Themenstudien im Leistungskurs Mathematik

Die Arbeitsform "Themenstudie" ( vgl. z.B. [1] ) eignet sich gut, um im Leistungskurs Mathematik wissenschaftliche Inhalte
zugänglich zu machen. Durch die in der Themenstudienarbeit eingenommene Metaperpektive wird "Sprechen über Mathematik"
gefördert. Die Fähigkeit, sich in ein neues Gebiet einzuarbeiten und möglichst gehaltvolle Aussagen über die Mathematik dieses
Gebiets machen zu können ist das Ziel der Themenstudienarbeit. Dabei ist es sehr wahrscheinlich, dass die Vorstellungen der
Schülerinnen und Schüler über Mathematik beeinflusst werden und ein realistischeres Bild von der Mathematik
und ihrer Stellung in der Welt entsteht.

In der hier vorgestellten, an herkömmliche Unterrichtsformen des Leistungskurses Mathematik angelehnten
"seminarartigen Variante" der Themenstudienarbeit wurden von den Schülerinnen und Schülern ausgewählte Teilgebiete
der Mathematik, die im Lehrplan kaum oder gar nicht auftauchen, erkundet. Die Schülerinnen und Schüler recherchierten,
werteten gefundene Rohmaterialien aus, verfassten die hier vorgestellten schriftlichen Themenstudien und
präsentierten ihre Ergebnisse in einem Vortrag im Unterricht, der diskutiert wurde.

Die beiden traditionellen Arbeitsformen, zu denen die hier vorgestellte Themenstudienserie in ihrer Ausprägung als
"seminarartige Variante" wie eine Synthese erscheint, sind die Facharbeit und das Schülerreferat (vgl. auch [2] ). Hinzu tritt
als weiteres wichtiges Element die oben beschriebene, für die Themenstudienarbeit oft charakteristische
Metaperspektive.



               Literatur
               [1]   Kuntze, S.: Themenstudienarbeit als Unterrichtsform im Mathematikunterricht mit besonders begabten Schü-lerinnen und Schülern der Sekundarstufe II,
                                       in: Peschek, W. (Hrsg.): Beiträge zum Mathematikunterricht 2002, Hildesheim 2002
               [2]   Kuntze, S.: Themenstudienarbeit im Mathematikunterricht als Vorbereitung auf die Facharbeit, eingereicht in MNU