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19-09-2017

Aktuelles

18.01.2017: „Bypass – Kultur nach der Subvention“ - Öffentliche Verabschiedung von Prof. Dr. Armin Klein im Theaterhaus Stuttgart

Anlässlich der Verabschiedung von Prof. Dr. Armin Klein in den Ruhestand findet auf Initivative des Instituts für Kulturmanagement am 18. Januar um 19 Uhr eine Diskussionsrunde im Theaterhaus Stuttgart statt.

Foto: Andreas Klingenberg

Nach rund 23 Jahren am Institut für Kulturmanagement verabschiedet sich Prof. Dr. Armin Klein am Ende des Wintersemesters 2016/17 mit einer öffentlichen Diskussionsrunde in den Ruhestand. „Bypass – Kultur nach der Subvention“ fragt am Mittwoch, 18. Januar, 19 Uhr, im Stuttgarter Theaterhaus nach dem aktuellen Stand der Kulturpolitik und -förderung, nach ihren Chancen und Möglichkeiten. Auch in Ludwigsburg gibt es eine Möglichkeit zur persönlichen Begegnung: Am Mittwoch, 1. Februar, 18 Uhr, hält Armin Klein an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg seine Abschiedsvorlesung.

Die Diskussionsrunde „Bypass – Kultur nach der Subvention“ am Mittwoch, 18. Januar, stellt im Theaterhaus eine Frage in den Mittelpunkt, die einen ebenso langjährigen wie aktuellen Schwerpunkt von Armin Klein darstellt: Was wäre, wenn die Subventionen für die Kultur radikal anders gedacht, geplant und zugewiesen würden? Gäbe es dann keine „Kultur“ mehr, wie man sie gegenwärtig wahrnimmt? Oder würde sich der Kulturbereich von „kulturfremden“ Einflüssen emanzipieren, wenn er mehr Selbstverantwortung und –steuerung übernähme, und möglicherweise auch politisch mehr
zu sich selbst finden?

Fünf Jahre nach dem Erscheinen des heftig diskutierten Buches „Der Kulturinfarkt“ (Knaus) plädiert die Veranstaltung nicht dafür, dass sich die öffentliche Hand aus ihrer Verantwortung für Kunst und Kultur zurückzieht. Vielmehr geht es darum, Rahmenbedingungen neu zu denken. Im ersten Teil geben die Intendanten zweier Kulturinstitutionen Impulse, die trotz relativ geringer öffentlicher Unterstützung seit Jahren effektive Kulturarbeit leisten: Werner Schretzmeier spricht über „Das Theaterhaus Stuttgart – mehr als drei Jahrzehnte erfolgreiche Theaterarbeit“, und Thorsten Schmidt stellt „20 Jahre Heidelberger Frühling – 20 Jahre Musikfestival der Spitzenklasse“ vor. Im Anschluss fragt „Kulturinfarkt“-Autor Dieter Haselbach nach, ob und was die Intervention vor fünf Jahren provoziert hat.

Im zweiten Teil des Abends werden die Thesen in einem Podiumsgespräch reflektiert. Es diskutieren der Unternehmensberater Prof. Dr. Dieter Haselbach, der Geschäftsführer der Kulturpolitischen Gesellschaft in Bonn Dr. Norbert Sievers, der Leiter der Volkshochschule der Stadt Zürich Pius Knüsel und Prof. Dr. Stephan Opitz, Honorarprofessor der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Der Eintritt in die Veranstaltung ist frei, alle Interessierten sich herzlich eingeladen.

Informationen zu Prof. Dr. Armin Klein:
Prof. Dr. Armin Klein studierte Germanistik, Politikwissenschaft und Philosophie an der Universität Mainz und wurde 1993 mit einer Arbeit über Perspektiven der kommunalen Kinderkulturarbeit zum Dr. phil. an der Universität Marburg promoviert. Er war zunächst als Leitender Dramaturg am Theater am Turm in Frankfurt am Main (1979 bis 81) tätig, bevor er Kulturreferent der Universitätsstadt Marburg/ Lahn (1981 bis 94) wurde. Seit 1994 ist er Professor für Kulturwissenschaft und Kulturmanagement an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg. Hier leitete er den Master- Aufbaustudiengang, bis 2011 das Kontaktstudium Kulturmanagement und war Vorsitzender des Prüfungsausschusses. Der kulturellen Öffentlichkeit ist Armin Klein durch zahlreiche Veröffentlichungen und eine umfangreiche Lehrtätigkeit sowie Gastvorträge im In- und Ausland bekannt.


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