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Kurzvita

Seit 10/2011
zertifizierte freie medienpädagogische Referentin für das Landesmedienzentrum Baden-Württemberg (Schwerpunkt: medienpädagogische Eltern- und Erwachsenenbildung/ soziale Netzwerke/ Cybermobbing)


Seit 08/2010
Stipendiatin der Landesgraduiertenförderung Baden-Württemberg


Seit 04/2010
Promotion an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg
Abteilung Medienpädagogik
Thema der Dissertation (Arbeitstitel):
Mediensozialisation und Medienerziehung in Familien in belasteten Lebenslagen

2009 - 2010 
Promotionsstudium
Eignungsfeststellungssverfahren zur Erlangung der Promotionsberechtigung an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg

2008
Abschluss: Dipl.-Wirt.-Ing. (FH)
Thema der Diplomarbeit:
„ARD meets Generation @ – Entwicklung einer Markenstrategie für einen öffentlich-rechtlichen Jugendsender im Portfolio der ARD“

2004 - 2008 
Studium der Medienwirtschaft an der Hochschule der Medien (HdM) Stuttgart
Schwerpunkte:
Film und Fernsehen, Zielgruppe Kinder und Jugendliche, Medienethik

2001 - 2004 
Ausbildung zur Mediengestalterin Digital/Print

Seit 1995:
diverse ehrenamtliche und berufliche Tätigkeiten in den Bereichen Medien, Wissenschaft, Kultur und Pädagogik

Veröffentlichungen

Schlör, Katrin (2011): Mediensozialisation und Medienerziehung in Familien in belasteten Lebenslagen - Methodologische Überlegungen und erste Ergebnisse einer qualitativ-explorativen Studie in Anlehnung an die Grounded Theory Methodology. In: Ludwigsburger Beiträge zur Medienpädagogik 14/2011. Verfügbar über:  http://www.ph-ludwigsburg.de/fileadmin/subsites/1b-mpxx-t-01/user_files/Online-Magazin/Ausgabe14/Forschungsprojekte14.pdf

Berger, Katrin (2011): ARD und die Digital Natives. Perspektiven für eine öffentlich-rechtliche Jugend-Marke im Portfolio der ARD. Hamburg: diplomica Verlag.

Berger, Katrin (2010): "Das sind wir!" Zur Bedeutung fotografischer Praxis für Familien. Eine Studie am Beispiel der Familienfotografie. In: Ludwigsburger Beiträge zur Medienpädagogik 13/2010. Verfügbar über:  http://www.ph-ludwigsburg.de/fileadmin/subsites/1b-mpxx-t-01/user_files/Online-Magazin/Ausgabe13/Studierende13.pdf

Berger, Katrin (2010): Mediensozialisation, Medienerziehung und Potenziale einer intergenerativ-produktiven Medienkompetenzbildung in sozialstrukturell benachteiligten Familien. In: Ludwigsburger Beiträge zur Medienpädagogik 13/2010. Verfügbar über:  http://www.ph-ludwigsburg.de/fileadmin/subsites/1b-mpxx-t-01/user_files/Online-Magazin/Ausgabe13/Forschung13.pdf

 

Mitarbeit:

Grimm, Petra/ Rhein, Stefanie/ Müller, Michael (2010): Porno im Web 2.0. Die Bedeutung sexualisierter Web-Inhalte in der Lebenswelt von Jugendlichen. Unter Mitarbeit von Katrin Berger, Katja Kirste und Michael Werkmeister. Schriftenreihe der Niedersächsischen Landesmedienanstalt, Band 25. Berlin: Vistas.

Vorträge

Schlör, Katrin (2011): Mediensozialisation und Medienerziehung in Familien in belasteten Lebenslagen. Vortrag im Rahmen des 12. Tages des Wissenschaftlichen Nachwuchses der Pädagogogischen Hochschulen Baden-Württembergs, 03.12.2011, Karlsruhe

Schlör, Katrin (2011): Vortrag (Phänomen Cybermobbing) und Workshop (Aktiv gegen Cybermobbing) auf dem Kongress für Eltern und Lehrkräfte "Medienkompetenz gemeinsam stärken", 26.11.2011, Stuttgart

Schlör, Katrin (2011): Teilnahme als Expertin an der Diskussion "Web 2.0-Begleitung. Elternhaus und Schule" im Rahmen der Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft katholisch-sozialer Bildungswerke in der Bundesrepublik Deutschland 2011 in der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart, 22.11.2011, Stuttgart

Berger, Katrin (2011): Mediensozialisation und Medienerziehung in Familien in belasteten Lebenslagen. Intergenerativ-produktive Medienpraxis als Grundlage für doing family und familalie Medienbildung. Vortrag auf dem 21. Gemeinsamen Doktorandenkolloquium der Pädagogischen Hochschulen Schwäbisch Gmünd und Ludwigsburg, 20.05.2011, Schwäbisch Gmünd

Berger, Katrin/ Ketter, Verena (2011): Medienpädagogische Praxisforschung an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg. Posterpräsentation auf dem Kongress "Keine Bildung ohne Medien!", 24.03.2011, Berlin

Berger, Katrin (2011): Porno im Web 2.0. Jugendliche und ihr Umgang mit Pornografie im Netz. Vortrag auf der Jahres-Fachtagung "Grenzen und Chancen in digitalen Welten" der Arbeitsgemeinschaft Kommunale Jugendarbeit im Main-Taunus-Kreis, 13.01.2011, Wiesbaden

Berger, Katrin (2010): Mediensozialisation und Medienerziehung in sozialstrukturell benachteiligten Familien. Eine qualitative Studie zur Erforschung von Potentialen einer intergenerativ-produktiven Medienkompetenzbildung. Vortrag auf dem Doktorandenforum "Forschungsthemen der Medienpädagogik" im Rahmen der Herbsttagung der Sektion Medienpädagogik der DGfE, 4.11.2010, Zürich

Promotionsvorhaben - Projektskizze

Mediensozialisation und Medienerziehung in Familien in belasteten Lebenslagen. Intergenerativ-produktive Medienpraxis als Grundlage für doing familiy und familiale Medienbildung.


„Das Leben der Eltern ist das Buch,
in dem die Kinder lesen.“
Aurelius Augustinus (354–430)

Das Projekt analysiert Bedingungen und Formen der Mediensozialisation und Medienerziehung in Familien in belasteten Lebenslagen. Methodologisch lehnt es sich an die Grounded Theory Methodology an und integriert Gruppen- und Einzelgespräche sowie visuelle Forschungsmethoden.
Begreift man Medienhandeln als soziales Handeln (vgl. Niesyto 2009, S. 10), so findet die Auseinandersetzung mit Medien stets in sozialen Kontexten statt. Während im Jugendalter insbesondere Peers und die Medien selbst zur Mediensozialisation beitragen, nehmen Eltern in der Kindheit eine vergleichsweise prägende Rolle ein (vgl. Süss 2004, S. 286f). Obgleich dieses Verständnis der „Familie als erster Ort der Medienerfahrung“ (Barthelmes/ Sander 1997, S. 114) unbestritten ist und die Rolle der elterlichen Medienbiografien in Anlehnung an Bourdieu als „kulturelles Erbe“ betont wurde (vgl. Sander 2001, S. 246ff), rückt die  Familie  in ihrer Funktion als primäre Erziehungsinstanz erst seit wenigen Jahren wieder stärker in den Fokus der Mediensozialisations- und Medienbildungsforschung. Dennoch existieren nach wie vor große Desiderate, insbesondere bezüglich milieuspezifischer Besonderheiten der familialen Medienpraxis (vgl. bspw. Paus-Hasebrink/ Bichler 2010 S. 127). Dabei gilt es jedoch, benachteiligende und belastende Lebensumstände nicht nur defizit- sondern ressourcenorientiert zu reflektieren. So verweisen soziokulturelle Unterschiede im Medienumgang zunächst einmal auf andere Präferenzen und Geschmacksmuster, nicht per se auf Aspekte sozialer Benachteiligung. Gerade in der Medienkompetenzdebatte kommt es häufig zu einer normativen Verengung und einseitigen Orientierung an gesellschaftlichen Anforderungen und wirtschaftlichen Interessen (vgl. Niesyto 2009, S. 11ff). Nach wie vor mangelt es an niedrigschwelligen Angeboten im Rahmen der medienpädagogischen Eltern- und Familienbildung (vgl. Initiative „Keine Bildung ohne Medien“ 2011, S.11).
Die „Wiederentdeckung der Lernpotenziale des Bildungsorts Familie“ (Sander/ Lange 2006, S. 9) und eine damit einhergehende Betonung der Chancen von intergenerativen Lernprozessen haben in den letzten Jahren, auch im Rahmen der Medienpädagogik, zu einer vertieften Auseinandersetzung mit intergenerativer Medienbildung geführt. Bislang im Fokus stand hierbei der gemeinsame Bildungsprozess der „älteren“ sowie der „jüngeren“ Generation. Familiale intergenerative Medienbildung als Prozess produktiver Auseinandersetzung mit Medien vonseiten der Eltern- und Kindergeneration wurde bislang kaum untersucht. In einer Vorstudie des Projektes zum Thema Familienfotografie konnten bereits erste Ergebnisse zur intergenerativen fotografischen Praxis in Familien präsentiert werden (vgl. Berger 2010).
Erste Ergebnisse des Dissertationsprojektes zeigen, dass das Konzept "doing family" eine hohe Relevanz für das Forschungsinteresse aufweist. Es begreift Familie als performative Gemeinschaft, die sich täglich im Rahmen von Herstellungsleistungen neu als Familie konstituiert. Zu diesen Praktiken und Inszenierungen von Familie, in denen doing family betrieben wird, gehört unweigerlich die familiale Medienpraxis (vgl. Lange 2010, S. 14). Nach ersten Auswertungen kann davon ausgegangen werden, dass insbesondere der intergenerativen sowie produktiven Medienpraxis in Familien in belasteten Lebenslagen ein hohes Potenzial für Prozesse des doing family zukommt. Langfristig sollen die Ergebnisse Handlungsimpulse für die (aktive) Medienarbeit mit Familien in belasteten Lebenslagen liefern.

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