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Dissertation von Almut Zwölfer

 

Frau Zwölfer promoviert über Genderaspekte in den Auswirkungen der neuen Mathematik-Standards nach den TIMS- und PISA-Studien.

Kurze Vita von Almut Zwölfer:  Frau Zwölfer hat ihr Diplom in Mathematik und ihr 1. Staatsexamen in den Fächern Mathematik und Deutsch an der Eberhard-Karls-Universität in Tübingen abgelegt und auch ihr 2. Staatsexamen in Tübingen absolviert. Zur  Zeit ist Frau Zwölfer als Studienrätin und Koordinatorin der Mathematiklehre am Gymnasium der Merz Schule in Stuttgart tätig.

 

Schwerpunkte der Dissertation von Almut Zwölfer: Rezeption der PISA-Studien durch MathematiklehrerInnen und deren Auswirkungen, Implementation der neuen Standards und neuen Methodologien am Gymnasium, Mathematikhefte als Dialogmedium zwischen LehrerIn und SchülerInnen, Frauen und ihr Selbstkonzept in der Geschichte der Mathematik

 

Arbeitstitel der Dissertation von Almut Zwölfer: Erfolge der Implementierung neuer an den Bildungsstandards orientierter Methodologien in Mathematik an der Merzschule

 

Frau Zwölfer geht in ihrer Dissertation unter anderem auf den Heftaufschrieb im Mathematikunterricht als eine Methodenkompetenz der Schülerinnen und Schüler mit überraschenden Gender-aspekten ein.

An der Merz-Schule in Stuttgart wurde von Frau Zwölfe im Schuljahr 2004/2005 ein konkretes Unterrichtskonzept für den Mathematikunterricht der Klasse 5 entwickelt und erprobt, das auf den Grundideen von Gallin und Ruf basiert. In dieser Arbeit werden die Erfahrungen aus diesem Unterricht dargestellt und analysiert. Besonders motivierend für diese Arbeit waren die folgenden Aspekte:

 

l       die positive Aufnahme der neuen Unterrichtsmethoden durch die Mathematiklehrerinnen und -lehrer der Merzschule;

l       die Begeisterung der Schülerinnen und Schüler, Mathematik als kreatives  Fach zu erfahren:   
Mathematik wird selbst bei schwachen Schülerinnen und Schüler nicht mehr als ‚Panikfach’ angesehen;

l       die Leistungssteigerung der Schülerinnen und Schüler:         
Abschließende Tests zeigten zwar, dass sich die Rechenfertigkeit im Vergleich zu vorangegangenen Jahrgängen nicht gesteigert hat. Dafür wurden jedoch positive Auswirkung bei komplexeren Aufgabenstellungen deutlich, bei denen Schülerinnen und Schüler mehr ausprobierten und eine höhere Selbständigkeit und Motivation zeigten, diese Aufgaben zu bearbeiten.

l       die Verbesserung der Heftführung sowohl in anderen Fächern als auch bei Klassenarbeiten;

l       die positiven  Auswirkungen dieser veränderten Unterrichtskultur auf das Verhältnis zwischen der Lehrperson und den Schülerinnen und Schülern.  
Da individuelle Rückmeldung ein wichtiger Bestandteil war, wurde der Kontakt zwischen Klasse und Lehrperson von beiden Seiten als sehr persönlich empfunden. War Mathematik bisher im allgemeinen und im Vergleich zu Fächern wie Deutsch, Musik und Sport ein Fach, das es kaum erlaubte einen persönlichen Kontakt zu den Schülerinnen und Schülern zu knüpfen, so konnte nun der Kontakt vor allem auch zu den schwächeren Schülerinnen und Schülern über die Hefte aufgebaut werden und das Selbstbewusstsein der Schülerinnen und Schüler mittels persönlicher, individueller Rückmeldung gestärkt werden. Das mathematische Selbstwertgefühl wurde damit unterstützt werden, so dass die typischen Mathematik Blockaden (Spitzer 2005) nicht registriert wurden.

 

 

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