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16-07-2018

Aktuelles

Pädagogische Hochschule Ludwigsburg stellt Jahresbericht 2016/2017 vor und vergibt Preise und Stipendien

Die Hochschulleitung der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg hat am 21. Dezember in einer gemeinsamen Sitzung des Senats und des Hochschulrats, zu dem auch alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eingeladen waren, den Jahresbericht der Hochschule 2016/2017 vorgestellt. Der Rechenschaftsbericht des Rektorats bildet den Zeitraum vom 01.10.2016 bis 30.09.2017 ab und informiert über alle Bereiche der Hochschule.

In diesem Jahr wurde auch die Vergabe von Preisen mit der Präsentation des Jahresberichts verbunden: Der Lehrpreis der PH Ludwigsburg, der DAAD-Preis, der Preis der „UN-Dekade Biologische Vielfalt” für das Projekt „Finde Vielfalt – Biodiversität erleben mit ortsbezogenen Spielen“. Zudem wurden sieben Deutschlandstipendien (darunter sechs von der Vector-Stiftung unterstützt) an Studierende der Hochschule vergeben.

Rektor Martin Fix zog für das akademische Jahr 16/17 eine positive Bilanz. Die PH Ludwigsburg erfreut sich weiterhin einer starken Nachfrage und einer hohen Auslastung, was aber zugleich große Herausforderungen in räumlicher und personeller Hinsicht mit sich bringt. Immerhin konnten einige zusätzliche Stellen geschaffen werden, die bauliche Erweiterung steht noch aus. Dennoch ist die Zufriedenheit der Studierenden bei der Evaluation der Lehre erfreulich.

Das Studienangebot der PH umfasste im Berichtszeitraum 18 Studiengänge. Der Wechsel von den Staatsexamensstudiengängen für die Lehrämter auf eine Bachelor-und Master-Struktur läuft erfolgreich (die Staatsexamen werden ca. 2019/20 auslaufen), die ersten Bachelorprüfungen und Übergänge in die Master of Education wird es 2018 geben. Im Bereich des Studiums wurden die Kooperationen mit anderen Hochschulen ausgebaut, so u.a. die Ludwigsburger und Stuttgarter Hochschulen in gemeinsamen Studiengängen bzw.  in der gemeinsamen Professional School of Education; auch internationale Studiengangsprojekte wurden intensiviert, so etwa mit der Helwan-Universität in Kairo.

Insgesamt studierten nach der amtlichen Statistik 5710 Personen im Wintersemester 2016/2017 an der PH Ludwigsburg. Im Vorjahr waren es 5436. Auch die Bewerberzahlen sind im Vergleich zum Vorjahr wieder leicht angestiegen. Die Nachfrage überstieg die Zahl der Studienplätze aber wiederum deutlich.

Die Forschungsschwerpunkte der PH Ludwigsburg lagen weiterhin in der schulischen Bildungsforschung sowie generell in der Erforschung des Lehrens und Lernens in allen Altersstufen in schulischen und außerschulischen Kontexten. Im Berichtszeitraum konnten wieder zahlreiche Drittmittel-finanzierte Forschungsprojekte beginnen.

Was den Bereich „Internationale Beziehungen“ betrifft, so hat die PH 80 Partnerhochschulen in 32 Ländern. Die Zahl der Austauschstudierenden, die von der PH 2016 ins Ausland gingen, lag mit etwa 112 Studierenden pro Jahr leicht über dem Wert der ausländischen Studierenden, die an die PH kamen (83 Studierende). Im Berichtsjahr konnte auch das Audit der Hochschulrektorenkonferenz zur Internationalisierung erfolgreich absolviert werden.

Ein wichtiger Aspekt war 2017 die Systemakkreditierung, bei der das Qualitätssystem der gesamten Hochschule einer Bewertung durch Gutachter von außen unterzogen wird. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der PH Ludwigsburg arbeiten seit mehreren Jahren intensiv an der Weiterentwicklung des Qualitätsmanagementsystems. Der gerade Ende Dezember eingegangene Gutachterbericht lässt einen positiven Abschluss des Verfahrens im März 2018 erwarten.

Im Rahmen der Vorstellung des Jahresberichtes verlieh Rektor Fix auch sieben Deutschlandstipendien. Die Vector-Stiftung vergab vier Stipendien an Studierende des Lehramts Sekundarstufe I mit MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik), dazu zählen  Charlotte Bell,  Mirka Fabry,  Simone Gökmen und Corinna Mönch. Zwei weitere Stipendien vergab die Stiftung an die Lehramtsstudentinnen Elisabeth Kaßberger und Judith Trenz. Die Vector Stiftung setzt sich dafür ein, mehr junge Menschen für den Lehramtsberuf, besonders im MINT-Bereich, zu begeistern. Ein weiteres Stipendium wurde vom ehemaligen Rektor der PH Ludwigsburg, Prof. Dr. Karl Grob, an den Masterstudenten Patrick Maisenhölder vergeben, der im 2. Semester Bildungsforschung mit der Studienrichtung Medienbildung studiert. Die Stipendiatinnen und Stipendiaten erhalten das  Leistungsstipendium in Höhe von 300 Euro monatlich für ein Jahr. Weitere Informationen zum Deutschlandstipendium an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg gibt es im Internet unter www.ph-ludwigsburg.de/12521

Der hochschuleigenen Lehrpreis der PH Ludwigsburg, der mit 2.000 Euro (für dienstliche Zwecke) dotiert ist, ging an Dr. Raphael Frick (Institut für Erziehungswissenschaft) für die didaktische Konzeption seiner Lehrtätigkeit am Beispiel seines Seminars „Fächerverbindendes Lehren und Lernen“. Das Seminar mündet bereits seit 20 Semestern immer in einen hochschulöffentlichen Präsentationsmarkt eindrucksvoller Ausstellungsarrangements, mit denen die Studierenden ihre fächerverbindenden Unterrichtsideen vorstellen. Ihm vorausgehend begeben sich die Studierenden in kleinen Gruppen, ähnlich wie in einem Planspiel, in die Rolle von Lehrkräften und erproben über einen längeren Zeitraum eine schul- bzw. unterrichtsbezogene Zusammenarbeit, um das richtige pädagogische und didaktische Konzept für ihre fächerverbindende Einheit zu finden.
 
Mit dem mit 1000 Euro dotierten DAAD-Preis für herausragende ausländische Studierende honoriert die Hochschule  besonders gute Leistungen in Kombination mit gesellschaftlichem oder interkulturellem Engagement. Er ging in diesem Jahr an Soufiane Boushaine, der 2014 als Austauschstudierender nach Ludwigsburg kam und nun Lehramt an der PH studiert. Soufiane Boushaine ist ehrenamtlicher zweiter Vorsitzender der Deutsch-Marokkanischen Gesellschaft für kulturellen Dialog und Zusammenarbeit, Mitglied der Fachschaft Islamische Theologie und Religionspädagogik der PH Ludwigsburg und ehrenamtlicher Kulturvermittler/ Dolmetscher für Deutsch-Arabisch-Französisch für das Landratsamt Ludwigsburg. Er hilft bei Elterngesprächen im Kindergarten und in der Grundschule, wenn die Eltern der Kinder – meist Geflüchtete aus dem arabischen Sprachraum - über nicht ausreichende Deutschkenntnisse verfügen.

Am Ende der Veranstaltung wurde das Projekt „Finde Vielfalt - Biodiversität erleben mit ortsbezogenen Spielen“, unter der Leitung von Prof. Dr. Armin Lude, Prof. Dr. Steffen Schaal, Sonja Schaal und Anabel Haas als offizielles Projekt der „UN-Dekade Biologische Vielfalt” ausgezeichnet. Ziel der UN-Dekade Biologische Vielfalt 2011–2020 in Deutschland ist es, möglichst viele Menschen für den Schutz und den Erhalt der Biodiversität zu begeistern. Gute Beispiele sollen als Vorbild dienen. Aus diesem Grund zeichnet die UN-Dekade Projekte und Beiträge aus, die sich in besonderer Weise für den Erhalt der biologischen Vielfalt einsetzen. Im Projekt „Finde Vielfalt – Biodiversität erleben mit ortsbezogenen Spielen“ (BioDiv2Go) werden sogenannte Geogames (ortsbezogene Spiele für mobile Geräte wie Smartphones oder Tablets) zur Erkundung und Wertschätzung lokaler Biodiversität entwickelt und evaluiert. Sie werden in der Natur gespielt und fördern eine aktive Auseinandersetzung mit der Umwelt. Zwei verschiedene Spielkonzepte laden Familien mit Kindern bzw. Schulklassen der Klassenstufe 6-12 ein, die lokale Biodiversität spielerisch zu entdecken.

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