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21-05-2012
28. April 2010: Filmkritik-Workshop mit Jan Schulz-Ojala
Berliner Filmkritiker bietet Einblicke in die journalistische Praxis
Jan Schulz-Ojala arbeitet als Filmredakteur bei der Berliner Tageszeitung „Der Tagesspiegel“. Nun wird er seine Kenntnisse und Erfahrungen an die Ludwigsburger Studentinnen und Studenten weitergeben: Auf Einladung der Abteilung Kultur- und Medienbildung leitet der Journalist am Mittwoch, dem 28. April 2010, einen Workshop zur Filmkritik.
Bei der Entscheidung über den abendlichen Kinobesuch greift man oft auf Rezensionen zurück. Aber es gibt auch andere Informationsmöglichkeiten: Trailer im Internet, Werbetexte, kurze Zusammenfassungen in Szenezeitschriften, Anzeigen und Empfehlungen von Freunden. Wie unterscheiden sich die Reklametexte in den Filmheften der Fastfood-Ketten von seriösen Filmbesprechungen? Worauf kommt es bei einer guten Filmkritik an? Welche Kriterien legt ein Kritiker seinen Urteilen zugrunde? Worauf sollte man beim Schreiben achten? Gerade für Studentinnen und Studenten, die sich mit der Vermittlung von Filmen und Medien befassen, sind solche Fragen wichtig.
Der Studiengang Kultur- und Medienbildung eröffnet nun die Möglichkeit, solche Fragen mit einem der profiliertesten deutschen Filmjournalisten zu erörtern. Im Rahmen des von Stephan Buchloh geleiteten Seminars „Konzepte der Film- und Fernsehästhetik“ bietet „Tagesspiegel“-Redakteur Jan Schulz-Ojala einen längeren Workshop an.
Ort: Literaturcafé der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg
Zeit: Mittwoch, 28. April, von 13.45 bis 20.15 Uhr
Zunächst schauen sich die Teilnehmer des Workshops einen Film an. Danach üben sie, wie man diesen Film schriftlich ankündigen könnte. Schließlich werden einzelne Filmkritiken analysiert und miteinander verglichen. Es besteht ausführlich Gelegenheit für Fragen und Diskussionsbeiträge. Neben den Seminarteilnehmern können weitere Interessenten an dem Workshop teilnehmen (allerdings nur für die gesamte Zeit, nicht zum bloßen „Hineinschnuppern“).
Jan Schulz-Ojala wurde 1953 in Baden-Baden geboren. Er hat in Berlin und in Freiburg ein Studium der Romanistik und Germanistik absolviert und mit dem Staatsexamen abgeschlossen. Zwei Jahre lang lebte er als freier Autor in Rom. Bei den „Kieler Nachrichten“ hat Jan Schulz-Ojala das journalistische Handwerkszeug gelernt. Seit dem Jahr 1983 arbeitet er in Berlin beim „Tagesspiegel“, zunächst in der Lokalredaktion und im Stadtfeuilleton „Stadtszene“, seit 1994 in der Kulturredaktion, dort seit 1997 als Filmredakteur. Daneben ist Schulz-Ojala als Gastdozent an Filmhochschulen und Journalistenschulen tätig. Bei verschiedenen Filmfestivals wirkte er in der Jury mit, unter anderem im Jahr 2000 in Cannes (Preis der Reihe „Un certain regard“), 2003 in Havanna (Preis der Internationalen Filmkritik) und 2009 in Toronto (Preis der Internationalen Filmkritik). Jan Schulz-Ojala ist verheiratet und hat zwei Söhne.
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