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Kurzvita

Seit 06/2013
Visiting Fellow und Associate Researcher bei iHub research (Nairobi, Kenia). Dort angebunden an das Forschungsprogramm "Mobile at the Base of the Pyramid (BoP)"


Seit 12/2011
Promotion an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg
Abteilung Medienpädagogik
Thema der Dissertation (Arbeitstitel):
„Mobile Kommunikation als Bestandteil von Alltagsbewältigung im urbanen Kenia. Eine ethnografische Studie zur Medienaneignung unter besonderer Berücksichtigung von Nutzungsmotiven und Medienkompetenzen.“
Betreuung: Prof. Dr. Horst Niesyto und Prof. Dr. Oliver Zöllner


2011-2013
Wissenschaftlicher Mitarbeiter und Dozent an der Macromedia Hochschule für Medien und Kommunikation (MHMK) (Stuttgart) – Studiengang Medienmanagement


2011-2013
Lehrbeauftragter an der Hochschule der Medien (Stuttgart) – Fakultät Elektronische Medien


2009 – 2010
Hilfswissenschaftler bei Prof. Dr. Petra Grimm und Prof. Dr. Oliver Zöllner an der Hochschule der Medien (Stuttgart)


2007 – 2010
Studium der Medienwirtschaft an der Hochschule der Medien – Abschluss Master of Arts (M.A.) – Thema der Masterarbeit: „Diffusion und Adoption von Innovationen: Erklärungsversuch und Entwurf eines Forschungsdesigns zur Mobilfunkentwicklung in Ostafrika“. Betreuung: Prof. Dr. Oliver Zöllner und Prof. Dr. Martin Gläser


2008 – 2009
Studium der Fächer Entrepreneurship in Developing Countries und Management and Leadership am Royal Institute of Technology, der Stockholm School of Economics und der Stockholm School of Entrepreneurship (Stockholm)


2004 - 2007
Studium der Medienwirtschaft an der Hochschule der Medien – Abschluss Bachelor of Arts (B.A.) – Thema der Bachelorarbeit: „Chancen der Digitalisierung für die Tonträgerindustrie unter besonderer Berücksichtigung des Konsumenten“. Betreuung: Prof. Dr. Martin Gläser und Prof. Dr. Oliver Zöllner


2006
Praktikum Publishing, Licensing und Legal Affairs – Piranha Kultur und Medien AG (Berlin)


2002 – 2003
Berufskolleg zum Erwerb der Fachhochschulreife (BKFH)


2000 – 2002
Ausbildung zum Kaufmann

Veröffentlichungen

Monographien

Waltinger, Michael (2012): Mobilfunk und Modernisierung in Ostafrika. Adoption und Diffusion einer Kommunikationstechnologie. Stuttgart: Edition 451, 147 Seiten. Buchdetails und Inhaltsverzeichnis verfügbar (via Deutsche Nationalbibliothek, dnb). ISBN: 978-3-931938-41-3.

Bücher

Grimm, Petra; Neef, Karla; Waltinger, Michael; Kimmel, Birgit; Rack, Stefanie (2015): „Ethik macht klick“ – Werte-Navi fürs digitale Leben. Arbeitsmaterialien für Schule und Jugendarbeit. In Zusammenarbeit des Institut für Digitale Ethik (IDE)/Hochschule der Medien (HdM) Stuttgart und der EU-Initiative klicksafe, 146 Seiten: Online verfügbar.

Buch- und Zeitschriftenbeiträge

Waltinger, Michael (2013): Mobilfunkaneignung im Alltag: ein Feldbericht aus Nairobi. In: Ludwigsburger Beiträge zur Medienpädagogik. ISSN: 2190-4790. Nr. 16, S. 1-8. Ludwigsburg: Online Publikation.

Waltinger, Michael (2013): Afrika(ner)bilder in in westlichen Medien. Ungleichheit und die Repräsentation des Anderen im Zuge globaler Kommunikationsflüsse. In: Maurer, Björn; Reinhard-Hauck, Petra; Schluchter, Jan-René; von Zimmermann, Martina (Hrsg.:): Medienbildung in einer sich wandelnden Gesellschaft. Festschrift für Horst Niesyto. München: kopaed, S. 279-290.

Waltinger, Michael (2012): Mobile Kommunikation als Bestandteil von Alltagsbewältigung im urbanen Kenia. Darstellung eines medienethnographischen Forschungsdesigns. In: Ludwigsburger Beiträge zur Medienpädagogik. ISSN: 2190-4790. Nr. 15, S. 13-14. Ludwigsburg: Online Publikation.

Waltinger, Michael (2011): Implementierung und Messung einer viralen Marketingstrategie. In: Hies, Michael (Hrsg.): Perspektive Unternehmensberatung 2012. Das Expertenbuch zum Einstieg. München: e-fellows.net., S. 120-125.

Waltinger, Michael (2010): Wachstumsstrategien in gesättigten Märkten. In: Menden, Stefan (Hrsg.): Consulting Case-Training. 30 Übungscases für die Bewerbung in der Unternehmensberatung. 1. Auflage. Squeaker.net GmbH, S. 222-230.

Waltinger, Michael (2009): Mobilfunk in Subsahara-Afrika: Marktwirtschaft und Entwicklungshilfe im Einklang. In: Africa Live. Nr. 5, S. 4-5. Berlin: Ingrid Aouane Verlag.

Waltinger, Michael (2009): Boom der Mobiltelefonie. Africa is calling. In: Afrikapost. Nr. 4, S. 52-53. Göttingen: Klaus Hess Verlag/Deutsche Afrika Stiftung e.V. (Berlin).

Buchrezensionen

Waltinger, Michael (2013): Sturmer, Martin (2013): Afrika! Plädoyer für eine differenzierte Berichterstattung. In: Global Media Journal (GMJ) – German Edition. Vol. 3, Nr. 2. Review online.

Forschungsberichte

Pfeiffer, Christian; Mößle, Thomas; Waltinger, Michael; Stauer, Matthias; Rehbein, Florian; Bleckmann, Paula (2011): "Lust auf Leben wecken": Medienkonsum, Freizeitverhalten und Schulleistungen von Viertklässlern im Landkreis Reutlingen. KFN-Forschungsbericht. Hannover: Kriminologisches Forschungsinstitut Niedersachsen. Online verfügbar

 

Konferenzpapiere

Waltinger, Michael (2015): The Ambiguity of (Media-)Technology [and how to deal with it]. Empowering Perspectives from Media Pedagogy and Media Ethics. Papier vorbereitet und präsentiert auf dem Symposium „The Datafication of the Public Sphere“, 07. – 10.05.2015, Angewandte Innovation Lab (AIL), Universität für angewandte Kunst, Wien. Papier online verfügbar [auf Englisch].


Ausgewählte Blogeinträge

(August 2015): African Community Development (Indigenous Style): Chamas and Harambee as a case in point. Online im Blog verfügbar [auf Englisch].

(März 2015): Wenn der ‚Sprit‘ ausgeht: Warum Handys kein Entwicklungshilfemotor sind.
Online im Blog verfügbar.


Redaktionen

(2009): Zöllner, Oliver (Hrsg.): Medien, Migration, Identität. Migranten und ihre Mediennutzung. Drei Projektberichte aus der Urbanregion Stuttgart. Stuttgart: Hochschule der Medien. (Redaktion). Verfügbar unter: http://opus.bsz-bw.de/hdms/volltexte/2012/718/pdf/medien_migration_identitaet.pdf.

Vorträge

Gastvorlesungen, Keynotes

Waltinger, Michael (2015): Einblicke in die medienethnografische Forschung. Illustration einer laufenden Studie zur Handyaneignung in Nairobi. Part II. Gastvortrag am 05.05.2015 im Rahmen der Veranstaltung ‚Medienpädagogisches Kolloquium‘ bei Prof. Dr. Horst Niesyto. Ludwigsburg: Pädagogische Hochschule.


Waltinger, Michael (2014): Medienforschung in Nairobi – Ethnografischer Ansatz und ethische Praxisfragen. Gastvortrag am 08.07.2014 im Rahmen der Lehrveranstaltung ‚Rezeptionsforschung‘ bei Prof. Dr. Petra Grimm. Stuttgart: Hochschule der Medien.


Waltinger, Michael (2014): Zum Umgang mit Handys im urbanen Alltag Nairobis. Feldbericht einer Medienethnografie aus Kenia. Vortrag am 16.01.2014 im Rahmen des Afrika-Kolloquium „Migration, Entwicklung und Ökonomie in Afrika – und jenseits davon“ bei Prof. Dr. Hans Peter Hahn. Frankfurt am Main: Goethe Universität.

Waltinger, Michael (2013): Einblicke in die medienethnografische Forschung. Illustration einer laufenden Studie zur Handyaneignung in Nairobi. Gastvortrag am 04.11.2013 im Rahmen der Veranstaltung ‚Medienpädagogisches Kolloquium‘ bei Prof. Dr. Horst Niesyto. Ludwigsburg: Pädagogische Hochschule.

Waltinger, Michael (2013): „Researching Media in Everyday Life-Settings“. Ganztägiger Methodenworkshop am 23.07.2013 bei „iHub research“. Nairobi, Kenia. Link zum Blogeintrag.

Waltinger, Michael (2013): „Wie mache ich Feldforschung?“ Feld(zu)gänge einer Medienethnografie zur Handynutzung in Nairobi (Kenia). Gastvortrag am 22.04.2013 im Rahmen der Lehrveranstaltung ‚Empirische Medienforschung‘ bei Prof. Dr. Oliver Zöllner. Stuttgart: Hochschule der Medien.

Waltinger, Michael (2013): Forschungsethische Reflexionen in der Ethnographie. Ausführungen am Beispiel einer Feldstudie zur Bedeutung des Mobilfunk in Nairobi. Gastvortrag am 24.01.2013 im Rahmen der Lehrveranstaltung ‚Medientheorie‘ bei Prof. Dr. Petra Grimm. Stuttgart: Hochschule der Medien.

Waltinger, Michael (2013): Globale Medienkommunikation ‚reloaded‘. Digitale Klüfte und mobile Kommunikation am Beispiel Kenias. Gastvortrag am 14.01.2013 im Rahmen der Vorlesung ‚Einführung in die Medienpädagogik‘ bei Prof. Dr. Horst Niesyto. Ludwigsburg: Pädagogische Hochschule.

Waltinger, Michael (2012): Impressionen aus dem Feldaufenthalt in Nairobi: Pilotphase vom 22.10. – 16.11.2012. Gastvortrag am 10.12.2012 im Rahmen der Veranstaltung ‚Medienpädagogisches Kolloquium‘ bei Prof. Dr. Horst Niesyto. Ludwigsburg: Pädagogische Hochschule.

Waltinger, Michael (2012): Mobile phone research in Nairobi. Discussing ideas and perceptions. Gastvortrag am 09.11.2012 im Rahmen der Veranstaltung ‚Entrepreneurship‘ bei Carol Nderi. Nairobi: Kenyatta University.

Waltinger, Michael (2011): Digitalisierung und Informationsökonomie. Technologische und ökonomische Grundlagen. Vortrag am 07.12.2011 im Rahmen des Seminars ‚Sozialisation und Bildung im Digitalen Kapitalismus‘ bei Prof. Dr. Horst Niesyto. Ludwigsburg: Pädagogische Hochschule.

Waltinger, Michael (2011): Trendforschung. Möglichkeiten und ethische Perspektiven. Gastvortrag am 20.04.2011 im Rahmen des Masterprojekts ‚Think Tank‘ bei Prof. Dr. Petra Grimm und Prof. Dr. Michael Müller. Stuttgart: Hochschule der Medien. Präsentation online verfügbar.

Waltinger, Michael (2010): Mediale Modernisierung des ‚vergessenen Kontinents‘? Zur gesellschaftsverändernden Rolle des Handys in Subsahara-Afrika. Medientheoretische und ethische Perspektiven. Gastvortrag am 21.10.2010 im Rahmen der Lehrveranstaltung ‚Medientheorie‘ bei Prof. Dr. Petra Grimm. Stuttgart: Hochschule der Medien. Präsentation online verfügbar.


Aktive Konferenz-/Workshopteilnahmen

Waltinger, Michael (2015): The Ambiguity of (Media-)Technology [and how to deal with it]. Empowering Perspectives from Media Pedagogy and Media Ethics. Vorbereitet für und präsentiert auf dem Symposium “The Datafication of the Public Sphere”, 07. – 10.05.2015, Angewandte Innovation Lab (AIL), Universität für angewandte Kunst, Wien. Verfügbar auf Vimeo (ab Timecode 00:59:15, in englischer Sprache).


Waltinger, Michael (2013): Mobile phone usage in urban Nairobian everyday-life. Impressions and preliminary findings from the field. Mobile Telephony in the Developing World-Konferenz. 24.-25. Mai  2013. Jyväskylä (Finnland): University of Jyväskylä [Papier-Einreichung für die Hauptkonferenz angenommen. Teilnahme kurzfristig wegen Krankheit abgesagt].


Waltinger, Michael (2013): „Mobile Selbstdokumentation“ als partizipative (visuelle) Elizitierungsmethode. Herausforderungen in der medienethnographischen Feldforschung zur Mobilfunkaneignung in Nairobi. Präsentation und Diskussion im Rahmen des 5. Austauschtreffen ‚Visuelle Methoden in der Forschung‘ am 18.01.2013. Bern (Schweiz): Pädagogische Hochschule Bern.

Waltinger, Michael (2012): Mobile Kommunikation als Bestandteil von Alltagsbewältigung im urbanen Kenia. Ein triangulatives ethnographisches Forschungsdesign: Hauptfragestellung, Methoden und Sample. Präsentation und Diskussion im Rahmen der ‚International Graduate School for Ph.D.-students in Communication and Media Research 2012‘ bei Prof. Dr. Oliver Quiring, Prof. Dr. Philippe Viallon, Prof. Dr. Thomas Steinmauer und Prof. Dr. Eric Dacheux am 31.08.2012. Lugano: Universität der italienischen Schweiz/Universitá della Svizzera italiana (USI), 30.08.-03.09.2012. Teilnahme gefördert durch ein Stipendium der DGPuK.

Waltinger, Michael (2012): Ein ethnographisches Forschungsdesign zur Untersuchung der Aneignung mobiler Kommunikation im Sinne von Alltagsbewältigung im urbanen Kenia. Präsentation und Diskussion im Rahmen der Forschungswerkstatt ‚Ethnographische Forschungsdesigns‘ bei Prof. Dr. Michaela Pfadenhauer am 13.07.2012 im Rahmen des ‚8. Berliner Methodentreffen Qualitative Forschung 2012‘ (BMT). Berlin: Freie Universität (FU), 13.07.-14.07.2012.

Interviews, Medienauftritte

Waltinger, Michael (2011): Das Handy als Entwicklungshelfer. Videointerview und Artikel im Rahmen des Dossier "Medien in der dritten Welt". Stuttgart: Redaktion Zukunft (Hochschule der Medien). Verfügbar unter: www.hdm-stuttgart.de/redaktionzukunft/beitrag.html.

Feldforschung

(2014): Feldforschung in Nairobi (Kenia) vom 03. November bis 20. Dezember.
Durchführung der zweiten Teilphase einer Medienethnografie in Eastlands Nairobi im Rahmen des Dissertationsprojektes Mobile Kommunikation als Bestandteil von Alltagsbewältigung im urbanen Kenia.

(2013): Feldforschung in Nairobi (Kenia) vom 04. Juni bis 01. August.
Durchführung der ersten Teilphase einer Medienethnografie in Eastlands Nairobi im Rahmen des Dissertationsprojektes Mobile Kommunikation als Bestandteil von Alltagsbewältigung im urbanen Kenia.

(2012): Feldforschung in Nairobi (Kenia) vom 22. Oktober bis 16. November.
Durchführung einer Feldexploration, Verschaffen von Feldzugang und Erprobung der Forschungsmethoden (Fokusgruppen, Visuelle Methoden, Ethnographische Interviews, Beobachtung) im Rahmen des Dissertationsprojektes Mobile Kommunikation als Bestandteil von Alltagsbewältigung im urbanen Kenia.

Promotionsvorhaben - Projektskizze


Arbeitstitel
Mobile Kommunikation als Bestandteil von Alltagsbewältigung im urbanen Kenia. Eine ethnographische Studie zur Medienaneignung unter besonderer Berücksichtigung von Nutzungsmotiven und Medienkompetenzen.


Forschungsgegenstand

„In East Africa, mobile phones are now so much
more accessible than fixed lines that in everyday
Swahili these new technologies are referred to simply
as simu (phones), and less as simu ya mkononi
(handheld [i.e., mobile] phones). The fixed-line telephone
(simu ya kawaida) is now largely disregarded“
(Molony, 2008, S. 341).

Viele Nationen in Subsahara-Afrika haben mit einer rudimentären Medienausstattung und massiven medialen Zugangsklüften zu kämpfen, seien diese (sozio-)strukturell oder (sozio-)ökonomisch induziert. Selbst wenn urbane Gegenden – hier vor allem auch Firmen und Institutionen – zunehmend besser an die globalen Informationsströme angeschlossen scheinen, so lassen sich dennoch häufig eine starke Stadt-Land-Kluft und sozial ungleiche Zugangsmöglichkeiten ausmachen. Neben dem relativ weit verbreiteten Radio als etabliertere Medienform scheinen derzeit vor allem Mobiltelefone die Medienlandschaft in mannigfaltiger Weise zu revolutionieren. Hierdurch, aber auch bedingt durch die Einführung und Nutzungsweise von Medien auf dem subsaharischen Kontinent im Zuge der Kolonialherrschaft, entsteht ein spezielles Mediensetting, in welchem vor allem Fragen nach der spezifischen Bedeutung von Mobiltelefonen im Alltagskontext der Menschen interessant erscheinen. Dabei ist davon auszugehen, dass sich Mediennutzung nicht im ‚luftleeren Raum’ vollzieht, sondern insbesondere von den wechselartigen Bezügen zwischen Lebenskontexten, Medienkompetenzen und Nutzungsmotiven beeinflusst ist.


Forschungsziele und Leitfragen

Ziel der Untersuchung ist es, o.g. Zusammenhängen im urbanen Kenia nachzugehen. Durch einen interdisziplinären Ansatz soll ein fundierter Beitrag geleistet werden, von welchem Medienpädagogik, Mediensoziologie, Medienethnologie und Kommunikationswissenschaft gleichermaßen profitieren. Durch deren gegenseitige Befragung ist eine reichhaltige Perspektivierung zu erwarten.
Die forschungsleitende Hauptfragestellung (welche sich selbstredend in weitere untergeordnete Fragestellungen zergliedert) ist wie folgt formuliert: „Inwiefern tragen Mobiltelefone zur Alltagsbewältigung in einem urbanen kenianischen Kontext bei und welche Rolle spielen dabei insbesondere Alltagsmedienkompetenzen?“ Medienaneignung wird dabei immer im Fokus von Alltagsbewältigung gesehen, wobei Alltagsmedienkompetenzen als die Aneignung beeinflussende oder mitbestimmende Faktoren gelten. Den Kern der Arbeit stellt damit der Blick auf ‚Strategien der Alltagsbewältigung’ dar, für welches ein Modell entwickelt werden soll. Auch für die Dimension der Medienkompetenzen soll ein eigenes Konzept erarbeitet werden. 
Die Studie ist als Feldforschung angelegt und konzentriert sich auf ein urbanes Viertel in Nairobi.


Methoden

Da über den Gegenstandsbereich auf wenig vorhandenes Vorwissen zurückgegriffen werden kann, folgt die Forschung zur Konzeptualisierung einem auf dem Induktionsprinzip basierenden qualitativen ‚Paradigma’ (Strukturentdeckung) und ist als ethnographische Studie angelegt. Das Ziel ist damit eine 'dichte Beschreibung', welche eher einem 'verstehenden' denn einem 'erklärenden' Verständnis folgt.   

Um die forschungsleitende Fragestellung angemessen bearbeiten zu können, trianguliert die Untersuchung Beobachtungsmethoden, Fokusgruppen und qualitative Interviews. Zusätzlich sollen Methoden mobiler Selbstdokumentation (visuelle Methoden) explorativ getestet werden. Es ist davon auszugehen, dass eine an der Triangulation orientierte Studienanlage zu besonders umfassenden und kontrastreichen Befunden kommen sollte.  


Stand: April 2013 © Michael Waltinger


Institutionelle Anbindung

Das Dissertationsprojekt ist angesiedelt an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg, Fakultät I (Erziehungs- und Gesellschaftswissenschaften), Abteilung für Medienpädagogik.   

Erstbetreuung: Prof. Dr. Horst Niesyto
Zweitbetreuung: Prof. Dr. Oliver Zöllner (Hochschule der Medien [HdM] Stuttgart)

Doctoral research (englische Version)


Working title

Mobile Communication as a strategy to 'coping' with everyday life in urban Kenya. An ethnographic study of media appropriation with particular regard to usage motives and media competencies.


Research topic

„In East Africa, mobile phones are now so much
more accessible than fixed lines that in everyday
Swahili these new technologies are referred to simply
as simu (phones), and less as simu ya mkononi
(handheld [i.e., mobile] phones). The fixed-line telephone
(simu ya kawaida) is now largely disregarded“
(Molony, 2008, S. 341).

Many nations in sub-saharan Africa have to cope with the issue of both rudimentary media househould equipment as well as severe (digital) divides when it comes to media access. It seems likely that a combination of sociostructural as well as socioeconomical factors are playing a limiting role here. Although some urban regions are increasingly well connected to the global flow of information - however mostly being companies and (governmental) institutions - there is still a wide rural-urban-divide as well as significant social inequality when it comes to media usage, access or possession. While the (community) radio is widespread and established, there is another star rising on the horizon: the mobile phone. This communication medium seems to revolutionise the media landscape in a manifold manner. Because of this, but also induced by the introduction and usage of the media in Africa by the (former) colonial powers, we find ourselves confronted with a quite unique media setting that gives rise to questions such as "What is the specific 'meaning' of mobile phones in peoples everyday lifes, considering the special context and culture? How is the mobile phone appropriated and/or domesticated?". However, it is on the cards that media usage and appropriation is not taking place in a vacuum, but is rather influenced by the reciprocal references of life contexts (life-world), media competencies, and usage motives. These need to be taken into account.


Desideratum and research-guiding questions

The research is aiming for scrutinizing the coherences mentioned above in urban Kenya. Using an interdisciplinary approach, the academic fields of media pedagogy, media sociology, media anthropology, and the communication sciences shall perspectively enrich the research on its intersections and benefit from a mutual interrogation.     
The research-guiding question (which is self-evidentally dissected in a subordinated set of questions) is formulated as follows: "What are particular strategies people are using mobile phones for in order to cope with everyday life in an urban Kenyan context and in how far are possible coping strategies determined by 'everyday media competencies'?" Hence, the media appropriation process is to be investigated in the light of coping strategies that are influenced by everyday media competencies, while 'everyday life-coping strategies' represent the core of the research. It is aimed for advancing a concept that is adequately conceiving the phenomena.              
The study is conducted as a field research-design, focussing on a urban Nairobian neighbourhood.  


Research methods

Since there is little knowledge about the research topic in question yet, the study and its conceptualisation are based on an inductive paradigm, following a qualitative-ethnographic approach. Hence, it is aimed for a 'thick description', having the concept of 'verstehen' (understanding) rather than the one of 'erklären' (explaining) as a foundation.
In order to approach the research guiding questions, the study intends to draw on a triangulation of participant observation, focus groups, qualitative interviews and an exploratory testing of mobile self-documentation (visual methods). It is assumed that a triangulated orientation might lead to most comprehensive and contrasting findings.


Updated: April 2013 © Michael Waltinger


Institutional affiliation

The research project is affiliated to the University of Education, Ludwigsburg (Germany), Faculty I (Education and Social Sciences), Department of Media Pedagogy [this link will lead to a pdf-file describing the department's work since there is no web-version yet]

Supervised by:
Prof Dr Horst Niesyto (University of Education, Ludwigsburg)
Prof Dr Oliver Zoellner
 (Stuttgart Media University)

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