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25-05-2012
Lehrveranstaltungen & Kommentare SoSe 2007
Einführung in die Dogmatik
Do 10.15-11.45
Raum: 1.314
Dieses Seminar will ein erstes Kennenlernen der christlichen Glaubenslehre ermöglichen. Dabei geht es um folgende Schwerpunkte: Die Rolle der Bibel für den christlichen Glauben, das christliche Gottesverständnis, die zentrale Bedeutung Jesu Christi, die christliche Sicht der Schöpfung und die christliche Hoffnung (Auferstehung der Toten, Weltgericht u.a.) und die Theodizeefrage.
Literatur:
- Härle, W., Dogmatik, Berlin/New York 2000, 2. Aufl.
- Kießig, M. u.a. (Hg.), Evangelischer Erwachsenenkatechismus. Glauben – erkennen – leben, Gütersloh 2001, 7. Aufl.
- Küng, H. Credo, Das Apostolische Glaubensbekenntnis Zeitgenossen erklärt, München 2004, 5. Aufl.
- Baldermann, I., Ich glaube. Erfahrungen mit dem Apostolischen Glaubensbekenntnis, Neukirchen-Vluyn 2004
- Zimmer, S., Schadet die Bibelwissenschaft dem Glauben? Klärung eines Konflikts, Göttingen 2007
Einführung in das Neue Testament
Do 13.45 – 15.15
Raum: 1.314
Diese Einführung vermittelt einen Überblick über das Neue Testament und die Geschichte seiner Erforschung. Dabei stehen die Schriften des NT, ihre Abfassungsverhältnisse und ihre jeweilige theologische Intention im Mittelpunkt. Ein inhaltlicher Schwerpunkt liegt auf der Evangelientradition, die für die Religionspädagogik von besonderer Bedeutung ist. Doch auch die anderen Gattungen (Brief, Apokalypse etc.) werden berücksichtigt. Ein methodischer Schwerpunkt liegt auf dem Erlernen der Exegese eines biblischen Textes.
Literatur:
- Conzelmann, H.; Lindemann, A., Arbeitsbuch zum Neuen Testament, Tübingen 20001, 3. Aufl.
- Roloff, J., Einführung in das Neue Testament, Hamburg 1995
- Niebuhr, K.-W. (Hg.), Grundinformation Neues Testament (UTB 2108), Göttingen 2003, 2. Aufl.
- Theißen, G., Das Neue Testament, München 2004, 2. Aufl.
- Prostmeier, F., Kleine Einleitung in die synoptischen Evangelien, Freiburg u.a. 2006
- Zimmer, S., Schadet die Bibelwissenschaft dem Glauben? Klärung eines Konflikts, Göttingen 2007
Tod und Auferstehung Jesu als zentrale Themen des christlichen Glaubens
Mo 13.45 – 15.15
Raum: 1.314
Bibelwissenschaftliches und systematisches Hauptseminar Der Tod und die Auferweckung Jesu gehören zu den zentralen Themen des christlichen Glaubens, auch zu seiner Unverwechselbarkeit gegenüber anderen Religionen. Jesus aus Nazareth starb nicht irgendeinen Tod, sondern einen sehr bestimmten. Er starb in jungen Jahren. Er starb keinen natürlichen Tod. Er wurde getötet. Er wurde von den dazu befugten Repräsentanten der gesellschaftlichen Ordnung öffentlich hingerichtet. Er starb den Tod eines Verbrechers. Ist dieser Tod die Konsequenz seines Lebens? Die Botschaft, dass ein als Verbrecher Hingerichteter derjenige sei, den Gott von den Toten aufweckt und zum Retter der Welt erwählt hat, ist einzigartig in der Religionsgeschichte. Wie glaubwürdig ist diese Botschaft? Im ersten Teil des Seminars geht es vor allem um bibelwissenschaftliche Fragen: Was wissen wir über die Hintergründe und Ursachen des Todes Jesu? Inwiefern hat der Tod Jesu nach Auffassung der neutestamentlichen Autoren Heilsbedeutung? Was wissen wir über die Auferweckung Jesu? Welchen Stellenwert hat sie im Neuen Testament? Wie hängen Tod und Auferweckung Jesu zusammen? Im zweiten Teil des Seminars geht es um grundsätzlich systematische Fragen: Wie kann man im Fragehorizont und unter den Verstehensbedingungen des beginnenden 21. Jahrhunderts von der Heilsbedeutung des Todes und der Auferweckung Jesu sprechen und sie überzeugend zur Geltung bringen? Ein Exkurs wird sich dem Thema widmen: der Pozess Jesu und das heutige Gespräch zwischen Christen und Juden. Da es in diesem Seminar um entscheidende Aspekte des christlichen Glaubens geht, soll genügend Zeit für die Diskussion eingeräumt werden, auch im Blick auf zu erwartende Schülerfragen.
Literatur:
- Härle, W., Dogmatik, Berlin/New York 2000, 2. Aufl.
- Theißen, G.; Merz, A., Der historiscche Jesus. Ein Lehrbuch, Göttingen 1996
- Eckstein, H.J.; Welker, M., Die Wirklichkeit der Auferstehung, Neukirchen-Vluyn 2002
- Kessler, H., Sucht den Lebenden nicht bei den Toten. Die Auferstehung Jesu Christi in biblischer, fundamentaltheologischer und systematischer Sicht, Würzburg 2002, 2. Aufl.
- Ebner, M., Jesus von Nazaret in seiner Zeit. Sozialgeschichtliche Zugänge, Stuttgart 2003
- Wilckens, U., Theologie des Neuen Testaments, Bd. 1/2: Jesu Tod und Auferstehung und die Entstehung der Kirche aus Juden und Heiden, Neukirchen-Vluyn 2003
- Hahn, F., Theologie des Neuen Testaments, Bd. 1, Tübingen 20052 Schröter, J., Jesus von Nazareth – Jude aus Galiläa, Retter der Welt, Leipzig 2006
Religionspädagogisches Kolloquium
Mo 15.45 – 17.15 Uhr bzw. (14-täglich) 19.00 Uhr
Raum: 1.314
Beginn: 16.04.07 Ende: 25.06.07
Prof. Nipkow hat wie kein anderer die deutsche Religionspädagogik der letzten dreißig Jahre geprägt und darüber hinaus wichtige Anstöße zur Bildungsdiskussion innerhalb und außerhalb der Kirchen gegeben. Insofern freuen wir uns sehr, dass wir ihn für dieses Hauptseminar gewinnen konnten. Prof. Nipkow hatte viele Jahre den Lehrstuhl für Evangelische Religionspädagogik an der Universität Tübingen inne und ist seit etwa zehn Jahren emeritiert.
In dieser Veranstaltung werden wir ausgewählte Texte aus Nipkows Doppelband „Pädagogik und Religionspädagogik zum neuen Jahrhundert“ mit dem Autor diskutieren. Weil dies in intensiver und vertiefter Weise geschehen soll, ist das Hauptseminar in erster Linie für Hauptfachstudierende sowie besonders interessierte und engagierte Studierende gedacht. Die Teilnahme ist nur auf Grund von persönlicher Anmeldung entweder bei Prof. Pirner (1.307) oder Prof. Zimmer (1.308) möglich. Anmeldungen werden ab sofort entgegen genommen.
Literatur:
- Nipkow, K. E., Pädagogik und Religionspädagogik zum neuen Jahrhundert, 2 Bde., Gütersloh 2005
- Nipkow, K.E., Religionspädagogik zwischen Theologie und Pädagogik, Kirche und Gesellschaft, in: Lachmann, R.; Rupp, H. F. (Hg.): Lebensweg und religiöse Erziehung, Bd. 2, Weinheim 1989, 215-233
Martin Luthers reformatorische Grunderkenntnisse
Do 15.45-17.15
Raum: 1.314
Systematisches Hauptseminar
Nach Paulus ist Luther der erste Theologe, der „Freiheit“ wieder zu einem zentralen Thema der Theologie macht. Freiheit ist für ihn der Inbegriff des Evangeliums. In der Zeit seiner reformatorischen Entdeckung unterschreibt Luther eine Reihe seiner Briefe mit „Martin, der Befreite“. Luther kritisiert die Kirche seiner Zeit, weil sie nicht der Ort der Freiheit, sondern der Unfreiheit ist. Ein Großteil seiner Zeitgenossen begrüßte die Reformation als Befreiungsbewegung , als ein Abschütteln eines jahrhundertealten Jochs. Das Wort „Freiheit“ erlebt durch Luther eine bisher nicht gekannte Blütezeit in den unterschiedlichsten Gesellschaftsschichten. Luthers Theologie liefert vielen Reformwilligen die entscheidenden Argumente. Das „frei aus Glauben“ ist das bleibende Vermächtnis der Reformation.
Martin Luthers reformatorische Erkenntnisse haben die Grundlagen der mittelalterlichen Kirche und Gesellschaft erschüttert und Veränderungen von welthistorischer Bedeutung ausgelöst. Worin besteht der Kern dieser Entdeckungen? Warum konnten sie solche Wirkungen entfalten? Was ist „das Reformatorische“ an der reformatorischen Theologie? Diesen Fragen wird das Seminar nachgehen. Es behandelt Luthers Verständnis des Wortes, der Rechtfertigung, des Menschen, des Glaubens, der Sakramente, der Kirche und der Heiligen Schrift. Das Seminar möchte angehende Religionslehrer/innen mit den wichtigsten Aspekten der refomatorischen Theologie vertraut machen. Das geschieht nicht in konfessionalistischer, sondern in ökumenischer Absicht.
Literatur:
- Oswald Bayer, Die Theologie Martin Luthers, Tübingen 2004, 2. Aufl. (2002)
- Beutel, A. (Hg.), Luther Handbuch, Tübingen 2005
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