Pour le Piano! Sollte der Eindruck entstehen,
nachfolgende Episteln würden von mir selbst als einem Kenner der
Klaviermusik
niedergelegt und mitgeteilt, muss ich gleich hier einwenden, dass dies
keineswegs der Fall ist. Vielmehr verhält es sich so, dass ich zuweilen
von einem mir bekannten Autor, welcher, berechtigterweise, es
vorzieht, in der Öffentlichkeit anonym zu bleiben, mit Anmerkungen zu
in letzter Zeit eingespielten pianistischen Erzeugnissen, die auf dem
Tonträgermarkt bestehen müssen, regelrecht belästigt werde und ich mir
dessen ungeachtet die Aufgabe auferlegt habe, eine für ein
Lesepublikum, so es ein
Lesepublikum gibt, geeignete Auswahl der Aufsätze
festzulegen, um sie an dieser Stelle mit gleichwohl
editorischer
Genauigkeit wiederzugeben. Das Internet, versicherte mir der ungenannt
bleibende Literat, biete eine in der Fläche dichte Plattform, um die in
der privaten Abgeschiedenheit zugeflossenen, feuilletonistischen Piècen
ungetrübt einer interessierten Leserschaft anzubieten. Ob ein Verfasser
bei der so durchgeführten Verbreitung seines Schrifttums unbehelligt
bleibt, vermag ich, da mir die Erfahrungen fehlen, nicht zu sagen,
versichere indes, dass die vermeintliche Leserschaft vorliegende
Abhandlungen ebenso begrüßen wie ablehnen kann. Wir allerdings wollen
das Anliegen des Autors unterstützen und seine Auffassungen über neu
erschienene Musik-CDs mit Klaviermusik offenlegen und uns nicht
querstellen, dem Schreiber gegenüber die Meinungsfreiheit gebührend zu
wahren. Vom frischen Idealismus des Urhebers mag man halten, was man
will, schließlich verfolgt er die Absicht, nicht zu
kritisieren, sondern vielmehr zu beflügeln ...
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