Der Nahostkonflikt
Brennpunkt der internationalen Politik und „heißes Eisen“ im globalisierten Klassenzimmer
Hauptseminar Mo, 13.45-15.15h (4.-013)
21. 04. EINFÜHRUNG
Vorstellung des Programms, Organisatorisches; erste inhaltliche Annäherung:„Alles eine Frage der Perspektive“? Das Thema als Konfliktfeld und „heißes Eisen“
I. Historische Wurzeln des Konflikts
28. 04. HISTORISCHE WURZELN DES KONFLIKTS I ODER: „EUROPA IST SCHULD!“ (MOSHE ZIMMERMANN)
*Antisemitismus in Europa
*Zionismus
*Shoah
*Britische Kolonial- und Mandatspolitik im Nahen Osten
Lit.:
Hass, A.: Gaza. Tage und Nächte in einem besetzten Land, München 2003, 2. Aufl., 9-14
Heenen-Wolff, S.: Erez Palästina. Juden und Palästinenser im Konflikt um ein Land, Frankfurt/M. 1990, 9-21; 33-45; 56f; 60f; 71f. (Sem.app. Ordner)
Herz, D.: Palästina. Gaza und Westbank. Geschichte, Politik, Kultur, München 2003, 5. überarb. Aufl., 19-21; 25-30
Timm, A.: Gesellschaft im Wandel, Opladen 2003, 15-20
Zimmermann, M.: Europa ist schuld! Die tiefen Wurzeln des Nahostkonflikts. In.: Süddt. Zeitung vom 14. 10. 2000 (Auszug)
05. 05. HISTORISCHE WURZELN DES KONFLIKTS II – KONSEQUENZEN FÜR DIE ARABISCHE BEVÖLKERUNG IN PALÄSTINA
*jüdische Einwanderung und strategischer Landerwerb
*UN-Teilungsplan und israelische Staatsgründung
*An-Nakhba („Die Katastrophe“): Flucht und Vertreibung der Palästinenser
Lit.:
Heenen-Wolff, a. a. O., 73-91 (Sem. app. Ordner)
Herz, a. a. O., 30-34
Krämer, G.: Geschichte Palästinas, München, 4. Aufl. 2003, 359-377
12. 05. PFINGSTMONTAG (FEIERTAG)
II. Konfliktdynamiken und Konfliktstrukturen
19. 05. KONFLIKTDYNAMIK 1949 – 1987 MIT ZÄSUR 1967: VOM UNBEDINGTEN ZUM BEDINGTEN HERRSCHAFTSKONFLIKT
*struktureller Wandel des Konflikts durch Zäsur 1967: Die „Re-Palästinisierung“ des Konflikts und der Wandel des Konfliktgegenstandes (hin zum bedingten Herrschaftskonflikt)
*Gründung und Position der PLO
*Die UN-Resolution 242
*Die Entwicklung in den besetzten Gebieten 1967-1987
Lit.: Beck, Martin: Friedensprozess im Nahen Osten, Wiesbaden 2002, 207f; 221-223
Herz, a. a. O., 46-50; 63-82
Johannsen, M.: Der Nahost-Konflikt. Lehrbuch, Wiesbaden 2006, 21-35
3-15
26. 05. DER FRIEDENSPROZESS VON OSLO: VORAUSSETZUNGEN, ERGEBNISSE, STRUKTURELLE DEFIZITE/ FORTDAUERNDE KONFLIKTGEGENSTÄNDE
*Die Krise der Erdöleinkünfte als zentrale Determinante des Friedensprozesses
*Autonomie-Regelungen für die Palästinenser
*Vertagung der „heißen Eisen“: Jerusalem, Flüchtlingsfrage, Siedlungen, Wasserrechte, Sicherheitsregelungen, Staatsfrage
Lit.:
Asseburg, M.: Israelisch-palästinensische Streitfragen. In. Informationen zur politischen Bildung: Israel, H. 278/ 2003, 62-67
Johannsen, M.: Der Nahost-Konflikt. Lehrbuch, Wiesbaden 2006, 36-54; 55-85
Herz, a. a. O., 90-120 (Sem. app. Ordner)
III. Die Konfliktparteien und das Scheitern des Friedensprozesses
02. 06. PALÄSTINENSER: ENTTÄUSCHTE ERWARTUNGEN, RADIKALISIERUNG, SPALTUNG
*Die wirtschaftliche, soziale und politische Entwicklung in den palästinensischen Autonomie-Gebieten: Al-Aqsa-Intifada; Radikalisierung und Selbstmordattentate
*PLO und HAMAS; De-Legitimierung der PLO und Wahl der HAMAS in den Autonomiegebieten
Lit.:
Herz, a. a. O., 120-142
Hass, A.: Gaza. Tage und Nächte in einem besetzten Land, München 2003, 2.Aufl., 129-156 (Sem. app. Ordner)
Johannsen, M.: Der Nahost-Konflikt. Lehrbuch, Wiesbaden 2006, 90-97
Baumgarten, H.: Hamas auf dem Weg. In: Die Wochenzeitung vom 2. 2. 2006
09. 06. ISRAEL: ZWISCHEN KOMPROMISSBEREITSCHAFT, ÜBERLEBENSÄNGSTEN UND STRATEGISCHER HÄRTE
*Auswirkungen von Al-Aqsa-Intifada und Terror-Anschlägen radikaler Palästinenser im israelischen Kernland
*Die „Trennungsmauer“
*Reaktionen auf die Wahl der HAMAS 2006
Lit.:
Timm, a. a. O., 193-195, 202-235
Böhme, J. u. a.: Kleine Geschichte des israelisch-palästinensischen Konflikts, Schwalbach 2005, 82-98
Johannsen, M.: Der Nahost-Konflikt. Lehrbuch, Wiesbaden 2006, 85-90
16. 06. EXTERNE AKTEURE UND PERSPEKTIVEN EINER FRIEDENSLÖSUNG
Lit.: Johannsen, M.: Der Nahost-Konflikt. Lehrbuch, Wiesbaden 2006, 98-127
Krell, G.: Die USA, Israel und der Nahost-Konflikt, HSFK-Report 14/2004; www.hsfk.de/fileadmin/downloads/report1404.pdf
Herz, a. a. O., 219-233
Böhme, J. u. a.: Kleine Geschichte des israelisch-palästinensischen Konflikts, Schwalbach 2005, 98-108
Timm, a. a. O., 149f; 224-235
Kriener, J.: Wege des Verstehens. Israelisch-palästinensische Versuche, sich der gemeinsamen Geschichte zu nähern. In: POLIS 1/ 2005, 13-15
Müller, J.: Again and again: Gefangene der Geschichte. Solange Israelis und Palästinenser nur die eigenen Opfer sehen, sind sie dem Krieg näher als dem Frieden. In: Freitag vom 24. 08. 2002
IV. Der Nahost-Konflikt als „heißes Eisen“ im globalisierten Klassenzimmer
23. 06. FILM: PARADISE NOW – EIN FILM FÜR DIE POLITISCHE BILDUNGSARBEIT?
30. 06. DISKUSSSION ÜBER DEN FILM UND POLITIKDIDAKTISCHE REFLEXION
(Materialien der BpB zum Film im Sem. app. Ordner)
07. 07. MÖGLICHKEITEN UND SCHWIERIGKEITEN EINER BEHANDLUNG DES NAHOST-KONFLIKTS IM UNTERRICHT
Lit.:
Wochenschau Nr. 6/ 2002 (2. Aufl.): Frieden in Nahost (Sek. I) (Sem. app. Ordner)
Litvak-Hirsch, T./ Bar-On, D./ Chaitain, J.: Identitätskonstruktion und der “Andere” in Israel. In: POLIS 1/ 2005, 7-12
Rifaì, Amal/ Ainbinder, Odelia: Wir wollen beide hier leben. Eine schwierige Freundschaft in Jerusalem, Berlin 2003, 9-18; 150-157
Troch, K.: Balla balla? Wie ein Spiel versucht, Schülern den Ernst des Lebens zu erklären. Diesmal: Das Computerspiel Global Conflicts Palestine. In: KulturAustausch 1/ 2008, 106 www.seriousgames.dk
14. 07. ZUSAMMENFASSUNG, SCHLUSSDISKUSSION
VORAUSSETZUNGEN FÜR EINEN LEISTUNGSNACHWEIS:
Für ein Testat:
1. regelmäßige und aktive Teilnahme
2. Übernahme eines Referats (ca. 15-20 min.) mit Handout und strukturierender Einführung in die Seminardiskussion. Verpflichtende Grundlage ist die angegebene Literatur, die gerne ergänzt werden kann.
Die ReferentInnen sollten bitte mindestens eine Woche vor der Sitzung, in der sie referieren, in der Sprechstunde ihr Konzept vorstellen!
Für eine Akademische Teilprüfung oder einen Hauptseminarschein:
1. regelmäßige und aktive Teilnahme
2. Übernahme eines Referats (ca. 15-20 min.) mit Handout und strukturierender Einführung in die Seminardiskussion
3. Hausarbeit zum Thema des Referates (ca. 15-20 Seiten) oder Mini-Fallstudie


