Studie zu den Auswirkungen von IKT und neuen Medien auf den Fremdsprachenerwerb
Einreichungsfrist: 22.11.2007

Ziel
Das Hauptgewicht dieser Studie sollte auf der Untersuchung der Möglichkeiten liegen, die IKT-gestütztes Lernen und Neue Medien für den Fremdsprachenerwerb als Ergänzung der herkömmlichen Lehr- und Lernmethoden bieten.

  • Zu untersuchen ist, ob die Motivation zum Fremdsprachenerwerb durch den Einsatz IKT-gestützten Lernens und neuer Medien verstärkt werden kann.
  • Zu ermitteln sind Fakten zur Unterstützung der Kommunikations-strategie im Rahmen des Programms für lebenslanges Lernen, die auf eine Verbesserung des Sprachenbewusstseins und auf Motivierung abzielt.
  • Der Kommission ist eine Plattform für ihre künftigen Strategien im Bereich IKT und neue Medien für den Fremdsprachenerwerb als Beitrag zur nächsten Mitteilung über die Mehrsprachigkeit bereitzustellen, die in der zweiten Jahreshälfte 2008 vorgestellt werden soll.

Zu erzielende Ergebnisse

  1. Eine vergleichende Studie der neuen Medienlandschaft unter Bezugnahme auf den Fremdsprachenerwerb in verschiedenen Teilen Europas, die sich auf mindestens sieben verschiedene Länder stützt. In diesem Teil der Studie sind auch die herkömmlichen Medien zu bewerten, d. h. die Rolle von Fernsehen und Radio für den Fremdsprachenunterricht, die Verwendung oder Auslassung von Untertiteln usw. Hierfür könnte eine Zusammenarbeit mit Expertennetzwerken wie der Europäischen Rundfunkunion erforderlich sein.
  2. Eine quantitative Erhebung über die Nutzung von IKT und neuen Medien zum Fremdsprachenerwerb in mindestens den oben aufgeführten Ländern (Punkt 1), die sich auf verfügbare Marktdaten und Interviews mit einer repräsentativen Stichprobe von Endnutzern stützt, in denen ihre Haltungen und ihr Verhalten ermittelt werden. „Endnutzer“ kann sich hier sowohl auf Lehrkräfte/Ausbilder wie auf Lernende beziehen.
  3. Eine qualitative Erhebung zu den derzeitigen Trends beim IKT-gestützten Fremdsprachenerwerb und zu möglichen künftigen Entwicklungen in diesem Sektor, die sich auf verfügbare Forschungsergebnisse, Gruppendiskussionen und Sachverständigengutachten stützt.
  4. Aus jedem in der Vergleichsstudie erfassten Land mindestens ein Fall, der als Beispiel einer bewährten Praxis für die Förderung des Fremdsprachenerwerbs durch neue Medien in den verschiedenen Zielgruppen dienen kann.

Zu erfassender geografischer Bereich

  • Die vergleichenden und quantitativen Daten sind in mindestens sieben verschiedenen EU-Mitgliedstaaten zu erheben, darunter Frankreich, Deutschland und das Vereinigte Königreich. Die restlichen Länder müssen für die verschiedenen europäischen Regionen, d. h. Skandinavien, Mittel- und Osteuropa sowie Südeuropa und den europäischen Mittelmeerraum, und für eine möglichst große kulturelle Vielfalt repräsentativ sein.
  • Die qualitative Erhebung schließt das Gesamtgebiet der EU sowie die aktuellen Trends und Forschungsergebnisse aus den Vereinigten Staaten mit ein.

Zielgruppen

In erster Linie Fremdsprachenlernende außerhalb des formalen Regelschulsystem, aber auch Unternehmen, die in Fremdsprachenunterricht für ihr Personal investieren. Schulen, Hochschulen und andere Bildungseinrichtungen können in dem Maße angesprochen werden, in dem sie Fachkenntnisse und Beiträge zu den verschiedenen Teilen dieser Studie liefern können, gehören aber nicht zu den primären Zielgruppen dieser Studie.

 


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