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„Warum wird in Deutschland geturnt? 200 Jahre Turnen“

Jeder hat schon vom Eltern-Kind-Turnen oder dem Kinderturnen gehört oder sogar selbst mitgemacht. Doch wie hat es sich eigentlich entwickelt? Prof. Dr. Annette R. Hofmann zeigt in Ihrer Vorlesung, dass Turnen schon immer mehr war als nur Sport.

1811 errichtete der sogenannte Turnvater Friedrich Ludwig Jahn in der Berliner Hasenheide einen ersten öffentlichen Turnplatz mit verschiedenen Turngeräten und Klettergerüsten zur „körperlichen Ertüchtigung“ der männlichen Jugend. Er versammelte dort an schulfreien Nachmittagen Schüler aus den Gymnasien Berlins, später auch Männer aus überwiegend bürgerlichen Kreisen. Das Besondere war, dass erstmals im Freien, in aller Öffentlichkeit und für jeden zugänglich geturnt werden konnte. Um die Geräte zu bezahlen, wurden freiwillige Beiträge verlangt. Turner, die nicht so viel Geld hatten, konnten umsonst turnen. Die Turnkleidung war aus billigem Leinen und für alle gleich.

Das Turnen hat sich zu einer überregionalen und nationalen „Körperkultur“ entwickelt und wurde auch von Politik und Geschichte beeinflusst. So entstand nach und nach unser bis heute bestehendes Sportsystem, bei dem jeder, ob arm oder reich, freiwillig mitmachen kann. Heute turnen rund 5 Millionen Mitglieder unter dem Dach des Deutschen Turner-Bundes in über 20.000 Turnvereinen und Turnabteilungen.

 

 Also gleich anmelden bei der  Stadt Ludwigsburg und mitmachen!

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