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Christian Spannagel

 

Vortrag auf der Tagung des Arbeitskreises "Mathematikunterricht und Informatik" der GDM in Soest, September 2007

 

Kurzfassung

Lernsituationen im Mathematikunterricht lassen sich im Spektrum zwischen den Extrema vollständige Instruktion und vollständige Exploration verorten. Beim Problemlösen beispielsweise kann die Lösung eines Problems vorgegeben sein (als Lösungsbeispiel bzw. worked example; vollständige Instruktion). Die Lernenden vollziehen die Lösung nach und wenden sie anschließend auf ähnliche Probleme an. Dabei wird aber kaum Problemlösekompetenz erworben. Im anderen Extremfall sollen Schüler das Problem komplett selbst lösen (vollständige Exploration). Dabei können aber vor allem schwächere Schüler schnell überfordert sein. Im mittleren Bereich zwischen diesen beiden Extrema erkunden Lernende eine Umgebung mit Unterstützung der Lehrperson (guided exploration). Ein entsprechendes Aufgabenformat zum Problemlösen sind Vervollständigungsaufgaben (completion problems), bei denen zunächst nur ein Teil eines Lösungsweges demonstriert wird. Die Lernenden vervollständigen diesen anschließend.

In diesem Vortrag wird das Werkzeug CleverPHL vorgestellt, mit dessen Hilfe sich u. a. computerbasierte Vervollständigungsaufgaben stellen lassen. Der Anfang eines Problemlöseprozesses wird den Lernenden zunächst demonstriert. Anschließend sind sie aufgefordert, die Teillösung zu ergänzen. Es werden anhand unterschiedlicher Programme (u.a. Tabellenkalkulation und DGS) Beispiele für Vervollständigungsaufgaben vorgestellt und  diskutiert.

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