|
|
Nachdem
sich Herr von W* eines Morgens von seinem nicht gerade euphonisch
polierten Schreibtisch, welcher in dem ursächlich veralteter Tapeten
verdunkelten Zimmer zum natürlichen Licht, das durch hohe Fenster
flutete, hingestellt, erhob, um mittels Kraft der Lungen den Staub von
einigen der im Regal aufbewahrten Bücher zu entfernen, rief ihn seine
Ehefrau, Frau von W*, zum Morgenkaffee, neben dem sie noch etwas Brot
und Konfitüre auftischte. In der Tasse dampfte schon der Kaffee, und
Herr von W*, behände einige Verunreinigungen von der Weste klopfend,
musste sich wiederholt von seiner sorgenden Gattin sagen lassen, dass
unter Staubwolken Kaffee zu trinken wohl nicht das Gesündeste sei.
Worauf von W* sich mit eingeübten Redefiguren rechtfertigte, dass, wenn
nicht er selbst, niemand sonst geeignet sei, die Zersetzung all des
Papiers so lange als möglich, wenn nicht zu verhindern, so doch
hinauszuzögern, um die Gereimtheiten, welche in den Büchern nun mal
gesammelt, über den Augenblick zu retten. Denn der gemeinsame Sohn, den
Erfordernissen pedantischer Pflege der über Generationen hinweg
angehäuften Bibliothek, deren Umfang in der Stadt Verblüffung
hervorrief, untreu geworden, habe sich ja nicht mehr damit befassen
wollen, all die gedruckten Bände und handgeschriebenen Bögen, von denen
er später nur noch gering sprach, zu sichten und zu gruppieren und ist
vor Jahresfrist fort ins Blaue hinein gezogen. Er, der Sohn, sei,
sprach Herr von W* im Kaffeedampf, Wörter überdrüssig und suche, wie er
sich ausdrückte, Dinghaftes abseits des düsteren Archivs. Dabei
schüttelte der in die Jahre gekommene Patriarch leicht seinen Kopf und
versuchte, im Bohnenkonglomerat zu lesen, was er bald aufgab und
indessen seine Gemahlin, deren Herkunft sich auf ein provenzalisches
Geschlecht zurückverfolgen lässt, ersuchte, von dem Camembert zu geben,
der vom Vortage übrig blieb.
Weiterhin,
in täglich steigendem Grade, bereitete die Abkehr des Sprösslings, dem
er und seine bessere Hälfte Jahr um Jahr eine mannigfache Ausbildung
angedeihen ließen, dem Hausherrn beträchtliche Sorgen. Mit Verdruss,
Befremden dachte von W* an die Momente, wie der junge Mann in seinem
24. Jahr dem Vater eröffnete, dass er die Verantwortung, im Archiv die
Literatur der Jahrtausende zu gewichten, zu übernehmen nicht imstande
sei und geradewegs seinen Verzicht auf die Mitarbeit im Depot erklärte.
An Stelle des Verschiebens von Folianten und auch Autographen und
Partituren ließe sich Erquicklicheres denken, sagte er dem Vater ins
Gesicht, und von W* vermerkte während des Wortstreits den vormals nicht
zur Geltung gekommenen abschätzigen Tonfall seines Stammhalters, der
ihn beschämte. Herr von W*, Abkömmling einer brandenburgischen Familie,
worüber er, gemäß einer Übereinkunft von alters her, entgegen niemandem
ein Aufhebens machte, nahm immer den Standpunkt ein, dass die Abfolge
derer, welche die Fürsorge für das riesige Archiv zu leisten haben,
gewissermaßen dynastisch legitimiert sei, dass also von W*s Erst- und
Einziggeborener sich für die zu verrichtende Arbeit die nötige
Ernstlichkeit anzueignen habe, die unabweislich sei, den Anforderungen
zu genügen. Und Herr von W* hielt dafür, dass die Ansprüche vielmehr
steigen, als dass sie sinken, obgleich ihm folglich der
Auseinandersetzungen mit seinem Sohne der Stachel des Zweifels zusetzte
und ihn in bange Unruhe versetzte, die er, bevor Zweifel und Anmaßung
in sein Blickfeld drangen, zwar von den Autoren der zu verwaltenden
Schriften kannte, nicht jedoch aus eigener Anschauung. Jedenfalls
erschien von W* die Aussicht, die Bibliothek möge künftig ohne einen
geeigneten Nachfolger verwahrlosen, betrüblich, und er musste auf
Mittel sinnen, diesen Umstand, der drohend vor ihm stand wie eine
dunkle Welle der Trauer, zu verhindern.
Gegenüber
seiner Gattin, welche eine schöne Seele zu nennen mit praktischem Sinn
für die Gegebenheiten einer von der äußeren Welt eher losgelösten
Stätte, machte von W* gewöhnlich keine Anstalten, sich zu beklagen oder
von Untergang zu sprechen. Vielmehr riet sie ihm, er solle zu seiner
Erholung im Licht des Morgens den Feldweg begehen, welcher einige Meter
seitwärts des Archivs verläuft und sowohl von Espen als auch einem
heiter sprudelnden Bächlein begleitet wird. Dem Anraten seiner Frau
folgte von W* zunehmend gern, und er gewann Freude daran, den Wolken
nachzuschauen und ebenso die farblichen Abstufungen des Laubes und der
Gräser zu deuten wie das kindlich anmutende Plätschern des Baches, an
dessen Rand er stand, um die wiederkehrenden, monotonen Melodien zu
vernehmen, die das klare Wasser, über flache Steine fließend, erzeugte.
Von W* vermeinte, der unstete Rinnsal müsse einer mineralen Formation
entspringen, welche ohne Unterlass sprudelnde Wasser ausstieß, die, zu
nichts gezwungen außer der Durchdringung des Bodens, ein Widerschein
gestalterischer Macht schienen, deren Verlauf bis zur Mündung zu
verfolgen der Archivar nicht die Notwendigkeit fühlte. Seine Pflichten
in dem großen Haus hielten ihn davon ab, die Einmündung aufzusuchen.
Sobald
Frau von W* den Camembert wieder vom Tisch genommen hatte und Herr von
W* allen Kaffee ausgetrunken, begab sich der Schriftgelehrte wiederum
ins Archiv, um die Arbeit nicht zu vernachlässigen. Mittlerweile hatte
sein Gehilfe, der Herr Egbert, der, nunmehr in seinem 56. Jahr, dank
überzogener Höflichkeit die gemeinsamen Mahlzeiten derer von W* niemals
stören wollte, seinen Dienst in der Urkundensammlung, den er täglich
wahrnahm, ohne Gründe zu finden, ihm auszuweichen, aufgenommen. Herr
Egbert wurde für die Aufgabe eingestellt, die Tag für Tag in
überraschender Hast eingehenden Dokumente einer ersten, nach
inhaltlichen Merkmalen festgelegten Sichtung zu unterziehen und sie,
was Egbert nie als Kleinigkeitskrämerei missverstand, mit dem Datum des
Eingangs zu versehen, um die Schriftstücke, ob in Form von Büchern,
losen Papieren oder Palmblättern, sodann in die nach dem System von W*s
eingerichteten Vitrinen inmitten der zentralen Räumlichkeit der
Bibliothek abzulegen. Nach Vollzug dieser primären Verfahren schritt
Herr von W* mit hinter dem Rücken verschränkten Armen eine Weile
zwischen den Vitrinen auf und ab, um mit kundigem Blick die flüchtige
Botschaft oder launige Meldung von Erzeugnissen von Bedeutung und Dauer
zu unterscheiden. Die vom Herrn des Hauses eher gering geachteten
Druckwerke oder Handschriften nahm Egbert aus den Vitrinen wieder
heraus und schaffte sie stapelweise, dass ihm gegen Abend die Arme lang
wurden, treppabwärts in den unteren Bereich des Gebäudes, wo der
Gehilfe strikt die Anweisungen befolgte, mit dem Licht zu sparen und
das ganze Gut mehr oder minder derart zurechtzulegen, so es
gegebenenfalls mittels des Eingangsverzeichnisses, das
ebenfalls Egbert
täglich ergänzte, aufzufinden ist. Wie gern hätte der Adlatus für diese
Tätigkeiten, Lasten zu tragen, den jungen von W* wieder an seiner
Seite, den er in diesen grundlegenden Verrichtungen einst ausbildete
und der ihm bis zum Tage seines Rückzugs ein Schüler war nach seinem
Bilde. Jenen Schriften, Chroniken, Almanachen, Skizzen hingegen, die
Herr von W* als wohlfeil und denkwürdig erklärte, wurde für eine
gewisse Spanne Platz zugestanden innerhalb der imposanten Sammlung, die
in Herrn von W*s Studierkammer in etlichen Bücherregalen und Schränken
aufgebaut war und sorgliche Aufbewahrung erforderte. Auf dem
Schreibtisch lag stets die von Egbert gewissenhaft geführte Liste der
Eingänge aus, die dem Mentor unerlässlich erschien, um in der
Bibliothekshalle nicht gänzlich den Überblick zu verlieren in den
täglich wachsenden Schichten schöngeistiger Erzeugnisse. Zudem
verstreute von W* mit Vorliebe verschiedene, ihm reizvoll erscheinende
Bücher auf dem massiven Pult, gepaart mit Briefen aller Couleur, deren
Seiten er teils überflog, indes zum Teil, wenn die Absichten des Autors
übertragbar auf das allgemein Gültige anmuteten, vertieft studierte,
bevor er sie in die hierarchische Ordnung der Büchergestelle einfügte.
Sonst fehlte schmückendes Beiwerk in dieser, durch aufsteigende Fenster
erhellten Halle, die ansonsten samt dunklen Wandbekleidungen, einen
aufwendig modellierten Zyklus eingeschlossen Allegorien des
Jahresverlaufs abbildend, ausgestattet war. Läuteten die Glocken des
vom Archiv aus sichtbaren Kirchturms der Stadt, hielt von W*, gleich,
welche Schrift er im Moment ermaß, inne und lauschte deren dumpfem
Klang, dem stolzen Schlagen der Stunden.
Herr
Egbert pilgerte, seiner inneren Richtschnur folgend, in reiferen Jahren
von Rhein und Nahe in das Archiv, da es sein Geschick blieb, in
Ordnungen zu leben, sich Formen und Muster anzueignen, die ihm während
seiner Unterweisung auf dem Rupertsberg nachdrücklich vermittelt
wurden, und die er seinerseits in diesem und jenem namhaften Flecken
kraft dialektischer Dispute und Spitzfindigkeiten vervollkommnte. Im
Verlauf seiner Dienstleistung im Archiv fiel Egbert wiederum die
praktische Anleitung des jungen von W* zu, mit welchem ihn zunehmend
ein vertrauliches Einvernehmen verband, unter dessen Verlust Egbert
umso mehr litt, als das Fernbleiben seines Eleven anhielt. Binnen
Perioden der darauf zurückzuführenden, graduell geringen
Nachlässigkeit, die dem Mentor freilich nicht entging, ertappte sich
Egbert bei dem Gedanken, eine Nymphe, die der junge von W* beim Baden
belauschte, habe dem Jüngling wohl den Kopf verdreht. Dann musste der
Adjunkt lächeln, glitt auf der Treppe aus und verlor all die Schriften,
die er im Arme hielt, auf dass sie niederprasselten und den Boden des
Gewölbes bedeckten. Seltsam kam Egbert die Verbindung der Eheleute von
W* vor, in deren persönlichen Angelegenheiten, ausgenommen, aber das
ging über das Familiäre hinaus, die Flucht des Sohnes, er sich
keineswegs einmischte und über die Jahre nie eine Ausnahme machte, so
der Archivdiener rücksichtlich der gegenseitigen Hinwendung der
Edelleute keinen Einblick je erfuhr, der über die regelmäßig
eingenommenen Mahlzeiten hinausging. Ihm war lediglich bekannt, dass
die Dame von W* dereinst auf geheimen Wegen aus dem Gebiet um Foix und
Albi hierher ins Archiv kam, wo Herr von W*, seinerseits nach langer
Reise aus dem märkischen Sand hier angekommen, sie erwartete. Erst als
bereits der Nachwuchs durch die Säle hiesiger Anstalt trippelte, bezog
Egbert in diesem Ort Wohnung.
Gemessen
an dem Eifer, den Herr von W* und Egbert zwecks umgehender Einteilung
und Gliederung der Hand- und Druckschriften an den Tag legten,
verliefen die Stunden der Frau von W*, die seit der Abkehr ihres Sohnes
auf Personal verzichtete und die nötigen wirtschaftlichen Heimarbeiten
selbst verrichtete, in durchaus ruhigeren Bahnen. Wandelte sie durch
die Gänge des Archivs, um eine Partitur zu studieren oder ein von ihr
gelesenes Buch wieder an seinen Platz zu stellen, schaute ihr Gemahl
sie mit achtsamen Blicken an, die sie, ungeachtet eigenen Zagens, in
den offenen Räumen unerwidert ließ. Frau von W*, die Egbert eine Dame
blanche zu nennen pflegte, war mit einer natürlichen, klangschönen
Singstimme begabt, die binnen der zurückliegenden Dekaden, die von
allen im Archiv als glücklich bezeichnet wurden, oftmals durch die
Hallen schallte und diejenigen, die der Dame Gesang vernahmen, in
Entzücken versetzte. In Abständen hielt die Edelfrau durch Anschläge
bekannt gemachte, für wohlmeinende Menschen zugängliche Soireen ab,
innerhalb derer sie, begleitet von im Land gern gebetenen Lautenisten
oder verschieden besetztem Basso continuo, in der Hauptsache ebenso
besinnliche wie pastorale Motetten und Kantaten des Früh- wie des
Hochbarock vortrug. Stets, und zur Freude des inneren Kreises der
Stätte, verirrten sich einige Seelen, die teils lange Wege auf sich
nahmen, die ihnen wichtig erscheinenden musikalischen Exerzitien im
sonst so abgeschotteten Archiv zu verfolgen, in der dafür abgedunkelten
Kammer und konnten nicht umhin, sich einige Zeiteinheiten dem Gesang
der Frau von W* sowie der raffinierten Verzierungskunst der sie
akkompagnierenden Musiker hinzugeben. Regelmäßig vier Wochen nach
Michaelis führten Frau von W* und Herr Egbert, der einen tüchtigen
Countertenor abgab, mit Hilfe eines vierstimmigen Kammerensembles
Motteten von Sébastien de Brossard aus der Normandie auf, eines Vikars,
Compositeurs, Musiktheoretikers, Kapellmeisters und
Singschulleiters,
der in den letzten Jahren des 17. Jahrhunderts neben den andächtigen
Leçons des morts auch die geistliche Serenade Dialogus poenitentis
animae cum Deo komponierte. Frau von W* sang in dem Stück rein und
sublim die flehende anima: „Deus, Deus meus, audi et exaudi vocem
deprecationis meae“. Herr Egbert gab der Partie des Deus Odem: „Ego sum
pastor bonus“, und sobald er beim Singen ein komisches Gesicht machte
oder den Kopf himmelwärts streckte, lächelte Herr von W*, der jeder
Vigilie beiwohnte, ihn an, und Herr Egbert, der den Blick des Mentors
auf sich spürte, senkte dann wieder sein Haupt und vertiefte sich in
den Notentext. Übrigens bat Frau von W* ihren Gemahl eindringlich, die
Handschriften de Brossards wie auch dessen gedruckte Werke, den
Dialogus eben, in den Ablagen der Sammlung nötigenfalls geschützt
aufzubewahren. Herr von W* versprach es.
Den
jungen von W*, der mit diesen Stimmungen aufwuchs und mit zunehmendem
Alter die Gewissheit gewann, dass die Emanationen der Singenden und
Musizierenden das Archiv durchdrangen und einen Magnetismus bewirkten,
dessen Pole sowohl im Zentrum der Einrichtung als auch im Innern der
ästhetisch Schaffenden verborgen lagen, die ihrerseits jene Strömungen,
gleichsam medial, auf die Zuhörenden übertrugen, bewegten besagte
Darbietungen, und geflissentlich lauschte er der Klangrede. Irgendwann
jedoch, Egbert hatte Aufzeichnungen darüber angefertigt, begann der
Anwärter den Zweck des Archivs, den Auftrag seiner Familie, inmitten
des unaufhaltsamen Fortgangs einen Mittelpunkt der Anschauungen zu
verwalten, als Einkerkerung der Welt zu beschreiben und Spaziergänge
entlang des Bächleins der von ihm verworfenen Arbeit vorzuziehen. Bis
eines Tages im Frühling der Jüngling, die Eltern warteten während der
abendlichen Mahlzeit auf ihn, von einem Streifzug nicht zurückkehrte
und die Mutter unvermittelt, zur Verwunderung ihres Mannes, sein Gedeck
abnehmen ließ, da er, der Sohn, sie wohl gefunden
habe. Dieses Ereignis auferlegte der Dame von W* ein unüberwindliches
Hemmnis vor dem Singen, und die vormals über etliche Jahre hinweg
veranstalteten Musikaufführungen fanden, wenngleich von Liebhabern
Anfragen eingingen, keine Fortführung mehr.
Neunmal
schlug die Turmuhr. Herr von W* hatte an seinem Schreibtisch Platz
genommen und unterzog eine kürzlich eingegangene Handschrift eines
jungen Autors einer genauen Durchsicht. Erst nachdem der letzte
Glockenschlag verklungen, nahm er den Faden wieder auf und überlegte,
ob derlei ihm unvermutet affines Zeugnis in die von ihm selbst
intendierte Genealogie schriftlicher Überlieferungen mit gutem Gewissen
einzureihen sei. Im Depot der Ideen und Konzepte, worin von W* ohne
Unterlass, und ohne Egberts Hilfe wäre es keinesfalls zu schaffen
gewesen, die Anordnung vornahm, umgaben den Magister die von ihm
bewahrten und empfohlenen Dichtungen und Abhandlungen von Platon und
Aristoteles, Ovid und Vergil, die Pistis-Sophia und Texte der Schule
von Chartres, Wolfram von Eschenbach und Dante, Montaigne, Shakespeare
und John Donne, Molière und Pascal, Sterne, Blake und Goethe, Tolstoi
und
Dostojewskij, Überlieferungen von Zarathustra, Lao-tse und Buddha,
Werke von Monteverdi und Purcell, Bachs Matthäuspassion und Kunst der
Fuge neben Mozarts Messe c-Moll und Figaros Hochzeit,
Brahms’ Klavierkonzert d-Moll, Beethovens Sinfonie Nr. 9 und Sonate für
das Hammerklavier neben Solo- und Orchesterstücken von Debussy und
Mahler – es hätte einen Tag gebraucht, die Apotheosen menschlichen
Beginnens aufzuzählen, und soviel Zeit stand im Archiv, da täglich
Neues zu begutachten, keineswegs zur Verfügung.
Der
erstmalig angekommene Autor schrieb: „(…) wurde bei Hofe wieder zur
Hasenjagd aufgerufen. Prinz Pélloux pfiff nach seinem Knappen, griff
Armbrust und Schwert und stieg beherzt auf sein Pferd. Mit Getöse
schnellte die Meute aus berittenen Junkern und kläffenden Hunden über
die Flur mit nichts im Sinn, eines Hasen habhaft zu werden. Prinz
Pélloux ritt der Gruppe voraus und hob jählings an: ‚Seht den Hasen!, nah am aufgetürmten Heu. Ich will ihn zuerst
jagen!’ Der Prinz trieb sein Pferd zur Eile an, sein Mantel flatterte
im Wind. Schon setzte er mit der Armbrust zum Schuss an und wollte das
Tier treffen, da schlug es einen Haken und rannte so schnell es
vermochte. Der Jäger entdeckte den Wald, in den der Hase mit flinken
Läufen hetzte und sprengte, ihm folgend, schnurstracks hinein, seinen
Gefährten enteilend, die vor dem Wald anhielten und nach ihm riefen.
Pélloux indessen ritt, ohne dass er den Hasen, den er verloren geben
musste, weiterhin erspähte, immer tiefer in den Forst hinein. Schon
dämmerte es, schwaches Abendlicht drang durch die Äste hoch gewachsener
Bäume. Der Prinz, müde nach der vergeblichen Hatz, saß ab, denn er
hatte sich verirrt. Er nahm von dem Vorrat, welchen er für das Jagdwerk
eingesteckt hatte, von dem Brot und dem Wein und gewahrte, dass neben
ihm ein stiller Flusslauf wallte, mit dessen Wasser der Prinz sich
erfrischte und aus dem sein Pferd trank. Am Ufer ruhte mit der Öffnung
zuunterst ein Boot. Es war, wie der Jäger bemerkte, ohne Schaden, beide
Ruder lagen seitlich des Rumpfes. Sogleich streckte er sich auf dem
Moos aus, das ihm als Nachtlager dienen sollte, denn vor Sonnenaufgang
würde er nicht mehr aus der Waldung finden. Pélloux schloss die Augen,
wollte in Schlummer fallen, als ein vernehmliches Rauschen ihn
auffahren ließ. Unversehens wurde es Licht um ihn, und vor ihm, am Saum
des Flusses, stand eine junge Frau, gehüllt in ein weißes Gewand, deren
Reinheit den Mann blendete. Die Frau sprach sanft zu ihm: ‚Hab keine
Furcht, Prinz. Du hast dich verirrt. Ich geleite dich hinaus. Doch hilf
mir, den Kahn auf den Fluss zu lassen.’ Pélloux war sofort bei Sinnen,
auf ihr Geheiß den Nachen tüchtig zu machen, sodann ergriff er die
Ruder. Die Frau nahm Platz in dessen Bug und bedeutete dem Prinzen, die
Wasserstraße aufwärts zu rudern, sie werde ihn leiten. ‚Wer bist du?’,
fragte der Prinz sie endlich. ‚Wo fahren wir hin?’ ‚Ich bin die
Melusine’, entgegnete die Grazie. ‚Erinnerst du dich nicht, Pélloux,
Erzählungen über mich gehört zu haben? So steuere zu!’ Der Kahn glitt
über das dunkle Wasser. Es war Nacht ringsum, nur die Melusine gleißte
hell. Pélloux entdeckte in ihrem Schein Weinen und Wehklagen und Feuer
und Not. Er erblickte brennende Städte, Menschen, die flüchten und
Reiter, die brandschatzen. Er sah Kreuzzüge, riesige Heere und Flotten,
Männer in prunkvoller Kluft, die von der Mission sprechen, die zu
erfüllen sei, und überall, wo sie zu den Massen rufen, ist der Himmel
rot und von Rauch durchdrungen. Menschen, abertausende, mit
aufgerissenen Augen und ausgestreckten Armen starrten Pélloux an und
schienen ihn zu berühren. Er jedoch ruderte weiter, die Melusine
leuchtete ihm. Er hörte schnarrende Stimmen, Redner, die behaupten, das
edelste Gut gefunden zu haben, andere, die es zu rauben begehren,
wieder andere Redner und Handlanger, die dieses Gut für verderblich
halten und es zerschmettern wollen. Er sah Jagden und Feste,
erleuchtete Säle, wo gut der Braten riecht, und er sah Tanz und
Wollust. Fernerhin erkannte der Prinz eine Gestalt mit geflügeltem Helm
und Stab, die einem niedergerungenen Lindwurm entsteigt. Und er wurde
eines engelhaften Wesens mit herabhängenden Schwingen ansichtig,
welches, den Kopf auf den linken Arm gestützt, in der anderen Hand den
Winkelmesser, am Gemäuer hockt und recht traurig an den beiden im Kahn
vorbei schaut. ‚Lass ihn’, flüsterte die Melusine und lächelte. ‚Lass
ihn brüten. Zu bestimmter Zeit wird er schon das rechte Maß finden.’
Als dann das Wasser schimmerte und perlte und in einen Ozean sich
ergoss, wurden Pélloux’ Ruderschläge bedächtiger. Endlich gelangte der
Kahn, nachdem er eine weite Reise zurückgelegt hatte, in ein alles
erhellendes klares Licht. Die Melusine war umgeben von einem
Strahlenkranz. Sie hatte sich erhoben, öffnete ihre Arme und sprach zu
Pélloux: ‚Du kannst die Ruder jetzt fallen lassen. Hier bist du
angekommen.’ Zuerst hielt sich der Prinz peinvoll geblendet die Hände
vor die Augen. Als die Melusine ihn an der Stirn berührte, fühlte er
ein vormals unbekanntes Wohlbehagen. Er schmiegte sich der Sylphe an,
strich leicht über ihr langes Haar und bewegte sich an ihrer Seite
immer tiefer in die Flut des Lichtes. Das Boot, das beide getragen,
trieb über den Fluss zurück (…)“
Einen
Schlag tat die Turmuhr. Herr von W* beendete die Lektüre der Erzählung
und war a posteriori im Begriff, nach Egbert zu rufen, den er bitten
wollte, das Manuskript des nach seinem Verständnis strittigen Autors in
den Wandborden im unteren Areal des Archivs abzulegen, als der Gehilfe
herbeisputete und seinem Herrn entgegenschmetterte, der Sohn sei
zurückgekehrt!, er sei unversehrt und wünsche unbedingt, den Vater zu
sprechen, seine Mutter habe er bereits begrüßt. Herrn von W* ergriff
ein Schwindel, und bevor er Egberts Rede erwidern konnte, kam schon der
Sohn mit ruhigen Schritten zur Stube hinein. Der junge Mann erkannte
umgehend das absonderliche Dokument in den Händen seines Vaters,
welches Egbert seiner Geltung gemäß verwahren sollte und sagte
belustigt, dass hier, in der Bibliothek, gewissenhaft gearbeitet und
nicht jeder Versuch von Poesie gleich als Großtat anerkannt werde. Der
Vater versetzte, dass er überrascht sei, dass der Herr Sohn unter die
Dichter gegangen ist, und er erwarte von seinem Nachkommen nun einen
Aufschluss, weshalb er ein Jahr lang unauffindbar blieb, die Mutter
unglücklich mache und was ihn schließlich abermals ins Archiv führe.
„Vater,
sieh doch“, sprach der junge von W*, „dass ich kein Verwalter des
Verstandes bin. Diese herrlichen Hervorbringungen, die du, wie es
deiner Ermächtigung entspricht, in der Bibliothek aufbewahrst,
Druckwerke und verfleckte Pergamente, jene Standbilder des
schöpferischen Genius erschienen mir wie facettenreiche Anleitungen,
nicht fortwährend, wie im Höhlengleichnis ausgeschmückt, die Schatten
an den Wänden, flüchtige Bewegtheiten wie Hasenjagden sowie also
verschiebbare Wörter, die die Gedankengebilde in eine mehr oder minder
passable Form pressen, anzuschauen, sondern, auch wenn einem der Hals
dabei knarrt, zum Licht sich hinzuwenden. Allein, die Mystiker wollten
dies, die Romantiker, selbst die Existentialisten spürten Lust dazu.
Doch wie schrieb Heinrich von Kleist in seinem Aufsatz Über das
Marionettentheater, dessen Urschrift hier im Archiv an einem guten
Platz liegt: ‚Doch das Paradies ist verriegelt und der Cherub hinter
uns; wir müssen die Reise um die Welt machen, und sehen, ob es
vielleicht von hinten irgendwo wieder offen ist.’ Deshalb müssen wir,
um den Weg dorthin zu finden und die Wände zu durchstoßen, nach
Hilfsmitteln sinnen, sowie, um die Erscheinungen zu benennen, uns
vieler Wörter bedienen, alles verschleiern mit gedrechselten Sentenzen,
anstatt dass wir kraft der Intuition der Offenbarung teilhaftig werden.
Alles ist ‚Chiffre der Transzendenz’, wie Jaspers es beschreibt.
Indessen – ist es etwa ergiebig, wenn ich, um meinen Empfindungen
Ausdruck verleihen zu wollen, allgemein verwendete Wörter, Begriffe
gebrauchen muss, die überall zu jeder Sekunde zu jedem Anlass beliebig
verwertet werden und die niemals meine innersten
Bewegtheiten abbilden, nicht vermitteln, wie eine Melodie auf mich
einwirkt, ein Naturmerkmal, weil ich dafür ureigene Wortschöpfungen
hervorbringen müsste, schattierte Begrifflichkeiten im Sinne einer
persönlichen äußeren Mitteilung innerer Gegebenheiten. Ich betrachte,
ich fühle, benenne ein Ding als rot und meine aber eine mir
vorenthaltene Abstufung unendlicher Abstufungen von Rot. Mit welchen
Mitteln kann ich wahrgenommene Impulse mit mir selbst und mit meiner
Sprache synchronisieren, wenn doch mein Gegenüber mit scheinbar
verbindenden Worten andere Erfahrungen verknüpft.“ „Mein Sohn“, nutzte
von W* eine Pause im Redeschwall seines Gegenübers, „das kommt dann
noch soweit, dass niemand den anderen versteht, wenn jeder seine
Phantasiesprache moduliert. Warum sperrst du dich gegen das Studium der
Schriften, welche die Wirklichkeiten dieser Welt im universellen Code
von Sprache vergegenwärtigen? Du hast sicher noch das Gemälde von
Salomon Koninck Der Eremit aus dem Jahre 1643 vor Augen, das zur
Jetztzeit in Dresden ausgestellt ist. Oft standest du vor dem Bild,
hast es betrachtet und scherzhaft behauptet, der Eremit weise eine,
wenn auch entfernte, Ähnlichkeit mit mir auf. Sein erleuchtetes Haupt,
das er mit dem linken Arm, auf einem Felsen ruhend, abstützt, hebt sich
von einem dunklen Hintergrund ab. Vor ihm liegt in der
Mitte
aufgeschlagen, wie die Flügel einer weißen Taube, ein gewichtiges Buch,
in welches der Einsiedler vertieft ist, es gibt nichts, was ihn dazu
verleitet, seinen Lesestoff zu vernachlässigen, der für ihn die Nahrung
bildet, zur Einsicht zu gelangen. Du hast mich immer darauf aufmerksam
gemacht, wie doch der Klausner und das Buch, das entsprechend den
Proportionen der Person abgerundete Formen bezeuge, eine organische
Einheit bilden, beide, der nach Wissen suchende Mensch und der Speicher
des Wissens seien geradezu miteinander verschmolzen. Die bleichen
Seiten des Druckwerks leuchten dem Eremiten entgegen, und vom lodernden
Lehrspruch wird seine Stirn illuminiert. Bestimmt ist es so, dass wir
bei der Lektüre den Sinngehalt des Geschriebenen durch unsere Reflexion
doch erst entstehen lassen, dass die verknüpften Begriffe binnen der
Textur als Rückwirkung in uns Bilder, farbige Impressionen zum
Vorschein bringen, höchst persönliche Gewissheiten oder Täuschungen,
die wir schließlich den Wörtern zu verdanken haben. Daher meine
Ordnungsliebe.“
Der
junge von W* blickte den Vater an und durchmaß das mit Schriften
überwucherte Interieur, er sagte: „Ich will wieder fort. Du entsinnst
dich, wie ich gemütliche Wanderungen entlang des Bachs mehr und mehr
bevorzugte, womit ich mir dein Unverständnis zuzog, aber nicht das
meiner Mutter. Ich walzte, bis ich die Mündung erreichte, die in ein
Meer aufgeht. An diesem Ort hatte mich meine Syrinx abgeholt. Zu ihr
wende ich mich wieder.“ „Deine Melusine! Bist du sicher, mein lieber
Pélloux, dass du nicht verfänglichen Delirien und Dunstbildern
aufgesessen bist, kannst du Hasenjagden von geduldigem Lernen nicht
mehr unterscheiden?, ist deine vermeintliche Gewissheit nicht bloß das
Gegenteil einer sonst dunklen Unwissenheit oder Verirrung?“ „Verleide
mir meine Donquichotterien nicht. Beachte du lieber das Schweigen
allerorten. Hier im Archiv ist ja Ruhe“, sagte der junge von W* und
reichte dem Mentor seine Hand zum Abschied, und durch den Schlag der
Hand erlahmte von W*s Sinn für das Geraderücken wie Entstauben seiner
Bücher. Frau von W* hatte sich ihrem Gemahl zur Seite gestellt und
sprach kaum vernehmlich: „Lass ihn ziehen, er hat Last genug.“
An
diesem Abend, als Egbert, vom Auftritt des jungen Mannes tief
beeindruckt, erstmals mit den Edelleuten bei Tisch saß, durchdrang eine
zuweilen stechende Witterung, die, wie der Gehilfe versicherte, nicht
vom Herd ausging, die Räumlichkeiten der Anstalt. Mehr und mehr
beunruhigt beeilte sich von W*, zum Verdruss seiner Frau, die Mahlzeit
zu beschließen, um nach seinen Exponaten zu sehen, die er
augenblicklich, ungeachtet des Vorfalls mit seinem Anverwandten, in
Gefahr wähnte. Er blickte aus der Bibliotheksstube zum Kirchturm, auf
dessen Uhr die Zeiger übereinander lagen und begriff erst jetzt, dass
der Himmel tiefrot gefärbt war und sich wie ein jeden Laut und jede
Bewegung bedeckendes Tuch über den Dächern ausbreitete. Ein Unwetter
zog herauf, ungestüm blitzte und donnerte es, und als Egbert eintrat,
um alle Fenster zu verriegeln, schlug ein Blitz geradewegs in das
Archiv ein. In Sekundenschnelle stand der Bestand an Büchern,
Schriftrollen und gebündelten Papieren in Flammen. Herr von W* und
Egbert eilten ins Freie, um sich vor dem Feuer zu retten, riefen nach
der Brigade, den Brand zu löschen und mussten mit Entsetzen ansehen,
wie die Werke verglühten, die Säulen und Mauern zerbarsten. Gebeugt vor
Erschütterung rasteten die Verwalter des Weltwissens am Gewässer
abseits des Gebäudes, von dem, dem Eifer der Feuerbrigade zum Trotze,
lediglich das Fundament erhalten blieb. Das sei wenigstens etwas,
meinte Egbert in einer Nacht, die vom Feuer erhellt wurde. Als es
wieder tagte, waren die Flammen erloschen, und Rauch stieg aus den
erhitzten Ruinen.
Gelehnt
an ein uraltes Felsmassiv am Beginn des Rinnsals, aus dem unablässig
klares Wasser quoll, blickte Frau von W* versunken in eine Ferne von
nicht nennbarem Ausmaß und erwiderte die Bedenken ihres Angetrauten,
indem sie verhieß, dass nichts verloren ginge, vielmehr bewahrt werde
im Kreislauf von Ursprung, Zenit und Untergang. „In meiner Gewandung
bestehen als ein fortwährender Abdruck die Gedanken aller verflossenen
und zukünftigen Zeiten. Ich bin der Brennpunkt und beschirme mit
niemals nachlassender Anziehung ebenso die Ideale wie die Verwerfungen,
die wiederum die von dir geschätzten Autoren bündeln und aus ihrer –
ebenso zeitbedingten wie zeitlosen – Sicht niederschreiben. Ich bin die
Muse der Ewigkeit in der Zeit, der Widerhall der Einbildungskraft,
welche dem einzelnen Menschen die Kraft verleiht, bei seinem Streben
nach dem höchsten Gut nicht nachzulassen. Sobald ich einen Dichter,
Musiker oder Maler berühre und er meinen Atem verspürt, entsteht das
von mir widergespiegelte Moment als Sinnbild in der Zeitlichkeit und
alles, was Manifest menschlicher Bewegtheiten ist, wird von meinen
Schützlingen da capo aufgeschrieben, damit du, Liebster, deiner
Verpflichtung willfahren kannst, in Kommoden Lieder und Traktate
aufzubewahren. Allein, in Abständen vermögen musische Menschen die
Werke von de Brossard und Charpentier zu intonieren, auch wenn diese
nochmals 300 Jahre ruhen sollten. Der Geist, welcher in diesen
Schöpfungen ruht, ist unvergänglich. In unserer Macht steht es, ihn zu
beleben und beständig auszubreiten.“
Mitsamt
diesen Worten schien sie ihren Gatten zu
beruhigen und
in einen Zustand der Zuversicht zu versetzen. Nach dem Ungemach der
Zerstörung bewegten sich die aus dem brennenden Archiv geretteten
Beschützer der schönen Künste inmitten einer pittoresken, arkadischen
Szenerie, die leicht ins Burleske umschlug, sobald ein Hirte in die
Schalmei pfiff und Schäferinnen und Hirten im Orangenhain nach seiner
Melodie tanzten. In einem gehauenen Stein eingekerbt war die Inschrift
„Et in Arcadia ego“, die Herr von W* mehrmals aussprach und dabei
vermeinte, dass nicht er selbst in Arkadien sei, vielmehr sei dieser
Vers ein Fingerzeig, die erst begonnene Wanderung fortzusetzen. Egbert
indessen verfolgte, soweit er es von seinem Blickwinkel vermochte, den
Wasserlauf, der zu den Füßen von Frau von W* ausströmte und sich zu dem
im Dunst stillstehenden Horizont schlängelte. In einem Weiler binnen
dieser weitläufigen Sphäre ahnte der Bibliotheksgehilfe den jungen von
W*, wie er in den Armen seiner Melusine liegt und sie ihm einflüstert.
Egbert schmunzelte, sofern er daran dachte, dass er immerzu Recht hatte
mit seiner Mutmaßung, eine Nymphe habe dem Jüngling dereinst den Kopf
verdreht.
Abdruck in: BTZ-Almanach 2005, PH
Ludwigsburg