Lehrveranstaltungen & Kommentare WS 2006/07
Bibelkunde des Neuen Testaments
Mo 16.30 – 17.15, 1.311
Die Veranstaltung geschieht in Kooperation mit dem Kollegen Gerd Buschmann, der von 15.45 – 16.30 Uhr Bibelkunde des Alten Testaments anbietet. Die Veranstaltung kann nur geschlossen besucht werden. – Während die Einführungen (in das AT / NT) auf Methoden der Exegese, Hintergrundwissen zu Entstehung und Eigenart einzelner biblischer Schriften abheben, geht es in der Bibelkunde um einen inhaltlichen Überblick über die biblischen Schriften, um Zuordnungswissen zentraler biblischer Texte (z.B. Wo findet sich die Bergpredigt?) und Querschnittswissen zu bestimmten zentralen Themen (z.B. Abendmahl). – Das Angebot einer solchen Bibelkunde erscheint dem Kollegium notwendig, seitdem wir auf immer weniger Bibelwissen unter den Studierenden zurückgreifen können. Anforderungen für die Teilnehmer: Bereitschaft zur begleitenden Bibellektüre und zur Vorbereitung eines Abschlusskolloquiums.
Literatur:
- Bormann, L., Bibelkunde (UTB 2674), Göttingen 2005
Die biblische Urgeschichte (Gen 1-11) - Grundfragen der menschlichen
Existenz
Mo 17.30 – 19.00, 1.311
Die biblische Urgeschichte (1 Mose 1-11) gehört zu den bekanntesten und wichtigsten Teilen der Bibel. Nicht zufällig beginnt die Bibel mit diesen Kapiteln. Sie sind wie ein Vorzeichen vor allem was in der Bibel steht. Sie umfassen die Erzählungen von der Schöpfung, von Adam und Eva (vom Paradies und der Schlange), von Kain und Abel, von der Sintflut und vom Turmbau zu Babel. In diesen Kapiteln werden - wie sonst an keiner Stelle der Bibel - die Grundfragen der menschlichen Existenz in elementarer und fundamentaler Form behandelt. In der biblischen Urgeschichte geht es nicht um Israel, sondern um die Menschheit. Deshalb ist die Urgeschichte von besonderer Bedeutung für unsere Zeit, in der die entscheidenden Herausforderungen nicht mehr nationaler, sondern globaler Art sind. Diese Aktualität soll im Seminar deutlich werden. Dabei wird vor allem nach den menschlichen Grunderfahrungen gefragt, die in diesen Geschichten zum Ausdruck kommen. Der Schwerpunkt des Seminars wird auf den ersten drei Kapiteln der Bibel liegen.
Literatur:
- Zenger, E., Einleitung in das Alte Testament, Stuttgart 2005, 4. Aufl.
Einführung in die Dogmatik
Do 13.45-15.15, 2.201
Dieses Seminar will ein erstes Kennenlernen der christlichen Glaubenslehre ermöglichen. Dabei geht es um folgende Schwerpunkte: Die Rolle der Bibel für den christlichen Glauben, das christliche Gottesverständnis, die zentrale Bedeutung Jesu Christi, die christliche Sicht der Schöpfung und die christliche Hoffnung (Auferstehung der Toten, Weltgericht u.a.).
Literatur:
- Härle, W., Dogmatik, Berlin/New York 2000, 2. Aufl.
- Küng, H. Credo, Das Apostolische Glaubensbekenntnis Zeitgenossen erklärt, München 2004, 5. Aufl.
- Baldermann, I., Ich glaube. Erfahrungen mit dem Apostolischen Glaubensbekenntnis, Neukirchen-Vluyn 2004
- Kießig, M. u.a. (Hg.), Evangelischer Erwachsenenkatechismus. Glauben – erkennen – leben, Gütersloh 2001, 7. Aufl.
Einführung in das Neue Testament
Do 10.15 – 11.45, 1.311
Diese Einführung vermittelt einen Überblick über das Neue Testament und die Geschichte seiner Erforschung. Dabei stehen die Schriften des NT, ihre Abfassungsverhältnisse und ihre jeweilige theologische Intention im Mittelpunkt. Ein inhaltlicher Schwerpunkt liegt auf der Evangelientradition, die für die Religionspädagogik von besonderer Bedeutung ist, aber auch die anderen Gattungen (Brief, Apokalypse etc.) werden berücksichtigt. Ein methodischer Schwerpunkt liegt auf dem Erlernen der Exegese eines biblischen Textes.
Beachten Sie unsere Homepage zur Methodik der Abfassung einer Exegese: hier klicken.
Literatur:
- Niebuhr, K.-W. (Hg.), Grundinformation Neues Testament (UTB 2108), Göttingen 2003, 2. Aufl
- Theißen, G., Das Neue Testament, München 2004, 2. Aufl.
Es begab sich aber zu der Zeit... - Die Geschichten von der Geburt Jesu (Mt 1-2, Lk 1-2) und deren Theologische Botschaft
Mo 13.45 – 15.15, 1.305
Innerhalb der drei monotheistischen Weltreligionen vertritt nur das Christentum die Überzeugung: Gott wurde Mensch. Judentum und Islam lehnen diese Vorstellung ab. Die Botschaft von der "Fleischwerdung Gottes" gehört insofern zum spezifisch und unverwechselbar Christlichen. Worin liegt die Bedeutung und Brisanz dieser Botschaft? Dieser Frage geht das Seminar zunächst exegetisch nach. Der erste und größere Teil des Seminars widmet sich den berühmten „Weihnachtsgeschichten“ der Evangelien (Lukas 1-2; Matthäus 1-2). Der Schwerpunkt liegt auf Lukas 2,1-21 und Mt 2,1-12. Dabei geht es nicht nur um die der Botschaft der betreffenden Texte, sondern auch um den religions- und sozialgeschichtlichen Kontext. Der zweite Teil des Seminars behandelt in exkursartiger Form die Lehre von der Inkarnation (Menschwerdung Gottes), die Bedeutung der Jungfrauengeburt, die Rolle Marias im Neuen Testament (bzw. im heutigen ökumenischen Dialog) und die Frage nach den Engeln.
Literatur:
- Albani, M.; Bösen, W. u.a., Jesus von Nazareth zu Bethlehem geboren, München 2003
- Stuhlmacher, P., Die Geburt des Immanuel. Die Weihnachtsgeschichten aus dem Lukas- und Matthäusevangelium, Göttingen 2005
- Außerdem: Die Kommentare zum Lukas- und Matthäusevangelium


