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Forschungsschwerpunkt: Verhalten macht Sinn – Verhaltensauffälligkeiten bei Menschen mit komplexen Behinderungen

Forschungsprojekt: „VErhalten MAcht Sinn - Verhaltensauffälligkeiten von Menschen mit Behinderung verstehen - den Menschen sehen - die Perspektive ändern“. (VEMAS)
Derzeit beantragen die PH-Ludwigsburg (Sophia Falkenstörfer), die Universität Innsbruck (Prof. Dr. Thomas Hoffmann) und die Deutschsprachige Gemeinschaft Belgien (Monique Lambertz) das EU-Projekt (Strategische Partnerschaft) VEMAS.

Im Mittelpunkt des Projekts steht die extrem vulnerable Personengruppe der Menschen mit geistiger Behinderung und Verhaltensauffälligkeiten. Menschen mit geistiger Behinderung sind aufgrund ihrer
Beeinträchtigungen, in Wechselwirkung mit ihrer Umwelt, in besonders hohem Maße von Exklusion, d.h. dem Ausschluss von gesellschaftlicher Teilhabe bedroht. Besonders
dramatisch stellt sich diese Situation dann dar, wenn darüber hinaus Verhaltensauffälligkeiten wie z.B. selbstverletzendes Verhalten, Depressionen, Aggressivität oder gewalttätiges
Verhalten auftreten. Diese dominieren oft den Lebensalltag und erschweren die Teilhabemöglichkeiten dieses Personenkreises zusätzlich. Menschen mit geistiger Behinderung und Verhaltensauffälligkeiten gelten
daher sowohl in sozialen Einrichtungen als auch in ihrem Umfeld oft als „Problemfälle“, wodurch das „Problem“ (die Verhaltensauffälligkeit) dem jeweiligen Individuum als
Hauptmerkmal zugeschrieben wird, das alle anderen Persönlichkeitsanteile überwiegt.

Mit dem Projekt VEMAS (VErhalten MAcht Sinn) soll ein umfassendes Fort- und Weiterbildungskonzept erarbeitet werden, das es pädagogischen Mitarbeiter*innen, Assistent*innen und
Bezugspersonen wie Eltern, Geschwistern oder Freunden und nicht zuletzt den betroffenen Menschen mit geistiger Behinderung selbst ermöglicht,
Verhaltensauffälligkeiten und deren Sinn besser zu verstehen und durch eine veränderte Perspektive/Wahrnehmung und damit auch einer veränderten Haltung gegenüber dieser
Personengruppe neue Möglichkeiten der "sozialen Teilhabe" (Inklusion), wie der "Bildung" und "Entwicklung" als Grundlage für ein „gutes Leben“ im Sinne des von Sen und Nussbaum
begründeten Befähigungsansatzes, zu schaffen.

Der Antrag wird im April 2020 bei der EU eingereicht. Das Ergebnis erwarten wir Ende Juli 2020.

Forschungsschwerpunkt: Forschendes Lernen im Praxissemester

Kooperationsprojekt „FLIP-I: Forschendes Lernen im Praxissemester ? interdisziplinär“ (Start 2016)


Im Fokus des Projekts steht die qualitativ empirische Beforschung des von Falkenstörfer/Keeley/Zepter entwickelten Formats der Zwei-Disziplinen-Profilgruppe, bei dem Sonderpädagogik-Masterstudierende in ihrem Praxissemester ein interdisziplinäres Studienprojekt entwickeln und dabei systematisch von Dozierenden aus ihrem Fach (hier Deutsch) und ihrem Förderschwerpunkt (hier Geistige Entwicklung) gemeinsam betreut werden.
Mit einem ersten Piloten startete das Kooperationsprojekt im Wintersemester 2016/2017 und wird seitdem (evaluativ modifizierend) regelmäßig angeboten; seit dem WS 2019/20 befindet es sich aktuell im 4. Durchlauf. Dabei wurde bereits im Rahmen des 2. Durchgangs von FLIP-I die qualitativ-empirische Begleitforschung systematisch ausgeweitet: Der gesamte (Beratungs-)Prozess wird videographiert, um anhand der Analyse getätigter Aussagen Entwicklungsverläufe im Kontext interdisziplinären Denkens empirisch rekonstruieren zu können. Besonderes Merkmal ist dabei die Perspektivenübernahme. (Die Kooperationspartnerinnen werden vom ZfL – Zentrum für Lehrerinnenbildung – der Universität zu Köln unterstützt).

Mitwirkung in Forschungsprojekten

Ab 2020 - Mitwirkung in Forschungsprojekten von Frau Prof.in Dr. Ursula Stinkes. Insbesondere in dem (phänomenologisch angelegten) Projekt: „Bildende Lernerfahrungen durch den Körper –Körperdialoge, das Erlernen des Körpers und das Lernen über den Körper mit Menschen mit schwerer Behinderung“.
2018/2019 - Inklusiven Universitätsschule Köln. https://www.hf.uni-koeln.de/39702 (Universitäres Projekt)
2017/2018 - Qualitätsoffensive Förderbereich (Quo F) am Lehrstuhl von Prof. Dr. Wolfgang Lamers. https://fis.hu-berlin.de/converis/portal/Project/401946311?auxfun=&lang=de_DE (Drittmittelprojekt)
2014/2015 - Individuelle Bildungsplanung von Anfang an für Kinder mit Behinderung und drohender Behinderung des LVR (Landschaftsverband Rheinland) am Lehrstuhl von Frau Prof.in Dr. Kerstin Ziemen In meiner Verantwortung: der qualitative Teil der Studie. (Drittmittelprojekt). Verfügbar unter: http://docplayer.org/23024819-Forschungsprojekt-forschungsbericht-sarah-strauss-sophia-falkenstoerfer.html. Zugegriffen: 12.03.2020

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