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15-11-2019

Tagungsbericht

Bericht über den 11. Landes-Schulgeographentag 2010 an der PH Ludwigsburg

Die Fortbildungsveranstaltung für insgesamt 90 Geographielehrer, Referendare und Studierende begann am Donnerstag um 16 Uhr mit Stadtexkursionen in Ludwigsburg und Marbach. Bei dem interaktiven Stadtrundgang in Ludwigsburg kamen neben der Karte auch GPS-Geräte für die Orientierung zum Einsatz. Die Koordinaten für einzelne Standorte mussten zum Teil durch die Anwendung geographischer Arbeitsmethoden von den Teilnehmern selbst ermittelt werden. Ausgehend von der Anlage Ludwigsburgs als Barockstadt wurde die Entwicklung von der Garnisons- zur Medien- und Einzelhandelsstadt beleuchtet.
In Marbach bildeten neben dem mittelalterlichen Stadtkern Friedrich Schiller und der weniger bekannte Kartograph, Mathematiker und Astronom Tobias Mayer die Schwerpunkte. Im Tobias-Mayer-Museum erfuhren die Teilnehmer, wie Tobias Mayer das Problem der genauen Bestimmung der geographischen Länge mittels astronomischen Vermessungen perfektionierte und eine der ersten exakten Mondkarten schuf.

Der Schwerpunkt der Tagung lag auf dem Freitag mit Vorträgen am Vormittag und praxisnahen Workshops am Nachmittag.
Im ersten Vortrag gab Werner Bächle vom Verband Region Stuttgart einen Überblick über die Chancen und Herausforderungen der Metropolregion Stuttgart. Besonderes Augenmerk legte er dabei auf die Bevölkerungsentwicklung und den Strukturwandel der immer noch vom Fahrzeugbau dominierten Wirtschaft.
Über die Besonderheiten des Stadtklimas von Stuttgart und der Region referierte anschließend Dr. Ulrich Reuter vom Amt für Umweltschutz der Landeshauptstadt Stuttgart. Ebenso erläuterte er Möglichkeiten, das Stadtklima durch stadtplanerische Ansätze zu verbessern.
Dem Klima im globalen Maßstab widmete sich Prof. Dr. Achim Bräuning von der Universität Erlangen-Nürnberg. Am Beispiel der Hungerkatastrophe in Äthiopien und den Schäden durch tropische Wirbelstürme zeigte er auf, dass neben dem Klimawandel auch komplexe Mensch-Umwelt-Beziehungen wichtige Ursachen für Veränderungen in der Umwelt sind.
In den insgesamt sieben Workshops am Nachmittag standen neue Medien wie das interaktive Whiteboard oder Google Earth im Mittelpunkt. Dabei sammelten die Teilnehmer durch Übungen eigene praktische Erfahrungen. Darüber hinaus wurden Möglichkeiten für den Einsatz im Unterricht aufgezeigt.

Halbtagesexkursionen zum Weinbau in Stetten im Remstal und zu Stuttgart 21 rundeten am Samstag das Tagungsprogramm ab. Die Stuttgart 21 Exkursion musste wegen der nicht verwundernden enormen Nachfrage zweimal durchgeführt werden.

 

Peter Kirchner

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