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Forschungsprojekt „Soziale Verantwortung lernen“

Titel: „Startversuche im Gemeinwesen - Jugendliche gewinnen soziale Verantwortungsfähigkeit“

Beteiligte Personen:
Projektleitung: Dr. Uwe Böhm und Dipl.-Päd. Martin Weingardt, sowie weitere Vertreter aus den Modellregionen
Laufzeit: 1997 bis 2000
Finanzierung: Ministerium für Kultus, Jugend und Sport (MKJS), Ev. Jugendwerk in Württemberg (EJW), Jugendstiftung Baden-Württemberg

 

Kurzfassung:

Die Rückbindung der Mitverantwortung für soziale Fragen an die Bevölkungsbasis ist in vielfacher Weise im Gange. Bürgerschaftliches Engagement, Mitverantwortung im sozialen Nahbereich wird gefordert und gefördert. Wo aber erwerben Heranwachsende heute die für die Verantwortungsübernahme von morgen nötigen Grundkompetenzen und -haltungen? Die Schule allein ist insitutionell und mit ihrer fachlichen Kompetenz bislang kaum darauf eingestellt, Schülern dieses Verantwortungslernen zu ermöglichen. Die außerschulische Jugendarbeit mit ihren praktischen Handlungsfeldern, professionellen Kräften und langjährigen Vorerfahrungen im Bereich jugendlicher Partizipationsstrukturen bietet sich als ideale Partnerin an.

Das EJW entwarf deshalb zusammen mit dem MKJS im April 1997 ein Rahmenkonzept für die Ausbildung eines/einer "Schülermentors/Schülermentorin". Ab September 1997 wird das Projekt "Soziale Verantwortung lernen" als Schülermentorenprogramm mit Unterstützung des MKJS und der Jugendstiftung Baden-Württem-berg vom EJW zur Stärkung der Verantwortungsübernahme in inner- und außerschulischen Handlungsfeldern durchgeführt. Dabei können sich SchülerInnen aller Schularten ab dem 15. Lebensjahr zu einer mehrmonatigen Schulungsphase melden. Diese Phase besteht aus Schnupperpraktikum (Mitarbeit in einer Kinder- und Jugendgruppe, bei einer Ferienmaßnahme, in einem Schüler-Café, in einem Schülerbibelkreis o.ä.), 4- bis 6-tägiger Schulung und einem eintägigen Spezialkurs. Die SchülerInnen erwerben eine doppelte Qualifikation: Jugendgruppenleiter-Ausweis und Schülermentoren-Zertifikat, welches von der Kultusministerin A. Schavan unterzeichnet ist und im Zusammenhang mit Bewerbungen soziale Qualifikationen belegt. Danach können die Schülermentoren innerhalb der Verbandsarbeit mitarbeiten und/oder innerhalb der Schule eigenverantwortlich qualifizierte Aufgaben übernehmen. In einer Längsschnittuntersuchung werden die Schüler und Schülerinnen zu den einzelnen Schulungselementen und Schnupperpraktika interviewt. Dadurch entstehen unterschiedliche Schüler-Porträts. Aus dieser qualitativen Erhebung wird ein quantitativer Fragebogen mit halboffenen Items konstruiert, der am Ende der Projektphase an alle beteiligten Schüler und Schülerinnen zur Erhebung von Kategorien wie z.B. Motivation, Schulungserfahrung, Schnupperpraktika der Auszubildenden, Einsetzbarkeit der Schülermentoren, versandt und ausgewertet wird.  

 

Veröffentlichungen:    

EVANGELISCHE THEOLOGIE / RELIGIONSPÄDAGOGIK 
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