http://www.ph-ludwigsburg.de/8285+M5ab988697c2.1.html
25-05-2012
Christoph Eisemann
eisemannchris(at)ph-ludwigsburg.de
Kurzvita
Jahrgang 1980
- seit 2012
Teilnahme am Deutsch-Französischen Zukunftsdialog (Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP) / Institut français des relations internationales (Ifri) / Robert Bosch Stiftung) - seit 2011
ehrenamtliche Mitarbeit in der AG "Mittelmeer - Wissenschaft, Kultur, Politik" des wissenschaftlichen Initiativkreises "Kultur und Außenpolitik", Institut für Auslandsbeziehungen (ifa), Stuttgart - seit 2010
ehrenamtliche Mitarbeit in der Jugendinformation Stuttgart - seit 2009
ehrenamtliche Trainings für Medienkompetenz an Haupt- und Realschulen (Schwerpunkt: Online-Bewerbung) - seit 2008
Promotion als Stipendiat der Landesgraduiertenförderung an der PH Ludwigsburg, Fakultät I, Institut für Erziehungswissenschaft, Abteilung Medienpädagogik - seit 2006
Freie Mitarbeit in der Jugend-Medienforschung - 2007 - 2008
Eignungsfeststellungsverfahren für die Zulassung zur Promotion an der PH Ludwigsburg - 2006 - 2008
Direktionsassistenz / Mitarbeit in der Kulturabteilung des Consulat Général de France Stuttgart / Institut français de Stuttgart - 2001 - 2006
Studium der Medienwirtschaft, Abschluss: Dipl.-Wirt.-Ing. (Medien) an der Hochschule der Medien Stuttgart. Diplomthema: "Politische Weblogs. Eine theoretische und explorativ-analytische Annäherung an die Kommunikationsfunktion eines neuen Medienformats." - 2005 - 2006
Praktikum als Assistent der Kulturabteilung, Goethe Institut Paris - 2005
Praktikum als Direktionsassistent bei Schaeffler Automotive Aftermarket, Paris - 2004-2005
Studium der Fächer Cinéma und Communication an der Université Sorbonne Nouvelle, Paris - 2002-2003
Praktikum (Redaktion und Kamera) bei Südwest News TV, Stuttgart (im Auftrag von RTL Television)
Veröffentlichungen
Eisemann, Christoph (2011): „Dedicated to my love“. Zur Ritualhaftigkeit des gegenseitigen Widmens von Videos auf YouTube. In: Grimm, Petra; Zöllner, Oliver (Hg.): Medien - Rituale - Jugend. Perspektiven auf Medienkommunikation im Alltag junger Menschen. Stuttgart: Franz Steiner (Medienethik, 9), S. 125–134.
Eisemann, Christoph (2011): "Everything because of C Walk". Zur Bedeutung von YouTube für das Selbst und das Geschlechterverhältnis. In: Hoffmann, Dagmar; Neuß, Norbert; Thiele, Günter (Hg.): stream your life!? Kommunikation und Medienbildung im Web 2.0. München: kopaed, S. 197–206.
Eisemann, Christoph (2010): "Medien - Rituale - Jugend." Tagungsbericht zum IX. HdM-Symposium zur Medienethik. In: Ludwigsburger Beiträge zur Medienpädagogik, Heft 13. Online verfügbar unter
http://www.ph-ludwigsburg.de/fileadmin/subsites/1b-mpxx-t-01/user_files/Online-Magazin/Ausgabe13/Tagungen13.pdf
Eisemann, Christoph; Niesyto, Horst (2008): Audiovisuelle Eigenproduktionen Jugendlicher im Internet als Forschungsgegenstand. In: Langewitz, Oliver (Hg.): Film und Internet. Über die Nutzung von Film- und Videocontent im Web 2.0; Tagungsband. 1. Aufl. Göttingen: Cuvillier, S. 109-152.
Eisemann, Christoph (2008): Why do they tube? Aspekte zur Nutzung von Videoplattformen durch Jugendliche und junge Erwachsene. In: Ludwigsburger Beiträge zur Medienpädagogik, H. 11/2008, verfügbar im Internet unter
http://www.ph-ludwigsburg.de/fileadmin/subsites/1b-mpxx-t-01/user_files/Online-Magazin/Ausgabe11/Forschung11.pdf
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Eisemann, Christoph (2007): Mediensozialisation. Theoretische Überlegungen und Befunde zur aktuellen Mediensozialisationsforschung. In: Ludwigsburger Beiträge zur Medienpädagogik. H. 10, verfügbar im Internet unter
http://www.ph-ludwigsburg.de/fileadmin/subsites/1b-mpxx-t-01/user_files/Online-Magazin/Ausgabe10/Eisemann10.pdf.
Mitarbeit:
Brüggen, Niels; Wagner, Ulrike; Gebel, Christa (2009): Web 2.0 als Rahmen für Selbst-darstellung und Vernetzung Jugendlicher. Analyse jugendnaher Plattformen und ausgewählter Selbstdarstellungen von 14- bis 20-Jährigen. Erster Teil der Studie "Das Internet als Rezeptions- und Präsentationsform für Jugendliche" im Auftrag der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM). Unter Mitarbeit von Peter Gerlicher, Kristin Vogel und an Teilbereichen Britta Müller, Ilona Cwielong, Christoph Eisemann, Jane Fleischer, Monika Eder. JFF - Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis. Online verfügbar unter
http://www.jff.de/dateien/Bericht_Web_2.0_Selbstdarstellungen_JFF_2009.pdf
Grimm, Petra; Rhein, Stefanie; Clausen-Muradian, Elisabeth (2008): Gewalt im Web 2.0. Der Umgang Jugendlicher mit gewalthaltigen Inhalten und Cyber-Mobbing sowie die rechtliche Einordnung der Problematik. Unter Mitarbeit von Elisabeth Koch und Christoph Eisemann. Berlin: Vistas (Schriftenreihe der NLM, 23).
Grimm, Petra; Rhein, Stefanie (2007): Slapping, Bullying, Snuffing! Zur Problematik von gewalthaltigen und pornografischen Videoclips auf Mobiltelefonen von Jugendlichen. Berlin: Vistas.
Vorträge und Veranstaltungen
Eisemann, Christoph (06.12.2011): Zur Bedeutung von YouTube für das Selbst und das Geschlechterverhältnis. Veranstaltung vom 06.12.2012, aus der Reihe "HdM-Symposium zur Medienethik". Stuttgart. Veranstalter: Hochschule der Medien.
Eisemann, Christoph (29.09.2011): Gewalt im Web 2.0. Präsentation der Ergebnisse der Studie "Gewalt im Web 2.0. Der Umgang Jugendlicher mit gewalthaltigen Inhalten und Cyber-Mobbing sowie die rechtliche Einordnung der Problematik" (Grimm et al. (2008), Berlin: Vistas). Fachtagung „Cyber-Hate - Hass, Gewalt und Mobbing im Web 2.0" am 29.09.2011, Saarbrücken. Veranstalter: Landesmedienanstalt Saarland.
Eisemann, Christoph; Ketter, Verena (2009): Selbstinszenierungen im Social Web. Bedeutung jugendkultureller Praktiken für das Selbst und das Geschlechterverhältnis. Workshop beim 26. Forum Kommunikationskultur der GMK. Veranstaltung vom 21.11.2009. Berlin, Landesvertretung Nordrhein-Westfalen. Veranstalter: Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur (GMK). Programm online verfügbar unter:
http://www.gmk-net.de/index.php?id=32
Eisemann, Christoph (2009): Selbstdarstellung Jugendlicher und junger Erwachsener auf Videoproduktionen. Fachtagung Selbstdarstellung Jugendlicher im Internet. 02.-03.07.2009, Ludwigsburg. Veranstalter: Abteilung Medienpädagogik, Pädagogische Hochschule Ludwigsburg, Institut für Erziehungswissenschaft in Zusammenarbeit mit dem Interdisziplinären Zentrum für Medienpädagogik und Medienforschung (IZMM) der PH Ludwigsburg sowie der Kommision Medienpädagogik der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (DGfE): Online unter:
http://www.ph-ludwigsburg.de/9190+M549484c96a0.html
Eisemann, Christoph (2009): Selbstdarstellung Jugendlicher und junger Erwachsener auf Videoplattformen. Vorstellung des Dissertationsprojekts beim internationalen Doktorandenkolloquium der Tagung "Game Cultures". Veranstaltung vom 19.03.2009. Magdeburg. Veranstalter: Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg; Kommission Medienpädagogik; DGfE. Online verfügbar unter:
http://www.uni-magdeburg.de/gamecultures/index.php?lang=en
Eisemann, Christoph (2008): Audiovisuelle Selbstdarstellung auf YouTube.Posterpräsentation. Veranstaltung vom 28.11.2008, aus der Reihe "Tag des Wissenschaftlichen Nachwuchses". Ludwigsburg. Veranstalter: Pädagogischen Hochschulen Baden-Württembergs. Abstract online verfügbar unter:
http://www.ph-ludwigsburg.de/fileadmin/subsites/9i-verw-t-01/user_files/Forschung/TdWN/TdwN_2008/15112008tdwn-Programm-kompakt.pdf
Eisemann, Christoph (2007): "Broadcast yourself!" Audiovisuelle Eigenproduktionen Jugendlicher und neue Inszenierungspraktiken in Videoforen. Veranstaltung vom 24.11.2007 an der Universität Karlsruhe (TH). Veranstalter: Filmboard Karlsruhe; Medienzentrum an der Universität Karlsruhe (TH). Programm online verfügbar unter:
http://www.film-und-internet.de/index.html
Promotionsvorhaben - Projektskizze
Audiovisuelle Selbstdarstellung auf YouTube (Arbeitstitel)
„Der Mensch braucht Bilder,
um sich mit deren Hilfe
seiner selbst zu vergewissern.“
(Wulf/Zirfas 2005, S. 21)
Thema
„Wir alle spielen Theater.“ Diese Formulierung des Soziologen Erving Goffman erscheint heute, insbesondere vor dem Hintergrund jüngster Studien zur Nutzung des Web 2.0 , die bei Jugendlichen eine starke Zunahme verzeichnet, in neuem Licht. Seit Februar 2005 existiert die Internetplattform YouTube, auf der heute täglich hundertausende Videos von Nutzern hochgeladen und 2 Milliarden Clips betrachtet werden (YouTube 2010: Internet). In Deutschland hat laut Medienpädagogischem Forschungsverbund bereits jeder zehnte Internetnutzer zwischen 12 und 19 Jahren ein Video auf YouTube eingestellt, drei Fünftel nutzen die Videoplattform passiv (JIM-Studie 2007, S. 42).
Die Brisanz des Themas „Selbstdarstellung im Internet“ zeigt sich zum einen im Echo der Medien auf neue Praktiken der Selbstdarstellung und der Nutzung von Videoplattformen, deren Bedeutung von Erwachsenen häufig nur schwer nachvollzogen werden kann. Zugleich kreisen auch die Fragen der Forschung zunehmend um Aspekte der Nutzung des Social Web und der dort praktizierten Kommunikationsmodi sowie um ihre kulturelle und soziale Bedeutung. Die Komplexität des Untersuchungsgegenstandes mag ein Grund für die bisherige Zurückhaltung der Forschung gewesen sein. In meiner Dissertation möchte ich mich diesem Gegenstand wie im Folgenden skizziert, annehmen.
Forschungsfragen
Es bestehen seitens der Pädagogen, der Eltern und der Politik große Unsicherheiten bezüglich neuer Medienpraktiken junger Menschen, die zunehmend deren Alltagsbereiche durchdringen. Daraus ergibt sich ein dringender Bedarf an Forschungsarbeiten, die Einblick in die kulturellen und sozialen Medienpraktiken geben. In meinem Dissertationsprojekt werde ich die Plattform YouTube im Hinblick auf die audiovisuelle Selbstdarstellung Jugendlicher und junger Erwachsener in Deutschland untersuchen. In der Vergangenheit wurde bereits gezeigt, dass audiovisuelle Eigenproduktionen von Jugendlichen wertvolle Anhaltspunkte über deren Lebenswelt, Themen, Weltbilder, Werte- und Rollenvorstellungen und ästhetisches Empfinden bereithalten. Ich beschäftige mich mit folgenden Forschungsfragen, wobei stets ein Fokus auf die unterschiedliche soziale und kulturelle Lebenslage der Teilnehmer gerichtet wird:
A Mit welchen Themen und Inhalten setzen sich Jugendliche und junge Erwachsene
audiovisuell auseinander?
• Wo liegen Bezugspunkte im (Medien-)Alltag?
• Sind die Inhalte und Nutzung relevant für die Identitätskonstruktion junger Menschen?
B Welcher ästhetischen Ausdrucksformen bedienen sie sich dabei?
• Was lässt sich über die medialen Codierungskompetenzen (vorhandene Medienkompetenzen) und deren Einsatz in den Videofilmen (performative Dimension) aussagen?
• Geben Codierungsformen Hinweise auf „Symbolmilieus“?
C Wie werden kommunikative und soziale Praktiken auf der Plattform in den Alltag
integriert?
• Welche soziale Bedeutung hat die visuelle Präsenz im Internet?
Methodik
Gerahmt von einem Forschungskonzept in Anlehnung an die Grounded Theory (zuerst Glaser/Strauss 1967) wird für die konkrete, gegenstandsadäquate Methodik auf erste Versuche der virtuellen Ethnografie zurückgegriffen. Solche Ansätze werden seit einiger Zeit unter Stichworten wie virtuelle Ethnografie, Netnografie, Cyberethnografie u.ä. erarbeitet. Dabei besteht die Herausforderung einerseits in der Verbindung der Forschung im Feld des Internet mit der in der Offline-Alltagswelt. Andererseits gilt es, die Analyse diskursiver mit der Analyse audiovisueller Texte und jener der kommunikativen Strukturen zu verknüpfen. Bisher fanden vor allem Analysen diskursiver Texte statt. In Ludwigsburg besteht bereits eine spezielle Expertise auf dem Gebiet der audiovisuellen Jugend-Medienforschung (s. „VideoCulture“; „CHICAM“ ), die sich in zahlreichen deutschsprachigen und englischsprachigen Fachpublikationen äußert. Die in Videoproduktionen enthaltenen präsentativ-symbolischen Darstellungen eröffnen Zugänge zu emotionalen und latenten Aspekten, die in verbalen Erhebungsmethoden oft nicht zu erfassen sind. Um Bedeutung und Einfluss des Social Web für den schulischen, beruflichen und privaten Alltag junger Menschen, für ihre sozialen Beziehungen, ihr Wertesystem und ihre Identitätskonstruktionen analysieren und verstehen zu können, ist es notwendig, das bisherige methodische Instrumentarium zu erweitern. „Klassische“ Methoden der teilnehmenden Beobachtung oder von Face-to-Face-Interviews sind nur begrenzt geeignet, um einen Zugang zu jugendlichen Produzenten und Usern zu erhalten. Sie werden hier ergänzt, durch Filmanalysen von Videos, die von Jugendlichen oder jungen Erwachsenen auf der Plattform YouTube eingestellt wurden und von der Untersuchung der kommunikativen Strukturen auf der Video-Plattform.
Bei Fragen zum Projekt erreichen Sie mich per Mail an eisemannchris(at)ph-ludwigsburg.de.
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