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Der Computereinsatz im Mathematikunterricht unter einer Genderperspektive sollte weniger von imperativen Sprachen wie BASIC, C und JAVA ausgehen. Sinnvoller erscheint es von einer Problemstellung ausgehend, mit dem Computer interagierend und experimentierend denUntersuchungsgegenstand einzukreisen und mit einer applikativen oder funktionalen Computersprache so präzise zu beschreiben, dass die Lösung für die Maschine ausführbar wird. Für die Schule ist hier Sprache und System LOGO richtungsweisend (Hoyles & Noss 1992; Anthes et al. seit 1984).

Befunde von Sherry Turkle (1984) zu geschlechtsspezifischen Stilen der Computernutzung zeigen, dass Mädchen einen "weichen" Programmierstil bevorzugen (Niederdrenk-Felgner 1993). Diese Vorgehensweise ist von der Sache her auch angebracht, wenn Mathematik am Computer entdeckt oder exploriert werden soll (Löthe 1992). Ob sich hier die Befunde von Turkle (1984) übertragen lassen, wäre genauer zu untersuchen.

Literatur

Hoyles, C. & Noss, R. (Eds.) (1992). Learning mathematics and LOGO. Massachusetts: MIT Press.
Anthes, E., Nestle, F., Quehl, W. & Ziegenbalg, J. (seit 1984). Informatik und Datenverarbeitung in der Schule. Materialien und Berichte. Ludwigsburg: Pädagogische Hochschule.
Turkle, S. (1984). Die Wunschmaschine. Vom Entstehen der Computerkultur. Reinbek: Rowohlt.
Niederdrenk-Felgner, C. (1993). Computer im koedukativen Unterricht. Mädchen und Computer. Modelle für eine mädchengerechtere Unterrichtsgestaltung. Tübingen: Deutsches Institut für Fernstudien der Universität Tübingen.
Löthe, H. (1992). Conceptually defined turtles. In C. Hoyles & R. Noss (Eds.), Learning mathematics and LOGO (pp. 52-95). Cambridge, England: MIT-Press.

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