wurzelziehen
dienen, dauern kaum mehr als zwei Sekunden. Nicht zu vergessen ist, daß
durch die genau begrenzte Anzahl von fünf Umdrehungen der zuvor eingestellte
Radikand fünmal ins HZW eingetragen wurde.

Abb. 6: Zählhebel
und Schneckengetriebe

Verkopplung von Umdrehungszählwerk
und Einstellwerk - Beschreibung der Bewegungsabläufe
Durch jede Wagenfahrt
nach links wird über die Stege einer Transportschiene Ts - fest am Zählwerkswagen
montiert - und über ein zugehöriges Schaltrad Sr ein Schneckengetriebe
Sg auf dem linken Ende der Nockenwelle Nw bewegt.

Abb.7: Nockenwelle
(Nw) mit 10 versetzten Nocken, Vierkantwelle (Vkw) mit Zwischenrädern
Je Wagenstelle verdreht sich die Nockenwelle um 1/10 einer Umdrehung.
Die Nocken lösen, entsprechend der Position des Wagens, die Aktivierung
eines der 10 kleinen Verstellwerke aus. Als Beispiel wählen wir die Vorgänge
über der 4. Tandemstaffelwalze Stw, zu der die Stellen 8 und 7
gehören. Diese Tandemstaffelwalze (dh. zwei Staffelwalzen auf einer gemeinsamen
Achse) ist in Abb. 8 getrennt gezeichnet, siehe auch Abb. 3 (Querschnitt).

Abb.8: Wellen und
Einstellwerk
Die eingezeichnete Nocke
drückt (solange der Wagen in der 8. Position steht) auf die Gegennocke
des Kombihebels. Dieser hebelt mit seinem unteren Arm den Einstellschieber
1-5 der benachbarten 7. Stelle über die "5" der hinteren Staffelwalze.
Hier ist soeben die "flüchtige 5" entstanden. Gleichzeitig hat der Kombihebel
mit seinem abgewinkelten Arm a gegen den Konus b des beweglichen Zwischenrades
Zr gedrückt und es in eine Ebene mit dem Stirnrad Sr gebracht.
Nun wird jede passende Subtraktionsdrehung über die Vierkantwelle Vkw
bewirken, daß das Miniaturritzel Mr die Zahnstange und damit den
Schieber S nach vorn treibt.

Abb. 9: Lage der drei
Wellen zwischen Einstellwerk und Schlitten
Zunächst drückt S
mit seinem abgewinkelten Teil c nur gegen den Mitnehmerhaken Mh.
Dieser zieht über die stramme Schleppfeder Sf den Einstellschieber
1-5 in die entsprechende Position. Sollen aber Werte von 6 bis 9 eingestellt
werden, dann drückt der Schieber gegen den Anschlag d, wodurch jetzt der
andere Einstellschieber vorwärts getrieben wird. Mh gleitet dabei
in seinem Führungsschlitz im Einstellschieber 1-5 entlang, ohne diesen
weiter zu verstellen.
Sollten im Umdrehungszählwerk 9 passende Subtraktionen gezählt worden
sein (und zwar die Subtraktionen der Werte 05, 15, 25, 35, 45, 55, 65,
75, 85), dann erfolgt bei der nächsten Subtraktion mit 95 in jedem Fall
ein Überlauf im Hauptzählwerk (weil 9 die größte ganzzahlige Wurzel einer
zweistelligen Zahl, z.B. 99, ist).
Nach der fälligen Korrekturaddition folgt die Wagenverschiebung nach links
und eine neue Subtraktionskette (905, 915,...) kann beginnen; d.h. die
noch im Einstellwerk befindliche 9 wird fixiert und die rechts daneben
stehende 5 durch Fortfall des Nockendrucks gelöscht. In der 7. Stelle
wird jetzt der nächste Schieber vorwärts getrieben, in der 6. Stelle erscheint
die neue "flüchtige 5".

Die Kommamechanik:
Wie findet der Friden Wurzelautomat die richtige Startposition
Ähnlich wie beim Rechnen
mit Geld ist die Position des Kommas auch beim Wurzelziehen von größter
Bedeutung: ,
dagegen
, also eine ganz andere Ziffernfolge. Die Kommaposition muß zweimal bestimmt
werden, zunächst beim Eintippen des Radikanden, dann aber noch einmal
beim Ablesen des Wurzelwertes im Umdrehungszählwerk.
So vollautomatisch wie beim Taschenrechner vollzieht sich die Kommasetzung
beim Friden-Wurzelautomaten zwar nicht, dennoch sind die Regeln sehr einfach.
Der Radikand kann prinzipiell überall in das EW eingetippt werden.
Dort, wo dessen Komma steht, muß die Wurzelfunktion ausgelöst werden.
Die auf dieser Auslösetaste stehende Zahl gibt die Stellung des Kommas
der Wurzel im UZW an. Hat man z.B.
mit der Auslösetaste [(7)] gestartet, muß im UZW bei Tabulatorknopf
(7) das Komma gesetzt werden. Diese Einrichtung erlaubt also auch eine
Vorbestimmung der gewünschten Stellenzahl hinter dem Komma.
Die dazu nötige Mechanik
besteht aus drei z.T. schon vorgestellten Elementen. Es sind beteiligt:-
die Wurzel-Auslösetasten, die ja u.a. auch die Tabulationsmechanik ansprechen;
alle rechten Tasten eines Paares tabulieren den Wagen so, daß die 10.
Stelle des UZW der ersten Stelle des EW gegenübersteht;
alle linken Tasten stoppen den Wagen schon in der 9. Position. Erst nach
Aufnahme des Radikanden in das HZW fährt der Wagen in die 10. Position
weiter und löst dadurch die Subtraktionskette aus;
- die Schubklinke Sk2, die zu Beginn jeder Subtraktionskette die
erste "flüchtige 5" über der 9. Tastenreihe des EW einstellt;
- die Nockenwelle Nw, die nach jeder Wagenfahrt fortlaufend eines
der kleinen Verstellwerke aktiviert.
Wie aber findet der
Wurzelautomat den richtigen Anfang für die erste passende Subtraktion?
Als Beispiel nehmen wir .
Nach fünfmaligem Eintrag ins HZW steht dort 55. Soll die Maschine nun
bei der vorderen oder bei der hinteren 5 des Radikanden beginnen?
Natürlich bei der hinteren, denn sonst wird das Ergebnis furchtbar falsch
- aber woher soll die Maschine das im Voraus wissen?
Sie "weiß" es aufgrund des narrensicheren Zusammenspiels der oben genannten
drei Einrichtungen. Der Benutzer muß lediglich nach dem Eintippen der
11 darauf achten, daß die Auslösetaste unmittelbar hinter der Einerstelle
seines Radikanden liegt - wo er den Radikanden einträgt ist völlig egal.
Und fürs Komma seines Wurzelwertes muß er sich die Ziffer auf dem Auslöseknopf
merken.

Abb. 10: Rechte Wurzeltaste
Angenommen ,
wäre mit der rechten [(7)]-Taste gestartet worden. Nach der Wagenfahrt
und dem fünfmaligen Eintrag der 11 in das HZW sieht man folgendes vor
sich (siehe Abb. 10):
Natürlich "paßt" die erste Subtraktion nicht, weshalb der Wagen einen
Schritt nach links fährt und dadurch die Nockenwelle Nw um 1/10 verdreht
- die "flüchtige 5" und der Radikand im HZW bewegen sich aufeinander zu,
oder, anders ausgedrückt, die "flüchtige 5" wandert nach jeder Wagenbewegung
mit einem Doppelsprung dem Eintrag im HZW entgegen. Deshalb startet der
eigentliche Radiziervorgang erst bei Stelle 14 des HZW.
Als Ergebnis im UZW ergibt sich die Ziffernfolge 33166247 - Komma, man
erinnert sich, an der 7.Stelle von rechts.

Abb. 11: Linke Wurzeltaste
Hätte man dieselbe Aufgabe
mit der linken Starttaste [(7)] ausgelöst, wäre folgendes zu sehen gewesen:
Wenn jetzt die erste Probesubtraktion mit der "flüchtigen 5" beginnen
würde, käme am Ende das falsche Ergebnis heraus (weil die erste passende
Subtraktion bei der vorderen 5 des Radikanden erfolgen würde). Dieses
vermeidet der Automat, indem er auf den fünfmaligen Eintrag des eingestellten
Wertes (das war 11) ins HZW bei Halteposition 9 einen weiteren Rechtsschritt
des Wagens folgen läßt. Erst hier, in der 10. Position, steht die "flüchtige
5" richtig - und deshalb läuft von nun an alles Weitere genau so ab, wie
oben bereits geschildert.

Die Toeplersche Methode
des Wurzelziehens
Dieses
Verfahren war früher weit verbreitet, weil es sich besonders gut für das
Maschinenrechnen eignete.
Besonders auf Maschinen mit Volltastatur behielt man einigermaßen die
Übersicht. Es funktioniert auch auf Sprossenradmaschinen mit Hebeleinstellung,
jedoch nicht auf Maschinen mit 10-er-Tastatur im EW.
Toeplers Verfahren beruht auf der Tatsache, daß die Summe der ersten ungeraden
Zahlen (d.h. bei 1 beginnend und dann immer die folgende hinzuaddieren)
immer genauso groß ist wie das Quadrat der Anzahl jener ungeraden Zahlen.
Beispiel:
1+3+5
= 9
Die ersten
drei ungeraden Zahlen werden addiert, das Ergebnis ist also 3*3 = Quadrat(3).
Ein anderes Beispiel:
1+3+5+7+9+11+13
= 7*7 = 49
Kehrt man
diesen Zusammenhang um, ist man bei der Toeplerschen Methode. Dazu zieht
man vom Radikanden schrittweise, bei 1 beginnend, die aufeinanderfolgenden
ungeraden Zahlen ab und entnimmt aus der Anzahl der "passenden" Subtraktionen
den gesuchten Wurzelwert.
Zwei Beispiele
dazu:

Hierbei
entsteht die Wurzel im UZW und gleichzeitig das Doppelte
der Wurzel im EW.
|
Der Erfinder
des Friden-Wurzelautomaten hat das Toepler-Verfahren in einem entscheidenden
Punkt verbessert: Er überträgt den Radikanden gleich am Anfang fünfmal
in das HZW, muß aber dafür zum Ausgleich das Fünffache der Zahlen
1, 3, 5, 7,... subtrahieren, also 05, 15, 25, 35,...; im EW entsteht
in der Folge nicht das Doppelte der Wurzel, sondern das 5-fache vom Doppelten,
also das Zehnfache der Wurzel: Die Ziffernfolge im EW ist also
dieselbe wie die Ziffernfolge im UZW.
Damit werden einige Schwierigkeiten, die bei einer Mechanisierung des
Toepler-Verfahrens auftreten müßten, umgangen:
1. Eine Zehnerübertragung im Einstellwerk ist unnötig, weil jetzt bis
zu zehnmal subtrahiert werden kann, ohne daß ein solcher Übertrag notwendig
wäre. Das ursprüngliche Verfahren erfordert einen Zehnerübertrag nach
der fünften Subtraktion, wenn nach der 9 eine 11 zur Subtraktion eingestellt
werden müßte.
2. Das ursprüngliche Toepler-Verfahren erfordert nach der additiven Korrekturumdrehung
eine Reduzierung der letzten geltenden Ziffer im EW um 1. Die dazu
nötige Mechanik wird nach der Fünfer-Methode eingespart; allerdings braucht
man dafür eine Mechanik, die den 5-fachen Eintrag des Radikanden bewirkt
und die Einstellung der "flüchtigen 5" im EW. Offenbar war dies
aber einfacher zu realisieren als ein Zehnerübertrag im EW.
3. Im EW wird die Wurzel erzeugt, die damit für weitere Rechenoperationen
verwendet werden kann, z.B. nachdem sie ins HZW gebracht wurde.
Beim ursprünglichen Verfahren müßte man nach der Übertragung ins HZW
erst noch durch 2 teilen.

Einige
Anmerkungen zur Historie und zur Literatur
Der oben
beschriebene Algorithmus für mechanische Rechenmaschinen ist bereits über
100 Jahre bekannt; seine Nähe zum schriftlichen Quadratwurzelziehen (wie
es vor etwa 30 Jahren noch im Gymnasium unterrichtet wurde) liegt auf
der Hand.
Der "Vater der Kinematik" Prof. Franz Reuleaux (1829 - 1905) hat das Verfahren
1865 zum ersten Mal publiziert [14] und dabei als Erfinder Prof. Dr. Toepler
aus Riga genannt ("Toepler-Verfahren": TV). Über Prof. Toepler (manchmal
auch "Töpler" geschrieben) ist den Autoren nur das wenige aus Poggendorf
[22] bekannt.
Reuleaux hatte die Absicht, mit der Publizierung des Verfahrens den Einsatz
von Rechenmaschinen durch Techniker und Wissenschaftler zu fördern. Die
einzige damals kommerziell hergestellte 4-Spezies- Rechenmaschine war
die Staffelwalzenkonstruktion von Charles Xavier Thomas (1785 - 1870),
die ab ca. 1820 in Paris gebaut wurde; eine deutsche Rechenmaschinenproduktion
begann erst 1878 durch Arthur Burkhardt in Glashütte. Abnehmer waren vorwiegend
Versicherungsbüros, statistische Ämter und wissenschaftliche Einrichtungen.
Natürlich
wurden auch andere - weniger umständliche - Verfahren zur Berechnung der
Quadratwurzel herangezogen, das Besondere am Toepler-Algorithmus ist aber,
daß eine Abwandlung davon (die Fünfer-Methode) viel später in einer mechanischen
Rechenmaschine mit Hilfe von Achsen, Nocken und Zahnrädern realisiert
wurde, nämlich in der ab 1952 produzierten amerikanischen Staffelwalzenmaschine
Friden Mod. SRW und SRQ ("Wurzelautomat"). Das TV ("Toepler-Verfahren")
wurde in der einschlägigen Literatur immer wieder beschrieben, in späteren
Publikationen zusammen mit anderen Verfahren, z.B. dem nach Newton benannten.
Es wurden hin und wieder auch neue Vorschläge gemacht, die das Quadratwurzelziehen
mit der mechanischen Rechenmaschine vereinfachen sollten, z.B. in [4].
Die Erstpublikation von Reuleaux [14a] wird 1866 in Dingler's Polytechnischem
Journal [14b] nachgedruckt; für längere Zeit waren dies die einzigen Informationen
zum TV.
Nach dem
Ersten Weltkrieg begann nicht nur eine Blütezeit des mechanischen Rechners,
auch der "Software" wurde einige Aufmerksamkeit geschenkt. So z.B. in
der zweibändigen Brunsviga-Publikation [1], S.48 ff, in der unter vielfältigen
Verfahren des Rechnens mit der Maschine auch das Quadratwurzelziehen nach
Toepler ausführlich erläutert wird. Willers [18], S.44, beschreibt kurz
das TV und die Newton-Iteration; in [19], S.71, und [20], S.64, erwähnt
er jeweils 4 verschiedene Möglichkeiten. Meyer zur Capellen [12], S.114,
findet, daß die "in Gebrauchsanweisungen häufig angegebene Methode durch
Subtraktion der ungeraden Zahlen in bestimmter Folge langwierig und unzweckmäßig
ist"; er gibt daher zwei andere Verfahren (das von Collatz und das Newton'sche)
an. Wieder etwas ausführlicher geht Wittke [21], S.49 ff, auf die Quadratwurzelberechnung
ein, man findet vier Varianten, darunter auch das TV.
Auch in
der Literatur nach dem Zweiten Weltkrieg findet das TV Aufmerksamkeit,
z.B. bei Taton/Flad [16], S.100-101, mit einem instruktiven Beispiel zur
Fünfer-Methode; dies ist zugleich die einzige Publikation (abgesehen von
Firmenschriften), die der mechanischen Realisation des TV im Friden Wurzelautomaten
einige - allerdings sehr lückenhafte und daher nicht verständliche - Erklärungen
widmet. In einem "Manual" werden von Dana Gibson [7], S.71 ff, ausführliche
Übungsbeispiele zum Rechnen mit mechanischen Rechnern gegeben, darunter
auch zum Quadratwurzelziehen nach der "Tabellen-Methode", der "Ungerade-Zahlen-Methode"
und der "Fünfer-Methode". Schließlich gibt Murray [13], S.33 ff, eine
gute Erklärung des schriftlichen Wurzelziehens und der Realisierung auf
der Maschine mit einer kurzen Erläuterung weiterer Verfahren, und McAllister
[11], S.59 ff, erläutert darüber hinaus mehrere Beispiele zum TV, darunter
eines auch zur Variante des Wurzelautomaten.
Diese Aufzählung ist mit Sicherheit unvollständig.

Anmerkungen
zur Schweizer Patentschrift
Diese Patentschrift
[6] der Friden Calculating Machine Co. Inc., San Leandro (California,
USA) wurde im August 1952 in der Schweiz eingereicht, am 15. Dezember
1955 wurde das Patent eingetragen.
Die USA-Patentierung erfolgte schon im August 1951. Die Schrift umfaßt
52 Seiten Text und 28 technische Zeichnungen. Am Anfang wird über die
bisher üblichen Methoden des Wurzelziehens referiert - besonders das Toeplersche
Verfahren wird anhand eines Beispiels ausführlich erläutert. Was danach
auf 42 Seiten haarklein erklärt wird, beschäftigt sich mit einer Rechenmaschine,
die das ursprüngliche Töpler-Verfahren exakt vollautomatisch ausführt.
Höchst kompliziert ist dabei die technische Verwirklichung des notwendigen
Zehnerübertrags im EW und die ebenso notwendige Veränderung des Subtrahenden
nach einem Überzug und anschließender Korrekturaddition.
Alle beschriebenen Einrichtungen dieser Art finden sich in den Zeichnungen
wieder, und es ist durchaus vorstellbar, daß eine solche Rechenmaschine
auch gebaut wurde und funktionierte. Die den Verfassern bekannten Maschinen
haben allerdings andere Mechaniken zur Wurzelziehung, die auf der Fünfer-Methode
beruhen. In der Patentschrift wird nur sehr knapp und rein theoretisch
auf eine Variante der Fünfer-Methode eingegangen, S.48/49. Die Zeichnungen
stimmen kaum mit dem überein, was man im Wurzelautomaten vorfindet.
Es ist
unwahrscheinlich, daß Friden zunächst die patentierte Maschine in Serie
gebaut hat und anschließend dann den bekannten Automaten - dazu sind die
konstruktiven Unterschiede zu groß und der in Frage kommende Zeitraum
zu kurz. Sollte die in der Patentschrift beschriebene Maschine tatsächlich
ab 1951 in Serie gebaut worden sein, so hätte man schon 1952 die neue
Variante fertig haben müssen. Im September 1952 berichtet "Burghagens
Zeitschrift für Bürobedarf" [2] auf S.654 über den Friden-Wurzelautomaten
und schreibt dazu: "Die errechnete Wurzel kann sofort ohne Neueinstellung
wieder als Multiplikand verwendet werden", d.h. die Fünfer-Methode war
bereits installiert. Eine sinnvolle Erklärung für diese Beobachtung läßt
sich wohl nur in patentrechtlichen Überlegungen finden.
Offensichtlich ging es Friden in der Hauptsache darum, die Automatisierung
des Wurzelziehens grundsätzlich durch ein Patent abzusichern. Den theoretischen
Hintergrund dazu stellt Toeplers Methode dar, die mit einem Hinweis auf
die Fünfer-Methode garniert wurde. Man konstruierte die Maschine vielleicht
nur auf dem Papier. Mit Sicherheit aber wollte man anderen Konstrukteuren
den Weg vollständig verbauen, wenn sie versuchen sollten, das komplizierte
und fehlerträchtige Wurzelziehen in eine mechanische Maschine einzubauen.
Die am Ende der Patentschrift zusammengefaßten Ansprüche sind so umfangreich,
daß die Absicht der Friden Corporation wohl in Erfüllung gegangen ist.
Wir wissen jedenfalls von keinem anderen mechanischen Wurzelautomaten.
Über den
Konstrukteur dieser beeindruckenden Rechenmaschine berichtet Gustav Schenk
in seinen Erinnerungen an Friden: "Die Firma hatte einen ´first-class´-Ingenieur
für die Entwicklung von Neuheiten. Es war Mr. Ellenbeck, er war Deutscher,
ein besonders höflicher Mann. Er hatte die Sondereinrichtung konstruiert
zum automatischen Ziehen von Quadratwurzeln, was damals eine sehr beachtliche
Leistung bei mechanischen Rechenmaschinen war." [23] Darüber hinaus müßten
auch noch Nat Hawthorne und Arthur Malavazous genannt werden. Ihre Namen
wurden den Autoren auf Anfrage im April 1994 durch Carl Holm bekannt,
der in Hayward, Calif., USA, die "Friden Neopost" herausgibt. Er erwähnte
darüber hinaus, daß Carl Friden 1946 verstarb [24]. Einzelne Fabrikate
wurden jedoch mit einer Hilfseinrichtung zur Ausziehung der Wurzel ausgerüstet:-
Madas lieferte eine solche Zusatzeinrichtung (DM 90,-) für die Modelle
20 ATG, BTG u.a.; in einer Bedienungsanleitung [9] liest man: "Das Wurzelziehen
auf einer Maschine, die den Wurzel-Zusatzschalter besitzt, erfolgt nach
dem bekannten Töplerschen Verfahren. Taste 27 muß gedrückt sein (d.h.
automatische Löschung des EW abgeschaltet); die sukzessive Subtraktion
wird mit Hilfe der Divisionsauslösetaste 12 durchgeführt, die bei eingeschalteter
Wurzelfunktion nach jeder Subtraktion herausspringt. Der Additionsschritt
mit Wagenverschiebung wird automatische ausgeführt." Folgt man einem Rechenbeispiel
aus [10], dann erkennt man, daß das Toepler-Verfahren im wesentlichen
per Hand durchgeführt werden muß; lediglich die Schlittenverschiebung
nach einem Überlauf mit Korrekturaddition wird selbständig von der Maschine
übernommen. Äußerlich erkennt man Maschinen mit dieser Zusatzfunktion
an einem kleinen Zusatzschalter * unterhalb der Divisionstaste.

Abb.12: Zusatzschalter
bei Madas 20 ATG
- Die Brunsviga
Doppelrechenmaschinen wurden ab 1953 von W.Faber (Neesen) zum Preis von
ca. 800 DM mit einer "Radizierautomatik" versehen, deren Funktionsweise
wohl dem Toepler-Verfahren entsprach, wobei eine mechanische Kopplung
zwischen dem rechten UZW und dem linken EW das Wesentliche leistete. Eine
Beschreibung dieser Mechanik ist auch in der Publikation [3] des Erfinders
von 1958/59 nicht enthalten.

Methodische
Probleme
Nicht immer
waren die benutzten Quellen für den Erwerb unseres Wissens ohne Widersprüche
zur Realität. So gibt es große Abweichungen zwischen den technischen Zeichnungen
der Patentschrift und unseren Serienmaschinen.
Diese haben übrigens die Fabriknummern 10 878 705 A (E. Anthes) und 10
881 827 JJ (M. Reese). Am schwierigsten war es, Klarheit über jene Maschinenteile
zu gewinnen, die sich jeder Einsicht - auch per Endoskop - versperrten;
in diesem Zusammenhang danken wir der Fa. Olympus für ihre freundliche
Hilfe. Die technischen Zeichnungen hat in bekannter Präzision Werner Lange
ausgeführt, der viele Tage unermüdlich in die Maschine hineingeschaut
hat und schließlich wußte, wie er die schwierigen mechanischen Details
zu Papier bringen konnte, so daß dem aufmerksamen Betrachter die Funktionsweisen
deutlich werden. Wenn es gelungen sein sollte, das Prinzip des automatischen
Wurzelziehens mit diesem Artikel zu erklären, dann haben die Zeichnungen
großen Anteil daran.

Literatur
- Brunsviga, Das Rechnen
mit der Trinks-Brunsviga Rechenmaschine, Band 1, Band 2, Grimme, Natalis
und Co, Braunschweig 1921
- Burghagens Zeitschrift
für Bürobedarf Nr. 826 (1952), S.654: Neue "Friden"-Modelle.
- W. Faber, Faber-Radizierautomatik
für Brunsviga-Doppelrechenmaschinen. Teil 1 in: Vermessungstechnische
Rundschau 20 (1958), S.412-415; Teil 2 in: Vermessungstechnische Rundschau
21 (1959), S.5 - 12
- L. Ritter von Fehrentheil
und Gruppenberg, Vereinfachte Quadratwurzelziehung mit der Rechenmaschine.
In: Zeitschrift für Instrumentenkunde, 62 (1942), S. 227 - 230
- Friden, Bedienungsanleitung
Mod.STW, ACG, SRW, ca. 1952
- Friden, Schweiz.
Pat. Nr. 311 849 vom 15.2.1956
- E.D.Gibson, Calculating
Machine Systems, Brown, Dubuque (Iowa) 1961.
- A.Hennemann, Die
technische Entwicklung der Rechenmaschine, Basten, Aachen 1954
- Madas, Bedienungsanleitung
für die Modelle 20 ATG, 20 BTG, 20 ATZG, 20 BTZG. ca. 1958
- Madas, Ausziehen
von Quadratwurzeln mit der Rechenmaschine MADAS mit entsprechender Spezialvorrichtung,
1958
- D.W.McAllister, How
to get more out of your Calculating Machines, Van Nostrand-Reinhold,
London 1970
- W.Meyer zur Capellen,
Mathematische Instrumente, Akadem. Verlagsges., Leipzig 1941.
- F.J.Murray, Mathematical
Machines, Vol.I: Digital Computers, New York 1961.
- F.Reuleaux, Prof.
Toepler's Verfahren der Wurzelausziehung mittelst der Thomas'schen Rechenmaschine.
In: Verhandlungen des Vereins zur Beförderung des Gewerbefleißes in
Preußen, 44 (1865), Berlin, S.112 - 116; ferner in: Dingler's Polytechnisches
Journal Band 179 (1866), S.260 - 264.
- RUWA, Der Friden-Rechenautomat,
eine interessante Maschine. In: Der Büromaschinen-Mechaniker Heft 95,S.210;
96,S.240; 98,S.12; 99,S.31; 101,S.63; 102,S.93; 106,S.174; 108,S.217;
109,S.238;117,S.132. Burghagen, Hamburg 1966/67/68.
- René Taton/ J.P.Flad,
Le Calcul Mécanique, Presses Universitaires (Reihe "Que sais-je?" 367),
Paris 1963.
- Christian Wagenknecht/E.Anthes,
Wußten Sie schon ...? - Quadratwurzelberechnung mit der mechanischen
Rechenmaschine. Erscheint in: Praxis der Mathematik 1992, Aulis-Verlag
Köln
- Friedrich A. Willers,
Mathematische Instrumente, W. de Gruyter (Sammlung Göschen 922), Leipzig
1926.
- Friedrich A. Willers,
Mathematische Instrumente, Oldenbourg, München 1943.
- Friedrich A. Willers,
Mathematische Maschinen und Instrumente, Akademie-V., Berlin 1951
- Heinz Wittke, Die
Rechenmaschine und ihre Rechentechnik, Wichmann, Berlin 1943.
- Poggendorf, Biographisches
Handwörterbuch, Bd.3, Bd.4, Bd.5
- Gustav Schenk, Aus
meinem Leben. Mechanische Rechenmaschinen, aus Entwürfen und Notizen
meines Vaters, zusammengestellt von Lilo Korndörfer. Typoskript, Schiltach
1996, S.194
- Brief vom 18.April
1994 an Werner Lange

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