| Fritz
Nestle 1986/1996/2003
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| Das längst vergriffenen Büchlein
"Alternativen im Mathematikunterricht" ist wohl erschienen, ehe die Zeit
dafür reif war. Es wird zunehmend per Email nachgefragt, weil der
Autor in seinen Internetseiten die Zusendung des Inhalts als DOS-Text angeboten
hatte.
Beim heutigen Stand 9.1.03 ist der DOS-Text in das Format HTML konvertiert worden, um künftig entsprechende Anfragen mit einer URL beantworten zu können. Diese Aufbereitung ist nicht mediengerecht; außerdem fehlen noch Fußnoten und Abbildungen. In den nächsten Monaten soll hier noch etwas geschehen. |
Alternativen
im Mathematikunterricht
Ziele
- Medien - Methoden
| Alternativen im Mathematikunterricht
ist erstmals 1986 in der Reihe "Weiterbildung -
Strukturen und Aspekte" im Lexika-Verlag - Max Hueber - München (Band 14; ISBN 3-19-007540-9) erschienen. Einleitung Die hier vorliegende Ausgabe enthält die bis auf kleine Korrekturen ungeänderte Dateifassung von 1986 zusammen mit in grün hervorgehobenen Kommentaren des Autors bei der Umsetzung der Originalausgabe für das Lesen am Bildschirm oder für das Ausdrucken von Teilen. Vorwort des Autors zur Diskettenausgabe 1996 "Es ist interessant, sich nach einer Frist von zehn Jahren wieder mit eigenen Formulierungen und Aussagen früherer Jahre und der technischen Form der Notation auseinanderzusetzen. Damals, vor zehn Jahren, war es noch kaum üblich, Veröffentlichungen als Datei (unter Umständen sogar zusammen mit der Formatierung) beim Verlag einzureichen. Dieses Buch wurde auf einem commodore C64 geschrieben und anschließend in eine DOS-Datei konvertiert und unter MS-WORD formatiert - beim Verlag wurde dann ein Ausdruck neu gesetzt und umgebrochen. Heute werden die Arbeiten vieler - vielleicht sogar der meisten? - Mathematikdidaktiker mit Hilfe eines Textsystems geschrieben. Bei der Anfertigung von Veröffentlichungen
haben sich seit dem Entstehen des Buches unübersehbare Veränderungen
ergeben. Der Autor erlebt diese Veränderungen als Fortschritt.
Einige wenige Leser haben über längere oder kürzere Zeit den Kontakt gepflegt und Gewinn daraus gezogen. Sonstige Wirkungen konnte der Autor nicht beobachten. Heute erscheint das Buch seinem Autor
aktueller als je zuvor. (7 Jahre später
kann er das nur erneut betonen.) Unterrichten ist ein schwierigeres
Geschäft geworden. Die Überalterung der Lehrer, interessante
Ablenkungen für die Schüler und Bestrebungen, der einzelnen Schule
weitgehende Autonomie einzuräumen, steigern die Versuchung, sich den
täglichen Frieden in der Klasse mit Konzessionen bei den Anforderungen
zu erkaufen. Leistung ist immer noch nicht "in", wenn auch überall
zaghaft die Erkenntnis zum Vorschein kommt, daß die Unterdrückung
leistungsfähiger Schüler auf Dauer das Wohlleben am "Standort
Deutschland" nachhaltig, vielleicht sogar ziemlich rasch und schmerzhaft
gefährdet.
Es gibt Lichtblicke. Sogar bei den Grünen denkt man über Elite nach (Antje Vollmer öffentlich 1996). Speziell in der Didaktik des Fachs Mathematik
hat die Diskussion begonnen, welche Veränderungen in den nächsten
Jahren anstehen. "Mathematik
- Pflichtfach nur bis Klasse
Die Diskussion dieses Themas findet zum Teil in der Zeitschrift "Mathematik in der Schule" mit verschiedenen Autoren statt. Die einschlägigen Beiträge des Autors sind auf dieser Diskette zu finden (Siehe Startseite -hier noch nicht). Sie verweisen auf weitere Arbeiten. Außerdem ist ein Beitrag des Autors angefügt, in dem er Kognitionsentwicklung außerhalb des Mathematikunterrichts mit der des Fachs in Beziehung setzt. In Kürze ist mit dem Erscheinen der Habilitationsschrift von Herrn Heymann zu rechnen. Längst erschienen - und schon wieder vergessen? Dort wird das Thema ausführlich erörtert." Vorwort der Reihenherausgeber Dieses Buch dürfte
für zwei Gruppen von Interessenten wichtig sein, für:
Wasfür die Schule gesagt wird, daß man nicht davon ausgehen könne, daß Lehrpläne und Erwartungen der Abnehmer richtig zusammenpassen und daß deshalb die Alternative zu erörtern ist, die in einer meßbaren Formulierung vieler wesentlicher Ziele steht, ist sicherlich jedem Weiterbildner vertraut. Und wenn der Autor dann seiner Schrift das Ziel setzt, daß die Abnehmer mathematischer Bildung ermuntert werden sollen, auf nachweisbaren Leistungen zu bestehen und sich nicht mit Bildungsversprechungen abspeisen zu lassen, so erscheint das wegen der stärker beruflich orientierten Handlungsbezogenheit der Weiterbildung hier noch dringender. Ein deutlicher Bezug
zur Weiterbildung ist gegeben, wenn Nestle seinem Buch das Ziel setzt,
daß Eltern angeregt werden sollen, sich nicht zufrieden zu geben,
wenn sie vom Lehrer ihrer Kinder zur Antwort bekommen: "Sie sollte sich
besser in den Gang des Unterrichts einfügen", oder: "Er sollte nicht
so eigenwillig sein". Also eine Hilfe bei der Erfüllung der Elternrolle
in bezug auf Schulbesuch der Kinder. Und es ist sicherlich auch ein Hinweis
für die Lehrerweiterbildung, wenn Nestle Anstöße über
das Selbstverständnis der Lehrer geben will. "Liegt ihr Stolz . .
. in ihrer fachlichen inhaltsbezogenen Kompetenz darin, daß sie selbst
in einer Prüfung nachgewiesen haben, daß sie damals Mathematik
sehr gut, befriedigend oder ausreichend verstanden haben und daß
sie nun
In einem weiteren Punkt gibt es Parallelen, die von Nestle angesprochen werden: "Die kleine Klasse (der kleine Kurs) hilft nichts, wenn die Kinder (Erwachsenen) darin noch mehr als bisher vom Lehrer abhängen, noch mehr unter Kontrolle stehen und noch weniger selbständig arbeiten dürfen." Mit anderen Worten: "Kleinere Klassen (Kurse) führen nicht automatisch zu einem besseren Unterricht." (Hinzufügungen der Herausgeber in kursiv.) Auf einen Unterschied zur Erwachsenenbildung muß allerdings auch hingewiesen werden: Nestle sagt "Für den Schüler sind alle Inhalte neu." Hier ist der Lehrer aufgefordert, die notwendige Adaption auf den Bereich der Erwachsenenbildung einzubringen. Die Reihenherausgeber
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