Aktuelles Programm im Wintersemester 2011/2012
13. Oktober 16.00 Uhr: Spinnen die Römer? Asterix und die Welt des Römischen Reichs

Tobias Arand
Das Bild, das sich Kinder und Jugendliche von den Römern machen, ist in der Regel durch die Medien der modernen Unterhaltungskultur geprägt: Filme, Computerspiele oder Comics. Unter den Comics mit historischem Hintergrund dürfte die Serie der Asterix-Hefte wohl noch immer zu den populärsten zählen.
Der Vortrag wird gemeinsam mit den Protagonisten Asterix, Obelix und Idefix durch die Comics streifen und einzelne Episoden sowie Bilder auf ihre historische Trifftigkeit hin untersuchen. Was entspricht in den Heften tatsächlich der römischen Antike und was entspringt der Phantasie der Autoren? Um sich diesen Fragen aber widmen zu können, muss auch ein zentrales Problem jeder historischen Forschung in diesem Zusammenhang angesprochen werden: Woher wissen wir überhaupt etwas über die Vergangenheit?
Insgesamt wird der Vortrag versuchen, nah an den Comicstellen zu bleiben und ausgewählte Bild- und Textquellen mit den Kindern gemeinsam zu deuten.
Literaturtipps:
- Brodersen, Kai (Hrsg.): Asterix und seine Zeit. Die große Welt des kleinen Galliers. München 2001
- Royen, Rene van u.a: Asterix. Die ganze Wahrheit. München 1998
- Westfälisches Römermuseum Haltern (Hrsg.): ‚Die spinnen, die…’ Mit Asterix durch die Welt der Römer. Stuttgart 1999
- www.comedix.de
Veranstaltungsort: Pädagogische Hochschule Ludwigsburg
Dozent: Prof. Dr. Tobias Arand (Pädagogische Hochschule Ludwigsburg)
10. November 16.00 Uhr: Da liegt der Hase im Pfeffer – Redensarten: Was sie bedeuten und wo sie herkommen

Kerstin Alber und Nicole Neumeister
Susi hat wieder einmal keine Lust ihr Zimmer aufzuräumen; auch wenn Oma zu Besuch bekommt. Eine Stunde vor Omas Ankunft kommt Susis Mutter ins Zimmer. Vor lauter Schreck über die Unordnung ruft sie laut: „Da wird ja der Hund in der Pfanne verrückt. Willst du, dass Oma Gundula die Haare zu Berge stehen, wenn sie dein Zimmer sieht?“ Susi versteht kein Wort „Warum ist der Hund in der Pfanne und warum wird er verrückt und wieso stehen Omas Haare auf einem Berg?“, fragt sie verwundert.
Bestimmt hast du erkannt, wo Susis Problem liegt: Sie kennt die Bedeutung der beiden Redensarten „Da wird der Hund in der Pfanne verrückt“ und „Jemanden stehen die Haare zu Berge“ nicht. Denn um Redensarten zu verstehen, darf man die Bedeutung der einzelnen Wörter nicht wörtlich nehmen, sondern man muss die Bedeutung der Redensart insgesamt kennen. Das ist dann so, als ob man ein neues, langes Wort kennen lernt.
Aber wer kam auf die komische Idee, dass man, wenn man sich sehr aufregt, sagt, dass einem die Haare zu Berge stehen? Wenn man frisch gewaschene Haare hat, kann es schon einmal passieren, dass die Haare sich aufladen und dann vom Kopf abstehen. Hat das also etwas mit Elektrizität zu tun? Dass man also „unter Strom steht“ (schon wieder eine Redensart!).
Wenn du wissen willst, woher die beiden Redensarten kommen und noch viele neue Redensarten und deren Ursprung kennen lernen willst, dann bist du bei uns genau richtig. Wir sind schon „Feuer und Flamme“!
Literaturtipps:
- Schlüter, Christiane (2005): Da liegt der Hase im Pfeffer. Redewendungen und ihre Herkunft. Bindlach: Gondrom-Verlag.
- Essig, Rolf-Bernhard (2009): Da wird doch der Hund in der Pfanne verrückt. Die lustigen Geschichten hinter unseren Redensarten. München: Hanser.
Veranstaltungsort: Pädagogische Hochschule Ludwigsburg
Dozenten: Kerstin Alber und Nicole Neumeister (Pädagogische Hochschule Ludwigsburg)
08. Dezember 16.00 Uhr: "Machen Fernsehen und Internet dick und dumm?" Auswirkungen von Bildschirmmedienkonsum auf die Gesundheit von Kindern

Heike Stammer
Die Presse berichtet zunehmend über Gesundheitsprobleme und seelische Probleme von Kindern: Kinder leiden immer häufiger an Übergewicht und entwickeln schon früh ernährungsbedingte Krankheitsbilder, die durch Bewegungsarmut oft noch verstärkt werden. Auch werden immer mehr Kinder von ihren Ärztinnen und Ärzten als depressiv eingeschätzt oder leiden an einer Aufmerksamkeits-Defizit-Störung, beides Beeinträchtigungen, die sie am Lernen hindern können. Mobbing und Gewalt an Schulen scheinen Alltag zu sein.
Die Forschung versucht Ursachen für diese Probleme aufzudecken:
Untersuchungen zeigen, dass der Fernseh- und Internetkonsum schon in sehr frühen Jahren immer weiter zunimmt, bereits Grundschülerinnen und Grundschüler besitzen häufig schon Handys. Bei älteren Kindern gibt es nur wenige, die über keinen eigenen Computer und über ein eigenes Handy verfügen.
Nun stellt sich vielen Erwachsenen die Frage, ob die Probleme von Kindern mit ihrem Bildschirmmedienkonsum etwas zu tun haben könnten.
Viele Eltern versuchen den Medienkonsum ihrer Kinder einzuschränken, um sie vor möglichen negativen Folgen zu schützen. Anderen Eltern fällt es häufig schwer, sich von den Konsumwünschen ihrer Kinder, was elektronische Bildschirmmedien und immer leistungsfähigeren Mobiltelefonen angeht, abzugrenzen. Viele Eltern glauben auch, dass die neuen Medien die Kinder in ihrer Entwicklung unterstützen.
Die Vorlesung beschäftigt sich mit den Ergebnissen der wissenschaftlichen Forschung dazu und soll helfen mitzudiskutieren und für sich selbst eine eigene Meinung zu diesen Fragen zu bilden.
Literatur- und Internettipps:
Spitzer, Manfred: Vorsicht Bildschirm! Elektronische Medien, Gehirnentwicklung, Gesundheit und Gesellschaft. 7. Auflage, 2011.
Veranstaltungsort: Pädagogische Hochschule Ludwigsburg
Dozentin: Prof. Dr. Heike Stammer (Evangelische Hochschule Ludwigsburg)


