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Mediatisierung und Digitalisierung verändern unsere Welt. Was bedeutet dieser aktuelle gesellschaftliche Wandel, der vereinfacht (und unpräzise) mit „Digitalisierung“ überschrieben wird, für uns, für unsere Gesellschaft und für Aspekte von Sozialisation und Bildung?


Unter der Bezeichnung „Digitalisierung“ erscheint der aktuelle kulturelle Wandel als eine Aufgabe für Techniker*innen, Ingenieur*innen und Informatiker*innen. Verstehen wir diesen aber als sozialisatorische Herausforderung, wird deutlich, worum es außerdem geht: Um eine pädagogische Aufgabe. Der Schule und allen pädagogischen Berufsfeldern kommt eine zentrale Aufgabe in Zeiten des digitalen Wandels zu. So wird über „digitale Bildung“ gegenwärtig viel diskutiert und geschrieben – und doch ist und bleibt unklar, was mit dieser Phrase eigentlich gemeint ist: Vieles ist heute digital, aber kann Bildung digital sein? Und was bitte sind „digitale Kompetenzen“? Die Antwort fällt nicht leicht. Sie erfordert die Fortsetzung eines intensiven (interdisziplinären) Diskurses – an dem wir uns vielenorts beteiligen. Eine der zentralen Antworten der Abteilung Medienpädagogik auf die vielfältigen aktuellen Herausforderungen lautet: Medienkompetenz. Damit kann auch einer unserer wichtigsten Beiträge in Studium und Lehre auf den Punkt gebracht werden.

 

Unter Medienkompetenz wird in den Erziehungswissenschaften und der Medienpädagogik  ein komplexes Konzept verstanden, das weit über technische Bedienfähigkeiten hinausreicht. Wesentlicher ist für uns vielmehr die Gestaltung eigener Medienbeiträge, das Wissen über Medien(-systeme) sowie die dahinterliegende (digitale) Technik und deren kritische Reflexion. Medienkompetenz ist demnach mehr als Anwendungswissen und erfordert Reflexionsfähigkeiten, die nicht alleine dadurch erworben werden, dass wir mit digitalen Medien aufwachsen.


Die Abteilung Medienpädagogik setzt sich für eine nachhaltige Förderung der Medienpädagogik in allen Bildungsbereichen und für eine Grundbildung Medien in allen pädagogischen Studiengängen ein. Die Abteilung möchte überdies einen Beitrag dazu leisten, dass das Lernen mit, über und durch Medien nicht nur in einzelnen „Leuchttürmen“, sondern möglichst in allen Schulen möglich wird. Als Institution an einer Pädagogische Hochschule ist uns dabei die erste Phase der Lehramtsausbildung besonders wichtig: Angehende Lehrer*innen sollen im Rahmen ihrer Ausbildung eigene Medienkompetenz entwickeln können und sich darüber hinaus medienpädagogische Kompetenz und mediendidaktische Fähigkeiten aneignen. Die PH Ludwigsburg war der erste Hochschulstandort in Deutschland, der im Rahmen des erziehungswissenschaftlichen Angebots in mehreren Bachelor-Studiengängen sowie in allen Lehramtsstudiengängen medienpädagogische Pflichtveranstaltungen anbietet (vgl. Erhebung der DGfE und GMK).



Personen

Das Team der Abteilung Medienpädagogik besteht aktuell aus drei Akademischen Mitarbeiter*innen, zwei Akademischen Räten und einer Professur. Dr. Thorsten Junge (Stellvertretende Leitung) und Prof. Dr. Thomas Knaus (Leitung) leiten derzeit die Abteilung.

Informationen zur Forschungs- und Arbeitsschwerpunkten, Publikationen und Vorträgen der Mitglieder der Abteilung sind auf den jeweiligen persönlichen Webseiten aufgeführt; dort finden Student*innen auch die Sprechstundentermine sowie Hinweise zu Lehrangeboten und Kontaktdaten.



Studium & Lehre

Die Abteilung Medienpädagogik ist im Bereich der Lehre u. a. in den Lehramtsstudiengängen (Grundschule und Sekundarstufe), in der Frühkindlichen Bildung und Erziehung (BA Frühkindliche Bildung und Erziehung), in der Kulturellen Bildung (BA Kultur- und Medienbildung/MA Kulturelle Bildung) sowie in der Erwachsenenbildung (MA Erwachsenenbildung: Handlungsfeld Medienbildung) beteiligt. Neben der Vorstellung medienpädagogischer Theorien, Konzepte, Ansätze sowie zentraler Begriffe mit dem Ziel Orientierungswissen anzubieten (wie in den Einführungsvorlesungen „Einführung in die Medienpädagogik“ und den Onlineangeboten „Einführung in die Mediendidaktik“) stellt die handlungsorientierte Auseinandersetzung mit (digitalen) Medien einen wesentlichen Schwerpunkt der Lehre dar. [mehr lesen]

 

Forschung

Die aktuellen Forschungsaktivitäten der Abteilung betreffen die Arbeits- und Forschungsfelder der schulischen Medienpädagogik und Medienbildungsentwicklung, der wissenschaftstheoretischen und methodologischen Verortung der Medienpädagogik, der Erforschung gesellschaftlicher, subjektiver und bildungsbezogener Implikationen des digitalen/medialen Wandels, die handlungsorientierte Medienpädagogik sowie die Sozio- und Bildungsinformatik.

An folgenden Studien und (Drittmittel-)Projekten arbeitet die Abteilung Medienpädagogik derzeit: Digitales Lernen Grundschule – Stuttgart/Ludwigsburg (dileg-SL); Doing Digital – Ontologie des Digitalen (in Kooperation mit dem FTzM, Frankfurt am Main); Forschungswerkstatt Medienpädagogik: Projekt - Theorie - Methode (in Kooperation mit der Friedrich-Alexander-Universität, Erlangen-Nürnberg, dem FTzM Frankfurt am Main und der FG Qualitative Forschung der GMK) und MakEd_digital – Ein pädagogisch-didaktischer Makerspace zur Förderung digitalisierungsbezogener Kompetenzen in der Lehrer'*innenbildung (in Kooperation mit der Universität Stuttgart, der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart, der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart)

Die Studien und Forschungsvorhaben der einzelnen Teammitglieder werden auf den jeweiligen persönlichen Webseiten aufgeführt.

Zur Unterstützung der Forschungsarbeit von Student*innen bietet die Abteilung überdies ein wöchentliches Medienpädagogisches Kolloquium an, ein in regelmäßigen Abständen stattfindendes Kolloquium für Doktorand*innen sowie die forschungsorientierte Blockveranstaltung Forschungswerkstatt Medienpädagogik.

 

Publikationen

Die Abteilung gibt in regelmäßigen Abständen die Online-Zeitschrift Ludwigsburger Beiträge zur Medienpädagogik (LBzM) heraus und ist an der Herausgabe folgender Schriftenreihen beteiligt:

Forschungswerkstatt Medienpädagogik

Medienpädagogische Praxisforschung

fraMediale – Digitaler Wandel in Bildungsinstitutionen 

Medienpädagogik interdisziplinär


Die Veröffentlichungen der einzelnen Teammitglieder sind auf den jeweiligen persönlichen Webseiten aufgeführt und verlinkt. Zahlreiche Veröffentlichung können in peDOCS oder der Forschungswerkstatt Medienpädagogik frei zugänglich (open access) gelesen und heruntergeladen werden. [mehr: ausgewählte Veröffentlichungen der Abteilung]

Engagement

Ehrenamtlich unterstützen die Mitglieder der Abteilung das verbands- und disziplinpolitische  Engagement der medienpädagogischen Community im Rahmen der Mitarbeit in Vorständen (u. a. Bundesvorstand der GMK) und Lenkungsgruppen (u. a. KBoM), Sprecherpositionen (u. a. Fachgruppe Qualitative Forschung der GMK) und durch die aktive Mitarbeit an Positionspapieren und Kommentierungen (z. B. KMK-Erklärung zu „Bildung in der digitalen Welt“ oder „Dagstuhl-Erklärung und Frankfurt Dreieck“) sowie Beratung bildungspolitischer Entscheidungsträger (wie Schulträger, Kultusministerien und die Kultusministerkonferenz KMK). Die Abteilung Medienpädagogik unterstützt überdies die folgenden Institutionen und Initiativen:

Sektion Medienpädagogik der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (DGfE)
Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikatinskultur (GMK)

Interdisziplinäres Zentrum für Medienpädagogik und Medienforschung (IZMM)
Initiative Keine Bildung ohne Medien! (KBoM)
Kultusministerkonferenz (KMK)

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