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24-05-2012
Aktuelle Studien
Medienpädagogik in der sonderpädagogischen Ausbildung von Lehramtsstudierenden
Auf Grundlage der Auswertung bestehender medienpädagogischer Angebote im Rahmen der sonderpädagogischen Ausbildung von Lehramtsstudierenden (in Baden-Württemberg) sowie einer explorativen Studie zur beruflichen Praxis mit einem Fokus auf Fragen der Medienkompetenz/ medienpädagogischen Kompetenz von Sonderpädagogen/ innen sollen Perspektiven für eine Intersektion von Medienpädagogik und Sonderpädagogik in Bezug auf den Ausbildungsbereich entwickelt werden. Teil des Forschungsprojekts sind Analysen zu den Medienbiografien von Lehramtsstudierenden (Sonderpädagogik), um Zusammenhänge zwischen personalen Dispositionen (u. a. Erziehungsstil der Eltern, eigene Erfahrungen mit Unterricht etc.) und Haltungen gegenüber Medien/ Medienpädagogik herauszuarbeiten.
Die theoretisch-konzeptionellen Überlegungen zur Intersektion von Sonderpädagogik und Medienpädagogik und die Erkenntnisse aus den empirischen Erhebungen zu den bestehenden Ausbildungsangeboten (Hochschulen), zu den Medienbiografien (Studierende) und zur beruflichen Praxis (ausgewählte Einrichtungen/ Akteure) sollen in die Entwicklung eines medienpädagogischen Curriculums für die Hochschulausbildung von Sonderpädagogen/ innen einmünden.
Projektleitung:
Prof. Dr. Horst Niesyto
Projektmitarbeiter:
Dipl. Päd. Jan-René Schluchter (Akad. Mitarbeiter und Doktorand)
Mediendidaktische Grundlagen für Realschulen im E-Learning-Kontext
Das Projekt intendiert die Erprobung und Evaluation eines Online-Kurses „Mediendidaktik“ für Lehramtsstudierende, der realschulbezogene Besonderheiten berücksichtigt. Das übergeordnete Ziel besteht darin, Studierende im Bereich des Realschulstudiengangs mit mediendidaktischen Grundlagen und Arbeitsweisen im
e-Learning-Kontext vertraut zu machen und sie zu befähigen, handlungsorientierte und schülerzentrierte Unterrichtsmethoden mittels e-Learning in exemplarisch ausgewählten Inhaltsbereichen zu entwickeln. In diesem Zusammenhang reflektiert das Teilprojekt in theoriebildend-konzeptioneller Perspektive Verknüpfungsmöglichkeiten zwischen schülerzentrierten Unterrichtsformen (Methodenkompetenz) und Aufgaben im Bereich der Medien-, der Fach- und der personalkommunikativen Kompetenz, die im Hinblick auf e-Learning-Arrangements operationalisiert werden. Auf dieser Grundlage erfolgt die Analyse des neuen Bildungsplans für Realschulen in Baden-Württemberg unter dem Aspekt, welche Inhaltsbereiche besonders für die Bearbeitung in e-Learning-Kontexten geeignet erscheinen.
Das Projekt ist Teil eines landesweiten Promotionskollegs „E-learning in der Schule als Grundstein für lebenslanges Lernen“, das von 2007-2010 an mehreren Pädagogischen Hochschulen in Baden-Württemberg stattfindet.
Projektgruppe (Teilprojekt): Prof. Dr. Horst Niesyto (Leitung), Dr. Petra Reinhard-Hauck (mediendidaktische Praxis und Beratung), Martina von Zimmermann (Doktorandin).
Finanzielle Förderung durch das Wissenschaftsministerium Baden-Württemberg und den Forschungsausschuss der PH Ludwigsburg.
Medienbildung im Kontext von Web 2.0
Das Promotionsprojekt von Verena Ketter untersucht, über welche Vorerfahrungen Jugendliche mit Web 2.0 verfügen, welche Potenziale das Web 2.0 für Bildung und Lernen in der außerschulischen Jugendbildung bietet und welche Lernarrangements, Methoden und Konzepte für eine handlungsorientierte Medienarbeit mit Web 2.0 zielgruppenspezifisch zu entwickeln sind (Schwerpunkt: bildungsbenachteiligte Sozialmilieus). Diesen Fragen wird im Rahmen von sechs bis acht medienpädagogischen Workshops nachgegangen, die im Main-Taunus-Kreis und in Wiesbaden in Kooperation mit Jugendeinrichtungen stattfinden. Das Zustandekommen, der Prozessverlauf und die erstellten Produkte werden mittels teilnehmender Beobachtung, Einzel- und Gruppengesprächen sowie Produktanalysen ausführlich dokumentiert und ausgewertet.
Betreuung: Prof. Dr. Horst Niesyto
Methodische Zugänge zur Analyse der Selbstdarstellung Jugendlicher auf der Internet-Videoplattform ‚Youtube’
Das explorativ angelegte Kleinforschungsprojekt geht der Frage nach, mit welchen Forschungsmethoden multimediale Selbstdarstellungen Jugendlicher in Videoforen wie Youtube erschlossen werden können. Hierzu werden u. a. eine Literaturstudie zum Bereich virtueller Ethnografie sowie Interviews mit Jugendlichen durchgeführt, die schon Videos in Videoplattformen eingestellt haben.
Das Projekt steht in Zusammenhang mit einem Dissertationsvorhaben von Christoph Eisemann.
Leitung: Prof. Dr. Horst Niesyto; Mitarbeiter: Christoph Eisemann
Finanzielle Förderung durch den Forschungsausschuss der PH Ludwigsburg.
Analyse der Einflüsse auf die visuelle Kommunikation anhand professioneller und medienpädagogischer Produktionen im Bereich der Kriegs- und Krisenkommunikation
Das kooperative Promotionsprojekt von Stefanie Frie und Jeldrik Pannier geht der Frage nach, welchen Faktoren und Einflüssen die Produktion von visuellen Medienprodukten unterliegt. Gegenstand sind professionelle Medienproduktionen wobei eine Konzentration auf den Bereich der visuellen Kriegs- und Krisenkommunikation erfolgt. Zur Untersuchung werden sowohl im deutschsprachigen als auch im US-amerikanischen Raum biographische Interviews mit Kriegs- und KrisenfotografInnen durchgeführt, ergänzt durch Experteninterviews mit Personen aus Bildredaktionen und Fotoagenturen. Außerdem findet eine Sekundärauswertung von Materialien aus einem Medienprojekt des „Internationalen Zentralinstituts für das Jugend- und Bildungsfernsehen“ (
IZI) mit Kindern zum Thema "Kinder sehen Krieg“ statt. Im Schnittfeld von medienwissenschaftlichen und medienpädagogischen Analysen reflektiert die Studie auch medienethische Fragen. Hierdurch soll der Dialog zwischen Medienschaffenden und MedienpädagogInnen befördert werden.
Betreuung: Prof. Dr. Horst Niesyto
Beratung im Bereich Medienethik:
Prof. Dr. Matthias Rath
Finanzielle Förderung durch den Forschungsausschuss der PH Ludwigsburg
Subjektorientierte Filmbildung in der Hauptschule. Theoretische Grundlegung und pädagogische Konzepte für die Unterrichtspraxis
Die in theoriebildend-konzeptionell angelegte Arbeit von Björn Maurer (Promotionsarbeit) entwickelt im Spannungsfeld von audiovisueller Bildung und Persönlichkeitsbildung ein subjektorientiertes Filmbildungskonzept für die Hauptschule (Sekundarstufe I). Das Konzept verbindet aktiv-produktive Ansätze der Medienarbeit mit rezeptiver Filmarbeit und vermittelt zwischen den Polen Filmerziehung (Medium Film als Lerngegenstand) und Filmdidaktik (Film als Medium zur Unterstützung von inhaltsbezogenen Lernprozessen).
Betreuung: Prof. Dr. Horst Niesyto
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