Förderunterricht Sek. I
Förderunterricht der Stiftung Mercator an Ludwigsburger Haupt-, Real-, und Förderschulen sowie Gymnasien.
Die Stadt Ludwigsburg hat gemeinsam mit der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg bei der Stiftung Mercator einen Antrag gestellt, Förderunterricht durch Studierende an Ludwigsburger Schulen (Sekundarstufe) zu finanzieren.
1. Was ist die Stiftung Mercator?
Die Stiftung Mercator ist eine gemeinnützige Stiftung. Gegründet wurde sie von der aus Duisburg stammenden Handelsfamilie Karl Schmidt (Metro SB-Großmarkt).
2. Worum geht es?
SchülerInnen mit Migrationshintergrund in der Sekundarstufe sollen sprachlich und fachlich (Der Schwerpunkt liegt in den Kernfächern Deutsch, Englisch, Mathematik) gefördert werden. Die Förderung findet in Kleingruppen (mit bis zu 6 SchülerInnen) 2 bis 4 Stunden in der Woche in den Räumen der Schulen statt. Die Vermittlung der Sprache erfolgt auch über die Fachsprachen, die Förderung ist jedoch nicht direkt an den Unterricht gekoppelt (keine Hausaufgabenhilfe!). Die Stiftung stellt die Mittel für die Bezahlung der Förderlehrer zur Verfügung (10,- € je Unterrichtsstunde). Die Bezahlung der Förderlehrer erfolgt über den Fachbereich Bildung, Familie, Sport der Stadt Ludwigsburg. Die Studierenden verpflichten sich, den Förderunterricht ein Schuljahr lang durchzuführen (auch in der vorlesungsfreien Zeit, nicht in den Schulferien).
3. Beteiligte
Die Stadt Ludwigsburg organisiert die Kooperation mit den Schulen und stellt die Logistik zur Verfügung. Die Pädagogische Hochschule übernimmt die Aus- und Weiterbildung der Studierenden, die Schulen stellen die Räumlichkeiten und gewährleisten eine kooperative Zusammenarbeit zwischen Lehrkräften und Förderlehrern. Die Pädagogische Hochschule unterstützt in Zusammenarbeit mit der Stadt Ludwigsburg die Schulen bei der Ausbildung eines Schulprofils, das die Förderung von Mehrsprachigkeit und die (sprachliche) Qualifikation von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund zum Schwerpunkt hat. Auf keinen Fall soll die Förderung als isolierte Zusatzförderung angeboten werden, sondern in ein Gesamtkonzept der jeweiligen Schule eingebunden sein.
4. Nutzen für SchülerInnen/Schulen
Ausbau der sprachlichen Förderung an den Schulen, Möglichkeiten zur Individualisierung, Verbesserung der sprachlichen Qualifikation der Schülerinnen und Schüler, Entwicklung eines Schulprofils.
5. Vorteile für Studierende
Die studentischen Förderlehrer erwerben Praxiserfahrung und können dies mit einem Zusatzverdienst verbinden. Kompetenzen beziehen sich z.B. auf: Sprachanalyse, Umgang mit mehrsprachigen Jugendlichen, Sprachförderung, Abbau von Vorurteilen, Erfahrung mit schulischen Arbeitsfeldern, Erfahrungen im Bereich der Interkulturellen Pädagogik. Die Studierenden müssen Seminare in der Deutschdidaktik und in Erziehungswissenschaft besuchen. Die Anforderungen decken sich mit Anforderungen des Studiums. Studierende können den Förderunterricht unter bestimmten Voraussetzungen als Tagespraktikum anrechnen lassen, wir unterstützen die Studierenden außerdem bei der Suche nach einem Blockpraktikumsplatz.
6. Anforderungen an die Studierenden
Die Studierenden sollten die Akademische Zwischenprüfung im Fach Deutsch abgeschlossen haben, ebenso das Einführungspraktikum. Sie sollten bereit sein, sich in einem interkulturellen Arbeitsfeld einzubringen. Bevor ein Tagespraktikum anerkannt werden kann, muss das Blockpraktikum I absolviert sein.
7. Kontaktaufnahme
Informationen zum Projekt der Stiftung erhalten Sie unter:
www.mercator-foerderunterricht.de
Wenn Sie Interesse haben, an dem Projekt teilzunehmen, melden Sie sich bei Alexandra Junk
Artikel in der Ludwigsburger Kreiszeitung vom 25.03.2009


