Jahresende



 

Das Jahr teil ich mir ein wie Tortenschnitten

Gemäß Gewohnheit oder Lust

Bedien ich mich des Kuchenkranzes

Und das Verschwinden von Maximen

Krieg ich nur am Rande mit

 

Den Lebensfaden festzubinden schadet nicht

Den Behang, damit er nicht bebt, schließe ich

Das Spiel der Winde ertrag ich besser

Sobald auf meinen Schultern deine, du edle Hoffnung, Hände ruhn

 

Mit Anbeginn des jungen Jahres

Hab ich alles Belangreiche bestimmt und ließ mich kosen von den Parzen

                        Derzeit im letzten Augenblick des späten Jahres

Indes ist das Glas geleert

                       

                        Schallend rufe ich nach den Gehilfen der Zeit

Sie mögen mit dem Quell den Kelch doch wieder füllen

                        Erstaunt blicken sie mich an:

                         „Wie, ist es schon wieder soweit?!“

 

 

 Dezember 2007

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