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Pädagogische Hochschule Ludwigsburg stellt Jahresbericht 2015/2016 vor und vergibt Deutschlandstipendien

Die Hochschulleitung der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg hat am 20. Dezember in einer gemeinsamen Sitzung des Senats und des Hochschulrats, zu dem auch alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eingeladen waren, den Jahresbericht der Hochschule 2015/2016 vorgestellt. Das einmal jährlich vom Rektorat als Rechenschaftsbericht erstellte Dokument bildet den Zeitraum vom 1.10.2015 bis 30.09.2016 ab und informiert über alle Bereiche der Hochschule. In diesem Rahmen erhielten auch sechs Studierende der PH Deutschlandstipendien: fünf Studentinnen und ein Student erhalten für ein Jahr das Leistungsstipendium in Höhe von 300 Euro monatlich, das in diesem Jahr von der Vector-Stiftung gefördert wird.

Zum Jahresbericht der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg 2015/2016

„Es war wieder ein gutes Jahr für die PH Ludwigsburg, vor allem die Einwerbung größerer Projekte wie etwa die „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ brachte neue Entwicklungen auf den Weg, sagte Rektor Martin Fix zu Beginn seines Vortrags. Das Studienangebot der PH umfasste im Berichtszeitraum 18 Studiengänge. Alle bisherigen Staatsexamensstudiengänge für die Lehrämter wurden zum Herbst 2015 durch Bachelor-Master-Studiengänge ersetzt. Damit werden die Staatsexamen ca. 2019/20 auslaufen, die ersten Bachelorprüfungen und Übergänge in die Master of Education wird es 2018 geben. Für den neu geschaffenen Master „Kulturelle Bildung“ konnte die PH über die Ausschreibung des Landes 25 neue Masterplätze und eine Professur einwerben und damit das Profil der PHL im kulturwissenschaftlichen Bereich weiter stärken.

Insgesamt studierten nach der amtlichen Statistik 5436 Personen im Wintersemester 2015/2016 an der PH Ludwigsburg. Im Vorjahr waren es 5457. Somit bleiben die Zahlen über die letzten fünf Jahre stabil. Bei den Bewerberzahlen hat im Vergleich zum Vorjahr ein leichter Rückgang stattgefunden. Die Nachfrage überstieg die Zahl der Studienplätze aber wiederum deutlich (im Mittel um das Fünffache). In den meisten Studiengängen war eine sehr gute oder gute Abiturnote und soziales Engagement notwendig, um einen Studienplatz zu erhalten. Eine besonders hohe Punktzahl bei der Hochschulzugangsberechtigung war in den Lehrämtern Grundschule und Sonderpädagogik erforderlich, weil dort weniger Studienplätze zur Verfügung standen als für das Lehramt Sekundarstufe I.

Die Forschungsschwerpunkte der PH Ludwigsburg lagen nach wie vor in der schulischen Bildungsforschung sowie generell in der Erforschung des Lehrens und Lernens in allen Altersstufen in schulischen und außerschulischen Kontexten. Im Berichtszeitraum konnten wieder zahlreiche Drittmittel-finanzierte Forschungsprojekte beginnen. Details zu aktuellen und abgeschlossenen Forschungsprojekten sind in der Forschungsdatenbank unter forschung.ph-ludwigsburg.de zu finden.

Was den Bereich „Internationale Beziehungen“ betrifft, so hat die PH inzwischen 80 Partnerhochschulen in 34 Ländern. Die Zahl der Austauschstudierenden, die von der PH 2015 ins Ausland gingen, lag mit etwa 112 Studierenden pro Jahr leicht über dem Wert der ausländischen Studierenden, die an die PH kamen (83 Studierende).

Im Berichtszeitraum war die Pädagogische Hochschule Ludwigsburg mit mehreren Anträgen erfolgreich, durch die die Kooperation mit anderen Hochschulen stark intensiviert wurde. Insbesondere die erfolgreiche Beteiligung an der „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) führte zu einer Kooperation mit vier Stuttgarter Hochschulen: Das gemeinsame Projekt „Lehrerbildung PLUS“ von der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg, der Universität Stuttgart, der Universität Hohenheim, der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart sowie der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellenden Kunst Stuttgart wurde im Herbst 2015 positiv bewertet. Das Fördervolumen beträgt rund 5,1 Millionen Euro, davon für die PH Ludwigsburg ca. 2,1 Millionen Euro. Ziel des Projektes ist die Weiterentwicklung der Lehrerbildung in der Metropolregion Stuttgart durch den Aufbau einer gemeinsamen „Professional School of Education“. In dieser wollen die teilnehmenden Hochschulen die Lehrangebote insbesondere für die gemeinsamen Masterstudiengänge für die Lehrämter Sekundarstufe I und Gymnasium, die im Jahr 2018 starten, vernetzen. Weitere Informationen gibt es unter: www.pse-stuttgart-ludwigsburg.de

Zusätzlich konnte ein weiteres Verbundprojekt eingeworben werden: Die fünf Projektpartner von „Lehrerbildung PLUS“ stärken die gemeinsame Professional School of Education mit dem Projekt „KOALA – Kooperation in allen Lehramtsfächern auf- und ausbauen“. Mit ca. 1,3 Millionen Euro, davon knapp 0,6 Millionen Euro für die PH Ludwigsburg, unterstützt das MWK die Hochschulen dabei, die individuellen Herausforderungen, die die Reform der Lehrerbildung mit dem Aufbau einer hochschulübergreifenden PSE und gemeinsamen Masterstudiengängen für ihre Mitglieder mit sich bringen, gemeinsam zu meistern. Im Rahmen von KOALA wird die Studienberatung und –organsiation ausgebaut und es werden innovative Lehrvorhaben von Tandems der Projektpartner gefördert. Weitere Informationen gibt es unter: www.pse-stuttgart-ludwigsburg.de/projekte/koala

Bei dem Projekt „Deutsch als Zweitsprache für alle Fächer“, das die PH im Rahmen der MWK Förderlinie 2 „Leuchttürme der Lehrerbildung ausbauen“ auf den Weg gebracht hat, geht es um die Vermittlung von Kompetenzen im Bereich Deutsch als Zweitsprache - ganz unabhängig davon, welches Lehramtsfach man studiert. Es werden entsprechende Lehrmodule aufgebaut, die in allen Studiengängen eingesetzt werden können, um angehende Lehrerinnen und Lehrer gezielt auf mehrsprachige Klassenzimmer vorzubereiten. Dafür werden ca. 0,8 Millionen Euro vom Land Baden-Württemberg bereitgestellt. Weitere Informationen gibt es unter: www.ph-ludwigsburg.de/16790

Im Jahr 2015 wurde der Hochschulfinanzierungsvertrag „Perspektive 2020“ als Vereinbarung des Landes Baden-Württemberg mit den Hochschulen unterzeichnet. Mit ihm konnte die Grundfinanzierung der Hochschulen erhöht werden und somit einige bisher befristete Beschäftigungen in Dauerstellen überführt werden – für die betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine besonders erfreuliche Entwicklung.

Im Berichtszeitraum wurde die Sanierung des Gebäude 1 der Hochschule im Wesentlichen abgeschlossen. Im Frühjahr 2016 erteilte das Amt für Vermögen und Bau eine Zusage zur Sanierung des Gebäudes 2. Die Sanierung wird voraussichtlich 2018 beginnen.

Im Rahmen der Vorstellung des Jahresberichtes verlieh Rektor Fix auch sechs Deutschlandstipendien, die in diesem Jahr alle von der Vector Stiftung gefördert werden. „Damit wird von der Stiftung eine sehr sinnvolle Förderung der MINT-Fächer betrieben und der Nachwuchs engagierter Lehrerinnen und Lehrer in den Naturwissenschaften gestärkt“ so Rektor Fix bei der Urkundenübergabe. Die Vector Stiftung setzt sich dafür ein, mehr junge Menschen für den Lehramtsberuf im MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) zu begeistern. Das Leistungsstipendium in Höhe von 300 Euro monatlich erhalten Theresa Betz, Stephanie Hipp, Lucas König, Anja Lederer, Corinna Mönch und Sümeyye Yildirim für ein Jahr das. Sie alle studieren an der PH Lehramt für Werkreal-, Haupt- und Realschule bzw. Lehramt Sonderpädagogik mit den Fächern Mathematik, Physik, Technik, Biologie und/ oder Chemie. Weitere Informationen zum Deutschlandstipendium an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg gibt es im Internet unter www.ph-ludwigsburg.de/12521


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