Gerda Ridler, MünchenGerda Ridler, München

Gerda Ridler, München

Privat gesammelt - öffentlich präsentiert Über den Erfolg eines neuen musealen Trends bei Kunstsammlungen

Während im deutschsprachigen Raum Kunstmuseen traditionell Einrichtungen der öffentlichen Hand sind, lässt sich seit den 1990er Jahren eine Gegenbewegung erkennen: Immer mehr private Sammlerinnen und Sammler treten mit eigenen und privat finanzierten Museen und Kunsträumen an die Öffentlichkeit.

In der Studie werden erstmals Gründungs­motive und Zielsetzungen privater Kunstinitiativen erforscht und ihre Erfolgsfaktoren im Vergleich zu öffentlichen Museen wissenschaftlich fundiert und differenziert erläutert. Theoretische Grundlage der Untersuchung bildet die Frage, wie Erfolg in Kunsteinrichtungen gemessen werden kann. Hier wird ein aktuelles kulturmanageriales und kunst­wissen­schaftliches Thema aufgegriffen, zu dem es aus wissenschaftlicher Perspektive bislang nur punktuelle Forschungsbemühungen gibt.

Anhand einer umfangreichen theoretischen Vorstudie, zu der auch ein historischer Rückblick auf privates Kunstsammeln seit der Renaissance gehört, und einer qualitativen Erhebung in Form von zehn Leitfaden-Interviews mit international renommierten Sammlerinnen und Sammlern werden die vielgestaltigen Erscheinungsformen öffentlicher Privatsammlungen und ihre Wirkung in der zeitgenössischen Museumskultur dar­gestellt.

Die Dissertation wurde von Prof. Dr. Thomas Knubben und Prof. Dr. Ludger Hünnekens betreut.

Verlagsinformation

Die Dissertation ist in der Reihe Kultur- und Museumsmanagement im transcript Verlag, Bielefeld erschienen.