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Pädagogische Hochschule Ludwigsburg

Institut für Sozialwissenschaften, Abteilung Soziologie

Reuteallee 46

D - 71634 Ludwigsburg

Raum: 1.251 (NEU)

Tel. 0049-(0)7141-140-382

E-Mail:  hormel(at)ph-ludwigsburg.de

 

SPRECHSTUNDE

 

In der Prüfungswoche findet die Sprechstunde am Mittwoch, den 25.07. von 16-17 Uhr statt.

Sprechstunden in der vorlesungsfreien Zeit

Montag, 03.09. von 12:30-13:30 Uhr

Donnerstag, 27.09. von 09:30-10.30 Uhr

 

 

 

 

ZUR PERSON

Studienabschluss als Diplom-Sozialpädagogin 1999 (Universität  Kassel)

Promotion in Soziologie 2007 (Pädagogische Hochschule Freiburg)

2002 - 2014 Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Pädagogischen Hochschule Freiburg

WS 2010/2011- SoSe 2011 Vertretung der Professur für Interkulturelle Bildung an der Universität Oldenburg

WS 2011/2012 - SoSe 2014 Vertretung der Professur für Interkulturelle Pädagogik an der Universität Osnabrück

Seit WS 2014/2015 Professorin für Soziologie an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg

Seit 2013 Mitglied im Vorstand der Sektion Interkulturelle und International vergleichende Erziehungswissenschaft (SIIVE) in der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (DGfE),  Kommission Interkulturelle Bildung.

 Seit 2013  Mitglied im Rat für Migration


Arbeitsschwerpunkte:

Erziehung und Bildung in der Migrationsgesellschaft

(Re-)Produktion von sozialer Differenz und Ungleichheit im Bildungssystem

 

PUBLIKATIONEN

Hier können Sie mein aktuelles Publikationsverzeichnis  herunterladen.

AKTUELLES FORSCHUNGSPROJEKT

Flucht und Migration als Bezugspunkt kommunaler Bildungspolitik und Bildungspraxis 

Laufzeit:10/2014-09/2018

Leitung:

Prof. Dr. Ulrike Hormel, Pädagogische Hochschule Ludwigsburg

Prof. Dr. Marcus EmmerichUniversität Tübingen (Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät, Tübingen School of Education)

Wissenschaftliche Mitarbeiterin und Doktorandin:

M.A. Judith Jording, PH Ludwigsburg

 

Kurzbeschreibung:

Die aktuelle Flüchtlingsmigration aus Krisen- und Kriegsgebieten sowie diejenigen Migrationsphänomene, die aus der Ausweitung der EU-Freizügigkeitsregelungen auf Bulgarien und Rumänien resultieren, bilden gegenwärtig nicht nur den Gegenstand migrationspolitischer, sondern zunehmend auch sozial- und bildungspolitischer Thematisierungen. Das Thema Flucht und Migration hat damit im aktuellen politischen Diskurs eine zentrale Stellung eingenommen, wie dies historisch zuletzt zu Beginn der 1990er Jahre der Fall war. Allerdings steht die gegenwärtige Thematisierung der Folgen von Flucht und Migration insofern unter anderen Vorzeichen, als die im Zuge der Kommunalisierung sozial- und bildungspolitischer Zuständigkeiten seit Ende der 1990er Jahre angestrengte Verzahnung von Migrations, Sozial-, Arbeitsmarkt- und Bildungspolitik im kommunalen Kontext eine zentrale Rahmenbedingung für sozial- und bildungspolitische Handlungsstrategien bildet. Die sozialpolitischen Reformen der letzten 15 Jahre haben nicht nur zur Folge, dass in den Kommunen sehr viel stärker Aufgaben sozialstaatlicher Leistungserbringung (z. B. Hartz IV-Gesetzgebung, Einrichtung von Jobcentern, Kopplung von Transferleistungen und Arbeitsmarktsteuerung) übernommen werden. Darüber hinaus treten die Kommunen infolge bildungsadministrativer Dezentralisierungsbestrebungen bildungspolitisch weitaus stärker in ihrer Rolle als Schulträger in Erscheinung, etwa im Kontext 'Regionaler Bildungslandschaften' oder lokalräumlich orientierter 'Bildungsnetzwerke'.

Aufgrund der Tatsache, dass im Zuge der aktuellen Migrations- und Fluchtbewegungen in bedeutendem Ausmaß auch Kinder und Jugendliche migrieren, werden in zahlreichen Städten und Kommunen gegenwärtig nicht nur entsprechende sozialpolitische Strategien im Umgang mit Migration entwickelt, sondern auch bildungspolitische Maßnahmen auf lokaler/regionaler Ebene ausgearbeitet. Dabei zeichnet sich ab, dass die Kommunen unterschiedliche Strategien umsetzen und damit -  landes- und bundesweit betrachtet - eine Varianz im bildungsinstitutionellen Umgang mit Flucht und Migration generieren, von der gegenwärtig nicht abzusehen ist, welche Folgen dies für die Bildungssituation von Flüchtlingen und Migrant*innen haben wird.

Das Forschungsprojekt geht der Frage nach, wie innerhalb der Institutionen und Organisationen des Bildungssystems mit Flucht und 'neuer' Migration umgegangen wird, welche Handlungsstrategien auf der Seite der Kommunen entworfen werden und welche konkreten Maßnahmen in den Bildungsinstitutionen praktisch umgesetzt werden. Mit Fokus auf die prekären Bedingungen von Bildungsteilhabe in der Migrationsgesellschaft knüpft das Projekt an die erziehungswissenschaftliche sowie bildungs- und organisationssoziologisch konturierte Forschung zur (Re-)Produktion sozialer Ungleichheit im Bildungssystem an, setzt dabei aber einen spezifischen Akzent auf das 'Interplay' zwischen kommunalen Thematisierungen/Problembeschreibungen der Sachverhalte Flucht und Migration und darauf bezogenen bildungspolitischen Problembearbeitungsstrategien einerseits, der Umsetzung von flucht- und migrationsbezogenen pädagogischen Maßnahmen im lokalen Schul- und Ausbildungssystem andererseits.

Das Sample umfasst je zwei Kommunen in Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg, die als Industriestandorte über etablierte Strukturen des Umgangs mit Arbeitsmigration verfügen, und ist als eine mehrebenenanalytisch ausgerichtete komparative Regionalstudie angelegt, auf deren Grundlage die Analyse

a) kommunaler Problembeschreibungen in Bezug auf die 'neuen' Migrations- und Fluchtbewegungen,

b) der bildungspolitischen Problembearbeitungsstrategien,

c) der Auswirkungen dieser Strategien auf die konkrete Praxis in Bildungsinstitutionen

erfolgt.

 

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