Lehrveranstaltungen & Kommentare WS 2007/08
Einführung in das Alte Testament
Seminar
Mi 13.45-15.15
M1
Raum 2.001
Das Alte Testament ist nicht nur die Vorstufe des Neuen Testaments, sondern dessen Basis. Es ist von großer Bedeutung für das heutige christlich-jüdische Gespräch. Das Seminar wird Entstehung, Aufbau und literarische Besonderheiten des Alten Testaments behandeln, aber auch zentrale Themen der alttestamentlichen Theologie (Schöpfung, Exodus, Prophetie, Psalmen, Weisheit). Nach Möglichkeit werden auch Grundzüge der Geschichte Israels behandelt. Zum Themenfeld dieses Seminars gehört vor allem auch eine Einführung in die Methoden heutiger wissenschaftlicher Exegese.
Literatur:
- Erich Zenger u.a., Einleitung in das Alte Testament, Stuttgart 2006, 6. Aufl.
- Friedrich Johannsen, Alttestamentliches Arbeitsbuch für Religionspädagogen, Stuttgart u.a. 2005, 3. Aufl.
- Artikel „Altes Testament“ in RGG und TRE
- Siegfried Zimmer, Schadet die Bibelwissenschaft dem Glauben? Göttingen 2007
Einführung in die Dogmatik
Seminar
Fr 8.15-9.45 Uhr
M1
Raum 1.314
Dieses Seminar will ein erstes Kennenlernen der christlichen Glaubenslehre ermöglichen. Dabei geht es um folgende Schwerpunkte: Die Rolle der Bibel für den christlichen Glauben, das christliche Gottesverständnis, die zentrale Bedeutung Jesu Christi, die christliche Sicht der Schöpfung und die christliche Hoffnung (Auferstehung der Toten, Weltgericht u.a.) und die Theodizeefrage.
Literatur:
- Härle, W., Dogmatik, Berlin/New York 2007, 3. Aufl.
- Kießig, M. u.a. (Hg.), Evangelischer Erwachsenenkatechismus. Glauben – erkennen – leben, Gütersloh 2001, 7. Aufl.
- Küng, H. Credo, Das Apostolische Glaubensbekenntnis Zeitgenossen erklärt, München 2004, 5. Aufl.
- Baldermann, I., Ich glaube. Erfahrungen mit dem Apostolischen Glaubensbekenntnis, Neukirchen-Vluyn 2004
- Zimmer, S., Schadet die Bibelwissenschaft dem Glauben? Klärung eines Konflikts, Göttingen 2007
Gleichnisse Jesu
Hauptseminar
Mi 10.15-11.45 Uhr
M 3 / 5 / 6
Raum 1.315
Die Gleichnisse Jesu gehören zum Kernbestand der Verkündigung Jesu. Sie sind sein "erzählerisches Lebenswerk" (Baudler). Nicht zufällig üben sie bis heute eine Faszination aus. In seinen Gleichnissen erzählt Jesus, was er unter "Reich Gottes" versteht und wie es sich im Leben der Menschen und der Gesellschaft auswirkt. Dabei geben diese Erzählungen viel über den Erzähler selbst zu erkennen. Der Reiz der Gleichnisse Jesu liegt unter anderem in ihrer sprachlichen Qualität. Worin besteht sie? Inwiefern vermag Jesus auch durch Worte zu heilen und zu befreien? Wie versucht Jesus in seinen Gleichnissen einen Weg zu seinen Hörerinnen und Hörern zu finden, sich ihnen verständlich zu machen, sie für das Reich Gottes zu gewinnen? Diesen Fragen wird das Hauptseminar nachgehen. Im Mittelpunkt des Seminars steht die Auslegung der bekanntesten Gleichnisse Jesu. Es werden aber auch einige der unbekannteren Gleichnisse interpretiert. Neben der praktischen Auslegung spielt auch die Theorie der Gleichnisauslegung im 20. Jahrhundert eine Rolle. Didaktische und entwicklungspsychologische Fragen im Blick auf den Unterricht kommen bei der Einzelauslegung der Gleichnisse immer wieder mit zur Sprache, stehen aber nicht im Vordergrund des Seminars.
Literatur:
- Artikel „Gleichnis“ in RGG und TRE
Weitere Literatur wird im Seminar bekannt gegeben.
Das Buch Hiob und die Theodizeefrage
Hauptseminar
Do 10.15-11.45 Uhr
M 4/5/6
Raum 1.250
"Warum lässt Gott es zu, dass z.B. Kinder rücksichtslos gemordet werden, dass Menschen gefoltert werden, dass es unsinnige Kriege gibt? Ist Gott nicht der Allmächtige? Warum hungern Menschen, wo in anderen Ländern Menschen Essen wegwerfen? Wenn Gott doch bei uns ist, warum bestraft er diese Menschen so, wobei sie doch manchmal gütiger und verständnisvoller sind als die habgierigen Menschen, die nicht hungern! Ich finde, wenn es Gott gibt, sollte er ruhig etwas mehr gerechter sein und auch mal praktisch helfen. Es fällt mir sehr schwer, an Gott unter diesen Umständen zu glauben. Wenn mir einer den Sinn erklären könnte, den Gott mit diesem 'gerechten' Verfahren hat, dem wäre ich sehr dankbar!"
(16-jähriger Schüler)
Die Frage, wie man angesichts der Ungerechtigkeit der Welt und angesichts des unschuldigen Leids an einen gütigen Gott glauben kann, gehört zu den wichtigsten und schwersten reli- gionspädagogischen Herausforderungen unserer Zeit. Wie stehen wir selbst dieser Frage ge- genüber? Das Seminar wird der Theodizeefrage vor allem anhand des Buches Hiob nachge- hen. Welchen Erkenntnisgewinn stellt dieses Buch bereit? Wie verhält sich die Geschichte und Botschaft Jesu zum Buch Hiob? In einem zweiten, kürzeren Teil des Seminars steht die Theodizeefrage grundsätzlich im Mittelpunkt. Wie ist die christliche Tradition mit dieser
Frage umgegangen? Welche traditionellen Wege müssen als Sackgassen aufgegeben werden? Welche Hoffnungen bleiben? Was können wir Schüler/innen sagen?
Literatur:
- Artikel „Hiob / Hiobbuch“ und „Theodizee“ in RGG und TRE.
Weitere Literatur wird im Seminar bekannt gegeben.
Kompaktwoche:
Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten – ein praxisorientierter Trainingskurs für Studierende der Fächer Ev. / Kath. Theologie
11.02.08 – 15.02.08
Beginn: Montag, 11.02.08, 10.15 Uhr in Raum 1.314
Diese Kompaktwoche ist ein praxisorientierter Trainingskurs zu alle Fragen, die mit dem anfertigen einer wissenschaftlichen Arbeit zusammenhängen (Seminararbeit, Hauptseminar-arbeit, Examensarbeit). Der Kurs ist insbesondere gedacht für Studierende, die an einer Seminararbeit, Hauptseminararbeit oder Examensarbeit sitzen bzw. demnächst mit einer solchen Arbeit beginnen. Bringen Sie bitte Ihre angefangenen Arbeiten zu dieser Kompakt-woche mit, dann können wir direkt an konkreten Beispielen arbeiten! Es wird in dieser Woche vor allem um folgende Fragestellungen gehen: Was ist ein guter Stil? Wie kann man einen guten Stil erlernen? Worin liegen die Merkmale eines wissenschaftlichen Textes? Welche Kriterien entscheiden darüber, ob eine wissenschaftliche Arbeit an einer Hochschule eine gute Note erhält? Die Woche ist insbesondere gedacht für Studierende des Faches Ev. oder Kath. Theologie. Es ist aber nicht ausgeschlossen, dass interessierte Studierende anderer Fächer an dieser Kompaktwoche teilnehmen können. Eine besondere Anmeldung ist nicht erforderlich. Erscheinen Sie einfach mit möglichst vielen Unterlagen am Montag, 11.02.08, um 10.15 Uhr in Raum 1.314.


