26. April 2010: Radioseminar und „Boys‘ Day“
Kultur- und Medienbildung sendet live
Seit anderthalb Jahren engagieren sich Studentinnen und Studenten der Kultur- und Medienbildung beim Hochschulradio horads. Nun hat der Studiengang ein spezielles Radioseminar in Zusammenarbeit mit horads angeboten: Elf Studentinnen und Studenten machten sich an drei Tagen im April mit Radiogrundlagen vertraut und gestalteten eine eigene Sendung. Der erste Seminartag fiel mit dem landesweiten „Boys‘ Day“ zusammen, der Jungen Einblicke in Berufsfelder geben wollte, die nicht als typisch männlich gelten. Die Abteilung Kultur- und Medienbildung beteiligte sich am Boys‘ Day und lud junge Schüler in das Radioseminar ein.
Senatssaal der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg an einem Donnerstag im April: Wo sonst wichtige Hochschulgremien tagen, begrüßt die Gleichstellungsbeauftragte apl. Prof. Dr. Anke Thyen dreißig Jungen und Mädchen. Sie sind gekommen, um in einzelne Bildungsangebote der PH „hineinzuschnuppern“. An diesem 22. April 2010 ist in Baden-Württemberg „Boys‘ Day“ und „Girls‘ Day“. Jungen haben Gelegenheit, Berufe kennenzulernen, die häufig von Frauen ergriffen werden; Mädchen können sich technische Fächer ansehen.
Kultur- und Medienbildung engagiert sich beim Boys‘ Day
Die Abteilung Kultur- und Medienbildung bot den Jungen an, an dem Radioseminar teilzunehmen. Darüber hinaus drehten Studenten der Kultur- und Medienbildung mit einigen Jungen einen Film über den Boys‘ Day. Tobias Ortmanns, Wortredakteur bei horads, und Stephan Buchloh vom Studiengang Kultur- und Medienbildung leiteten das Radioseminar. Zunächst machten sich die Studentinnen und Studenten mit einigen Grundfragen des Radios vertraut, etwa mit den Hörgewohnheiten der Menschen zu unterschiedlichen Tageszeiten und mit dem Aufbau einer Magazinsendung. Sie erfuhren etwas über unterschiedliche Formen von Beiträgen und übten den Umgang mit Mikrofonen und Aufzeichnungsgeräten. Auch die jungen Gäste lernten am ersten Tag des Radioseminars sehr viel.
In den Sendestudios von horads
Der zweite Tag des Seminars stand im Zeichen der Recherche und der Produktion. Auf dem Campus und im Ludwigsburger Stadtzentrum trugen die Teilnehmer Originaltöne zusammen. Damit fertigten sie die ersten Beiträge an. Der dritte Radiotag – es war der 24. April – fand in der Hochschule der Medien in Stuttgart-Vaihingen statt. In den Sendestudios von horads bekamen die Beiträge den letzten Schliff. Die Sendung wurde auf die Sekunde genau geplant, und die Moderationstexte wurden geschrieben und überarbeitet. Um 13.00 Uhr war es dann endlich soweit: Die Sondersendung zum Thema „Frühling“ ging über den Äther. Nora Auth führte durch das Programm. Sie erhielt technische Unterstützung von Holger Frank Heimsch, der schon länger bei horads moderiert und inzwischen als studentische Hilfskraft für die Abteilung Kultur- und Medienbildung tätig ist.
Vielfältige Beiträge zum Thema „Frühling“
Julian Ehehalt und Marius Wimmler stimmten die Hörer auf den Frühling ein, indem sie das Gedicht „Er ist‘s“ von Eduard Mörike von mehreren Studentinnen und Studenten wie von einem Chor vortragen ließen und zum Teil mit Musik unterlegten. Was Studenten und Mitarbeiter der Pädagogischen Hochschule mit dem Frühling assoziieren, versuchten Josephine Reußner und Lisa Schöpp in Erfahrung zu bringen. Maria Würth und Lena König fanden Wissenswertes über den Frühling heraus. In einem Studiogespräch ging es um Fragen hormoneller Veränderungen bei den Menschen, um historische Rituale und um das Phänomen der Frühjahrsmüdigkeit. Einen Fachmann zum Thema Frühling brachte Johannes Feser vor das Mikrofon, nämlich den Landschaftsgärtner Roland Hoffner, der die Hörer über das Pflanzen und das Düngen informierte. Ida Schneider und Anna Kopp sammelten in Ludwigsburg Trends und Tips zum Frühling, Julian Ehehalt präsentierte diese in der Sendung. Mitarbeiter von Sportgeschäften empfahlen diverse Varianten des Skatens, wie das „Cruisen mit Longboards“ oder das „Waveboarding“. Keine horads-Sendung ohne Musik: Katarina Krampl hatte eine bunte Mischung aus Pop, Rock und Hiphop zusammengestellt. Um 14.00 Uhr war es geschafft – das Radioseminar war keine Trockenübung geblieben, sondern am Ende stand ein gemeinsames Werk: eine Livesendung, die sich sehen und hören lassen konnte.



