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13. - 14.04.2018: Internationale Konferenz über den englischen Schriftsteller Edward Morgan Forster

Am 13. und 14. April findet an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg die internationale Konferenz „E. M. Forster: Nature, Culture, Queer!“ statt.

Rooksnest-Haus in Stevenage bei London: Das Haus ist die Vorlage für Howards End in E. M. Forsters Roman Wiedersehen in Howards End. (© Heiko Zimmermann, 2009)

Am 13. und 14. April findet an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg die internationale Konferenz „E. M. Forster: Nature, Culture, Queer!“ statt. Die literaturwissenschaftliche Konferenz, die von Dr. Heiko Zimmermann (Fak. II, Inst. f. Sprachen, Abt. Englisch) in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Krzyzstof Fordonski von der Universität Warschau, Frau Dr. Anna Kwiatkowska von der Universität Ermland-Masuren in Olsztyn und der Internationalen E.-M.-Forster-Gesellschaft organisiert wird, beschäftigt sich mit dem Zusammenspiel von Natur, Kultur und dem Queeren im Werk und im Leben des britischen Romanciers, Kurzgeschichtenautors und Essayisten Edward Morgan Forster. Dabei wird queer nicht nur als nicht-heterosexuell verstanden, sondern generell als Element des Subversiven oder eigentlich Disruptiven, das bei Forster allerdings naturalisiert wird, und verbindende Kraft entfaltet.

 

E. M. Forster (1879-1970) ist vielen durch seine von Ismail Merchant und den jüngst Oscar-prämierten James Ivory (Call Me by Your Name) verfilmten Romane Wiedersehen in Howards End (mit Emma Thompson, Anthony Hopkins, Helena Bonham Carter und Vanesse Redgrave), Maurice (mit Hugh Grant) und Zimmer mit Aussicht (mit Maggie Smith und Judi Dench) bekannt. Er war einer der bekanntesten Romanautoren Großbritanniens in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts und wurde mehrfach für den Literaturnobelpreis vorgeschlagen. Seine Stimme hatte im gesellschaftlichen Leben Englands großes Gewicht, so dass er beispielsweise beim spektakulären Lady-Chatterley-Prozess 1960 Zeuge der Verteidigung war. Sein Werk umfasst neben Romanen auch Kurzgeschichten, eine Oper, Reiseberichte, Biographien und einen Antikriegsfilm.

 

Bei der Konferenz an der PHL diskutieren Wissenschaftler aus der ganzen Welt ihre Forschungsergebnisse miteinander. Die größten Gruppen kommen dabei aus Großbritannien, den USA, Deutschland und Polen. Aber auch aus der Türkei, aus Taiwan, Italien, Frankreich, Spanien, Pakistan, Indien und der Schweiz reisen Forscher nach Ludwigsburg an, um in Vorträgen, Kurzvorträgen und in einer Poster-Sitzung miteinander ins Gespräch zu kommen. Bei der Konferenz wird auch dem wissenschaftlichen Nachwuchs ein Forum geboten. So stellen beispielsweise auch zwei Studierende der Universität Trier Forschungsergebnisse in Form von Postern vor. Obwohl die Konferenz primär aus fachwissenschaftlichen Beiträgen besteht, widmen sich einige Vorträge auch der Vermittlung in Schule und Hochschule. Beispielsweise stellt ein Forscher aus den USA die Konzeption einer neuen Schulbuchfassung eines Forster-Romans vor. Im Rahmenprogramm lernen die Teilnehmer nicht nur die PH kennen, sondern auch die Stadt Ludwigsburg, das Blühende Barock und die Schiller-Stadt Marbach.

  

Das genaue Programm findet sich auf der Website der Internationalen E.-M.-Forster-Gesellschaft: society.emforster.de . Studierende der Pädagogischen Hochschule sind herzlich dazu eingeladen, sich einzelne Vorträge anzuhören. Eine Anmeldung ist dafür nicht notwendig.


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