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22-02-2020

Aktuelles

Die Pädagogische Hochschule Ludwigsburg stellt ihren Jahresbericht 2018/29 vor und vergibt Preise und Stipendien

Von: Ingrid Honold

19-12-2019

Die Hochschulleitung der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg hat am 19. Dezember in einer gemeinsamen Sitzung des Senats und des Hochschulrats, zu dem auch alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eingeladen waren, den Jahresbericht der Hochschule 2018/2019 vorgestellt. Der Rechenschaftsbericht des Rektorats bildet den Zeitraum vom 01.10.2018 bis 30.09.2019 ab und informiert über alle Bereiche der Hochschule.

Im Rahmen der Präsentation des Jahresberichts wurde in diesem Jahr neben dem Lehrpreis der Pädagogischen Hochschule auch der DAAD-Preis verliehen. Zudem wurden zehn Deutschlandstipendien (darunter sechs von der Vector-Stiftung unterstützt) an Studierende der Hochschule vergeben.
Rektor Prof. Martin Fix zog für das akademische Jahr 18/19 eine positive Bilanz. Das Studienangebot der PH umfasste im Berichtszeitraum 24 Studiengänge. Die PH Ludwigsburg erfreut sich weiterhin einer starken Nachfrage und einer gleichbleibend hohen Auslastung. Der Rektor hob besonders die erfolgreich abgeschlossene Reakkreditierung der drei Lehramts-Bachelorstudiengänge der Pädagogischen Hochschule hervor, bei der sich auch eine insgesamt hohe Zufriedenheit der Studierenden in den Evaluationen bestätigt hat. Die Umstellung der Staatsexamensstudiengänge für die Lehrämter auf eine Bachelor- und Master-Struktur ist damit weitgehend abgeschlossen. Die Zahl von aktuell rund 6.000 Studierenden bringt aber zugleich große Herausforderungen in räumlicher und personeller Hinsicht mit sich, so sind z.B. kaum studentische Arbeitsplätze für das individuelle Lernen vorhanden. Hier hofft die PH auf Erweiterungsbauten, für die in Zusammenarbeit mit dem zuständigen Amt Vermögen und Bau erste Planungsschritte auf den Weg gebracht wurden. Rechtzeitig zu Weihnachten wurde die Interimssporthalle fertig gestellt, die es ermöglicht, dass ab Januar (mit Ausnahme des Schwimmens) die Lehre im Fach Sport wieder auf dem Campus stattfinden kann.
Im Berichtsjahr konnten die Kooperationen mit anderen Hochschulen auch durch Einwerbung von Drittmitteln intensiviert werden. So wird die Professional School of Education Stuttgart - Ludwigsburg (PSE), ein Zusammenschluss der fünf lehrerbildenden Hochschulen der Region, vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) auch in einer zweiten Förderrunde großzügig unterstützt. Die gemeinsamen Aktivitäten für eine erstklassige Lehrerausbildung werden auch im Bereich der Digitalisierung weiter ausgebaut. Bis 2023 erhält die PSE hierfür rund 2,9 Millionen Euro für das Projekt MakEd_digital, das im April 2020 starten wird.
Es gelang zudem, für den Ausbau der Forschung weitere Drittmittelprojekte und für den Ausbau der Nachwuchsförderung vier Tenure Track-Juniorprofessuren einzuwerben, wie der Prorektor für Forschung und Internationalisierung, Prof. Kessler, ausführte. Im Bereich „Internationale Beziehungen“ pflegt die PH Kontakt zu rund 80 Partnerhochschulen in 37 Ländern.
Ebenfalls gestärkt werden konnten die Weiterbildungsstrukturen an der PH Ludwigsburg. So stellte der Prorektor für Studium und Weiterbildung, Prof. Kirchner, den Ausbau des Zentrums für Wissenschaftliche Weiterbildung und das Hochschuldidaktikzentrum vor.
Die Entwicklung der Finanzen und Personalsituation stellte Kanzlerin Brüggemann vor. Nachdem nun der Landeshaushalt verabschiedet ist, zeichnet sich ab, dass die PH in den nächsten Jahren mit einem bescheidenen Zuwachs an Finanzmitteln rechnen darf, zugleich aber Bedarfe durch neue Aufgaben fortbestehen.

Preise und Stipendien

Im Rahmen der Vorstellung des Jahresberichtes wurde auch der mit 2000 € dotierte Lehrpreis der PH verliehen. Er wurde durch Prorektor Kirchner an Frau Dr. Sonja Schaal, Akademische Rätin im Fach Biologie, verliehen. Frau Schaal bereitet in ihrem Seminar „Sexualpädagogik und sexuelle Bildung in der Schule" mit dem integrierten Forschungs- und Entwicklungsprojekt „Kultursensible Sexualpädagogik mit jugendlichen Geflüchteten (KuSe)" angehende Biologielehrkräfte an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg auf gelingende sexualpädagogische Arbeit vor. Dabei geht es auch darum, Unsicherheiten von Eltern, die häufig auf falschen Vorstellungen von schulischer Sexualpädagogik beruhen und abhängig von unterschiedlichen kulturellen oder religiösen Prägungen sind, werteorientiert begegnen zu können. Das Seminar findet unter anderem in enger Zusammenarbeit mit der Beratungsstelle pro familia Ludwigsburg e.V. statt, bei denen die Studierenden auch während des Studiums Erfahrungen in der Praxis sammeln können. Im Forschungs- und Entwicklungsprojekt „Kultursensible Sexualpädagogik mit jugendlichen Geflüchteten" sind Studierende seit 2015 an der Entwicklung und Evaluation von sexualpädagogischem Unterrichtsmaterial für Geflüchtete beteiligt.
    
Die PH Ludwigsburg konnte zudem zehn Deutschlandstipendien vergeben. Die Vector-Stiftung finanzierte insgesamt sechs Stipendien, davon vier an Studierende des Lehramts Sekundarstufe I mit MINT-Fächern (Chemie, Physik, Biologie, Wirtschaftswissenschaften und Technik), dazu zählen Vithushan Ambalavanar, Carolin Dietz, Maximilian Haberbosch, Dominic Scherer. Zwei weitere Stipendien vergab die Stiftung an die Lehramtsstudentinnen Julia Irion (Lehramt BA Sonderpädagogik) und Franziska Lindauer (M.Ed. Grundschule). Die Vector Stiftung setzt sich dafür ein, mehr junge Menschen für den Lehramtsberuf, besonders im MINT-Bereich, zu begeistern. Von der Kreissparkasse Ludwigsburg wurden zwei Stipendien gestiftet, zwei weitere von privaten Förderern. Sie gingen an Emese Janko (Bachelor Grundschule), Irene Krüger (Master Frühe Bildung), Konstantin Kromer und Christoph Wilhelm (Master Sonderpädagogik). Die Stipendiatinnen und Stipendiaten erhalten das Leistungsstipendium in Höhe von 300 Euro monatlich für ein Jahr. Weitere Informationen zum Deutschlandstipendium an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg gibt es im Internet unter www.ph-ludwigsburg.de/12521

Mit dem auf 1.000 Euro dotierten DAAD-Preis für herausragende ausländische Studierende honoriert die Hochschule besonders gute Leistungen in Kombination mit gesellschaftlichem oder interkulturellem Engagement. Er ging in diesem Jahr an Frau Yauheniya Karchahina aus Weißrussland, die Bachelor Lehramt Sonderpädagogik an der PH Ludwigsburg studiert. Bereits während ihres ersten Studiums der Wirtschaftswissenschaften in Pinsk (Weißrussland) engagierte sich Frau Karchahina ehrenamtlich in Projekten für Waisenkinder mit Förderbedarf und im Kinderhospiz. Hierdurch reifte in ihr der Entschluss, im Bereich Sonderpädagogik zu arbeiten. Nach einem Freiwilligen Sozialen Jahr in einer Stuttgarter Einrichtung für Menschen mit schweren mehrfachen Behinderungen nahm sie das Studium der Sonderpädagogik an der PH Ludwigsburg auf.

Text zur freien redaktionellen Verwendung.

Hier finden Sie den Jahresbericht 2018/19


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