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VERLEIHUNG DES HOCHSCHULLEHRPREISES 2010 AN PROF. DR. BETTINA UHLIG

 

Im Zeitraum von Juni 2008 – Dezember 2010 arbeitet/e eine Gruppe von 15 Studierenden (Lehramt Kunst) der PH Ludwigsburg unter der Leitung von Prof. Dr. Bettina Uhlig (PH Ludwigsburg, Abt. Kunst) in Kooperation mit der Amnesty-International-Ortsgruppe Ludwigsburg und der Stadt Ludwigsburg an der Realisierung künstlerischer Projekte zum Thema "Menschenrechte" im öffentlichen Raum.

Die Projektkonzeptionen wurden im Rahmen eines Seminars entwickelt und dann in Gruppen bzw. als Einzelarbeit realisiert. Ausgangspunkt waren die theoretischen, historischen, politischen Dimensionen der Menschenrechte. Aus dem inhaltlichen Diskurs heraus und mit Blick auf zeitgenössische Kunst im öffentlichen Raum entwickelten die Studierenden eigenverantwortlich Projektkonzeptionen. Alle Projekte wurden inhaltlich und in ihrer zeitlichen Erscheinung miteinander vernetzt, beziehen sich aufeinander und thematisieren auf anspruchsvolle und wirksame Weise die Menschenrechte. Die Lichtprojektion „Light on Human Rights“ wird von der Stadt Ludwigsburg übernommen und dauerhaft im Stadtzentrum von Ludwigsburg (Arsenalplatz) installiert.


Mitwirkende Studierende des Faches Kunst: Daniel Ricci, Jörg Edelmann, Anja Niemyt, Andrea Thomitzni; Anna Auracher, Fotini Nakou, Christine Löffler, Tamara Warnecke; Maria Bedia, Anna Angele; Isabel Sax, Jana Wagner; Nadine Henning; Fabian Friedl; Katja Krüger

 

Augen_auf_fuer_Menschenrechte_-_Projektzusammenfassung.pdf

 

 

KUNSTSTUDENTIN DOROTHEA NEFF ERHÄLT "PREIS DER STADT LUDWIGSBURG" 2010

 

Unsere Studentin Dorothea Neff hat für Ihren Gemäldezyklus "Hirsch, Hase und Madame" den diesjährigen Preis der Stadt Ludwigsburg erhalten.
Mit der Malerin zusammen ist das Fach Kunst ist stolz auf diese Anerkennung!
Sie beweist, dass auch unter schwierigen Studienbedingungen hoch qualitätvolle künstlerische Studienarbeiten möglich sind.


Zur Begründung:
Ausgehend von künstlerischen Positionen des konzeptuellen Neorealismus (Balthus, Kahlo, Kitaj, Rauch u. a.) entwickelt Dorothea Neff eine sehr eigenständige poetische Bild-Konzeption, die sowohl von narrativen Aspekten bestimmt wird als auch hohe bildnerisch-malerische Eigenwertigkeit realisiert.
Der thematische Rahmen wird durch Begegnungen zwischen Tier und Mensch sowie szenische Arrangements zwischen Mensch und Tier bestimmt. Die Stimmung der Bilder erscheint einerseits surreal, andererseits magisch-realistisch. Sie thematisiert traditionelle allgemeine Geschlechterrollen ebenso wie persönliche und sehr private biographische Erinnerungen. Mit großer imaginativer und poetischer Freiheit und in überraschenden und suggestiv wirkenden Konstellationen stellt sie sich selbst und ihr nahe Personen dar in der vieldeutigen Begegnung mit anderen Lebewesen.
Die symbolischen Verdichtungen und Umdeutungen sind ebenso bemerkenswert wie die eigenartige Bildsprache, die hochgradig gekonnte realistische Abbildlichkeit und die Virtuosität der malerischen/farblichen Umsetzung.
Frau Neff hat in der sowohl geschlossenen als auch sehr variabel gehandhabten Form einer Serie von mittelformatigen Malereien eine eigenständige figurative Bildsprache entwickelt, die dem Inhalt in hohem Maße angemessen ist. Welch konzeptionelle Beweglichkeit und zugleich Dichte der Ausarbeitung den Bildern zugrunde liegen, belegt das beiliegende Skizzenbuch. Hier wird klar – bis in den souveränen zeichnerischen Stil hinein – wie ernsthaft und zugleich spielerisch
Dorothea Neff die Bilder erarbeitet hat. Dabei benutzt und zitiert sie oft heterogene traditionelle Bildquellen und transformiert sie souverän zu neuen Bedeutungskonstellationen. Zugleich aber fließt in die Bildgestaltung intensives Naturstudium nach dem Modell und nach fotografischen Studien ein.
Die Konsequenz und zugleich überraschend flüssige Imaginationskraft der souverän niedergeschriebenen Bildskizzen ist erstaunlich. Jedoch versteht es Dorothea Neff zugleich, den Gedankenfluss in einer festen, fast „klassisch“ zu nennenden Bildform zu verdichten.
H. Sowa

 

 

 

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